Portaltage

Gestern und heute sind laut Mayakalender sogenannte Portaltage.

Informationen darüber, was Portaltage sind, finde man u.a. hier auf der Seite von Fred Wao.

Gestern mit dem Thema Stabilität

und heute mit dem Thema Ermächtigung.

Das passt doch ganz gut zu meiner Gefühlslage.

Der nächste Portaltag ist am 22.12., mit dem Thema Verstehen.

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Nachklang vom Plätzchen backen

Erstaunlich!!!

Wie nachhaltig das wirkt, noch einen Tag später.

Ich fühle mich erfüllt und befriedigt.

Ich sehe die Keksdose. Ich sehe das Ergebnis meines erfolgreichen Tuns. Ich kann reingreifen und die Kleinigkeiten immer wieder neu genießen.

Dass das so nachhaltig wirkt, damit hab ich nicht gerechnet.

Selbstwirksamkeit, schrieb mir eben eine Freundin.

Ja. Die hatte ich lange nicht mehr. Vielleicht fühlt es sich auch deshalb so intensiv an.

Ich hatte wochenlang in meinem Leben nichts mehr in der Hand. Konnte nicht Einfluss nehmen.

Da ist so eine Backaktion plötzlich wie ein riesiger Evolutionsschritt. Und ich seh mich, wie Tom Hanks in dem Film „Cast away“ mit beiden Fäusten auf die Brust trommeln und laut rufen: Iiiich habe Plätzchen gebacken! 😄

Plätzchen backen

Woooarrr, ich habe Plätzchen gebacken!!! 😀

Soweit ich mich erinnere, das zweite Mal in meinem Leben. Die Erinnerung ans erste Mal ist keine Gute. Die waren staubtrocken.

Aber diiiiiese hier sind großartig geworden! Sehen aus wie auf dem Rezept und sind saftig. Fühle mich total stolz. 😀

Nein, die Roten sind keine kleinen Hackfleischkekse. 😉 😛

Die Zeiten waren schwer. Und Kekse backen kurvte schon einige Zeit durch mein kindliches Gemüt. Besonders bunte Kekse erzeugten ein inneres Jauchzen. Die Umsetzung dauerte etwas. Der Antrieb und die Kraft sind wenig. Und ich hatte vom Verstand auch Angst, weil Backen nicht zu meinen Hobbys gehört. Ich hatte Angst vorm Mißerfolg.

Heute schaffte ich es die fehlenden Zutaten einzukaufen. Die Menge halbiert und ein leichtes Rezept dazu.

So ist es gelungen. Mit gaaanz viel Zeit lassen, Pause machen, Stress rausnehmen. Da hat das Backen an sich tatsächlich Spaß gemacht.

Die Roten sind leider kein Rote-Bete-Pulver. Das war ausverkauft. Aber weil die Farbe so wichtig war, hab ich Lebensmittelfarbe gekauft. Die Gelben sind dafür mit Kurkuma gefärbt. Und Mandeln sind drin und Vanille-Zucker. 🙂

Jetzt will ich noch herausfinden, wie ich kleine Verpackungen selbst gestalten kann, um sie zu verschenken. Möchte keine Plastiktütchen dafür kaufen. Vielleicht aus Papier Schachtel falten oder so in der Art. Geschenkbox-Faltanleitungen bei smarticular.

Notizen für die Therapie II

Samstag, Sonntag, 08-09.12.2018

Bedarfsmedikation zur Nacht.

Freundin nach Kontaktmöglichkeit über das WE gefragt, falls Notfall. Sie war da. Ich habe es nicht genutzt.

Montag, 10.12.2018

Telefonat Psychiaterin: ¼ Quetiapin ausprobieren, wenn ich rausgehe hat geholfen in die KBS zu fahren. Angst nicht so vordergründig.

Krisentelefonat mit der Vertretung beim BEW wegen der Angst.

Anhebung abends auf 50 mg Quetiapin unretadiert.

Dienstag, 11.12.2018

Mit dem Medikament war es wieder möglich zur Physiotherapie zu fahren.

Notizen: Beim Gedanken daran, die Woche für die Therapie Rückschau zu halten, große Hoffnungslosigkeit. Mich zeigen, jemanden Anteil nehmen zu lassen, bringt ja doch nichts. Es ist egal. Kann alles vergessen werden. Es bringt nichts mich mitzuteilen.

Auslöser war ein Gespräch in der KBS gestern mit einer Mitarbeiterin, über die Medikamentenanhebung. Da gab es bei mir eine Erwartung/Hoffnung, wie sie auf meine Entscheidung reagieren sollte. Zuspruch. Ich wünschte mir Zuspruch. Und eine Bestärkung meiner Entscheidung. Das kam nicht. Nur Skepsis und Nachfragen, ob es nicht anders ginge und ob es nicht für die Therapie hinderlich sei. Sie verstand dann nach meinen Schilderungen, dass die Einschränkungen zu groß waren, um auf diesen Schritt zu verzichten.

Erst heute erkenne ich, dass ihr fehlender Zuspruch, meine eigene Entscheidung infrage stellt. Die Verunsicherung ist groß und das Gefühl etwas falsch zu machen. Mir fehlt mein eigener Rückhalt. Die Folge ist Rückzug aus der Beziehung, weil ich nicht bekomme, was ich brauche.

Mittwoch, 12.12.2018

Morgens innere Leere und Traurigkeit.

Der erste kurze persönliche Besuch von Frau W. (BEW), in meiner Wohnung. Ich glaube, dass ging auch nur wegen der Medikamentenanhebung. Missverständnisse in der Kommunikation angesprochen, weil ich mich schwer vom Gesagten abgrenzen kann.

Bei der Reiki-Behandlung kommt mir der Gedanke: Ich bin genauso wichtig wie alle anderen auch! Ich fühle das plötzlich und muss weinen.

Donnerstag, 13.12.2018

Rückschau auf die letzte Therapiestunde: nach Anteilen zu fragen, machte mir Stress. Angst etwas zu konstruieren. Ich verwerfe selbst seit Jahren immer wieder Theorien und greif sie dann wieder auf. Nichts erfasst wirklich die Wirklichkeit. Zusammenspiel aus drei Theorien – EPs/ANP; Ich-Struktur-Model nach Josi Rom; Schilde-Modell nach Twisted Hairs. Nie statische Bereiche gefunden, mit Altersangaben o.ä..

Notizen morgens: Stress im System und große Belastung, nach der Thematisierung gestern von Kommunikationsfehlern im BEW. Bewegungsmeditation Impuls – meine rechte Hand will gegen meine rechte Wange schlagen. Selbstbestrafung? Erinnerung: Widerworte führen zu Strafe.

Notizen nachmittags: Innengespräch – „Ich fühle mich elend und so alleine.“ Weinen. Meine Kleine, ich bin bei dir. Ich sehe deine Einsamkeit und deine Kränkung. Erinnerung an grundsätzliche Atmosphäre als Kind nicht respektiert zu werden (als Mensch nicht respektiert zu werden). Meine Meinung hatte keinen Wert.

Den ganzen Tag belastet/belegt, nicht so richtig da.

Freitag, 14.12.2018

Klopfen. „Da ist nichts mehr was mich hält. Im Leben hält.“ Gottverloren. Nur Beten hilft und löst ein Weinen.

Aktuelle Literatur

Weil ich das spannend finde, was andere so aktuell lesen, wie hier auf ‚Zwischen den Winden‚, berichte ich auch mal darüber. 🙂

Eckhart Tolle im Gespräch mit Oliver Klatt – Die große Heilung kommt mit dem Erwachen (ein Geschenk einer Freundin; hab mich sehr gefreut, weil Tolle ja gerade Hoch im Kurs ist und Oliver mein Lehrer im Reiki ist 🙂 )

Irvin D. Yalom – Die Schopenhauer-Kur (ich liebe seine Bücher und ich lese gerne über Therapiegeschichten)

James Hall – Sangoma (hab ich gebraucht zufällig aufgegabelt; ein Amerikaner lässt sich zu einem afrikanischen Heiler ausbilden)

Jack Kornfield – Wahre Freiheit (da hab ich schon mal von geschwärmt)