Fragen stellen und auf Antworten lauschen

Kommt alles zum Erliegen?

Wo bekomme ich Orientierung her?

Was sind die nächsten Schritte?

Wolang geht es?

Was ist wichtig?

Kann ich mich führen lassen?

Welche Führung ist hilfreich?

Ist der Rahmen BEW richtig für mich?

Wie finde ich meine innere, verschüttete Führung wieder?

Woher nehme ich das Vertrauen in mich selbst?

Wie komme ich mit all der Angst klar?

Wie finde ich zurück nach Hause – zu mir selbst?

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Traum

Ein bis ins Mark erschütternder Schrei einer Katze, die um ihr Leben kämpft. Nein, ich darf sie nicht retten, auch wenn sie sich noch am Fenstersims festkrallt, um nicht 7-8 Stockwerke in die Tiefe zu fallen. Es schnürt mir das Herz zusammen. Ich dachte, als sie vor mir und dem Staubsauger, in dieser fremden Wohnung voller Katzen, durch das angekippte Fenster floh, dass sie sofort in die Tiefe stürzen und sterben würde, was schon schwer genug war zu akzeptieren. Aber das sie sich doch noch festkrallen konnte, ich ihre 4 Pfoten sehen konnte und dieser schrille Todesangstschrei… Es treibt mir jetzt noch beim Aufschreiben Tränen in die Augen. Diese Verzweiflung dieses Tieres und ich konnte, durfte nichts tun, musste es seinem Kampf und dem unausweichlichen Sturz und Zerschellen überlassen.

Was die Ablehnung der Erwerbsminderungsrente mit mir macht

Unzensierter Scheiß 😀

Das macht so ein Leiden und kotzt mich so an. So eine verdammte Scheiße. Ich kann nicht mehr. Ich kann mich nicht mehr damit auseinandersetzen. Mir fehlt der Halt, mir fehlt das Rückgrat, mir fehlt das Recht zu fühlen, dass ich es wert bin, mich erholen und ausruhen zu dürfen. Es ist nie genug. Ich gebe nie genug. Ich muss noch mehr geben, noch mehr leisten. Immer mehr. Immer mehr. Weil andere das wollen. Weil es gefordert wird, muss ich es tun. Darf ich nicht für mich sorgen. Bin ich es nicht wert, auf mich zu hören. Das ist alles nichts wert. Ich bin ein Dreck wert.

Und jetzt werde ich all meine Kraft zusammen nehmen und mich zum Gegenteiligen überwinden und mein Recht einfordern, mich selbst vertreten und für mich sorgen, weil ich es mir wert bin!!!

 

Ergotherapie

Ich bin noch ganz berührt von dem was heute im Ergotherapie-Termin geschehen ist.

Ich kam dort vernebelt und körperlos an und mit einer riesen Angst näher hinzuschauen, weil ich schon von zu Hause wusste, dass hinter dem Nebel nur noch mehr Angst wartet, Angst die so riesig ist, das sie mich die ganze letzte Woche wie noch nie an Menge, Tag für Tag dissoziieren ließ.

Seit der Entscheidung, im ambulanten Betreuten Wohnen, eine 4-wöchige Kontaktpause auszuprobieren. Sie ist jederzeit erreichbar, telefonisch und per Mail und auch Kontakte sind noch möglich, wenn ich es will. Nur ich will nicht mehr. Ich kann nicht mehr.

Seit dem spielt meine Gefühlswelt verrückt. Es ist extrem und scheinbar kann nicht alles gefühlt werden. Vor allem Angst. Todesangst. Angst die sich nach Wahnsinn anfühlt. Dann kommt Nebel in meinem Kopf. Das Gefühl, mit der Wahrnehmung rechtsseitig nicht da zu sein. Mich selbst nicht vollständig fühlen. Zähe, nebelige Gedanken. Schmerzen im Körper. Gestern tat mir mein rechter Fuß und mein rechtes Becken so weh, dass ich meinen Spaziergang auf die kleinste Runde reduzierte und froh war, wieder zu Hause zu sein. Mein Herz klopft immer mal wieder schnell, gepaart mit Schwindel und Kreislaufproblemen.

Angekommen in der Ergo, erzähle ich von der Angst hinzuschauen, dass ich das Fühlen nicht packe. Ich denke an die Entscheidung im BEW, will es erzählen, doch nur das dran denken, lässt die Panik schon nach vorne schießen, so dass ich es sein lasse. Mein Körper fängt an zu schwitzen, ein Gefühl von einem großen Energiefeld breitet sich um meinen Brustkorb aus. Das macht mir Angst.

Ich springe vom Stuhl auf, stelle mich weiter weg in den Raum. Suche in meinem Geist nach Lösungen, um nicht überwältigt zu werden. Erinnere mich an eine Körperhaltung, die mir schon in der Therapie geholfen hat und mir ein haltendes Gefühl gabt. Die rechte Hand auf die linke Seite vom Brustkorb gelegt (dort liegt auch der Selbstakzeptanzpunkt) und mit der linken Hand den rechten Oberarm umschloßen.

Und wow, ich spüre extrem stark die Reiki-Energie durch meine rechte Hand fließen. Alles ist aufgewühlt und bewegt sich in mir. Meine Beine schwitzen. Ich bekomme schwer Luft. Schwindel im Kopf. Bilder funktionieren nicht. Aber Dinge im Raum wahrnehmen. Die Uhrzeit. Der Stuhl. Der Raum, der sich um meinen Kopf auftut. Und ich rede und rede und rede, darüber was ich wahrnehme, was helfen könnte, dass ich immer noch nicht in meinen Körper komme. Der Hinweis kommt, ich müsste mich nicht selbst moderieren. Ich melde zurück, dass ich es doch muss. So höre ich meine Stimme, ein konstanter Klang der mir zeigt, ich bin noch hier und das Gefühl die Kontrolle zu behalten. Der Klang meiner eigenen Stimme. Ich brauche sie. Und das ist dann auch in Ordnung.

Meine Körperhaltung, die Reiki-Energie, das beobachten, benennen der Körperereignisse, die Dinge im Raum, ein Bergkristall in der Zimmerecke (den ich mir hole und halte), mein Reden bringen mich in einen Zustand, in dem es möglich ist, mich wieder hinzusetzen.

Ich spüre die Angst sehr deutlich in mir, ihre Größe. So groß, dass ich sie nicht sprechen lassen kann, ohne erneut überwältigt zu werden. Also höre ich ihren Satz nur in mir selbst, der sich immer wieder wiederholt: Ich habe Angst! Ich habe Angst! Ich habe so schreckliche Angst!

Meine Worte stolpern. Sätze werden verwaschen. Die Zunge schwer. Chaotische Energien im Kopf. Denken eng. Mein Körper zittert. Doch nun gehen Bilder. An dieser Stelle bitte ich um Unterstützung. Ich brauche Fragen, die ich mir dann selbst stellen kann, nach innen schicke. Zuerst die Suche nach einem angenehmen Körpergefühl. Ist nicht zu finden. Der ganze Körper meldet Gefahr. Überall hängt ein Warnschild – hier nicht weiter forschen. Dann die Frage, ob Sicherheit eine Farbe oder Form hat. Nichts kommt. Die Überlegung, ob es einen Ort gab, an dem ich mich sicher fühlte. Keine Erinnerung. Aber ich schicke die Frage nach einem ‚Wo kann Sicherheit sein?‘ nach innen.

Dann ein erstes Bild von einem großen, alten Tannenbaum. Ein Ort dazu, an dem ich ihn gesehen habe. Ich springe immer wieder raus und mit Hilfe von Fragen wieder rein. Die Beschaffenheit des Bodens kommt dazu, der dicke Baumstamm, Harz auf einem Stück Rinde in meiner Hand, die Freude am daran riechen, die Freude an den intensiven grünen Farben.

Für mich ist das das erste Mal, tiefer in ein Bild steigen zu können.

Nur hat es keinen Einfluss auf die Angst im Körper. Es sind wie zwei Orte. Ein Teil im Wald, entspannter, ruhiger, friedlicher und der andere Teil außerhalb des Bildes, im Körper, weiterhin in Angst.

Ich überlege diesen Teil mit ins Bild zu holen, um ihm vielleicht diesen Ort zeigen zu können. Es funktioniert. Diese Angst ist mit im Wald. Ich sehe das als ein kleines Bündel, dass ich links an meinen Oberkörper drücke, es festhalte, umschließe.

Dann passiert etwas, womit ich nicht gerechnet habe. Das Kleine sagt immer noch: Ich habe Angst! Aber diesmal fühle ich mich selbst dazu ganz anders. Ich sehe es in meinen Armen, wie es das sagt und fühlt und ich spüre, wie ich es halte, festhalte und mich dafür öffnen kann, es durchlasse. Ohne Worte vermittelt sich: Ja. Ich halte dich. Ich bin bei dir. Es ist ok.

Ich fühle diese Angst ganz anders, als wäre es okay, dass sie durch mich hindurch geht.

Das Kleine brauchte gar nicht den Wald! Ich brauchte ihn, um eine andere Haltung zu finden! Mehr Ruhe. Mehr Frieden. Mehr Sicherheit. Und mit diesem neuen Standpunkt konnte ich dann das Kleine halten. Das Kleine brauchte nur das! Nur mich!

Wahnsinn! Das hab ich so noch nie erlebt. Mit Angst gab es bisher keinen heilsamen Weg klarzukommen.

Der Körper fühlte sich dann an, als hätte er sich an dieser Stelle harmonisiert. Ruhe war eingekehrt.

Insgesamt war ich zwar immer noch nicht im Körper, konnte den Stuhl nicht spüren und mein Kopf fühlte sich an, als wäre ich gegen eine Wand gelaufen. Das war jedoch okay für mich, in Anbetracht der ganz neuen Situation im BEW, dass das nicht alles gleich zu lösen ist.

Es fühlt sich an wie der Versuch einer emotionalen Ablösung und erinnert mich an einen Entzug, mit heftigen Entzugssymptomen. Das wird ein Weilchen dauern, bis sich innerlich etwas Neues formiert hat.

Arbeit

Hihi. Ich nenne es schon Arbeit. Wie schön. Kann dem Werthaftigkeit geben, was ich tu.

Früher hab ich das abgewertet. Kreativ sein. Das ist doch keine Arbeit, das hat doch keinen Sinn, das braucht doch keiner…

In mir ist in den letzten Wochen gewachsen, eine Ausstellung machen zu wollen. Ich wurde dabei schon ganz wundervoll unterstützt, mental und sogar finanziell. Menschen glauben an mich, stärken mich damit. Das gibt mir den Mut dafür. Ich selbst hatte das noch abgetan, wäre alleine nicht in diese Richtung gegangen.

Danke an alle Unterstützer! ❤ ❤ ❤

Und nun sagte ich gestern lächelnd zu jemanden: „ich war vorhin schon arbeiten“. Und als die Frage kam, was ich mache, fiel es mir leicht zu sagen „etwas kreatives“ und mich damit richtig zu fühlen. ❤

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Bin ich froh!

Bin ich froh, es auch schon anders erfahren zu haben!

Sonst müsste ich ihnen glauben, wenn sie sagen, dass das was ich suche nirgendwo zu finden sein.

Bin ich froh, an anderen Stellen soviel Vertrauen zu erfahren, dass meine Wahrnehmung dafür, was sich hilfreich anfühlt und was nicht wahr ist.

Bin ich froh, dass auch andere sich irren können oder es einfach nicht anders wissen, anstatt mich selbst in Frage zu stellen.

Bin ich froh!!!

So gibt es Leid an dieser einen Stelle, zwischen ihnen und mir. Und nur dort, nicht überall und grundsätzlich!