Abseits

Die menschliche Existenz, folgerte Arthur, ließe sich am besten begreifen, wenn man nicht Teil davon sei, sondern abseits von ihr stehe. (Die Schopenhauer-Kur; Yalom; S. 219; 2005)

Das trifft irgendetwas in mir.

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Nichts wissen

Ich habe keine Ahnung wie es weiter geht, was morgen kommt, was heute sein wird.

Immer wieder Angstwellen JETZT zu sein und nicht zu wissen.

Meine Gedanken denken sich weg aus JETZT, nur um JETZT nicht zu spüren.

JETZT ist Gefahr

und doch so ungefährlich.

Aktuelle Literatur

Weil ich das spannend finde, was andere so aktuell lesen, wie hier auf ‚Zwischen den Winden‚, berichte ich auch mal darüber. 🙂

Eckhart Tolle im Gespräch mit Oliver Klatt – Die große Heilung kommt mit dem Erwachen (ein Geschenk einer Freundin; hab mich sehr gefreut, weil Tolle ja gerade Hoch im Kurs ist und Oliver mein Lehrer im Reiki ist 🙂 )

Irvin D. Yalom – Die Schopenhauer-Kur (ich liebe seine Bücher und ich lese gerne über Therapiegeschichten)

James Hall – Sangoma (hab ich gebraucht zufällig aufgegabelt; ein Amerikaner lässt sich zu einem afrikanischen Heiler ausbilden)

Jack Kornfield – Wahre Freiheit (da hab ich schon mal von geschwärmt)

Petition – eine Bitte um Hilfe für Menschen mit Psychotherapiebedarf

Es gibt einen schwerwiegenden Angriff seitens unseres Bundes-Gesundheitsministers Spahn auf die Psychotherapie! Er möchte, dass Patienten nicht mehr zu einem Therapeuten/in ihrer Wahl gehen und diese*r diagnostiziert, welche Hilfe nötig und richtig wäre. Statt dessen soll ein „Patientenprüfer“, der auch nicht weiter qualifiziert ist, vorgeschaltet werden. D.h. Patienten sollen zukünftig einen solchen Diagnostiker davon überzeugen, dass sie Psychotherapie brauchen. Gleichzeitig fehlen diese Prüfer als Behandler, mit der Folge, daß die Wartezeiten noch länger werden. Statt die dringend notwendige Richtigstellung der Bedarfszahlen vorzunehmen, werden psychisch Erkrankte diskriminiert und die Chronifizierung psychischer Krankheiten gefördert!

Bezeichnend für die Bürgernähe des Gesundheitsministers ist, daß der entsprechende Passus in den Kabinettsentwurf zum „Terminservice- und Versorgungsgesetz“ (TSVG) in letzter Minute praktisch hinein geschmuggelt wurde, so dass die Psychotherapeutenverbände keine Möglichkeit der Einflussnahme mehr hatten. Eine solche Hürde würde für viele eine Psychotherapie unerreichbar machen. Das darf nicht passieren!

Nun wurde eine Petition ins Leben gerufen, um den Protest der Fachleute und der Bevölkerung dagegen kund zu tun. Man kann online unterschreiben: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_10/_25/Petition_85363.mitzeichnen.danke.html

Leider ist die Zeit kurz. Es geht nur bis zum 13. Dezember und es müssen 50 Tausend Unterschriften zusammen kommen. Daher meine Bitte: Unterschreibt und verbreitet diesen Aufruf in euren Einrichtungen und in eurem Bekanntenkreis! Jede Unterschrift zählt. Auch Minderjährige dürfen bei Petitionen unterschreiben. Bitte unterstützt den Protest! Nur die massenhafte Mitteilung des Unmuts kann helfen. Ihr dürft gern den Text einfach weiter leiten oder nutzen.“

Kennt jemand Nicolas Hulot?

Ich hatte bis gestern noch nie von ihm gehört.

Bis ich die November-Kolumne in der Zeitschrift Schrot & Korn, von Fred Grimm las.

Nicolas Hulot setzt sich seit Jahrzehnten für Natur und Umwelt, in Frankreich ein. Mehr über ihn kann man hier auf Wikipedia lesen. War Tierfilmer und Journalist.

Er übernahm am 17. Mai 2017 das Amt des französischen Umweltministers und legte schon am 28. August 2018 sein Amt wieder nieder.

Das verkündete er in einem Radiointerview, bevor noch überhaupt irgendjemand anderes davon wusste.

Mir hat imponiert, wie ehrlich er seine Amtsniederlegung vor aller Welt oder zumindest den Radiozuhörern begründet.

„Wörtlich sagt Hulot im Interview: « Je ne veux plus me mentir. […] Je sais que seul je n’y arriverai pas. […] J’ai un peu d’influence, je n’ai pas de pouvoir. » (deutsch: „Ich will mich nicht länger selbst belügen.(…) Ich weiß, dass ich alleine nichts erreichen werde. […] Ich habe ein bisschen Einfluß, aber keinerlei Macht.“) Unter anderem beklagt er « la présence des lobbys dans les cercles du pouvoir » (deutsch: „die Anwesenheit von Lobbyisten in den Kreisen der Macht“).“ Wiki

Hier ein kurzes Youtube Video von EuroNews zum Rücktritt und Interview in deutsch.

Soviel Ehrlichkeit in der Politik hat mich beeindruckt!

Eckhart Tolle Kurs

Weil ich so begeistert bin, empfehle ich diesen Kurs. Auf Nachfrage ist ein Sozial-Tarif möglich. Ich wurde gefragt, was ich geben kann.

Der Kurs besteht aus 8 Modulen und steht einem unbegrenzt zur Verfügung. Jedes Modul besteht aus mehreren Teilen. Meist Vortragsmitschnitte und auch Musik oder Meditationsanleitungen. Alles ist runterladbar, so dass auch offline geschaut werden kann.

Die Module wurden pro Woche freigeschaltet. Diese Woche das 7. Modul. Ich weiß nicht wie sie es gestalten, wenn man den Kurs erst jetzt kauft, ob man dann gleich Zugriff auf alle Module hat.

https://www.digistore24.com/product/242970?voucher=prasenz

Für mich kam dieses Angebot wie gerufen. Tatsächlich wortwörtlich zu verstehen. Ich rief in dieser Zeit nach einem spirituellen Lehrer. Wünschte mir tägliche Orientierung und bat das Leben darum.

Ich hätte es fasst verschusselt die Antwort mitzubekommen. 🙂

Als jemand anderes auf diesen Kurs hinwies, sah ich zuerst den Preis und klickte gleich weiter. Unbezahlbar für mich. Dann erinnerte ich mich an meinen Wunsch, mein Gebet und akzeptierte das als Antwort. Ich schrieb hin und fragte nach einem Sozialtarif. Man bot mir sogar noch einen geringeren Preis an, als ich angab geben zu können.

Mein Verstand schimpfte natürlich ordentlich, wie ich so unvernünftig sein kann und mir so einen Kurs kaufe, vom Notgroschen.

Heute, wie fast jeden Tag wenn ich ein Video schaue, bin ich dankbar!

Nicht alles was Herr Tolle sagt nehme ich, nicht alles passt zu mir. Manchmal setzen mich Aussagen unter Druck und ich fange an in richtig und falsch zu denken. Dann braucht es eine Pause und etwas Abstand.

Und trotzdem, jedes Video, auch wenn ich nicht praktisch im Anschluß übe, hat so eine hohe Schwingung, dass ich mich nach 15-20 Minuten geklärter und wohler fühle. Und in vielen Themen finde ich Orientierung und Verstehen und das jeden Tag, wenn ich möchte.

Ich habe mich vorher nie tiefer mit Tolle befasst. Nur ein Buch von ihm gelesen „Neue Erde“ oder so. Mich hat er nie weiter angezogen und hätte es auch nicht, wenn der Kurs nicht in Verbindung mit meinem Sehnen gekommen wäre.

Und jetzt fühle ich mich oft so erkannt und finde mich wieder in dem was er beschreibt, von dem er spricht.

Es ist wirklich ein wenig so, als würde ich Zugang zu einem spirituellen Zentrum haben und jeden Tag Unterstützung in Sachen Leben bekommen.

Das war für mich vorher nie möglich, auch wenn ich mich nach Führung sehnte.

Nun, online, scheint es meine Möglichkeit zu sein die funktioniert, spirituelle Führung zu erhalten, über einen längeren Zeitraum. Aktuell bin ich im 3. Modul. Darf mich also noch über eine längere Begleitung freuen. 🙂

Danke!!! ❤

Perspektiven auf die Geschehnisse

Komisch.

Ich schrieb eben eine Zusammenfassung der letzten Woche, mit dem was ich wichtig fand, die Therapeutin morgen wissen zu lassen.

Und wieder kam irgendwie eine andere Perspektive dabei heraus, im Vergleich zu den letzten beiden Beiträgen, in denen ich auch die aktuelle Zeit beschreibe.

Je nach dem worauf ich meinen Fokus lege, scheint eine andere Vergangenheitssicht zu entstehen oder scheinen ausgewählte Erinnerungen aufzutauchen.

Vielleicht völlig natürlich, wenn ich viele Details wahrnehme und viele innere Erfahrungen mache. Es würde den Rahmen sprengen, wollte ich alles aus einer Woche wiedergeben, in einem einzigen Text.

So könnte man sagen, meine Erlebnisse der letzten Zeit setzen sich aus allen drei Texten zusammen. Zusammen nähern sie sich der Vollständigkeit meiner Erfahrungen an.


Freitag

Nach der Therapiestunde mich in das Cafe von … getraut, einen Kaffee getrunken und dann mich getraut zu fragen, ob ich mit jemandem vom Personal sprechen könnte. Dort erfahren, dass Werkstatt auch überbezirklich aufnimmt und bevor man da hingeht, ein Gespräch bei denen hat. Für Montag drauf verabredet und ich hab mich dann echt noch getraut auf die Angst-Nähe-Thematik hinzuweisen und mir einige Dinge gewünscht. Es wurde sehr aufgeschlossen darauf reagiert und mir noch angeboten die Beratungsräume vorher schon mal zu sehen.

Telefonat mit der Werkstatt von … hat Spirale ausgelöst – es ist falsch mich schützen zu wollen, wenn der andere nicht sehr offen darauf reagiert – die sind falsch – ich bin falsch – ich kann da nicht mehr hingehen. Habe selbst den Ausgang gefunden, noch am gleichen Tag. *auf die Schulter klopf* 🙂

Samstag

Vaterprozess!!! Vergeben. Brief schreiben noch offen. Angst.

Sich wiederholendes negatives Muster in Beziehungen erkannt und mich darüber erschrocken.

Montag

Termin …. Vorher Panik und Überforderung. Angst, dass mich der Termin wegdonnert. Vorher zu greifen bekommen, dass die Beratungsräume zu nah sind. Vor Ort getraut zu fragen, ob man vorne im Cafe bleiben kann. War kein Ding. Für Werkstatt okay bekommen und wilde Pferdeherde könnte 3-4-mal ohne Kosten besucht werden! Zu Hause trotzdem emotionaler Schmerz, Leid und weinen. Schutzlosigkeits-/ und Überforderungsgefühl getriggert.

Dienstag

Große, große Sorgen, wie ich den Besichtigungstermin in der Werkstatt (Montag 03.12.) bewältigen soll. Meine Vorstellung eines ‚normal‘ ablaufenden Termins passt nicht zur Realität. Werde erst panisch – nur in Begleitung – kann mich alleine nicht vertreten, nicht für mich sorgen – ich werde mich ausliefern –  falsche Zeit – Termin absagen. Dann schaffe ich es irgendwie mich zu fragen, wie es sein müsste, dass ich es alleine schaffe und mir vorzustellen, dass ich mich alleine vertreten kann. Wahnsinn!!! 🙂 Wahrscheinlich nur, weil ich mir währenddessen Fernreiki schicke. 😉 Und dann spuckt meine Vorstellung eine neue Option aus. Nur bis zur Eingangstür. Noch keine Besichtigung. Noch kein längeres Gespräch. Mit meiner eigenen Erlaubnis, dass ich das so machen darf (ich hatte erst den Impuls, in der Werkstatt anrufen zu müssen und zu fragen, ob ich das so machen darf), wird es friedlich in mir. 🙂

Mittwoch

Eine Veränderung. Ich kann mir vorstellen …  vom BEW zu begegnen. Kurz und in einer gemeinsamen Aktion. Sie hat heute aber keine Zeit. Find ich richtig schade. Das Gefühl von, ich will sie auf keinen Fall sehen, schwenkt um zu, wann können wir uns endlich sehen. Verrückt.

Mir ist wieder nach Gesellschaft. Ich traue mich für eine Stunde in die KBS. Vorher angerufen, Angst-Thema erzählt und um Unterstützung gebeten. Vor Ort: es war okay. Kein Panikanfall. Trotzdem viel körperliche Stressreaktion auf an mir vorbeilaufende, an mich herankommende Leute. Wieder zu Hause weinen, als ich spürte wie respektvoll und zugewandt sich einige dort mir gegenüber verhielten. Das schmerzt immer wieder. Ein schöner Schmerz.

Donnerstag

Termin Physio. Von Stelle am Bein erzählt, welche beim Dehnen immer schmerzt. Sie fasst hin und trifft genau den Schmerzpunkt. Ich schreie auf, ziehe mein Bein weg, aber sie lässt nicht los und ich fasse hin und ziehe ihre Hand weg. So aktiv habe ich noch nie reagiert! Zu Hause geht’s mir richtig schlecht – hohe Anspannung, Leid – ich weiß nicht warum. Erst beim Hören einer Reiki-Entspannungsaufnahme fällt mir die Physiosituation nochmal ein und ich spüre einen Glauben mich falsch verhalten zu haben und deshalb falsch zu sein, weil ich ihre Hand weggezogen habe. Ließ sich dann korrigieren. Was würde ich nur ohne Reiki tun?!

Meine Mutter angerufen. Nach 5 Monaten. War nicht da. Aufs Band gesprochen. Hatte das Bedürfnis ihre Stimme zu hören.