Bestandsaufnahme

So sieht es aus, wenn ich über meine aktuelle Situation in Bezug zu der Frage, ob und was ich arbeiten will und kann, nachdenken.

Bestandsaufnahme

Dazu gab es vorher eine heftige innere Auseinandersetzung mit der Fragestellung, ob ich wirklich nicht kann oder wirklich nicht will, mit folgendem Inhalt:

„Ich habe nicht existiert. Ich konnte nicht mein Leben führen, weil ich mich nicht gehört habe. Jetzt höre ich mich. Nur vieles verstehe ich nicht, kann ich nicht übersetzen.

Dann habe ich ein anderes Leben ausprobiert. Ist es das gewesen? Vielleicht auch nicht. Ein Testleben.

Ich bin nackt/ formlos und rattere alle möglichen Formen durch. Wer bin ich? In dieser Formlosigkeit oder stetigen Formveränderung soll ich außen nach passender Arbeit suchen? Wie soll das gehen, wenn ich immer anders bin? Arbeit die zu mir passt? Zu was denn passt? Wenn ich versuche zu ergründen was zu mir passt, was mir Freude macht, kann ich doch nur auf die Vergangenheit zurückgreifen und finde darin keine Entsprechung mehr. Nur noch Erinnerungen.“

Das Ergebnis: Ich bin genau dort wo ich sein soll. Ich habe alles getan was ich tun konnte und würde mehr tun, wenn ich es könnte. Ich kann es aber nicht und deshalb benötige ich Hilfe von außen. Ich bin nicht schuld an meiner Situation. Trotzdem trage ich die Verantwortung für meine Situation.

11 Kommentare zu “Bestandsaufnahme

  1. eisenkraut sagt:

    liebe Sophie, es gibt gerade immer mehr Menschen, die merken, dass sie in einen fertigen Beruf nicht hineinpassen. Vielleicht geht es darum, deine eigenen Gaben und Fähigkeiten mehr und mehr zu entdecken – und da bist du ja damit beschäftigt :). Vielleicht könnte dir die Internetseite von Lea Hamann weiterhelfen. Sie hat die Vision, dass immer mehr Menschen mit ihrer Bestimmung ihr eigenes Seelenbusiness entwickeln. Guck einfach mal rein, dann fühlslt du selbst ob dich das irgendwie unterstützen kann http://www.leahamann.de Ich wünsch dir alles Gute für deinen „Berufsgeburtsprozess“. Für mich war es so, dass ich viele Ausbildungen gemacht habe und auch immer viel für mich und mein Leben mitgenommen habe. Danach blieb abber immer noch ein suchendes Gefühl. Gefunden hab ich es letztendlich in mir. Erfüllend ist es für mich, wenn ich meine ganz eigene Gabe und meine eigene Vision lebe. Ich kenne aber die herausfordernden Zeiten, wenn das alte nicht mehr funktioniert und das neue auf die Erde kommen möchte. Liebe Grüße Susanne

    • sophie0816 sagt:

      liebe susanne,
      ich finde das gerade so tröstend was/das du schreibst. danke! es beschäftigt mich auf allen ebenen. heute spüre ich viel trauer im herzen, weil es keine leidenschaft findet, keinen roten faden in dem es sich geben kann. ich fühle heute soviel unglücklichsein, fast schon schmerz das mir auch jetzt die tränen laufen. es gibt diese gegensätze in mir die sich ausbremsen. angst vor neuem, angst vor ungewissheit, angst risiken einzugehen und dagegen der innige wunsch meinem herzen zu folgen, vertrauen zu haben in die entwicklung, zu spüren, dass alles gut ist und ich mich nicht hetzen muss, nicht fertig sein muss. hach ja…
      danke für die anregung. die seite spricht mich auf den ersten blick an. vielleicht gibts da ein paar anregungen. ansonsten hab ich gerade eine liste eröffnet wo alles drauf landen soll, was mit tiefer freude und leidenschaft verbunden ist. da steht schon mal „mit dem Hund toben“ drauf :). ich tät so gerne wissen was meine gabe ist und würde gerne meine vision dazu verfolgen. noch ist nichts dazu greifbar. hach ja… es ist wie es ist

      • eisenkraut sagt:

        liebe Sophie, solange du Angst hast, bedeutet das einfach, dass es noch nicht reif ist. Alles was sich entwickeln möchte, geht den Weg vom Baby zum Erwachsenen. Neue Ideen sind in der Babyphase oder wollen erst geboren werden. Das alte Denken sagt dir, dass du dich beeilen oder hetzen musst. Das ist nicht wahr. Du darfst dir alle Zeit der Welt lassen. Wenn die Dinge reif sind, dann wird es leichter. Diese Werdezeiten, die sind wie der Schleudergang in der Waschmaschine. Da geht es drunter und drüber und du bist mittendrin. Hab Geduld mit dir, sei weich mit dir. Packe dich in Watte und guck was dir gut tut. Die Gaben in dir, die werden sich zeigen – denn deshalb sind sie da. Du darfst dir Zeit lassen. Alles will reifen. Wenn du im März einen Apfel ernten möchtest, dann hast du ein Problem. Im September fällt er dir von selbst in den Schoß und im Winter zweifelst du ob dieser kahle Apfelbaum jemals Früchte tragen wird. So ist es im Leben auch. Vielleicht kannst du sogar fühlen, in welcher Phase du gerade bist…. Liebe Grüße für dich und alles Gute Susanne

      • sophie0816 sagt:

        ich danke dir von herzen für deine worten! die wirken wie balsam auf meiner seele.
        sehr schönes bild :). ich glaube ich treibe knospen, bin im frühling, aber es ist noch nicht erkennbar, welche obstsorte da wächst. und ich stehe angespannt unter meinem baum, starre ihn an, rätsle herum was das wohl für früchten werden, will unbedingt schon die zutaten für das rezept kaufen, wofür ich sie verwerten werde und kann doch nichts weiter tun als warten. wirklich schönes bild. ich versuch mich mal einfach unter den baum zu setzen und ein buch zu lesen. 🙂

      • eisenkraut sagt:

        liebe Sophie, ja, das warten, das haben wir nicht so gelernt. Eine Schwangerschaft ist immer reifen lassen und abwarten. Wenn das Kind zu früh kommt dann ist es eine Frühgeburt;) und wenn der Bauer an seinem Korn zieht wächst es auch nicht schneller;). das mit dem Buch ist vielleicht die beste Idee und vielleicht hast du morgen schon eine neue Idee. Ich habe solche Phasen auch schon hinter mir und erst im Nachhinein kann ich dann immer erkennen, was da geschehen ist. Noch ein Tip für dich. Man ist für sich selbst immer der erste Klient. Oft ist es so, dass du etwas durchlebst und für dich heilst. Manchmal ist das dann gerade die Aufgabe, die du dann später für andere Menschen übernimmst. An einem Punkt, da wird alles zusammenfließen, da werden sich alle puzzleteile finden. Also ja, Buch lesen ist wirklich ne gute Idee und einfach gucken, dass es deinem Bauch gut geht 😉 Herzliche Grüße Susanne

  2. Kika sagt:

    Liebe Tagebuchschreiberin Sophie,
    Deine Worte über die Suche nach „passender“ Arbeit (wozu oder zu wem denn passend?) sprechen mir aus dem Herzen. Die vorliegende Situation ist eine die vl vielen Menschen mit klarer Ich-Vorstellung unverständlich sein wird. Die Ungewissheit und der Zweifel am Zweifel am Zweifel bezüglich der Ich-Empfindung ist furchtbar und kaum auszuhalten,gibt es doch nichts zum festhalten. Es tut mir gut deine Worte zu lesen,auch wenn ein Schauer mir über den Rücken läuft,habe ich doch vieles von dem was du so mutig schreibst selbst schon gedacht und mich nicht getraut niederzuschreiben. Auch wenn deine Situation sehr schwer ist,hast du mir geholfen,mit diesem kurzen Artikel den ich bei zielloser Suche im netz zum Thema deterealisation und dp gefunden hab.Danke! Auch wenn das vl. Unangebracht ist…ich weiß es nicht. Alles gute für dich,ich glaube fest ans vertrauen fassen lernen (wie im kaminzimmergefühl beschrieben) auch wenn es sehr schwer fällt bei all der Unsicherheit. Zeit und Geduld sind der Schlüssel glaube ich,oft auch „einfach
    “ nur aushalten. Ich bin mir sicher,es wird (und gut)! Kika

    • sophie0816 sagt:

      liebe kika, es ist nicht unangebracht. im gegenteil. auch mir tut das gut, zu hören, dass es anderen ähnlich geht. also danke ich dir sehr für dein dich zeigen. ich freue mich für dich, dass meine erfahrungen für dich hilfreich waren. an diesem spruch: „geteiltes leid ist halbes leid“ ist definitiv was dran. für mich heißt das, gesehen zu werden.
      ich glaube auch ans vertrauen lernen und das alles gut ist (manchmal auch wieder nicht :)). zur zeit und der geduld würde ich noch mitgefühl und liebe dazutun.

      • Kika sagt:

        Liebe Sophie,du bist ja zackig (im Sinne von schnell😊).du sagst für dich heißt das „gesehen zu werden“.was ich sehr spannend finde,weil dann das,was sich gesehen fühlt ja DU bist.fühlt sich dieses gesehen werden für dich authentisch an? In den letzten Jahren habe ich diese Frage nach dem „wer oder was fühlt denn da?“ Aus allen Blickwinkeln angeschaut und fast zwanghaft nicht aus dem Köpfchen gekriegt.dann Jemanden zu haben der zuhört ist sehr wichtig,denn diese Fragen die ums „ich“ kreisen sind keine fragen,die ausschließlich im „ich“ kreisen sollten.in meinem falle…und das Denken zu beenden für den Moment ist manchmal, auch wenn es unmöglich erschien die einzige Lösung gewesen.mich spüren,und wenns erstmal nur der Körper ist,der angstgeschüttelte Geist beruhigte sich durch körperarbeit manchmal ein bisschen.draussen sein,die Natur zu fühlen versuchen,mit den Händen im Dreck (ganz Wort-wörtlich im gemüsebeet), Setzlinge wachsen zu sehen,so wie es in jedem von uns auch ständig wächst und sprießt,auch wenn es oft im Verborgenen geschieht. irgendwann erscheint ein zarter Spross und schießt in die Höhe oder er wächst laaaangsam und bedächtig heran,weil die Sonne nicht ideal scheint oder es nur selten regen gibt. Naturvergleiche haben mir immer geholfen.sozusagen als meine tiefste Herkunftswurzel,irgendwie musste das auf mich auch zutreffen…na ja und so geht es weiter mit sonderbaren menschlichen Erfahrungen. Für die Liebe und das Mitgefühl unterschreibe ich auch!!!! Vor allem von mir selbst zu mir selbst.was oft das schwierigste ist,wenn innen drin immer jemand rumnörgelt und hetzt wie blöde…dann von außen genau die liebe und das Mitgefühl zu erhalten ist ein großes Geschenk. Alles gute,kika

      • sophie0816 sagt:

        wenn ich deiner frage so nachspüre, wer sich da gesehen fühlt, dann lande ich in meinen kindlichen anteilen, mit mangelhintergrund. altem mangel im gesehen werden.

  3. […] einem früheren Artikel zum Thema berufliche, persönliche Entwicklung brachte jemand das Bild eines Apfelbaumes ein. Die Dinge brauchen ihre Zeit zu reifen, wie die […]

  4. […] finde ich das, weil ich mich 2013 ähnlich beschrieben habe, ohne mich mit der Diagnose oder irgendwelchen Texten dazu befasst zu haben. Wie schön wäre es […]

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