Weinen in der Öffentlichkeit

Seit einer Woche Tagesklinik. Anspannung ist hoch Tag für Tag. Permanente Bewegung um mich herum, verursachen, das ich mich selbst kaum spüre. Abgrenzungen kaum möglich. Grenzüberschreitungen am laufenden Band. Ich lasse mehr zu als ich kann, als ich schaffe, als ich aushalte.

Hab um Ausgang gebeten. Alleine sein. Bin in den Park geflüchtet. Das Grün welches mich umschließt, trägt die erste Schicht Anspannung ab.

Ein großer Baum. Als wäre es die letzte Rettung, laufe ich zu ihm und umarme ihn. Egal wer es sieht. Ich spüre sofort sein Umschließen und mich Halten. Ich bitte um Durchströmung und Reinigung, um Verbindung zum Boden und die nächste Schicht Anspannung fällt und fällt und fällt. Bis ich weinend unter ihm sitze. Endlich Anspannung abweinen können.

Ein Mann läuft mit Hund vorbei. „Alles okay?“ „Ja, ich weine nur ein bisschen. Alles okay. Danke fürs Fragen.“ „Keine Ursache.“ Und dann weine ich weiter.

3 Kommentare zu “Weinen in der Öffentlichkeit

  1. Weinen tut – vor allem in deiner Situation – so unglaublich gut! Man kann zumindest ein Teil der Anspannung loslassen und es befreit.

    Kannst du dir nicht öfter mal solche 5-10 Minuten Alleinzeit einräumen? Das ist sooo wichtig. Bist du vielleicht hochsensibel?

    http://www.zartbesaitet.net/survey/site.php?a=su_onepage&su_id=1

    Liebe Grüße,
    Julia

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