Schreiben II

Ich weiß, was es ist. Ich weiß, warum ich nicht schreibe.

Hinter jedem Gedanken steckt die Ablehnung. Darauf würde ich stoßen, wenn ich schreiben und damit, mir näher kommen würde. Und hinter jeder Ablehnung dessen was ist und dessen was ich bin, steckt die Traurigkeit. Traurig, dass dieses und jenes nicht mehr ist. Traurig, dass alles anders ist. Traurig, dass da nichts mehr ist.

Die Traurigkeit trauert um das Verlorene. Das fühlt sich gesund an.

Nicht schreiben, heißt still halten. Gedanken nicht vergrößern, Leid nicht vergrößern. Abwarten. Warten. Ablenken. Überbrücken. Zeit überbrücken.

Angst vor sich selbst haben.

3 Kommentare zu “Schreiben II

  1. Sólveig sagt:

    Ja, denn geschriebene Worte können wie Sturzbäche sein. Manchmal sind sie realer als gesprochene Worte. Sie bilden Ketten… an denen dann weit hinten irgendwo die von dir erwähnte Traurigkeit wartet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..