Nach Hause wollen, zu Hause sein

Ich schreibe jetzt auf eine Weise über etwas, wo ich dachte, dass ich nicht mehr so schreiben werde/kann. Bedürftig.

Ach, egal jetzt. Schreiben ist schreiben. Will ich mir das jetzt auch noch vorwerfen? *kopfschüttel* Nö.

Beim Klopfen heute Morgen lag ich irgendwann herzzerreißend weinend, zusammengerollt auf der Seite und sprach immer wieder ganz verzweifelt, verloren, einsam und untröstlich: Ich will nach Hause. Ich will nach Hause. Ich will zurück. Ich will in deine Arme. Ich will zu dir.

Ich hatte in dem Moment keine Ahnung, um was es eigentlich ging. Wohin zurück nach Hause?

Das ließ mich verwirrt, erschöpft und verletzlich zurück. Zum Ende hin waren dann beide Gefühle parallel da, verloren sein und gehalten sein, nach Hause wollen und zu Hause sein. Das bringt mich immer durcheinander im Kopf.

Ich sehne mich heute sehr nach Geborgenheit und Nähe. Es fällt mir schwer, mir selbst nah zu sein. Meine Gedanken fordern mich immer wieder zu etwas auf. Puhhh… das übliche Gezerre in mir.

Aber ich habe eine kurze Zeit mit meiner kindlichen Kreativität verbringen können. Es wollte mit bunten Farben malen. Wir malten Mandalas aus und sagen dabei Mantren-Musik mit. Das war ganz wohltuend und hab ich schon lange nicht mehr gemacht.

Ich bin ziemlich erschöpft. So allgemein und insgesamt.

7 Kommentare zu “Nach Hause wollen, zu Hause sein

  1. Sólveig sagt:

    Ich kenne dieses Gefühl und den dazugehörigen Gedanken „ich will nach Hause“.

  2. Vetch sagt:

    Mir fällt der I Ging Satz ein „Fördernd ist es, zu haben, wohin man geht.“
    oke…
    Heilsam ist es, zu spüren, dass ich habe, wohin ich gehe…?

    Ich find das so schön, wie du mit deinem inneren Kind zusammenwirkst. Wenn ich davon lese, sieht das für mich aus, dass die Kleine ein Zuhause bekommt, nach und nach. ❤

    • sophie0816 sagt:

      ich habe mich schlecht gefühlt bei deinem letzten satz, weil er momentan und die letzten monate nicht so recht wahr ist. die welt in der ich oft bin, ist nicht sonderlich einladend für diesen teil in mir. das heute war ein rarer moment und er war gespickt von abwertenden und steuerndem denken. unsere beziehung ist nicht die beste, vor allem von meiner seite oder ausschließlich von meiner. sie wird es mir nicht übel nehmen, sie ist ja in wirklichkeit nicht da. 😉
      es macht mich traurig, diese entwicklung zu beobachten, dass meine wertschätzung für mich so nachgelassen hat, aber ich bin nicht hoffnungslos.

      der i ging satz ist kompliziert. 😀 aber ich glaube, ich verstehe und verstehe auch wieder nicht.

      • Vetch sagt:

        Mit dem I Ging Satz gehts mir genauso. Ich verstehe ihn auf einer Ebene sofort, auf einer andern denk ich, wenn ich ihn bekomme „Na toll, und was bitte HAB ich?!?“
        Ich glaube, die Ebene, in der ich den Satz verstehe, ist eine tiefere. Wo ich hin unterwegs bin, und die ich natürlich habe. 😛

        Tut mir leid wg. der Kleinen. „Von deiner Seite“ ja klar. Sie ist ja auch deine Seite. Sie lernt Vertrauen, so siehts für mich aus. Und ich laber schon wieder zu viel. Ich wünsch euch 🙂 Geduld und Vertrauen und Zuversicht!

  3. sophie0816 sagt:

    ja, stimmt, sie ist auch meine seite, wenn ich kapiere was du meinst. jetzt bin ich verwirrt und dachte, eigentlich gibt es überhaupt keine seiten, alles ist eins. ach, keine ahnung. ich höre jetzt auch auf zu labern und schau nen trickfilm. 🙂

  4. Vetch sagt:

    Genau. Zu allem! 🙂

  5. Ich muß noch meinen Senf dazu geben, denn auch wenn du das so schwierig siehst, kommt es bei mir zumindest durchaus so an, als wäre es ein guter Weg. Dass durch das Klopfen evtl. abgespaltene Missachtung mit dir herauskommt. Das ist doch gut, damit sie sich dann auflösen kann. Vielleicht war sie ja davor so gut unter Verschluss, dass du das nicht gemerkt hast, aber der Energiefluss war dennoch blockiert? Gut ich schließe jetzt von mir auf dich. So etwas kenne ich zumindest. Und das ist dann so irritierend, dass da so viel Wut und ein Verhalten da ist, das ich gar nicht von mir kenne und auch nicht haben mag. … Ich denk halt, wenn es herauskommt, kann es sich transformieren, sonst nicht.

    Ich mag es, wie du deinen Weg gehst. Es inspiriert mich immer wieder. Wir erkennen da sehr viel Kraft. Ehrlich gemeint, ganz ehrlich 🙂

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