Dem Herzen folgen?

Das mit dem Ruf des Herzen ist so eine Sache. Ich bin noch skeptisch, was es bedeutet, wenn das Herz ruft.

Weil das Herz nicht realistisch denkt. Es macht sich nichts aus Grenzen der Machbarkeit. Es kennt keine Grenzen. Für das Herz ist alles möglich, wenn es ruft. Einfach so.

Soll ich ihm glauben? Ist es nicht naiv?

Ich lasse mich erst mal in seine Richtung führen, mit meiner Skepsis. Und ein Teil sehnt sich danach zu glauben, sehnt sich nach einem Märchen der unendlichen Möglichkeiten.

Jedoch wäre es unvernünftig, die Lehre der Erfahrung zu missachten. Deshalb versuche ich Lehre und Herz miteinander zu verbinden.

Das Herz traut es mir zu.

Ist das so? Vielleicht. Vielleicht ist es auch ganz neutral und fühlt einfach was es fühlt. Fühlt, wenn es passt. Und was ich daraus mache, ist dann meine Sache.

Vielleicht heißt der Ruf ganz schlicht und ergreifend – hier passt etwas!

Ob der Weg dahin möglich und umsetzbar ist, das zeigt es nicht an.

Schade eigentlich. Doch keine Märchen von – wenn das Herz ruft, ist alles möglich.

Nur das Bemühen wird größer, bei solch einem Gefühl.

Das stimmt. Ich bemühe mich ganz schön, einfach nur weil ich da so eine starke Anziehung gefühlt habe. Schon erstaunlich, was den Menschen antreiben kann.

Ich bemühe mich bis Januar an die 300-400,- € zusammenzubekommen und sei es, ich leihe es mir. Ich bemühe mich, mit meinen Einschränkungen für die entsprechende Unterstützung zu Sorgen, um eine Kurzreise an einen ca. 570 km entfernten Ort und die Teilnahme an einem zweitägigen Seminar zu bewältigen.

Das ist nen Großprojekt und eine riesige Herausforderung für mich. Und es geht nur mit Hilfe.

Und all das tue ich wegen eines Gefühls. Schon etwas crazy. 😀

Ich könnte es leichter haben. Will ich aber nicht. 😀 Ich will daran glauben können, dass es grundsätzlich möglich ist.

 

 

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5 Kommentare zu “Dem Herzen folgen?

  1. Vetch sagt:

    Nach allem, was ich so höre, lese und erfahre, ist ‚realistisch Denken‘ genau der Grund, warum die Herzenswünsche sich so oft doch nicht erfüllen. Nicht, weil sie unrealistisch wären, sondern weil wir letztendlich doch nicht der Macht des Herzenswunsch glauben, sondern dem ‚realistischen Denken‘, und weil das Universum uns gibt, was wir wollen, bekommen wir dann halt das ‚Realistische‘.
    Will sagen: nix Bemühen. Du bekommst deine Vierhundert Ocken locker und leicht bis Januar zusammen PUNKT.

    Und ich, ah, ich nehm mir das jetzt SOFORT selbst zu Herzen, ich hab nämlich auch Pläne, die meinem Herzen große Freude bereiten. Und an die ich noch nicht wirklich glaube, wg. Normalität und Realismus. Ich glaub, ich mach ein Bannritual, um Realismus und Normalität aufzulösen.

    • sophie0816 sagt:

      ja, ich denke, das ist echt so. wenn wir nicht an die möglichkeit glauben, dann passiert auch nichts, wir bewegen uns nicht in diese richtung und können auch nichts neues erfahren.

      auf was ich zusätzlich noch hinaus wollte, ist, trotzdem bodenständig zu bleiben. speziell bei mir, auf meine ‚erkrankung‘ bezogen. nicht ‚blind‘ einen gefühl folgen und am ende eine schreckliche zeit zu erfahren (hab ich erlebt), weil nicht für mich gesorgt, mein wissen über mich nicht ‚benutzt‘. das meine ich auch mit realistisch – fern von größenwahn, wo es am ende eher zum absturz kommt, als zum wachsen.

      interessant – ein bannritual… erzähl wenn du magst, wie es sich auswirkt. würd mich interessieren. selbermachen macht angst. 🙂

      • Vetch sagt:

        Du hast recht – da ist ein Unterschied zwischen Vertrauen und das Naheliegende tun und dem Träumen und Hoffen und nix tun und dann sich verlieren. 😛

        Dieses Auflösen von Normalität, das will ich eigentlich schon immer machen … ich hab mir schon mal überlegt, einen Zauberspray dafür zu mischen … Nochmal 😛 X)

        Ich sag mir zur Zeit, immer wenn ich mich entmutigt/genervt fühle UND es mir einfällt: „Freundlichkeit, Liebe, Zufriedenheit“. Hilft.

      • sophie0816 sagt:

        Ich sage mir häufig „voller Liebe für mich und alles was ich wahrnehme“, am besten vorm Spiegel und reibe den ‚wunden Punkt‘ dabei. Hilft auch. 😆

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