3. Tag zu Hause, nach der Krisenstation

Als ich da vor der Tür stand, gestern nach der ersten Therapiestunde, wurde die Not des Alleinsein sehr spürbar. Ich konnte nicht zu mir nach Hause fahren. Suchte zuerst Zuflucht bei einer Freundin. Dort gelang es mir erst nach einer halben Stunde ein Gespräch zu führen.

Und heute, mit dieser Not in mir, auch die Sehnsucht zurück in den sicheren, warmen Mutterleib zu flüchten.

Ich frage mich, kann ich noch alleine sein? Wie soll ich mit dieser Gefühlslage hier zu Hause klarkommen? Was brauche ich? Kann ich mir das Brauchen zugestehen?

Das richtige Verhältnis finden zwischen zulassen und ablenken.

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5 Kommentare zu “3. Tag zu Hause, nach der Krisenstation

  1. Du Liebe,
    in Zeiten, in denen ich allein war und bin und damit Schmerz empfand / empfinde, hift es mir, mir meine inneren Anteile als Wesen vorzustellen und mit ihnen zu reden. Besonders muss es wenigstens ein Wesen geben, dass größer, liebevoller und gütiger ist, als mein normales Tagesbewusstsein. Mit IHM / IHR dann in inneren oft ins Tagebuch geschriebenen Dialogen zu sprechen, tut mir immer gut (unter der Fragestellung: „Was würde ich mir wünschen, was die höchste Quelle von Weiheit und Güte jetzt zu mir sagen könnte?“ Zu diesem Wesen gehe ich dann mit meiner ganzen inneren Familie, dem zitternden Angstwesen, der Einsamen, der brodelnden Wut, der Hoffnungsvollen .. und wie sie alle heißen mögen, die gerade da sind) – und ES umarmt sie alle. Mein inneres Kind fühlt sich dann irgendwie besser, leichter und nicht mehr so allein Denn mein Tagesbewusstsein kann ihm manchmal diese Geborgenheit nicht vermitteln, es braucht ja selber vieles…
    Inzwischen ist es meist nur noch der Dialog mit dieser Stimme der Liebe und meinem kleinen Ich, der mir genügt, um mein Gemüt zu wärmen.
    Ich wünsche dir sehr, dass du dich bald wohler fühlst mit dir all-EIN und im Zusammensein mit anderen.
    Von Herzen grüßt dich
    Marina

  2. […] Als ich mich heute Morgen im Bett total gefangen fühlte, unfähig aufzustehen und für mich zu sorgen, eingekeilt in meine negativen Gedanken, verzweifelt darüber nicht zu wissen was ich tun kann, voller Widerstand, Feindseligkeit und Abwehr Lösungen zu finden, kam von Marina (https://marinakaiser.wordpress.com/) ein Kommentar auf den vorangegangen Beitrag. […]

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