Notizen für die Therapie II

Samstag, Sonntag, 08-09.12.2018

Bedarfsmedikation zur Nacht.

Freundin nach Kontaktmöglichkeit über das WE gefragt, falls Notfall. Sie war da. Ich habe es nicht genutzt.

Montag, 10.12.2018

Telefonat Psychiaterin: ¼ Quetiapin ausprobieren, wenn ich rausgehe hat geholfen in die KBS zu fahren. Angst nicht so vordergründig.

Krisentelefonat mit der Vertretung beim BEW wegen der Angst.

Anhebung abends auf 50 mg Quetiapin unretadiert.

Dienstag, 11.12.2018

Mit dem Medikament war es wieder möglich zur Physiotherapie zu fahren.

Notizen: Beim Gedanken daran, die Woche für die Therapie Rückschau zu halten, große Hoffnungslosigkeit. Mich zeigen, jemanden Anteil nehmen zu lassen, bringt ja doch nichts. Es ist egal. Kann alles vergessen werden. Es bringt nichts mich mitzuteilen.

Auslöser war ein Gespräch in der KBS gestern mit einer Mitarbeiterin, über die Medikamentenanhebung. Da gab es bei mir eine Erwartung/Hoffnung, wie sie auf meine Entscheidung reagieren sollte. Zuspruch. Ich wünschte mir Zuspruch. Und eine Bestärkung meiner Entscheidung. Das kam nicht. Nur Skepsis und Nachfragen, ob es nicht anders ginge und ob es nicht für die Therapie hinderlich sei. Sie verstand dann nach meinen Schilderungen, dass die Einschränkungen zu groß waren, um auf diesen Schritt zu verzichten.

Erst heute erkenne ich, dass ihr fehlender Zuspruch, meine eigene Entscheidung infrage stellt. Die Verunsicherung ist groß und das Gefühl etwas falsch zu machen. Mir fehlt mein eigener Rückhalt. Die Folge ist Rückzug aus der Beziehung, weil ich nicht bekomme, was ich brauche.

Mittwoch, 12.12.2018

Morgens innere Leere und Traurigkeit.

Der erste kurze persönliche Besuch von Frau W. (BEW), in meiner Wohnung. Ich glaube, dass ging auch nur wegen der Medikamentenanhebung. Missverständnisse in der Kommunikation angesprochen, weil ich mich schwer vom Gesagten abgrenzen kann.

Bei der Reiki-Behandlung kommt mir der Gedanke: Ich bin genauso wichtig wie alle anderen auch! Ich fühle das plötzlich und muss weinen.

Donnerstag, 13.12.2018

Rückschau auf die letzte Therapiestunde: nach Anteilen zu fragen, machte mir Stress. Angst etwas zu konstruieren. Ich verwerfe selbst seit Jahren immer wieder Theorien und greif sie dann wieder auf. Nichts erfasst wirklich die Wirklichkeit. Zusammenspiel aus drei Theorien – EPs/ANP; Ich-Struktur-Model nach Josi Rom; Schilde-Modell nach Twisted Hairs. Nie statische Bereiche gefunden, mit Altersangaben o.ä..

Notizen morgens: Stress im System und große Belastung, nach der Thematisierung gestern von Kommunikationsfehlern im BEW. Bewegungsmeditation Impuls – meine rechte Hand will gegen meine rechte Wange schlagen. Selbstbestrafung? Erinnerung: Widerworte führen zu Strafe.

Notizen nachmittags: Innengespräch – „Ich fühle mich elend und so alleine.“ Weinen. Meine Kleine, ich bin bei dir. Ich sehe deine Einsamkeit und deine Kränkung. Erinnerung an grundsätzliche Atmosphäre als Kind nicht respektiert zu werden (als Mensch nicht respektiert zu werden). Meine Meinung hatte keinen Wert.

Den ganzen Tag belastet/belegt, nicht so richtig da.

Freitag, 14.12.2018

Klopfen. „Da ist nichts mehr was mich hält. Im Leben hält.“ Gottverloren. Nur Beten hilft und löst ein Weinen.

Werbeanzeigen

6 Kommentare zu “Notizen für die Therapie II

  1. Hab Dich gelesen!Wünsch Dir Kraft und Durchhalte….

  2. Liebe Sophie,
    Ich schätze deinen Weg zur Heilung so sehr. 💖 Und ich/wir habe/n schon vieles von dir gelernt. Wo wäre ich heute ohne EFT zum Beispiel, das wir zwar nie so intensiv und regelmäßig machen, wie du, uns jedoch mittlerweile eine große Stütze geworden ist. Ich denke, dass es sehr zu unserer momentanen Stabilität beiträgt.

    Wir wünschen dir viel Kraft für deinen so wertvollen Weg. Ich bin sehr überzeugt, dass die Selbstsicherheit auch immer besser wird.

    Alles Liebe und Gute für dich 🍀🍀🍀🌻
    „Benita“

    • sophie0816 sagt:

      Liebe Benita,
      das freut mich sehr zu lesen, dass du in meinem Weg ab und zu Inspiration und Unterstützung findest.

      Danke dir für deine Wünsche!

      Und mir fällt da wieder dein Kommentar ein, auf deinem Blog zum Thema, bei anderen Bloggern schreiben und helfen wollen.
      Jeder deiner Kommentare hier auf meinem Blog hat mich sehr gefreut und ein Gefühl von gesehen werden erzeugt.
      Ich erinnere mich noch, dass es eine Phase gab, da schmerzten mich deine Wünsche, weil ich sie in meinem Leben so gar nicht wieder fand.
      Das ist schon länger nicht mehr so.

      Du stichst für mich mit Kommentaren heraus. Deine Motivation und Mühe Gutes zu tun, kam/kommt darüber bei mir an.
      Ich kenne jetzt deine Gründe von deinem Blog und vielleicht ist es noch hilfreich zu wissen, ich freue mich über deine Worte, doch ich warte nicht auf sie und es hat auch keine Auswirkungen, wenn sie nicht kommen.
      Du bist frei darin zu reagieren oder nicht zu reagieren.

      Ich wünsche dir alles Liebe und Gute auch für dich 💞

      • Liebe Sophie,
        Ich danke dir für deine lieben Worte und Wünsche. Sie tun mir sehr gut und ich werde sie wirken lassen.

        Wir mögen dir sagen, dass wir uns bei dir immer frei gefühlt haben zu kommentieren oder auch nicht. Wenn ich schreibe, war und ist es ein innerer Antrieb, wie auf meinem Blog beschrieben. Und ich bin sehr froh wenn bzw. dass du nicht darauf wartest, denn das könnte/n ich/wir niemals erfüllen.
        Danke, mir von deinem Schmerz zu meinen Kommentaren zu erzählen und dass es nicht mehr so ist. Das berührt mich. 🙏
        Herzliche Grüße 💖🍀
        „Benita“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.