Erkenntnis

Die Erfahrungen, die wir gesammelt haben, kann niemand ungeschehen machen.

Kein Heiler, keine Heilerin, welcher Art auch immer.

Hier braucht es Liebe für die eigenen Wunden und Demut für die eigene Begrenztheit.

Dazwischen ist immer noch genügend Luft und Raum zum wachsen.

Das eigene Potenzial

Ein geborenes Menschenwesen braucht Menschen, um in der Verbindung zu Gott zu bleiben, mit der es natürlicherweise auf die Welt kommt.

Ohne die Hilfe von Menschen, verliert es diese Verbindung.

Gott beinhaltet das Potenzial jedes Einzelnen. Ohne Verbindung dorthin, kann das Potenzial nicht abgeschöpft werden.

Doch das Potenzial ist nicht verloren, auch wenn der Zugang dorthin unterbrochen wurde.

Erwachsen, kann es wieder gefunden werden, wenn nach und nach der Schmerz über diesen Verlust verarbeitet wird.

Das ist ein sehr langer und auch sehr schwieriger Prozess. Vertrauen muss sich erst wieder aufbauen, dass es da wirklich etwas gibt. Diese Verbindung zu Gott, zum eigenen Potenzial möchte erst nach und nach kennengelernt werden.

Mit all den Fragen, die erst mit dem Kennenlernen, mit der Erfahrung selbst, beantwortet werden können.

Wo warst du?

Warum warst du nicht da?

Warum hast du mich alleine gelassen, obwohl es zu schwer für mich war?

Kann ich dir da noch vertrauen?

Wer/was bist du?

Bist du sicher?

Kannst du mich wirklich halten?

Gibt es da wirklich noch mehr Möglichkeiten, als mein kleines, enges Leben?

Bleibst du? Oder gehst du wieder?

Und wo geht die Reise hin, mit dir an meiner Seite?

Danke, das du auf mich gewartet hast. Ich verneige mich vor diesem Mysterium.

Hand-Mala, Gebetskette

Seit heute in Verwendung und hat sich sofort bewährt.

Hilft mir, ein gedachtes/gesprochenes Mantra („Vertrauen in die Gegenwart“) mit einer körperlichen Empfindung zu verknüpfen und so Halt zu geben.

Ein schweres Gefühl konnte sich zeigen, da es sich an dieser Empfindung in der Hand festhalten/orientieren konnte.

Ich hatte einige beim Kauf in der Hand und nur diese hier aus Rosenholz schmiegte sich sofort an.

Es wird noch ausprobiert, ob sie auch in der Therapiestunde Orientierung geben kann.

Möglichkeiten und Begrenzungen II

Das Thema arbeitet weiter in mir, seit dem ich vor ca 4 Wochen darüber geschrieben hatte.

Ich klopfe jeden Morgen eine Runde Akupressurpunkte mit dem Satz: Voller Liebe mit all meinen Möglichkeiten und Begrenzungen.

Dabei und den Tag über durchlaufe ich die üblichen Gefühle die entstehen, wenn sich etwas grundlegendes im Leben verändert.

Nach Wut kam Trauer und Traurigkeit und dann eine unfassbar große Angst, danach ein Gefühl von Freiheit. Dann die nächste Runde, die gleichen Gefühle deutlich abgeschwächter. Ärger, Schimpfen, Sorgen, Widerstand, Trauer, Niedergeschlagenheit und Depression – ein gedankliches Aufgeben.

Alles die Veränderung betreffend wahrzunehmen, das meine Möglichkeiten ganz woanders liegen, als ich dachte. Das mein Leben ein anderes ist als ich dachte. Das alles was ich dachte zu wollen und zu müssen und zu brauchen, nicht wahr ist.

Heute nehme ich das gedankliche Aufgeben wahr, während ich kopfüber in der Dehnung hänge und bemerke für mich: früher bin ich an diesem Punkt immer ins Nichts gefallen. Heute falle ich in meinen Körper und in diesen Augenblick, ins Jetzt.

Keine Angst mehr nötig.

fallen und bleiben

Mit den Händen vor der Stirn und geschlossenen Augen, suche ich DEINEN Raum , der sich zwischen, über den Augen auftut, in den Kopf und vor ihm hinaus. Der mich an den weiten, endlosen Weltraum erinnert.

Ich danke DIR, diesem Raum, der gleichzeitig weit und alles nehmend ist und trotzdem haltend und umrahmend.

Mein Geist will loslassen, verschwinden, aufgeben, sich verlieren. Auch diesen Raum.

Ich lasse es zu, in diesem Bild und Gefühl von Raum. Ich ziehe beides zusammen an einen Ort – das Aufgeben und den Raum.

Mal still, mal laut benenne ich mit Worten was passiert. Folge mit Worten dem Strom der Geschehnisse.

Das Loslassen geschieht, fühlt sich an (sieht aus), als würde der Geist in Staub zerfallen, sich ins Nichts des Alls zerstreuen.

‚Ich‘ verliere mich und nehme wahr, dass ich trotzdem bleibe, in DIR, in DEINEM Raum. In meinem Raum.

Ich bleibe, obwohl ‚ich‘ verloren bin, ‚Ich‘ sich abwendet und aufgibt.

Ich bleibe Raum.

Einer der vielen kleinen Tode, vergangene und kommende.