Homöopathie Muttermilch

Ich mache hilfreiche Erfahrungen mit diesem Thema. 

Seit der Einnahme, nach Empfehlung, wie in diesem Artikel der KGS beschrieben, scheine ich meine Beine beim Sport mehr zu spüren und die Verbindung zum Boden auch. Der Fluß durch die Füße ist anders.

Ich fühl mich untergründig ruhiger. Hatte einen heftigen Tag und lag dann auf einer Wiese und fühlte mich trotz der Ereignisse geborgen und gut aufgehoben.

Es ist eine sehr seichte Veränderung und doch deutlich.

Ich würde mich nicht als ‚verpeilt‘ beschreiben, wie im Artikel beschrieben und auch wurde ich gestillt.

Trotzdem sprang mich das Thema an, weil auch die Suchtthematik angesprochen wurde. In vielen Abhängigkeiten steckt das Thema der Suche nach Geborgenheit. Da sehe ich mich voll. 

Und Orientierungslosigkeit ist auch ein Thema von mir.

Ich hab mich deshalb für die Kombi-Einnahme Muttermilch C10 plus vorrangigen Suchtstoff C10 entschieden, auch wenn ich den Suchtstoff nicht mehr konsumiere.

Ich finde mich auch sehr in dem homöopathischen Thema von Cannabis indica wieder.

Die Einnahme erfolgt seit 1,5 Wochen, morgens und abends je zwei Globuli und soll 4 Wochen dauern.

Geerdete Spiritualität

Morgens im Bett. Irgendwas beschwert mich. Ich fange an zu weinen. Ich fühle mich heimatlos. Ich fühle mich mit den Sternen verbunden und habe Sehnsucht zurück. Heimweh.

Alles ist gut. Die Sterne sind auch hier noch da, versuche ich mich zu trösten.

Mir kommt der Gedanke – ich habe mich heimatlos gemacht, wenn ich Abstand zur Vergeistigung halte. Erde und Geist wollen ausgewogen sein. Sterne hier und Boden dort.

Anscheinend brauche ich die Idee von den Sternen zu kommen. Wie kann ich hier sein und dort sein? Wie kann das gesund und ausgewogen aussehen? Wie kann das ein gesunder Bestandteil meines Lebens hier auf der Erde sein?

Was ist der Widerstand, mich dem Geist zu öffnen und solche Ideen zuzulassen?

Angst. Große Angst.

Vor ca. 2 Jahren hatte ich mich sehr auf solch geistige Konstrukte gestützt. Dann brachen sie zusammen und nichts hielt mich mehr. Es war schrecklich. Mit Worten nicht zu beschreiben. So schrecklich, dass ich es nie mehr erleben möchte.

Ja, seit dem halte ich Abstand, mal mehr, mal weniger. Spüre eine regelrechte Feindseligkeit in mir, was dies betrifft.

Ich habe Angst, dass dies erneut passieren könnte.

Gut, damals gab es keinen Boden unter mir. Ich saß kaum in meinem Körper. Das ist heute anders, besser geworden. Da würde etwas bleiben, wenn die Vorstellungen brechen.

Ich nutze das Wort ‚Vorstellungen‘. Vielleicht waren das damals Vorstellungen und das heute, diese Idee von den Sternen, diese Empfindungen dazu, vielleicht sind das keine Vorstellungen, auch wenn beides aus dem Geist kommt. Vielleicht ist das tiefer aus mir heraus und damit echter oder bruchsicherer? Hach, keine Ahnung…

Es könnte jedenfalls diese diffuse Schwere erklären, die mich seit dem verfolgt. Eine Art Melancholie und abgetrennt sein von irgendetwas.

Es ist sehr sensibel worüber ich schreibe. Da gibt es viel Angst vor Zurückweisung, Hohn und Verlacht werden.

Ausgangspunkt war die Mittwochsgruppe. Es gab die Aufgabe sich in Kleingruppen mit den Fragen Wer bin ich? Was ist meine Aufgabe in diesem Leben? Wo komme ich her? Wo gehe (wachse) ich hin? zu beschäftigen.

Das wären vier Säulen des Lebens die Stabilität bringen können, wenn man sich dessen im Klaren wäre. Schon beim Hören der Fragen stieg Wut in mir auf. Fragen, die mir unbeantwortbar schienen. Oder Antworten, die mir keine Sicherheit geben können, weil sie eben geistige Konstrukte sind. Das wurde bestätigt. Es sind Konstrukte und sie können sich immer wieder verändern, gehen mit der eigenen Entwicklung mit. Naja.

Bei der Frage, wo ich her komme, schoss mir spontan durch den Kopf: Ich bin ein Kind der Sterne. Jetzt wird mir klar, dass ich mich dafür sofort geschämt habe. Folge war, dass ich mich sofort laut dafür abgewertet habe. Das sei doch total albern. Was sollte ich denn damit anfangen. Was sind das für dumme Gedanken. Wie soll mir das denn Stabilität bringen.

Die Anleitung nahm das trotzdem sehr ernst (danke dafür) und bat mich es trotzdem aufzuschreiben. Als Rückmeldung kam noch der Hinweis, sowas in der Art, dass ich einen tiefen Zugang zu… hmmm… was hat sie gesagt?… ich weiß es nicht mehr wortwörtlich, aber irgendetwas zu geistigen, universellen Ebenen oder so, habe und dass mir das durchaus Stabilität geben kann, wenn ich meinen Kampf dagegen überwinde. Das wäre das Thema – meine Gegenwehr überwinden.

Ich ließ mich dann in der Runde nochmal auf diesen Satz ein, ihm nachzuspüren und es entstand ein leichtes, freudiges Gefühl und ein Leuchten in mir. Also nichts Schlechtes.

Ich möchte jetzt nur nicht abdriften in dieses Gefühl und da einen Hype draus machen, durch die Gegend hüpfen und immer vor mich hin strahlend sagen, ich wäre ein Kind der Sterne.

Geerdete Spiritualität, fällt mir dazu ein. Das möchte ich noch heraus finden, wie das geht. Das beides in Verbindung bleibt – Himmel und Erde, Geist und Materie.

Amen.

Bemerkung zum Ende: Ich bin unter den Armen durchgeschwitzt, bemerkte ich gerade. Das scheint mir schon viel Angst zu machen, mich damit zu zeigen und am Rande denke ich an die gelesenen Dinge, von weit zurückreichenden Verfolgungen der Menschen mit spirituellem Hintergrund. Vergangene Leben und so. Wer weiß. Ich weiß es nicht. Vielleicht reicht auch dieses Leben mit seiner Vergangenheit aus, um solche Ängste des Zeigens zu verursachen.

Nachtrag: Mir fällt noch eine andere Begegnung mit dem Symbol der Sterne ein, während eines schamanischen Gesanges. Wow, das ist 3 Jahre her. Die Zeit vergeht.

Es wird ruhig

Scheinbar gibt es eine Blog-Pause.

Ich fühle mich mit einigen hier und so einer Art WordPress-Präsenz verbunden. Interessant, dass das auch so ist, ohne dass ich lese und online bin.

Schön!

Es geht also nichts verloren, auch wenn meine physische/geistige Anwesenheit nicht da ist.

Etwas, was ich zurzeit an unterschiedlichen Stellen geschenkt bekomme. Verbundenheit, ohne realen Kontakt. Verbundenheitsgefühle, auch wenn niemand physisch da ist, auch wenn man sich nicht liest oder schreibt oder hört.

Schön! ❤

Ganz nah daneben spürte ich die Einsamkeit, dass Gefühl getrennt zu sein. Ich hatte ein Bedürfnis nach Nähe und niemand war da. Doch dann kam der Gedanken, dass das doch nicht stimmt, mit der Einsamkeit und Getrenntheit und ich verband mich auf der Empfindungsebene mit Menschen die mir sonst nah sind. Es funktionierte. Ich wurde sehr zufrieden und entspannt und konnte gut alleine zu Hause sein. Ich fühlte mich getragen durch das Netz von Verbindungen.

Ein wirklich besonderer Moment!

Danke! ❤

Überhaupt kam mir heute in den Sinn, dass ich wirklich viel erreicht habe. All meine Bedürfnisebenen, die ich in den letzten Jahren gefunden habe, sind mittlerweile gut versorgt.

Und das ist mein Verdienst! Das fühlt sich toll!

Ich erinnere mich noch an den langen, mühsamen Weg um Haushaltshilfe zu bekommen und die Stimmen, die dagegen sprachen. Ich habe auf mein Gefühl gehört, dass das hilfreich ist und hab mich drum gekümmert. Mit dem Ergebnis, dass sie mich 3 Monate unterstützt hat, wofür ich krass dankbar war und ich sie seit Januar nicht mehr brauche und das Jobcenter die Kosten als unabweisbarer, besonderer laufender Bedarf übernommen hat.

Auch die Entscheidung mir einen Träger zu suchen für das Betreute Wohnen, war kein leichter Weg und hatte ebenso Gegenstimmen. Ich bin heute noch sowas von dermaßen froh diese Art der Unterstützung gewählt zu haben, auch wenn ich dafür eine Altersrücklage auflösen musste und die Hilfeleistung zu Beginn aus eigener Tasche zahlen musste. Ich würde es jederzeit wieder so machen.Und auch hier ist es so, wie bei der Haushaltshilfe, ich nutze es, wenn ich es brauche und kann es ebenso auch mal sein lassen, wenn kein Bedarf ist (das kommt tatsächlich auch mal vor ;), aber eher weniger)

Die letzte Bedürfnislücke war für mich die kreative Beschäftigung und die Suche nach einem Ort dafür. Und auch da hat sich seit Anfang des Jahres etwas entwickelt, was es vorher nicht gab. Ich arbeite mittlerweile doch recht regelmäßig zu Hause an diesen Windspielen und bin immer noch zuversichtlich, dass ich in dieser Holzwerkstatt ankomme. Die Beschäftigung zu Hause entlastet mich enorm. Da gab es lange viel Leidensdruck in den Phasen, wo ich viel zu Hause bin, auf mich selbst zurückgeworfen und kaum (sinnvolle) Ablenkungsmöglichkeiten plus Selbstausdruck.

Durch die Anhebung der Medikation von vor 6 Wochen habe ich mehr an Bewegungsspielraum gewonnen, auch wenn es mir psychisch nicht gut geht. Das war vorher weniger möglich. In den letzten Wochen konnte ich trotzdem aus dem Haus und mal wo hin fahren, der Ausflug ans Wasser, das Konzert, in die Kontakt- und Beratungsstelle. Sowas war in Akut-Phasen nicht drin.

Was bin ich dankbar!!!

Das nimmt Leidensdruck auf den Ebenen der Isolation und auch meinem Erlebnishunger, an der Welt teilzunehmen. Das war auch ein Aspekt unter dem ich echt richtig doll gelitten habe, all die Jahre.

Klar, es gibt immer noch Rückzugsphasen, die ihren Sinn haben und gebraucht werden.

Zum Thema Medikamente gibt es auch ein Trauern und vorerst Abschied nehmen von gewissen Gefühlstiefen. Das Konzert konnte ich zum Beispiel nicht ganz so genießen, weil alles ein wenig distanziert zu mir war und auch den Wald fühl ich nicht mehr bis tief in mir. Doch es ist nicht alles weg. Ich kann mich erst einmal damit anfreunden und den Gewinn erkennen. (das hat jetzt 4 Jahre Erfahrungen gebraucht)

Eine Therapie ist nun auch da, auch wenn mir noch nicht ganz klar ist, wie sie funktioniert diese Trauma-Arbeit und ich mich viel mit Kämpfen auf der Beziehungsebene beschäftige 😉 .

Ein neuer Zugang zur Arbeit mit Reiki ist entstanden, neben dem täglichen Händeauflegen. Ich sammle alle für mich wichtigen Themen auf Zetteln in einer Box und schicke mir regelmäßig Fern-Reiki in diese Box, zu diesen Themen. Das sind anstehende Termin, das sind Erlebnisse der Vergangenheit, dass sind innere Themen wie z.B. Ängste, Erdung, Rückgrat, in denen ich mir Stärkung wünsche. Das tut mir richtig, richtig gut. ❤

Ich kann mich mittlerweile auf meine sportliche Aktivierung verlassen, auch in schlechten Phasen habe ich es geschafft dran zu bleiben. Dann angepasst an das was geht und auch liebevoll vergebend, wenns nicht viel ist oder ein Tag gar nicht geht. Aber immer wieder den Faden aufgenommen. Ich will es nicht mehr missen. Das steht für mich mit dem Akupressurklopfen und der Medikation mit an vorderster Stelle zur Stabilisierung. Es schafft mir immer wieder Inseln der Orientierung, Beruhigung, Klärung.

Ja das ist doch ne ganze Menge. Und da sind bestimmt noch ein paar Aspekte nicht erwähnt.

Ich glaube, dass ich so erst mal ein Weilchen vor mich hinpuddeln werde, vielleicht mit nicht allzu vielen Blogbeiträgen.

Praxis ist angesagt. 🙂

Der Sinn im Augenblick

Gesprochene Sätze während der Klopfakupressur

Diese Sinnlosigkeit macht total Sinn. Wenn ich mich meist über meine Gedanken, über meine Ideen orientiert habe und da nichts mehr ist, dann macht das orientierungslos. Ohne Orientierung, scheinbar kein Sinn.

Zwangsläufig bin ich damit auf das Jetzt zurückgeworfen und das Üben, das Jetzt auch wahrzunehmen. 

Wenn sich diese Wahrnehmung festig, könnte es doch sein, dass es keine großen Ideen mehr braucht, in denen ich mich aufhalte, sondern dass das Wahrnehmen des Jetzt ausreicht zum aufhalten und orientieren. 

Mir kommt das unglaublich vor, dass das ausreichen könnte. 

Ist das nicht zu wenig? Braucht es nicht Ziele? Braucht es nicht Dinge in der Ferne, auf die ich mich zubewege? Wie ergibt sich sonst Bewegung? Und woher kommt die Motivation dazu?

Und doch erlebe ich Bewegung, jeden Tag. 

Ich bewege mich aus dem Impuls des jeweiligen Augenblick.

Und wieder der Gedanke – ist das nicht zu wenig? Kann das genug sein? Kann ich so leben? Darf ich so leben? Braucht es nicht Visionen und Bilder? Braucht es nicht eine größere Richtung? 

Ist mein Leben genug, wenn es nichts mehr zu erreichen gibt? Ist es genug mit dem was da ist?

Damit habe ich echte Schwierigkeiten. Und nicht das erste Mal.

Ist das vielleicht auch einfach nur alles Teil dieser depressiven Phase die kein anderes Fühlen und Denken zulässt? Oder ist das ein tieferer Blick, ein tieferes Erkennen?

Ich fühle eine Lebensmüdigkeit, ein Wunsch alles hinzuschmeißen und darauf herumzutrampeln. Im nächsten Moment stelle ich fest, dass mir da gar nichts mehr einfällt, was ich hinschmeißen will und ich lache auf. Ein Paradoxon. 

Ich fühle mich schon auf dem Grund, wo es nichts mehr zu schmeißen gibt.

Ich stelle fest, dass gar nichts Schlimmes passiert hier unten. Alles läuft weiter. Das Leben geht nicht kaputt und ich habe überhaupt kein Interesse daran, selbst daran etwas zu ändern.

Da ist auch kein Abgrund. Alles ist weiter da.

Und ich kann immer noch fühlen, was mir gut tut und was ich brauche. 

Ich spüre weiter, das ich bei mir bleiben möchte in diesem Leben, auch auf diesem tiefen Grund.

Leid und Dankbarkeit 

Ein Moment Morgens.

Laut gesprochene Sätze bei der Klopfakupressur

Ein Moment Abends.

Ich bin dankbar für dieses Leben, weil ich es als Geschenk empfinde ein fühlendes, sehendes, riechendes, schmeckendes, hörendes Wesen zu sein, weil ich mich beschenkt fühle mit all diesen facettenreichen Wahrnehmungen. ♡

E-Mail-Begleitung zur Ich-Illusion VII

Auszüge vom 11.02.- 12.02.2017


Liebe Christiane,

Während die Empfindungen dann so wahrgenommen werden, gibt es eine die wahrnimmt und die wahrgenommenen Empfindungen, oder ist es einfach wahrnehmen?

Das fand ich schwer zu beantworten.
Ich stehe dem Wahrnehmen so oft mit Wollen und Bewerten im Weg.

Ich weiß, dass es einfach wahrnehmen ist und trotzdem bin ich mir nicht sicher, auch in der Beobachtung nicht. Da kommen immer Fragen, wie es sich den anfühlt, wenn es einfach wahrnehmen ist. Wirklich so wie in dem Moment?
Und solange zu der Wahrnehmung immer Informationen dazu kommen, setzt sie sich ins Verhältnis dazu. Die Position im Körper, meine Fragen, die Entscheidung diese Wahrnehmung anzuschauen.

Das Beste ist, es einfach geschehen zu lassen und zu fühlen, was gefühlt werden möchte.
Gibt es eine, der das alles widerfährt?

Jaaaa…mir, möchte ich da groß aufjammern. 😀

Genauer heißt das, es widerfährt meinen Gedanken, meinen Vorstellungen die sich daran reiben, etwas anderes wollen… Moment mal…
Wenn ich nicht meine Gedanken bin, dann müsste eigentlich nur Erfahren und Denken sein und niemand dem das widerfährt.

Das fühlt sich für mich aber oft gaaaanz anders an. 😉

Du hast mal geschrieben, dass das Gefühl von Ich in den Gedanken eine nachträgliche Interpretation ist. Kann man diesen Vorgang direkt beobachten wie er geschieht?


Liebe Sophie,

lass uns ein bisschen tiefer nach diesem Ich graben :-).

Ich stehe dem Wahrnehmen so oft mit Wollen und Bewerten im Weg.

Worauf bezieht sich das Wort „Ich“ in diesem Satz genau? Wo ist dieses Ich, das will und bewertet? Oder geschieht dieses Bewerten und Wollen von selbst? Kannst du es kontrollieren?

„Gibt es eine, der das alles widerfährt?“
Jaaaa…mir, möchte ich da groß aufjammern. 😀

🙂 Finde diejenige, der das alles widerfährt.

Genauer heißt das, es widerfährt meinen Gedanken, meinen Vorstellungen die sich daran reiben, etwas anderes wollen… Moment mal…

Bist du die Denkerin der Gedanken, diejenige, die die Vorstellungen „hat“?

Wenn ich nicht meine Gedanken bin, dann müsste eigentlich nur Erfahren und denken sein und niemand dem das widerfährt.

Genau!

Das fühlt sich für mich aber oft gaaaanz anders an. 😉

Ja, das tut es. 🙂 Da sind Gefühle und diese Gefühle werden wahrgenommen. Gibt es eine, die sie wahrnimmt? Wo genau ist sie und wie sieht sie aus?

Du hast mal geschrieben, dass das Gefühl von Ich in den Gedanken eine nachträgliche Interpretation ist. Kann man diesen Vorgang direkt beobachten wie er geschieht?

Ja, das ist möglich. Alles, was ich schreibe, kann man beobachten, sonst wäre es einfach nur ein neuer Gedanke. Als Vorübung spiele ein wenig mit einer Übung, die zeigt, was die Sprache bei der Ich-Vorstellung bewirkt:

Beim Kaffee trinken kommentiere bewusst, was geschieht. Spiele dabei mit zwei Versionen: „Ich trinke (Kaffee)“ – und „Kaffee trinken“.
Beim Gehen sage: „Ich gehe“ – und wechsele ab mit „gehen.“

Mache das bei allen möglichen Tätigkeiten. Was ist der Unterschied zwischen der Version mit und ohne Ich? Achte auf den Körper und das Gefühl dabei.
Welche Version ist näher an der Erfahrung?

Eben gelesen

Niemand zu sein ist Glück. Wer etwas sein oder werden will, muss immer etwas aufrechterhalten, nämlich das Bild der Prrson, die man sein möchte. Diese Vortäuschung will ständig aufrechterhalten werden. Das macht die Dinge kompliziert. 

Auszug aus einem Gespräch der Zeitschrift Buddhismus Aktuell, mit dem tibetischen Meditationsmeister Drubwang Tsoknyi Rinpoche.

Und ich dachte nur lachend – oh jaaaa, das macht die Dinge wirklich kompliziert. Das bekomme ich seit Jahren von diesem Leben freundlich hineingerieben. 😀

Jede Idee die ich bisher von mir hatte, galt es wieder loszulassen.

Nun gut. So sei es. 🙂