Enthüllungen – „Es geschehen bei den Intensivstationen seltsame, unverständliche Dinge“

Ich reagiere sprachlos auf das was ich da lese und finde, zu diesem Artikel der WELT, sollte jeder Zugang haben. https://www.welt.de/politik/deutschland/plus231167815/Intensivstationen-Es-geschehen-seltsame-unverstaendliche-Dinge.html

Hier in Kopie:

Seit Beginn der Pandemie warnen Politik und Krankenhäuser vor einer Überlastung der
Intensivstationen. Ein Forscherteam um Matthias Schrappe legt nun ein brisantes Papier vor. Hier
erklärt der Arzt und Ökonom, warum er daran zweifelt, dass „redlich gespielt“ wurde.
Der Mediziner und Gesundheitsökonom Matthias Schrappe, 65, war von 2007 bis 2011
stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit. Er hat die Corona-Politik der
Bundesregierung seit April 2020 kritisch begleitet. Zusammen mit neun weiteren Wissenschaftlern
veröffentlicht er an diesem Sonntag ein brisantes Papier: Dieses legt Manipulationen in offiziellen
Statistiken, Subventionsbetrug und zweifelhafte Verwendung von Fördermitteln nah.


WELT: Herr Schrappe, nach anderthalb Jahren Corona ist klar, dass die Pandemie einen Dreh- und
Angelpunkt hatte: Es war die Angst, die Krankenhäuser könnten es nicht schaffen. Nach Ihren
Recherchen hatte das groteske Konsequenzen. Welche?


Matthias Schrappe: Diese Angst gab es, und sie wurde politisch transportiert. Nach unseren
Auswertungen kam sie in der Befürchtung, kein Intensivbett mehr zu bekommen, besonders
drastisch zur Geltung. Die irrationalen und die kostspieligen Konsequenzen spiegeln das Divi-
Intensivregister (Divi = Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, d.
Red.) wider oder auch die Bundestagsdebatten. Nun steht fest: Die Angst vor knappen
Intensivkapazitäten oder der Triage war unbegründet. Und es steht weiter fest, dass das vielen
Entscheidern während des gesamten Pandemieverlaufs bewusst gewesen sein muss. Die
Bundesregierung nahm immerhin eine halbe Milliarde Euro in die Hand, um den Aufbau
zusätzlicher Intensivbettenkapazitäten zu finanzieren. Nach unseren Recherchen scheinen diese
Betten aber nicht existent zu sein. Sie sind offensichtlich niemals geschaffen worden oder
wurden beantragt, obwohl es keine Pflegekräfte dafür gab.


Matthias Schrappe: „Es gab in den Krankenhäusern offensichtlich die Tendenz, Patienten ohne Not
auf die Intensivstation zu verlegen“


WELT: Wie passt das zusammen mit dem Satz aus den Krankenhäusern – „Wir arbeiten am
Anschlag“?


Schrappe: Auch auf den Höhepunkten aller drei Wellen waren nie mehr als 25 Prozent der
Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt. Deutschland hat europaweit die meisten Intensivbetten
und steht auch weltweit an der Spitze. Man kann über das deutsche Gesundheitssystem so ziemlich
alles sagen – nur nicht, dass wir nicht genügend stationäre und intensivmedizinische Kapazitäten
haben. Wir sind in jeglicher Hinsicht Europa- oder sogar Weltmeister. Wir haben die längste
Liegedauer, die höchste Krankenhausdichte, die höchste Zahl von Intensivbetten pro 100.000
Einwohner, wir haben mehr als dreimal mehr Intensivbetten als Frankreich mit 7000 Betten. Wir
haben zusätzlich 11.000 Betten als Notfallreserve, die wir freilich nie aufgebaut und nie in Betrieb
genommen haben. Wir ängstigen uns auf hohem Niveau.


WELT: Die Notfallreserve wurde nie aufgebaut?


Schrappe: So ist es. Die Mittel dafür sind dennoch geflossen. Nach dem
Krankenhausentlastungsgesetz wurden für jedes neu aufgestellte Intensivbett 50.000 zur Verfügung
gestellt. Das Geld wurde auch bis zum 31. Dezember abgerufen. Es dürfte geflossen sein.
Auffällig ist, dass diese Betten plötzlich im Oktober von einem Tag auf den anderen
vorhanden waren, in den Zahlen gibt es dort eine Stufe. Aber offensichtlich sind es in
Cellophan verpackte Betten geblieben, die nicht einsatzfähig und auch später nie eingesetzt
worden waren.


WELT: Es geht ja nicht nur um Betten. Es braucht auch die Pflegekräfte dazu. Es heißt, die hätten
gefehlt, und ihre Zahl sei sogar zurückgegangen.


Schrappe: Dieses Argument kann man nachvollziehen. Aber wir sind dem nachgegangen; und nach
den Daten der Bundesagentur für Arbeit ist es niemals zu einem Rückgang der Pflegekräfte
gekommen, sondern zu einer erheblichen Aufstockung von 43.000 Pflegekräften allein im Jahr 2020. November und Dezember sind da noch nicht mit einberechnet. Irgendwo müssen die ja
gelandet sein.


WELT: Waren das Intensivspezialisten? Es könnten auch Altenpfleger gewesen sein.


Schrappe: Richtig, aber auch dort ist bis heute die Rede vom Pflegemangel. Es gibt auch den
Einwand, es sei hausintern kein Geld für Pflegekräfte da gewesen. Aber da muss die Frage erlaubt
sein, was mit den Fördermitteln geschah, die 2020 geflossen sind. Insgesamt handelt es sich um
mehr als zehn Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die gesamte Krankenhausversorgung in
Deutschland kostet jährlich etwa 70 Milliarden Euro. Die Hilfsmittel waren unter anderem gedacht
als Ausgleich für entgangene Operationen. Da wurden also Pflegekräfte bezahlt, die nichts zu tun
hatten. Warum hat man nicht die Chance genutzt, sie anderweitig einzusetzen? Warum hat man
nicht die Gelegenheit genutzt, die Kräfte zu qualifizieren oder wieder anzulernen? Warum konnte
Fachpersonal aus anderen Abteilungen in solch einer nationalen Notsituation nicht zumindest unter
Anleitung auf Intensivstation arbeiten? Man hätte außerdem Wahl-Operationen verschieben
müssen.


WELT: Pfleger haben sich mit Corona infiziert. Viele haben ihren Beruf verlassen, weil sie es nicht
mehr ausgehalten haben.


Schrappe: Das stimmt, und es verbietet sich von selbst, die Anstrengungen der Pflegekräfte und
auch der Ärzteschaft in dieser Situation kleinzureden. Auf keinen Fall. Es kam zu Engpässen, zu
Ballungen in einigen Kliniken, weil die Covid-Patienten nicht gleichmäßig verteilt worden
waren über die Krankenhäuser. Ich komme aus dem Klinikbetrieb, ich weiß, was Stress bedeutet.
Aber war die Drohung begründet, wonach es jedem blühen könnte, zu Hause oder vor der
Notaufnahmen zu ersticken, wenn wir nicht gegensteuern? Wir haben uns die Zahlen angesehen und
sind zu dem Schluss gekommen: Es war nicht begründet. Im Gegenteil. Es gab in den
Krankenhäusern offensichtlich die Tendenz, Patienten ohne Not auf die Intensivstation zu
verlegen – während der Pandemie.


WELT: Wie meinen Sie das?


Schrappe: Unsere Zahlen zeigen: Gemessen an der Sieben-Tage-Melderate sind nirgendwo sonst
auf der Welt so viele Covid-Kranke auf Intensivstation behandelt worden wie bei uns. Hinzu
kommt: Ende April 2021 wurden 61 Prozent der Covid-Patienten in Krankenhäusern auf
Intensivstationen behandelt. In der Schweiz waren es nur 25 Prozent, in Italien elf Prozent. Auch da
sind wir weltweit die Nummer eins.
Erkranken Bundesbürger schwerer als die übrigen Menschen in Europa? Oder könnte es sein, dass
manche Krankenhäuser sich in Erlösmaximierung versuchen? Oder ist es für manche
Krankenhäuser einfacher, Corona-Patienten sofort auf die Intensivstation zu bringen, obwohl sie
noch nicht intensivmedizinisch betreut werden müssen? Die Zahlen sind auffällig, und sie werfen
Fragen auf.


WELT: Das deutsche Gesundheitswesen ist eines der teuersten der Welt. Haben da einige
Krankenhäuser allzu sehr auf gesunde Bilanzen geschaut?


Schrappe: Schwer zu sagen. Sicher ist: Ein Intensivbett bringt einen höheren Erlös als ein
Normalbett. Ein Patient auf der Intensivstation muss auch nicht zwingend ans Beatmungsgerät. Klar
ist nur: Es gibt Zweifel an einem zielgerichteten, adäquaten Einsatz unserer Ressourcen.
Es gibt sogar einzelne Tage, an denen offiziell mehr Patienten auf Intensivstation lagen, als
überhaupt hospitalisiert waren. Mit dem Satz „Wir laufen voll“ lässt sich das nicht in
Einklang bringen.


WELT: Es hieß, die Intensivstationen füllten sich mit jüngeren Corona-Patienten. Von 30- bis 40-
Jährigen ist die Rede.


Schrappe: Die Zahlen dazu lieferten die Verantwortlichen von RKI (Robert-Koch-Institut, d. Red.)
und Divi erst Anfang Mai. Jetzt steht fest: Diese Altersgruppe macht keine drei Prozent aller Covid-
Patienten auf Intensivstation aus. Aber nicht nur die Datenlücken sind problematisch. Es wird auch
nicht sorgfältig mit den Zahlen umgegangen. Es sind nicht nur 10.000 Intensivbetten seit
Sommer verschwunden, sondern man hat offensichtlich retrospektiv die Zahlen vom letzten
Sommer korrigiert.


WELT: Das ist eine starke Behauptung…


Schrappe: Wir haben die Zahlen seit Sommer regelmäßig dokumentiert. Wenn wir diese Daten mit
den heutigen Zahlen im Divi-Archiv vergleichen, sind da plötzlich nicht mehr in der Spitze knapp
34.000 Betten gemeldet, sondern nur noch rund 30.000. Man hat rückwirkend systematisch
eingegriffen, sodass überall 3000 Betten weniger verzeichnet sind. Das ist anrüchig, weil diese
Zahlen politische Konsequenzen hatten. Die Betten stehen in Krankenhausbedarfsplänen, und diese
Betten werden finanziert.


WELT: Es hieß, auf den Intensivstationen rückten jüngere Corona-Patienten nach. Von 30- bis 40-
Jährigen ist die Rede.


Schrappe: Diese Altersgruppe macht drei Prozent aller Covid-Patienten auf Intensivstation aus. Es
geschehen da seltsame, unverständliche Dinge.


WELT: Ist Corona heilsam fürs deutsche Gesundheitssystem?


Schrappe: Es sollte ein Lehrstück für das Gesundheitswesen sein, auch in finanzieller Hinsicht. Im
Rückblick tun sich Fragezeichen auf, ob da redlich gespielt wurde.“


Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/plus231167815/Intensivstationen-Es-geschehenseltsame-
unverstaendliche-Dinge.html
Originalbericht:http://www.matthias.schrappe.com/index_htm_files/
thesenpapier_adhoc3_210516_endfass.pdf

Experiement – Ohne Haarshampoo

Ich probiere gerade, auf Haarshampoo zu verzichten. Hab in einer Zeitschrift einen Selbstversuch von 6 Wochen gelesen. Fand ich spannend.

Meine Haare sind schon etwas vorbereitet, da ich seit über einem Jahr nur noch festes Haarshampoo benutze und von alle 2-3 Tage, auf alle 5 Tage waschen gekommen bin.

Seit 16 Tagen spüle ich sie nur noch alle 2 Tage mit warmen Wasser und kämme alle 2-3 Tage einmal in jede Richtung mit einer Bürste, mit Wildschweinborsten.

Ich finde das sehr spannend zu beobachten, wie sich das Erscheinungsbild verändert. Von luftig, leicht, herumfliegend zu kompakt, schwerer und mit einem Film ummantelt, jedoch ohne ungewaschen zu wirken. Bisher gab es nur einen Tag, wo sie mir klebrig, fettig, unschön vorkamen.

Ein Versuch zu Träumen

Niedergeschlagen komme ich nach Hause und möchte nur noch irgendwie verschwinden, mich verkriechen.

Was ist los? Was zieht mich so runter? Was fühlt sich so traurig an?

Ich erinnere mich an das Gespräch von vorhin, wo mir jemand erzählte, er lebe in einer Gemeinschaft, wo man sich den Garten teilte, jemand sich um den Kompost kümmerte und ab und zu ein Lagerfeuer brennt. Kurzfassung.

Und mich zieht das runter. Da lebt jemand seine Träume (denke ich mir und weiß nicht, ob das stimmt) und ich kann es nicht.

Ich denke an die Bekannte, die gerade ein nachhaltiges Studium angefangen hat.

Etwas was ich nicht kann.

Ich denke an die Anzeige, die ich an den Gärten sah, wo jemand seine Arbeitskraft anbot.

Ich kann das nicht.

Ich denke an diese tolle Youtuberin mit ihren mutigen Selbstversorger-Träumen.

Liegt alles nicht in meinen Möglichkeiten

Nichts kann ich, denkt es vor sich hin. Nicht zum ersten Mal.

Wie komme ich da wieder raus, aus diesem Kreisen um meine Unfähigkeiten, um Träume von anderen, die gar nicht meine Träume sind.

Was sind meine Träume? Was ist mein ganz eigener Weg? Welche zukünftigen Möglichkeiten zeichnen sich für mich ab?

Ich krame in meinem Kopf. Ich versuche diese Weite zu finden, in denen Träumen möglich ist. Es ist schwer. Da scheint nichts zu sein. Immer wieder hinweisende Gedanken, dass dieses und jenes nicht geht, aus diesen und jenen Gründen (die auch wirklich da sind). Das für mich nichts vorgesehen ist. Nicht ich. Die anderen ja, aber nicht ich.

Ich erinnere mich daran, dass Träumen unabhängig von den Gegebenheiten funktioniert. Das Träume frei sind. Kann ich es denn gar nicht, das Träumen? Ich probiere es mit dem Satz: „Was wäre, wenn es keine Hindernisse geben würde.“

Uih, da passiert etwas. Eine Lücke tut sich auf, zwischen allen Hindernissen hindurch.

Aus dieser Lücke kommen die Sätze:

„Ich wäre mehr draußen. Ich würde mehr ausprobieren.“

Ich sehe mich auf einem Acker stehen und den Boden untersuchen. Auf verschiedenen Äckern.

Ich denke an das Mikroskopieren und sehe einen Ort, wo ich dafür hingehen kann, um der Lust am Untersuchen nachzugehen.

Und dann fängt das Kommentieren wieder an, warum das alles nicht möglich ist.

Egal.

Ich weiß jetzt, dass ich träumen kann (wenn auch kurz und wenig – Kommentar aus dem Off). 🙂

Foto: pixabay

Angst! …Von mir aus renn doch „ruhig“/ Give fear a space

Das ist das erste, was ich zum Thema Angst, in der aktuellen Situation lese, was mich in meinem Fühlen abholt. Danke dafür!!!

Food for the Heart

Stellt euch vor, ihr wärt in einem geschlossenen Raum mit einem zutiefst verängstigten Tier gefangen.

Die Kreatur heult, jammert und wimmert. Sie wirft sich mit voller Wucht gegen die Wände.  Sie uriniert und defäkiert auf den Boden. Die ganze Erfahrung ist jetzt ein einziger Albtraum.

Nun stellt euch aber in einem weitläufigen Park vor. Gras und Bäume so weit das Auge reicht. Das Tier rast nach wie vor im Kreis und heult lautstärk. Nach einer Weile allerdings wird es langsamer. Es beginnt sich zu entspannen. Schließlich legt es sich hin, um sich im kühlen Schatten auszuruhen.

Für einen ungeübten Geist kann sich das Erleben von Angst anfühlen, als wäre man mit einem in Panik geratenen Tier eingesperrt.

Dhamma zu praktizieren, bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass die Angst nicht mehr aufsteigt.  Eher ist es so, dass wir den Raum um sie herum vergrößern. Die Angst nimmt ihren normalen Verlauf und kommt dann zur…

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Meine Skills für diese Zeiten

Sport jeder Art.

Waldaufenthalte.

Verbindungen zu Mitmenschen aufrecht erhalten.

Mich mit etwas Größerem verbinden.

10 Minuten am Tag um die Angst kümmern. In der restlichen Zeit die Angst auf diese Zeit vertrösten.

Rituale und Routinen fortsetzen und herstellen.

Am besten den überweigenden Teil des Tages ohne Nachrichten verbringen.

Tanzen und Singen. Geht gut zu Hause. 🙂

Zeit mit Sachen verbringen die gut tun.

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Neurographik: Mein erstes Bild

https://wp.me/p94dR3-1Gw

Dieser Beitrag kommt von Zeitenmosaik.

Neurographik. Hat mich sofort angesprochen, da so einfach zu Hause umsetzbar und mal was anderes als das Herumgedenke.

Ich folgte dem verlinkten YouTube-Video.

Für mein erstes Bild tauchte das Thema ‚an Veränderung glauben‘ auf.

Ich setzte mich in zwei Tagen viermal ran. Das am Stück zu machen, wie im Video, war zu anstrengend für mich.

Eine innere Bereicherung mit neuen Gedanken und Erkenntnissen zum Thema, gab es ab der Farbnutzung. Doch auch schon beim Abrunden trat Entspannung ein.

Der Lebens-Wandel wird real

Nun ist es geschehen. Die Waageschale auf die andere Seite gekippt.

Die Suche im Außen beendet.

Die Fühler nach innen gesteckt. Dort das zu Hause finden.

Den Widerstand gegen ein Leben mit Einschränkungen aufgegeben und dabei ungeahnte Freiheit entdeckt.

Alles darf so sein wie es ist.

Da gibt es auch nicht mehr viel zu schreiben.

Nur noch Üben. Ganz praktisch. Wenn der Widerstand wieder an die gewohnte Tür klopft.

Eine Verabschiedung von hier liegt im Raum.