Fast ein Jahr…

… ist es her, dass ich das letzte Mal gemalt habe.

Malen ist Therapie.

Zur Grundhaltung: Ich bin überzeugt davon es nicht zu können. Ich habe keine Ahnung wie ich etwas ansprechendes aufs Papier bekommen soll. Vorstellungen lassen sich nicht umsetzen. Schon der erste Strich wird alles kaputt machen. Ich werde Papier und Farbe vergeuden. Es soll gut werden. Was will ich überhaupt malen. Keine Bilder im Kopf. Der Anfang versetzt mich in Angst. Stress auf 60 Punkte. Gedanken erkennen. Hindernisse erkennen. Was wäre, wenn es falsch werden dürfte? Was wäre, wenn ich Krikelkrakel machen darf? Was wäre, wenn ich die Leinwand danach einfach abspüle und so oft KrikelKrakle machen darf wie ich will.

Okay… KrikelKrakel passend zur Aggression in mir. Nebenprogramm – sieht das alles scheiße aus-Gedanken, du hast es nicht drauf-Gedanken, du versaust es-Gedanken laufen mit.

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Leinwand abgespült und Ideen im Kopf. Nichts Großes. Nur die Hintergrundfarbe anders. Und plötzlich entwickelt sich etwas. Ich schwitze wieder, bin aufgeregt, unruhig, diesmal weil mich etwas gepackt hat. Und Rührungstränen steigen auf. Was erschafft sich da? Wie wunderschön!

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Ich würd meine Hand ins Feuer legen, dass ich in einem vergangenen Leben mal etwas mit Malerei zu tun gehabt habe. Die übergroße Angst zu starten und die riesige Aufregung die dabei entsteht. Sehr starke Gefühle für etwas was ich so gut wie nie mache und deshalb auch nicht so richtig als ein Hobby betrachte.