Es aussprechen, hilft

Ich fühle mich heute völlig erschöpft.

In der Therapie vor zwei Tagen, hab ich noch gesagt: „ich möchte endlich aufhören können.“ Damit meinte ich, zur Ruhe kommen, nicht immer weiter rödeln. Das war mir verloren gegangen, wie ich runterkomme.

Heute über 12 h geschlafen. Gestern endlich mehr Ruhepausen machen können. Erschöpfung wieder körperlich spürbar, anstatt nichts zu merken.

Das ist guuut. 🙂

Seit dem ich es ausgesprochen habe, mit einer Idee, was dabei helfen könnte, passiert es.

Das geht mir oft so, dass die Sachen passieren, nachdem ich sie ausspreche und vorher nicht, solange sie nur im Kopf kreisen.

Interessantes Phänomen.

Heute darf ich

Ich darf aufhören zu funktionieren.

Ich darf die Staubflusen auf dem Boden liegen lassen.

Ich darf die Staubschicht auf den Möbeln akzeptieren.

Ich darf zulassen, dass die Toilette seit über einem Monat ungeputzt ist und die Wäsche sich stapelt.

Ich darf das heute nicht schaffen.

Heute darf das alles so sein.

Ich darf müde sein und alles liegen lassen.

Ich darf liegen bleiben und nichts tun, was sich nicht gut anfühlt.

Ich darf alles tun, was meine Seele streichelt,

auch wenn es anscheinend nur ganz wenig gibt.

Ein heißer Kakao darf zum zentralen Punkt werden.

Alle Verpflichtungen liegen lassen und scheinbar Sinnloses tun.

Ich darf Kontakte pflegen und dabei die Zeit vertrödeln.

Alle Ziele beiseite packen und ziellos werden.

Ziellosigkeit zulassen.

Zeitlos werden.

Treiben und ausruhen,

anstatt antreiben.

Bett-Flucht

Da ist es heute am Besten. 

Sicher. Warm. Nichts müssen. Die Welt und ihre Herausforderungen sein lassen.

Bisher nur zum Kochen und Essen aufgestanden. 

Träumen. Denken. Woche verarbeiten. Angst in der Magengrube zulassen. Etwas weinen. Sehnsuchtsschmerz kurz wie nach Luftschnappen, dann ist es vorbei. Halten lassen, von der Wärme und der Weichheit um mich herum. Zufriedenheit. Loslassen und treiben können.

So, so viele Erlebnisse.

Es läuft. Es findet immer wieder ins Gleichgewicht. Bewegung. Ruhe.

Heute Ruhe.

Ausbrechen…

… aus der Routine. Entspannen im Bett. Aufstehen kann warten. Wenn ich so ein Brett hätte, würde ich auch im Bett Frühstücken.
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Heute den Kopf über Wasser und Licht in der Seele. Auftanken für den nächsten Sturm. Ganz langsam kann ich diese Wechsel akzeptieren und genieße um so mehr Tage wie heute.

Vielleicht unternehme ich nachher etwas. Habe ich schon lange nicht mehr. Mal was Neues erleben, wo Ressourcen da sind.