Egostrukturen

Ich habe eine Zeichnung von 2013 gefunden, wo ich damals versucht habe, mein inneres Chaos zu sortieren, sichtbar zu machen und zu verstehen.

Innere Strukturen

Innere Strukturen

Ich weiß, dass ich damit sehr unzufrieden war. Es war unvollständig und nicht alle Strukturen waren abbildbar und in Zusammenhang zu bringen. Die Ordnung die da auf dem Papier entstand, war in mir keine, veränderte sich ständig. Ich hatte aufgegeben und es weggepackt.

Heute finde ich es interessant.

Zwei Dinge sind mir dazu gekommen.

Einmal… puhhh… das sieht doch sehr nach innerer Strenge und Enge aus. So war das damals. Fast ausschließlich diese Strukturen. Die habe ich heute immer noch. Sie sind kleiner geworden. Und ich könnte die Seite des ja-sagenden Erwachsenen erweitern und mehr Kommunikation zwischen diesem und dem Höheren Selbst darstellen.

Der zweite Gedanke… wie deutlich hier die Ego-Strukturen zu erkennen sind. Sooo viel… ja ich würde auch ehrlicherweise sagen, unterentwickeltes Ego.

Ich hoffe, ich bin reifer geworden, wenn auch noch von reif in allen Lebenslagen entfernt. 😉

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Nein danke

Ich erlebe gerade, dass es für mich viel mehr Mut braucht zu etwas ‚Nein‘ zu sagen, als zu etwas ‚Ja‘ zu sagen.

Nein, ich entscheide mich gegen eine psychiatrische Krisenaufnahme.

Wie viel Mut mich das kostet, meinem Gefühl zu Vertrauen. Wie viel Mut mich das kostet, trotz aller Angstgedanken, warum eine Aufnahme vielleicht doch besser sein könnte, dazu ’nein‘ zu sagen. Wie viel Kraft das kostet, mich immer wieder aus der Infragestellung meiner Entscheidung heraus zu holen.

Ich fühle, dass ich das nicht brauche, dass ich mich selbst halten und schützen kann. Und ich erlebe es auch nach und nach.

Diese Gefühle zwanghaft immer wieder in Frage zu stellen, ist eine echte Selbst-Quälerei.

Doch ich glaube, es wird besser.

Das Wiedererleben von Traumagefühlen hing mit dem Yoga zusammen. Längere Geschichte. War die letzten drei Termine nicht da und man telefoniert mir tatsächlich nach. Ich hatte bisher keine Gelegenheit mich dort zu erklären, weil dann das Trauma dazwischen kam und ich deshalb beschlossen hatte, erklärungslos zu kündigen, weil alles andere überforderte.

Die Kontaktaufnahme forderte mich nun auf Stellung zu beziehen und nicht nur das, auch ’nein‘ zu sagen. Sie sprachen auf meinen AB, wussten von den letzten zwei Terminen schon, dass es mir nicht so besonders geht. Empfahlen viel Yoga zu Hause zu machen und auf jeden Fall das nächste Mal zu kommen. Genau das, was ich nicht mehr wollte. Ich wollte keine Grenzerfahrungen mehr sammeln. Davon gab es im Augenblick genug.

Allein dieser Anruf erzeugte diesen Druck, dieses ‚ich muss jetzt‘ und ich habe keine andere Wahl. Jemand fordert das. Mit dieser Verzweiflung schrieb ich dann also meine Gründe, warum ich kein Yoga mache.

Das brauchte auch so viel Mut, eine Grenze zu ziehen. Zu sagen, ’nein‘ ich mache das nicht, auch wenn du glaubst, es wäre das Beste für mich. Ein Hauch von Gefühl in mir zu finden, dass mein Gefühl dafür, was das Beste für mich ist, das wichtigere ist.

Mit diesem Gefühl ist es ein Eiertanz. Es ist da, es ist weg. Ich darf. Ich darf nicht. Der Andere ist eine Autorität und der ist zu folgen, der weiß es besser. Der Andere ist auch nur ein Mensch, mit seinen ganz eigenen Erfahrungen, die erst einmal für ihn selbst gelten.

Darauf kam eine E-Mail-Antwort zurück. Ein Dank für Ehrlichkeit. Ein Verstehen wollen worum es genau geht, um helfen zu können, mit einer direkten Termineinladung.

Boarrr, Übungsfeld, Übungsfeld. Jemand will mir helfen und ich sage ’nein‘ dazu. Schuldgefühle wollen nach vorne drängen. Ich wäre selbst schuld an meinen Symptomen, weil ich mir nicht helfen lasse. Als wäre ich alleine von dieser Hilfe abhängig. Als gäbe es dort die Rettung und danach ist alles gut. Das stimmt so aber nicht und ich will mir dieses Denken nicht anziehen.

Mein Gefühl sagt ’nein‘ zu dieser Hilfe, ohne zu wissen, wie die eigentlich aussehen könnte. Mein Gefühl sagt, ich bekomme die ganze Zeit Hilfe/Unterstützung und diese reicht aus. Es ist alles gut.

Dazu habe ich versucht mutig zu stehen und eine entsprechende Mail zurück geschrieben.

Meine Gedanken zweifeln das an. Sollte ich nicht doch? Ist doch nichts dabei? Kann man doch ausprobieren? Blahblahblah.

Ich hörte neulich eine Erfahrung, die mich aus dem Hintergrund stärkt.

Feuerlaufen. Die Menschen die mit Angst davor standen, wurden befeuert, bestärkt, motiviert sich zu trauen. Es gab welche, die taten es nicht. Und auch diese wurden zum Abschluss bejubelt und geehrt, weil sie sich trauten auf sich zu hören und ’nein‘ zu sagen, als sich zu etwas anzutreiben, zu dem sie (noch) nicht bereit waren und sich Verbrennungen zuzufügen.

Alles auf Anfang und doch ein Stück weiter

Keine Richtung. Keine Perspektive. Keine Vorstellung, dass irgendwo ein Platz für mich ist, wo ich sein kann, mit dem was ich bin und mich trotzdem entfalten kann.

Nach der Tagesklinik ist vor der Tagesklinik. Seit gestern bin ich zu Hause.

Es fühlt sich alles nicht mehr passend an. Der Arbeitsplatz, die Kontakt- und Beratungsstelle. Es beengt mich, ich fühle mich in der Vorstellung dort eingesperrt.

Das Leben im Allgemeinen fühlt sich beengend an.

Ich werde wütend. Immer wieder. Bei kleinen und großen Dingen. Verweigerungshaltungen entstehen. Das ist nicht die Lösung. Der Wut auf der Spur.

Ein Bild in mir, mich mit aller Kraft aus Ketten zu sprengen.

Etwas Neues gibt es nicht.

Wertlosigkeitsgefühle und das „wertvoll“ daneben stellen.

Der Verzweiflung zuschauen, die aus der Orientierungslosigkeit entsteht.
Den Ängsten zuschauen, Massen an Ängsten, die Neues (noch) nicht möglich machen.
(Das Schauen gelingt besser, als vor der TK)

Wohin Bewegen?
Bewegungslosigkeit. Ganz real. Wozu noch Handeln?

Mit Selbstfürsorge balancieren, zwischen Gleichgültigkeit.

Starrende Ängste die glauben, dass alles untergeht, wenn wir uns nicht sauber machen, nicht bewegen, nicht strukturieren, nicht das neue Ticket holen, weil der 1. ist, nicht einkaufen gehen, weil am Wochenende Besuch kommt, nicht die Duschwand nach Benutzung abwischen, nicht die Wohnung putzen.

Das „nicht“ aushalten. Ja was ist dann? Was passiert dann, wenn alles NICHTS wird?
Noch mehr Ängste, noch mehr Gedanken. Und wenn… und wenn… und wenn.

Und ich lebe weiter…

Dramagedanken. Das Leben wird eng in ihnen.
Stimmt schon, meine Gedanken nehmen das Leben sehr ernst (wie jemand mir sagte). Das macht es nicht leicht.

Es ist wirklich nicht leicht, doch ich kann es aushalten. Gestern. Heute.

Dazwischen Momente wo alles okay ist, wo Gelassenheit auftaucht, beim einfachen Sein.

Krisenzeit

Das war die heftigste Krise die ich seit letztem Jahr September erlebt habe. (Diese endete damals auf der Kriseninterventionsstation.)

Mit großen Augen und anerkennendem Blick sagt sie: „Und sie haben das durchgestanden!“ Ja, ich habe das zu Hause durchgestanden. Ich hatte mich zwar um eine Krisenaufnahme für das Wochenende, in einer Akuttagesklinik gekümmert, diese dann doch abgesagt. Ich habe es mir zugetraut, weil andere Dinge griffen.

Niemand konnte das ganze Ausmaß sehen, niemanden konnte ich sagen, was in mir passierte, dass sich alles in mir verändert hatte. Niemand bekam die Dimension dieser Krise mit. Ich hatte keine ausreichenden Worte und habe es selbst nicht verstanden – mittendrin. Wenn ich nicht mehr konnte, sah das keiner und wenn mich jemand sah, setzte der Automatismus ein, noch zu können. Und was soll ich sagen – es ist okay… irgendwie. Es war nicht nötig, dass ich mein Erleben erklären konnte (auch wenn ich es gerne getan hätte). Ich habe es anscheinend nicht gebraucht.

Ich habe MICH gebraucht. Und ich war überwiegend für mich da. Bin Wege gegangen, die ich noch nie gegangen bin. Habe Hilfe bekommen, auch ohne dass die Dimension erkannt wurde, wohl einfach, weil man mir auch glaubte, wenn ich um Hilfe bitte, dann brauche ich sie auch.

Ein sehr heilsames Erlebnis, wenn die Tagesklinik sagt (war da bisher zweimal, 2011 und 2014): „Kommen sie einfach. Sie brauchen keine Einweisung vom Arzt. Wir kennen sie ja und kümmern uns dann um alles.“ Ich habe geweint vor Dankbarkeit, nach diesem Anruf. Ich musste nichts erklären. Es hat einfach gereicht nach einer Krisenaufnahme zu fragen.

Erst danach konnte ich so halbwegs verstehen und erklären und sie sagte: „Ich habe es ihnen zugetraut.“ Wow…! Das hatte ich mir von meiner damaligen Therapeutin gewünscht und sie sogar darauf angesprochen, ob sie mir nichts zutraue. Und nun sagt man mir das von ganz alleine. Ein tolles Gefühl! Noch nie in meinem Leben, habe ich so etwas gesagt bekommen und auch annehmen können.

Da ist viel Kraft in mir. Ich durfte sie erleben und ich spüre sie immer noch. Ich fühle mich nicht stark. So meine ich das nicht. Sondern, dass da ein Kern in mir ist, der Kraft zur Verfügung stellen kann (immer gibt), wenn ich sie brauche.

Krisen erschaffen immer ganz besondere Erfahrungen. Ich tue Dinge, die ich ohne nicht tun würde. Dadurch erlebe ich Sachen, die ich ohne nicht erleben würde.

Die Lawine, die alles mit sich riss und sich stetig vergrößerte, läuft momentan langsam aus (und nichts ist mehr wie vorher). Ich weiß nicht, wo ich jetzt stehe. Da ist so viel passiert. Für mein Bewusstsein zu viel in zu kurzer Zeit, als dass ich greifen könnte, was es mit mir gemacht hat und was im Einzelnen der Inhalt war.

Das Überthema heißt wohl ‚zeigen und gesehen werden‘ und Bindung (immer noch). Da hängt so unglaublich viel dran! Das hat (und tut es weiterhin) so extrem viel ausgelöst.

Auch bin ich auf ein familiäres Thema, mütterlicherseits gestoßen. Ich trage Erlebnisse meiner Familie mit, die ich nie erlebt habe. Ich reagiere mit ihrer nackten Angst und Panik. Ich habe den Schmerz meiner (schon seit Jahren verstorbenen) Oma geweint.

Am Ende brauchte ich für drei Tage völligen Rückzug. Ich ließ die meiste Zeit Handy, Telefon und PC aus. Wusste ich, ich musste mich vor weiteren Reizen, Informationen, Reaktionen schützen, um mein völlig überreiztes Nervensystem zur Ruhe zu bringen und meinem durchgebrannten Verstand die Nahrung zu entziehen. Absolute Ruhe – das brauchte ich. Der erste Tag davon war sehr schwer. Meine Gedanken drängten immer wieder zur Tat, wollten Klärung, suchten Kontakt, waren voller Panik und auch Schmerz. Es erforderte Disziplin, nicht ins Handeln zu gehen. Ich schrieb sie alle auf, um mich dann wieder dem Jetzt zuzuwenden. Das half. (Und heute sind 70% des Geschriebenen unwichtig geworden)

Gestern und heute sehe ich nichts mehr um mich herum. Da ist so viel leerer Raum. Aus allen Zusammenhängen gelöst. Nichts scheint mehr wichtig, von Bedeutung oder trägt. Ich sehe keinen Weg. Ich habe kein Ziel vor Augen. In den letzten Jahren hätte mich das (zum wiederholten Male) in eine tiefe Sinnkrise gestürzt, auf die ich aufgesprungen wäre. Jetzt übe ich mich, die logischerweise folgenden Depressionswellen durch mich durchlaufen zu lassen. Jetzt hält nur noch das Leben, das Da-sein selbst. Schön fühlt sich das nicht an. Da ist Angst und Ungewissheit. Keine Richtung, in die ich blicken kann. Es bedeutet viel Bewusstseinsarbeit und aushalten.

Es ist zu erwarten, dass sich wieder etwas Greifbares formieren wird (und ich danach auch suchen werde), um beim nächsten Mal erneut zu zerfallen.

Ich bin müde, erschöpft und sehr schwach.
Ich fühle wieder (wackeligen) Boden.
Ich habe die schwach pulsierende Erinnerung von Kraft.

Einsichten, so zwischen durch

Dadurch, dass ich mein Ego kennenlerne, lerne ich automatisch das Ego anderer Menschen kennen.

Dadurch, dass ich lerne, nicht mehr gegen mein Ego zu kämpfen, lerne ich automatisch nicht mehr gegen das Ego anderer Menschen zu kämpfen.

Lerne ich mit mir, lerne ich im Innen, so lerne ich automatisch mit Anderen und im Außen, ohne dass ich mein Bewusstsein darauf lenke.

Universelles Grundgesetz – Innen wie Außen, Oben wie Unten – direkt erfahrbar.

Handeln aus Liebe oder im Erziehungscamp

Ich bin vom Konstrukt des Inneren Kindes, zum Konstrukt des Egos gewechselt (überwiegend, nicht ausschließlich). Da lässt sich aktuell mehr mit fassen, was ich in mir erlebe. Kindliches Fühlen und Denken ist ein Teil des Egos.

Jedes Fühlen, Denken und Handeln, welches sich aus inneren Vorstellungen und gemachten Erfahrungen gründet, ist für mich das Ego. Es ist meine gewachsene Persönlichkeit. Es sind meine Glaubenssätze. Es sind meine Ängste. Es sind meine Freuden. Es sind alle Bewertungen. Usw.. Es ist alles, was als Reaktion auf äußere und innere Reize geschieht.

Der Buddhismus würde das wohl mit dem ‚Bedingten Entstehen‘ erklären.

In meinem Verständnis hat jeder dieses Ego und braucht es auch, um agieren zu können, um Erfahrungen sammeln zu können, um sich in der materiellen Welt bewegen zu können.

Ein Ego verschwindet nicht, aber es kann sich weiter entwickeln. (Vielleicht verschwindet es dann auch für ganz Ausgewählte.)

Ich bin seit dieser Woche mehr im Kontakt damit, in jedem Moment zu erkennen, wo reagiere, denke, fühle ich aus dem Ego und zu sortieren, an welchen Stellen die ich dort erkenne, ist es Zeit sich weiterzuentwickeln, loszulassen, neues zu lernen.

Das ist ganz schön umfassend, eine Tagesbeschäftigung, besonders im zwischenmenschlichen Miteinander. Es erfordert echt viel Aufmerksamkeit und Achtsamkeit und ist nicht leicht, wenn Trubel um einen herum ist.

In der Übersetzung der inneren Elternschaft, komme ich mir vor, als wäre ich als Eltern in einem Trainingsprogramm (Dauer unbestimmt), wo sich alles konsequenter, zielgerichteter, aufmerksamer, um die Begleitung des Kindes dreht.

Heute auf Arbeit hatte ich eine herausstechende Situation.

Ich saß vor dem Laden, machte eine Pause und genoss die Sonne. Ich war ganz bei mir und entspannt. Ein Kollege setzte sich neben mich. Die innere Reaktion war ein zusammenziehen und –krampfen. Ich fühlte Unruhe und Unsicherheit und den Wunsch weg zu gehen. Mein Ego meldete ‚Bedrohung‘.

Es ist für mich nichts Neues, das in mir etwas so reagiert. Hier habe ich den Wunsch mich weiterzuentwickeln, vor allem, weil ich das Thema hinreichend durchforscht, durchfühlt und erkannt habe. Es sind leere Muster geworden.

Mir kam das Bild von lauter kleinen, jungen Hunden, die in mir sitzen und bei entsprechenden Auslösern nach außen springen, sich vor mich stellen, knurren, bellen, Schwanz einziehen, Distanz oder Barrieren zu mir schaffen, um mich zu beschützen. Ich ziehe sie ganz behutsam, vorsichtig, aber konsequent an ihrer Leine wieder zu mir zurück und setze sie auf meinen Schoß. Ich vermittle ihnen damit: „So nicht!“, „Hier spielt die Musik“, „Bei mir bleiben“ und „Alles ist gut.“ Manche benötigen nur ein zurückziehen, manche brauchen noch das liebevolle Streicheln auf meinem Schoß, manche müssen erst noch in ihrer Reaktion verstanden werden, um sich zu beruhigen.

Da sind wirklich viele Hunde! Man, hab ich mir ja was vorgenommen. 🙂

Ich denke an Umerziehung, obwohl ich das Wort nicht mag. In der Heilsitzung wurde mir gesagt, ich solle mehr mein Ego kontrollieren. An dem Wort habe ich noch mehr herum gewürgt. Ich wählte dann ‚korrigieren‘. Diese Worte sind alle negativ besetzt, doch im Endeffekt ist es das.

Ich kontrolliere mit dem Hintergrund von Erfahrungen, Wissen und Erkenntnissen, was für meine Entwicklung förderlich und was hinderlich ist. Ich begleite mich und gebe immer wieder kleine Impulse für die Richtung, wo es hingehen soll. Das wichtigste dabei scheint mir die Verbindung zum Herzen. Ohne die intuitive Weisheit/Wahrheit des Herzens, werden die Worte ‚Erziehung‘, ‚Kontrolle‘, ‚Korrektur‘ zu machtausübenden Egoanwandlungen, gegen mich selbst gerichtet.

Ja, das ist das Zentrum des Handelns. Handeln aus Liebe.

 

Nachtrag:

Komme gerade vom Yoga. Es wird so super bewusst, auch dort. Meine Nachbarin macht während der Übungen geräuschvolle Gefühlsbekundungen. Ich (mein Ego) reagiere innerlich genervt und denke: „die will doch nur Aufmerksamkeit“ und fühle eine Bedrohung, dann selbst nicht genügend zu bekommen. Zurück gezogen auf meinen Schoß, weg von der Nachbarin, umarme ich dieses Denken/Fühlen in mir, erkenne alten Mangel und fühle im Herzen, das dieser heute nicht mehr nötig ist.

Vertiefung

Seit der letzten Heilarbeit sind in mir tiefgreifende Veränderungen zu spüren.

Anhaftungen, wie mein Leben zu sein hat und damit auch Verleugnungen, was sich in meinem Leben präsentiert, sind losgelassen (das war seeehr schmerzhaft).

Fast zu jeder Minute spüre ich, in welche Richtung ich zu blicken habe. Ich anerkenne meine Fähigkeiten und Gaben und spüre Bereitschaft mich darauf einzulassen, auszurichten und zu lernen, in sie hineinzuwachsen.

Angst ist mit dabei und nicht gerade wenig. Sie gehört dazu, ist nachvollziehbar.

Ich spüre die Ränder und Füllung meines Egos und damit die Abgrenzung zum Herzen, zur Liebe. Hier liegt Los-lass-Arbeit vor mir. Ich habe sehr viel gelernt zu nehmen, einzufordern, ICH zu fühlen und zu zeigen.

Eine Weiterentwicklung drängt sich auf. ICH zurückstellen. Eigenes wieder loslassen, auf Räume begrenzen. Anderes zulassen, geben von dem so viel in mir vorhandenem – Liebe, Aufmerksamkeit, Wertschätzung. Für andere Raum sein.

In den Alltagsdingen breitet sich immer wieder tiefer Frieden und Vertrauen aus. Plötzlich ist es so einfach, einfach da zu sein. Alles liegt klar zu meinen Füßen, ohne dass ich etwas sehen könnte. Der Weg. Ich brauche ihn nur zu gehen, ganz gemächlich. Ein Schritt nach dem anderem. Erfahren. Fühlen. Lernen. Erkennen.

Sinneswahrnehmungen haben sich enorm vertieft. Vielleicht waren sie schon immer so, nur für mein Bewusstsein vernebelt, weil so viel Denken davor stand.

Das Leben hat etwas für mich vorgesehen. Ich fühle mich mit diesem Plan verbunden. Ich bin genau da wo ich sein soll.

Polaritäten von Energie  ("Der Weg zum wahren Reiki-Meistern" - Andreas Dalberg)

Polaritäten von Energie
(aus „Der Weg zum wahren Reiki-Meister“ – Andreas Dalberg)

Bewegung von Energie ("Der Weg zum wahren Reiki-Meister" - Andreas Dalberg)

Bewegung von Energie
(aus „Der Weg zum wahren Reiki-Meister“ – Andreas Dalberg)