Erfahrungen mit regelmäßiger Mantra-Praxis, Teil 2

Die Erfahrungen von Tag 1 bis Tag 15, sowie Erläuterungen findest du hier.


Tag 16

Angstgefühle gab es nur ganz schwach im Hintergrund. Keine Gedanken zum Nachbarn. Vielleicht wurde die positive Sicht und Haltung, durch die Kommentare im Beitrag gestärkt.(?)
(damit sind Kommentare aus dem 1. Teil gemeint)

Tag 17

Irgendwie bekomme ich wieder Probleme mit fehlender Luft (vielleicht niedriger Kreislauf) oder etwas wühlt mich auf. Hitze im Wurzelchakra.

Tag 20

Die letzten beiden Tage lief nichts. Dafür hatte ich das erste Mal zu Hause zwischendurch den Impuls laut los zu singen. Wurde innerlich immer ausgebremst. Das Ganesha-Mantra ist kein Mantra, an das ich mich textmässig im Alltag erinnere. Das geht mir mit anderen Mantren anders.

Hat heute geholfen, wieder mehr bei mir anzukommen.

Tag 21

Wenn ich mich auf das Gefühl des Vertrauens einlasse und dabei die Gedanken loslasse, spüre ich, wie egal es ist, wie meine Stimme klingt. Dann ist da einfach Hingabe.

Tag 22

Heute wieder mehr Gedanken, die von der Hingabe ablenken. Spüre Angst.  Gestern Trigger beim Zahnarzt. Erinnerung an Vertrauensmissbrauch durch Vertrauenspersonen und Verständnis dafür, dass da heute wieder die Angst, mich fallen zu lassen, vorne ist. Gebe mich dieser Angst hin. Gebe diese Angst mit dem Gesang an etwas Größeres ab. Solarplexus zieht sich zusammen und ein Schluchzen und Weinen steigt kurz auf.

Tag 27

4 Tage lang nicht gesungen. Besonders gestern starke Abwehr gespürt, fast Ekel und mich darauf eingestellt, dass ich das ganze beende. Die letzten drei Tage auch keine Klopfakupressur. Dann heute wieder geklopft und sehr viele Gefühle haben sich sehr groß entladen, unter anderem ein Meer von Trauer. Danach hatte ich wieder Zugang zum Singen und habe vor mich hin geträllert.

Da sich dieses Mantra nicht eingeprägt hat, es nicht im Alltag alleine kommt (so wie manch andere) und sich die Thematik des Vertrauen-Angst-Urvertrauen-gesehen zu werden-mit meinem Ausdruck richtig zu sein, fortwährend als Wellenverlauf und unverändert zeigte, höre ich damit auf. (Als ich eben nochmal die letzten Tage gelesen habe, dachte ich, ich müsste eigentlich weitermachen – aber ich will die Abwehr nicht brechen)

Es war eine interessante Erfahrung, festzustellen, dass auch mit Gesang an Themen gearbeitet werden kann. Ich will nicht ausschließen, dass eine längere Praxis da noch etwas bewegt hätte.

Es wird sich auf alle Fälle weiterbewegen, da auch andere Werkzeuge dort anknüpfen.

Und Singen werde ich auf jeden Fall auch weiter, so wie es kommt, was mir gerade über den Weg läuft. Es soll ja auch Spaß machen und nicht in Zwang ausarten. 🙂

Gott ist ein Gefühl

Zögere dies in Worte zu fassen. Worte können es nicht fassen. Sprache ist immer polar und trennend, damit lassen sich Einheitserfahrungen grundsätzlich nicht über Sprache vermitteln.

Vergesst alles was ihr euch zu diesen Worten denkt, was ihr euch vorstellt. Diese Worte sind nur mit dem Herzen zu fühlen. Vergesst alles war ihr euch unter dem Wort Gott vorstellt. Vergesst Formen, Bilder, Gedanken, Ideen, Geschichten. Gott ist ein Gefühl. Gott ist ein Zustand. Und wiederum auch nicht.
ER/SIE/ES hat mich berührt. Ich habe Gott erfahren, mitten in meinem Herzen, mitten in meinem ganzen Sein. Ich weine – es fehlen Worte. Ich versuche es mal mit Schmerz, Liebe, Dankbarkeit, Ehrlösung, Freude, Unendlichkeit, Mitgefühl. Alles zusammen und noch viel mehr.

So unerwartet. Ich schaute einen Film. Wie mir zum Ende klar wurde, eigentlich nicht den Film von dem mir jemand erzählte. Der Titel („Stigma“) viel mir nicht mehr ein und ich stolperte über „Dogma“ und verwechselte diese beiden Filme. „Dogma“ ist eine sehr flache Komödie, die, wie ich glaube den Film „Stigma“ etwas auf den Arm nimmt. Am Ende des Filmes, den ich eher nur halbaufmerksam schaute, da wie gesagt nicht sehr tiefgängig, erscheint Gott (Alanis Morissette) als Frau auf Erden, nimmt einen gefallenen Engel in den Arm und vergibt ihm, alles ohne Worte.
Mich berührte es so heftig, dass ich in Tränen ausbrach, völlig überrascht war und nichts verstand. Der Film war zu Ende, ich weinte weiter, fühlte mich tief im Herzen getroffen. Legte mir intuitiv den Song von Fayzen „Paradies“ auf und dann fühlte ich IHN/SIE/ES/MICH.

Ich fühle den Schmerz des Getrennt-seins in meinem Herzen, getrennt sein vom Leben, der Existenz, vom Ur-Grund, von Gott. Ich erkenne diesen Schmerz sofort in all meinen Beziehungserfahrungen wieder. Ich fühle die Ur-Trennung vom Sein, die in diesen Erfahrungen lediglich wiedergespiegelt ist. Ich fühle die Illusion dieser Trennung, da ich gleichzeitig Gott darum herum, durch mich hindurch, in mir spüre. Ich spüre das Lachen, das Lieben der Einheit. Fühle grenzenloses Ganz-sein, um das kleinere Getrennt-sein-Gefühl.

Und auf einmal fühle ich auch eine andere Botschaft, die andere Aussage hinter den Worten des Songs, fühle ich Gott in diesen Worten. Höre mit dem Herzen was mit ‚draußen‘ und ‚drinnen‘ gemeint ist. Fühle, wie sich meine Erfahrung in den Worten von ‚Paradies‘ und ‚Liebe, die sich in allen Spiegeln spiegelt‘ selbst wiederspiegelt.

So groß… so unglaublich groß und heil!

Öffnung in alle Richtungen

Ich liege heute Morgen im Bett, resümiere den gestrigen Tag und bin schwer beeindruckt, was sich da alles in mir bewegt hat. Innere Arbeit kann so aufregend, spannend, vielfältig, bewegend, erweiternd, anstrengend und nährend sein (und bestimmt noch mehr). Würde mich jemand fragen was ich den gestern so gemacht habe, ist das völlig unspektakulär. Ich war bis zum späten Vormittag zu Hause und habe nichts getan außer kochen, essen, am PC sitzen, auf der Couch liegen, um dann abends zum Yoga zu gehen und danach zum Geburtstag meiner Oma.

Was sich in meinem Inneren am Vormittag bewegt hat steht schon hier.

Ich war zwei Wochen nicht beim Yoga. Diesmal war alles sehr ungewöhnlich, im Vergleich zum letzten Mal und überhaupt davor.

Mein Körper fühlte sich schwimmend an, nicht stabil, mir war die meiste Zeit übel und schwindelig. Daneben gab es eine neue Art der Ruhe, aus der heraus ich alles dies betrachtete. Ich machte mir keine Sorgen darüber wie es sich anfühlte und fühlte gleichzeitig sehr präsent.

Ich erkannte meistens sehr schnell, wenn ich etwas wollte, was aber im Moment nicht ging und begegnete mir dort mit einer ungewohnten Weichheit, was ein Loslassen möglich machte. Auch neu dabei war, dass dann kaum Angst entstand, dass der Lehrer eingreifen würde, wenn ich nicht tue was er sagt.

Die nächste Überraschung war dann, als meine Beine doch tatsächlich für kurze Zeit in der Übung des schlafenden Tigers alleine getragen wurden. Das erste Mal in einem Jahr und zehn Monaten. Ich habe mich völlig frei in diese Position begeben. Kein Wollen, kein Suchen, kein Ziel, keine Angst zu scheitern, es nicht zu schaffen. Und ich fühlte ein Vertrauen in meinem Bauch, welches vorher so noch nie da war. Der Moment war kurz, doch er war da und unglaublich schön. Das sind diese Momente immer, schön… wie eine Erleuchtung, wenn  man etwas findet (oder gefunden wird), wonach man aufgegeben hat zu suchen.

In der Abschlussmeditation fühlte ich mich mir selbst gegenüber ganz unbekannt. Ein sehr merkwürdiges Gefühl. Wer bin ich eigentlich? Wie als wenn ich aus dem was ich war herauswachse, die Fäden der Vergangenheit, die mich lenken, einen nach dem anderen kappe und sich damit auch mein Selbstgefühl verändert. Die Vergangenheit verliert ihren Einfluss, zieht sich langsam aus dem was man ist zurück, trennt sich von mir. Es bleibt ein Gefühl mir selber fremd zu sein oder besser, mir selber neu zu sein. Mich selbst noch nicht zu kennen. Sehr merkwürdig. Mit dem Öffnen der Augen hat sich das etwas gelegt.

So, und dann der Geburtstag. Wow, so hab ich mich noch nicht erlebt. Ich fühl mich den meisten Familienmitgliedern fremd und fern, auch meinen Großeltern. Mit meinem Opa habe ich noch nie ein offenes Gespräch auf Augenhöhe geführt. Wir steckten wohl beide immer in unseren Rollen fest. Diesmal war alles anders. Er bat mich, mich zu ihm zu setzen, neben ihn auf die Couch. Ich saß ganz nah. Wir berührten uns auf ganzer Linie. Er nahm meine Hand und hielt sie fest, auch mal mit beiden Händen. Oder er legte seinen Arm um meine Schultern und strich mir mit der Hand über meinen Hinterkopf. Sein Gesicht war so dicht an meinem, dass ich eigentlich immer nur in ein Auge sehen konnte. Sein Atem berührte mein Gesicht, schwer und süß vom Alkohol. Das ist etwas, was ich sonst nicht ertragen hätte und hart, verschlossen und zurückgezogen reagiert hätte, mit absolutem Fluchtimpuls. Doch diesmal tat sich alles in mir auf. Mein Herz war offen. Ich spürte Nähe, ehrlich Worte und konnte all das zulassen und zurückgeben. Ich konnte ohne Hemmungen in seine Augen schauen, ebenso seine Hände halten, meine Hände auf sein Bein legen. Es floss Zuneigung hin und her. Ich war so berührt. Alte Geschichten tauchten auf (ich war überrascht, was immer noch in seinem Kopf dazu geblieben ist). Das erkennen in uns, dass wir noch nie so gesprochen haben. Zuhören. Recht geben. Schuld nehmen. Ich fing vor Emotionalität an zu zittern.

Er bat mich Kontakt zu meiner Oma aufzunehmen. Sie mache sich Sorgen. Sie höre so wenig von mir und traue sich nicht mich anzurufen. Könne das aber selbst nicht zeigen. Sie würden vielleicht nicht mehr lange leben. Auch hier musste ich nicht in die Abwehr gehen. Ich konnte zulassen, dass andere sich um mich sorgte, ohne mich verantwortlich oder verpflichtet zu fühlen. Auch für meine Oma tat sich mein Herz auf.  Ich konnte sie wahrnehmen in ihrer Sorge und hatte das Bedürfnis sie in den Arm zu nehmen. Ich bat sie später zu mir, so dass uns niemand sah. Und da sie von dem Gespräch und meinen Empfindungen mit meinem Opa nichts mitbekommen hatte und mir so auch Worte fehlten, fragte ich sie einfach, ob ich sie mal in den Arm nehmen dürfe. Sie war völlig irritiert und konnte nicht auf mich zukommen, so neu war die Situation (auch für mich). Ich nahm sie trotzdem sanft in den Arm und sagte, dass ich gerade keine Worte hätte, aber Opa mit mir gesprochen hat und ich die nächste  Tage mal zum Kaffe vorbei kommen will, um mich in Ruhe ohne Familientrubel auszutauschen. Sie blieb sehr sachlich und gefasst.

Ich bin gespannt auf dieses Treffen und habe auch ein bisschen Angst, weil ich die Wahrheit sprechen will. Die Wahrheit ist, dass ich mich in der Vergangenheit dieser Familie nie nah gefühlt habe und aktuell sich darin etwas verändert. Die Wahrheit ist, dass es nicht meine Aufgabe ist, ihr ihre Sorgen zu nehmen. Und das sie jederzeit den Kontakt suchen kann, wenn sie wissen möchte, wie es mir geht (hat sie bisher nie getan). Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn meine Oma in der Lage wäre, auch über ihre Empfindungen unsere Beziehung betreffend sprechen könnte. Ich glaub nicht so richtig daran, aber mal sehen.

Das Leben ist ein Gefühl

Meine Güte, ich bin die letzte Woche energetisch ganz schön gebeutelt. Das zieht sich durch alle Ebenen von Körper, Gefühl und Verstand.

Gefühl

Es kam mir innerhalb weniger Tage so vor, als ob ich ständig zwischen verschiedenen Altersstufen hin und her gesprungen bin. Von ganz klein sein, zu schwach zum Laufen. Liegen wollen. Warm und geschützt sein wollen. Bedürfnisse nach gefüttert werden. Grießbrei essen. Märchenfilm schauen wollen. Große Nähe- und Berührungssehnsüchte. Gehalten werden wollen.

Dann voller Entdeckerdrang und unglaublicher Bewegungslust. Verspieltheit. In Momenten ganz eintauchen, darin treiben.

Dann war ich unheimlich cool und lässig, mit einer ordentlichen Portion Rebellion und Wut im Bauch.

Insgesamt eine sehr schwierige Phase, da ich immer wieder neu schauen musste, was jetzt ansteht, wie ich damit umzugehen habe. Anstrengend und Herausfordernd.

Nach dieser Phase kam dann eine energetische Öffnung.

SonnenaufgangNach nur 4 Stunden Schlaf bin ich wach, stehe in eine Decke gehüllt auf meinem Balkon und bin überwältigt von tiefen Lebensgefühlen. Alles fühlt sich weit und offen an. Ich, die Welt. Der Morgen dämmert. Das schwache Licht fängt an die Sterne zu erobern. Und ich will raus. Raus in diese Fülle. Will alles aufsaugen. Will den Sonnenaufgang sehen. Will die kühle Morgenluft tief in mich einatmen. Will in den Wald. Will ans Wasser. Ich schnappe mir meine Kamera und verlasse glückselig das Haus. Alles hat Bedeutung. Sogar der Zigarettengeruch im Hausflur fühlt sich tief an.

Ich denke darüber nach wie anders doch alles sein kann, obwohl eigentlich nichts anders ist. Der gleiche Moment, der gleiche Ort, die gleiche Zeit kann gar nichts bedeuten oder alles bedeuten. Anders wird es durch das Gefühl dazu. Das Leben ist ein Gefühl. Ich bin das Instrument, das das Leben zum Klingen bringen kann. Manchmal passiert es einfach wie jetzt. Manchmal kommen Mißtöne heraus und manchmal bleibt es stumm.

SonnenaufgangIm Wald prasseln unzählige Gerüche auf mich ein, die hunderte von Erinnerungen aus der Vergangenheit, in Verbindung mit der Natur heraufbeschwören. Keine Erinnerung wird konkret. Alle fügen sich zusammen zu einem Gefühl und gleichzeitig zu so vielen Gefühlen. Ich fühle Heimat in mir, um mich herum. Ich bin zu Hause. Tiefe Verbundenheit. Eins-sein mit dem Jetzt. Erfüllt sein von allem. Unglaublich. So habe ich noch nie gefühlt. Voller Vorfreude auf den Sonnenaufgang, renne ich fast los und kann es kaum erwarten. Am Wasser empfängt mich Stille und Nebel. Es ist so verdammt lange her, das ich bei solchen Naturschauspielen dabei war. Das wird mir schmerzlich bewusst und wie sehr ich mich nach so etwas sehne.

Vögel sitzen ungewöhnlich nah bei mir, fliegen nicht weg. Mir kommen Walt Disney-Phantasien. Vögel die sich vertrauensselig auf meinen Schultern niederlassen. Rehe die ihre Köpfe in meine Hände schmiegen. 🙂

Ich komme mir auch ein wenig irre und durchgedreht vor. Wenn ich mir jetzt selbst begegnen würde, würde ich sagen: „Ey Alter, gib mir auch was von dem Zeug, das du genommen hast.“

Und ich erwische mich auch dabei, wie ich diese Glückseligkeit festhalten will. Es soll nicht aufhören. Es soll nie wieder aufhören. Darüber muss ich lächeln – ich alter Gefühlsjunkie.

Sonnenaufgang

Körper

Darauf folgte eine Phase (die immer noch anhält) in der ich auch in meinem Körper unglaublich viel strömen spürte.

Meine Hände sind oft heiß und fühlen sich aufgeladen an. In einer Nacht kann ich kaum einschlafen, weil ich diese starke Schwingung im Körper habe, besonders im Becken. Als wäre ich an eine Stromquelle angeschlossen. Und wenn meine Hände irgendwo aufliegen, dann wird es noch stärker. Sehr unangenehm, schwer auszuhalten. Ich stehe auf und suche die Unterlagen zum Lichtkörper-Prozess heraus. Als Erklärung für diese Empfindungen steht dort, dass die Energiefelder schneller schwingen, als der physische Körper. Man könne die Schwingung verlangsamen in dem man sie schwer macht. Also lege ich mich wieder hin und versuche irgendwie in meiner Vorstellung dieses Gefühl schwer zu machen. Dann schicke ich noch eine Bitte an die Geistige Welt es erträglich zu machen, damit ich schlafen kann und voila, die restliche Nacht war kein Problem.

Auch in der Meditation kommt es zu starken Empfindungen, wenn ich meine Hände auf Energiezentren auflege.

Ich bin gespannt wie es weiter geht…

Was ist meine Lebensaufgabe?

Dieses Thema landet gerade wieder auf ganz unterschiedlichen Wegen auf meinem Tisch und veranlasst mich zum tieferen Ergründen. Meine Lebensaufgabe steht für mich in enger Verbindung mit der Findung meines beruflichen Weges.

Erst tauchte das Thema in meinen Gefühlen auf. Etwas will sich weiter bewegen, den aktuellen Zustand wieder verändern (Friedhofsgärtnerei), weitergehen, sich neuen Herausforderungen stellen.

Dann wurde es in der letzten Therapiestunde angesprochen – mein Suchen.

Gestern sah ich mir das Engelorakel für diese Woche an (http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ylFYcdczCT4) und stolperte auch dort über das Thema der beruflichen Veränderung.

Heute griff ich mir spontan ein schon gelesenes Buch aus meinem Regal und sah auch hier die Frage nach der Lebensaufgabe.

„Was ist meine Lebensaufgabe?

Zu leben.

„Das ist alles?“

Das ist alles.

… Ich habe die Frage nach dem Sinn meines Lebens selbst hundertmal gestellt: an Channels, an Astrologen, an Schamanen, an Hellsichtige, an Freundinnen und Freunde. Ich habe in meinen Gebeten und Meditationen Gott gefragt und jeden Engel, der in meine Nähe kam. Ich weinte diesen Satz in den Sternenhimmel und ließ ihn tränenreich auf die heilige Erde sinken. Ich hoffte auf eine Richtung, eine Weisung, die sich einfach in einem Satz zusammenfügen lässt:

          „Deine Aufgabe ist es, mit Tieren zu kommunizieren.“

          „Deine Aufgabe ist es, kranken Kindern zu helfen.“

         

Doch es kam und kam einfach keine Antwort.“

(Erleuchtung, Sex und Coca-Cola; S. 223-225; Sabrina Fox)

Ja, genau so ist es. Lustig. Genau so fühlt es sich. Warum bekomme ich verdammt noch mal keine Antwort? Bevor ich dieses Buch in den Händen hatte, lauschte ich selbst mit dieser Frage nach meiner Lebensaufgabe in mein Innerstes. Als Antwort kam: mich Verbinden, mit allem in mir und allem was mich umgibt. Mir fiel eine Notiz ein, die ich 2011 während meines stationären Klinikaufenthaltes machte. Auch dort quälte mich schon die Frage nach dem Wohin, nach meiner Aufgabe. Auf dem Zettel steht: „Lebensaufgabe – Selbstverwirklichung, ohne mich in anderen zu verlieren und ohne andere zu verlieren.“ Ähnliches Thema, nur weiterhin unklar, wo mich das beruflich hinführt.

So viele Impulse gab es bisher.

* Einigen bin ich gefolgt und sie endeten im Nichts oder im Unmöglichen.

Dabei wollte ich an vergangenen positiven Gefühlen und Erfahrungen anknüpfen, die ich in der Erlebnispädagogik und in Outdoorurlauben hatte. Ich informierte mich zu Umschulungsmöglichkeiten und Ausbildungen als Wildnisführer oder Natur- und Umweltpädagogen. Kurz tauchte auch die Idee des Suchttherapeuten auf, da ich selbst betroffen bin und viele Erfahrungen mitbringe.

* Einigen bin ich gefolgt und sie zeigten mir, was es nicht ist.

Ich schnupperte kurz ehrenamtlich beim Naturschutzbund hinein.

* Einige entpuppten sich bei genauerer Betrachtung als etwas anderes, als ich dachte.

Z.B. meine Vision von einem eigenen Garten und dem Arbeiten im ökologischen Anbau. Ich stellte mir einfach vor, wie es wäre, wenn ich jetzt in diesem Moment einen Garten hätte. Was ich fühlte war maßlose Überforderung. Ich habe einen Balkon und beschloss, mich erst mal dort auszuprobieren. Später erkannte ich diese Vision als Metapher dafür, dass ich mich in meinem Inneren nach Freiheit und Selbstbestimmung sehne.

* Einigen Impulsen bin ich gefolgt und sie passten für eine gewisse Zeit und irgendwann dann nicht mehr.

So geht es mir gerade mit der ehrenamtlichen Arbeit in einer Friedhofsgärtnerei.

* Einige sind so unkonkret, dass ich ihnen nicht folgen kann.

Da fühlte ich erst: nicht mehr in der Sozialen Arbeit. Ich habe keine Lust mehr mich um andere zu kümmern, für andere die Verantwortung zu übernehmen. Überhaupt am liebsten kein Menschenkontakt. Seit einer Woche dreht es sich und ich spüre einen Zug zurück zum Zwischenmenschlichen und das Gefühl, etwas arbeiten zu wollen, wo ich mich mit meinem Herzen verbinden kann, mit meinen Sinnen und mit meinem Körper.

Reaktion auf meine letzte große Entscheidung: „Wenn sie jetzt kündigen und nach Werkstattmöglichkeiten schauen, mache ich mir Sorgen, wie das in ihrem Lebenslauf aussieht und ob es nicht ihren späteren Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt erschweren wird.“ Ja, möglich. Doch wo führen mich solche Gedanken, Ängste, Befürchtungen hin? Führen sie nicht weg vom aktuellen Moment und der Frage, was jetzt am dringendsten, am passendsten ist? Halten sie mich nicht in einer Angst gefangen, eine Angst die die Zukunft betrifft und die niemand vorhersehen kann? Ich habe die Stelle trotz dieses Einwands aufgegeben und sehr deutlich in den folgenden Wochen und Monaten gefühlt, dass das die richtige Entscheidung war. Auch wenn ich nicht leistungseingeschränkt gewesen wäre, war ich grundsätzlich im Herzen dort unglücklich. Es war nicht meins. Es hat nicht gepasst. Und nichts ist schlimmer als unglücklich zu sein. In dieser Situation waren mir alle kommenden längerfristigen Konsequenzen egal. Und im Herzen habe ich nicht an negative Konsequenzen geglaubt und fühle auch heute noch so etwas wie: Es wird schon alles gut gehen.

Es bleibt also unkonkret und das will ich mir erlauben. Ich will mir erlauben Erfahrungen zu sammeln, mich nicht festlegen zu müssen, auszuprobieren. Wie sonst soll es auch gehen? Ich will dem Fluss des Lebens vertrauen. Er wird mich schon führen. Tief eintrainiert ist eine andere Stimme. Eine Stimme die fordert sich mal langsam zu entscheiden, anzufangen wieder einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, Geld zu verdienen, nicht faul auf der Haut herum zu liegen und wünsch-dir-was zu praktizieren. Das sind die Stimmen in mir, das sind die Stimmen der Gesellschaft, das ist die Stimme des Systems. Und doch umgeben mich verschiedene Informationen und Rückmeldungen von außen und auch von innen, die mich in dem was ich tue bestätigen.

 „Die Krankheit ist ein Ausdruck Ihrer unerfüllten Sehnsucht. Benutzen Sie deswegen Ihre Krankheit zuallererst, um sich die Freiheit zu geben, das zu tun, was Sie schon immer tun wollten, derjenige zu sein, der Sie immer sein wollten, und sich in Ihrer tiefsten, weitesten und höchsten Wirklichkeit zum Ausdruck zu bringen.“ (Licht-Heilung; S. 40; Barbara Ann Brennan)

„Ich finde, du hast dir nun eine wunderbare Oase der Freiheit und Entwicklung geschaffen, in der Zeit für die ganzen Erfahrungen ist, die du jetzt machst.“ (E-Mail einer Freundin)

„Wer nicht in diese Welt zu passen scheint, ist nahe daran, sich selbst zu finden.“ Hermann Hesse

Puh, das war jetzt anstrengend und ich kann überhaupt nicht mehr erfassen, was ich hier gerade alles zusammengefügt habe. Nich schlümm… wird schon Sinn machen… 🙂

Mit dem Fluss fließen

Es wird draußen dunkel. Ich fühl mich verbunden mit mir und meiner inneren Stimme. Sie sagt raus. Raus, sofort! In den Wald. Irgendwo hinlegen und Wald fühlen, mich fühlen, erden. Nicht irgendwo. Ich weiß an welcher Stelle. Das Verlangen ist wichtiger, als alle Ängste. Da hinlegen wo dich alle sehen? Bist du verrückt? Und außerdem ist es schon spät. Egal. Zielstrebig und zügig mache ich mich los.

Draußen. Oh! Ob es gleich regnet? Wunderbar! Ist mir recht. Im Wald. Es fängt an zu regnen. In Strömen. Hinlegen passt nicht. Hinsetzen. Fühlen wollen. Viel fühlen wollen. Ich suche nach viel fühlen. Ich versuche das Viel-fühlen-wollen loszulassen. Es ist nicht so wie ich es gerne hätte. Ich fühle nicht so viel, wie ich es gerne hätte. Aber ich finde das okay dazu. Ich fühle das was da ist. Im Raum zwischen meinem Körper und den Dingen im Außen. Da bin ich. Das ist okay. Da bleibe ich. Ich lasse die Augen etwas offen, da ich weg bin, wenn ich sie schließe. Der Regen durchnässt mich, trotz Baum über mir. Ein Feld öffnet sich. Ich öffne mich zu einem Feld, größer als mein physischer Körper. Um meinen Kopf herum oder davon ausgehend. Der Körper bleibt fern. Ohne mein Zutun steigt Freude auf. Ich spüre Regentropfen. Alles ist gedämpft. Aber es ist okay. Ich bin voller Freude. Fange an zu lächeln. Ganz von alleine. Fühle ein großes Lachen wollen. Fühle leben und lachen. Fühle ein lachendes Jauchzen aufsteigen. Ich kann es mir noch nicht erlauben. Es ist okay so.

Ich umarme den Baum unter dem ich saß. Bedanke mich. Auch hier komme ich nicht sehr tief in Kontakt mit meinem Herzen, wie sonst zu anderen Zeiten. Es ist okay. Ich laufe nach Hause. Das Lächeln weicht nicht aus meinem Gesicht. Ich bin glücklich, obwohl ich nicht ganz da bin. Laufe durch den Regen. Weiche Pfützen aus. Wieso weiche ich den Pfützen aus? Meine Füße wollen barfuß durchlaufen. Okay. Dann tun wir das jetzt. Ich ziehe die Schuhe und Socken aus. Herrlich. Ich freue mich noch mehr. Ein breites Grinsen. Es ruft in mir: schaut her, ich traue mich, ich genieße, ich lebe. Ich stehe an der großen Kreuzung. Autos halten. Sehen mich. Ich grinse weiter. Die Scham, die Furcht bleiben im Hintergrund. Was tut sie nur? Erfüllt und zufrieden komme ich klatschnass zuhause an. Das hat gut getan!

Puzzleteile und das Ganze

Ein erfahrungsreicher Tag heute. Intensive Prozesse laufen. Puzzleteile fügen sich zu einem Ganzen.

Erfahrungen

Die neue Übung morgens den dritten Tag. Ich habe meinen Weg damit gefunden. Mir versprochen, mindestens 2 Wochen diese Übung für 10 Minuten. Nicht mehr und nicht weniger. Nicht erhöhen, aus dem Zweifel, dass es zu wenig ist. Nicht unter Druck setzen, mehr machen zu müssen (wie andere es sagen). Mir das erlauben. Mir treu bleiben. So fühlt es sich gut an.

Ich liege heute in dieser Übung, dem schlafenden Tiger. Auf dem Rücken, Beine leicht gebeugt in die Luft gehalten, Hände auf dem Unterbauch und durch den Mund mit „Haaah“ ausatmen. Bewusstsein immer wieder in den Unterbauch lenken. Alles wahrnehmen, nichts sein, nur beobachten. Nicht mit dem Körper identifizieren und dem was sich da tut an Schmerzen, Anspannung, Zittern.

Ich spreche innerlich mit mir. „Meine Beine werden getragen. Ich vertraue.“ Ich versuche in die Atmung und meinen Unterbauch loszulassen. Parallel eine andere Stimme in meinem Kopf, in meinem Körper. Ein Wimmern. „Ich kann das nicht schaffen. Da siehst du? Mein Becken fängt wieder an zu kippen. Meine Muskeln fangen an zu zittern. Ich kann meine Beine nicht mehr halten. Ich kann das nicht! Ich werde das nicht schaffen. Ich glaube nicht daran. Nie und nimmer.“ Dieses Gefühl, diese Worte kommen aus meinem Unterbauch. Es fängt an zu weinen. Ich weine während ich weiter die Beine in die Luft halte (Wahrnehmung am Rande: das Halten geht auf einmal ganz einfach). Dieses Gefühl beinhaltet das gesamte fehlende Vertrauen, den gesamten fehlenden Glauben in mich selbst, über diese Übung hinaus. Es erinnert sich ein Leben lang, an jedes Alter in dem Erinnerungen möglich sind, vom Kindergarten bis heute, dagewesen zu sein. „Ich kann das nicht. Ich kann nichts. Ich werde scheitern.“ In mir ein Kind mit gesenktem Kopf, hängenden Schultern, innerlich weich, ohne Widerstand. Unbeweglich, zusammengefallen, zurückschreckend vor jeder neuen Erfahrung, Herausforderung, Aufgabe. In sich selbst verkriechend, um Schutz zu suchen. Auflösen. Später, auf diese Gefühle bauen andere auf. „Ich bin schlecht, weil ich nichts kann. Ich bin schuld, das ich nichts kann.“ Wie traurig, dass es sich so fühlen muss. Es tut mir leid. Es tut mir weh.

Nach dieser Erfahrung fühle ich mich zwar sehr gerädert, doch auch befreit. Etwas hat zusammen gefunden. Mir fällt die enge Verknüpfung von meinen Gedanken und Gefühlen auf. Gefühle entstehen bei mir oft erst über Gedanken.

Zusammenhänge

Am Nachmittag. Meine Gedanken treiben immer wieder um diese Erfahrung. Suche in meiner Vergangenheit. Wann bin ich an was so massiv gescheitert? Wann musste ich etwas tun, was ich nicht konnte? Wo habe ich das Vertrauen verloren, in mich? Es muss früh gewesen sein. Mir fällt der Unfall ein, mit 2 Jahren.

Ich krame in Notizen meiner Eltern (toll, dass ich so etwas habe). Mit ca. 1,3 Jahren unsicheres Laufen, mit 1,8 Jahren sicheres Laufen. Mit ca. 1,3 Jahren Gewöhnung ans Töpfchen. Dann mit 2,1 Jahren ein Sturz, mit Oberschenkelhalsfraktur. 3 Monate das Becken komplett in Gips, inklusive das ganze rechte Bein und das halbe linke. Nur noch Krabbeln möglich und wieder durchgängig Windeln benutzen.

Dieser wahnsinnige Schmerz vom Sturz? Erzählungen von großer Unsicherheit, als ich nach der Gipsabnahme laufen sollte. Eine neue Ängstlichkeit, von der berichtet wurde, die vorher nicht existierte. Eine Ängstlichkeit meinen Fähigkeiten zu vertrauen? So grundlegend? Es würde passen. Ich spüre weiter nach. Ich soll etwas tun, was ich nicht kann. Laufen? Ein Schmerz der mich aus meinem Körper treibt? An diesem wichtigen Entwicklungsschritt scheitern? Auf eigenen Beinen stehen? Es passt immer noch.

Was machen Kleinkinder mit Schmerzerfahrungen?

Heute. Die Verkrampfung im gesamten Darm. Das Halten im Becken. Das allgemeine schwere Loslassen in meinem Körper. Nicht loslassen können in Lustempfindungen. Das Misstrauen gegenüber Körpergefühlen. Davor zurückschrecken. Rein und gleich wieder raus. Durch diesen Unfall? Mir fällt auch ein Traum mit einem Rollstuhl ein. Ich hätte aufstehen können. Wollte es aber nicht. Wollte sicher bleiben.

Ich habe keine konkrete Erinnerung. Die Verbindungen entstehen gerade im Kopf. Doch es fühlt sich so verdammt stimmig an.

Auswirkungen

Ich versuche, während ich an einer Schachfigur feile, weiter meinen Unterbauch zu fühlen. Und oho, welch Wunder… er ist wirklich fühlbar. Dadurch veränderte sich meine gesamte Haltung und mein Gefühl. Ich arbeite nicht mehr über den Kopf, sondern mit dem Bewusstsein im Körper. Meine Schultern sackten nach unten, entspannten sich (mein Gott, ich wusste gar nicht, dass die die ganze Zeit oben sind). Mein Rücken richtet sich selbstständig auf, in eine gesunde, wohltuende Position. Meine Atmung ging tief. So hat das alles richtig Freude bereitet, wo sonst viel Konzentration und Anspannung war.

Neulich in der Nachbarschaft

Ich treffe im Hausflur meine Nachbarin, welche unter mir wohnt. Nach dem freundlichen Hallo, fragt sie mich doch tatsächlich wie es mir geht. Das kam noch nie vor und hat mich völlig überrumpelt. Da ich in diesem Moment tatsächlich sehr erschöpft war, lies ich mich als Spontanreaktion zu einem körperlichem Zusammensacken und einen Seufzer hinreißen, worauf schon mittendrin ihre Antwort folgte: „Nicht so gut, hmm.“ Eher als Feststellung, als eine Frage. Oh je, mir fällt mein Weinen von heute Morgen ein, welches schon im Bett begann und mich ein Weilchen begleitet hat. Für mich nicht mehr ungewöhnlich.

Hat sie es gehört? Hat sie all das Weinen der vielen, vielen Monate gehört? Immer lebe ich mit der Furcht, was wohl meine Nachbarn von meinen emotionalen Ausbrüchen mitbekommen und welches Bild bei ihnen von mir entsteht. Die Wände sind sehr dünn.

So, da bin ich nun in dieser Situation, wo klar wird, ich werde gehört. Und in der Reaktion meiner Nachbarin wird für mich deutlich, dass sie glaubt, mir würde es schlecht gehen. Unmöglich ihr nun zu erklären, dass ich eben weine, wenn ich weine (und das öfter) und danach auch wieder ganz glücklich und zufrieden bin. Da dieser Moment so unglaublich schnell und kurz ist und ich spüre, dass sie ihr Bild von mir hat und gar nicht mehr wissen möchte und ich auch nicht mein Wissen mit ihr teilen will, sage ich diesen völlig unüberlegten, blödsinnigen, leeren Satz: „Man muss ja.“, weil mir nichts besseres einfällt. Hach, ich könnt mich jetzt ärgern. Aber ich kann es auch lassen, weil ich weiß, dass ich damit einfach nur gesagt habe: „Vielen Dank für die Nachfrage. Das möchte ich gerne für mich behalten.“ Nur habe ich spontan die Sprache benutzt, die üblicher ist.

Meditationserfahrung II

Ein stiller, ruhe ausstrahlender Raum breitet sich unter mir aus und verbindet mich mit dem Boden. Wir werden eins – Ich und der Boden. Ich spüre eine tiefe, tiefe Stille, ein Vertrauen das sich ausdehnen möchte in diesen Raum. Ich möchte mich geben, mich hinein schmiegen, darin auflösen. Das Gefühl nimmt zu und in mir reagiert es mit einem Gegengefühl, einer ungeheuren Fassungslosigkeit, einer Abwehr, einem Winden, einen Gefühl mich übergeben zu müssen, ein Würgen und Ringen, ein Urschmerz, ein Heulen, ein Schrei der in der Kelle stecken bleibt.

Tief berührt

Unglaublich! Was für eine Dokumentation. Das ich das jetzt gerade an dieser Stelle meines Lebens sehe.

Ich weine – aus Angst, aus Freude, aus Schmerz, aus Liebe, aus einem Gefühl von mich wiedererkennen, von Wahrheit, von Erfüllung, von innerem Reichtum. Das vorweggenommene intensive Gefühl wie es wäre seine Seele ganz und vollkommen zu leben. Das vollkommene Glück.

Ich habe diesen Film nur bis Gate 2 geschaut, weil ich mich genau an dieser Stelle befinde. Ich finde mich in allem wieder was dort berichtet wird. Was für ein Gefühl! Und was für eine Herausforderung! Ich wünsche mir eine extra große Portion Mut vom Universum. 🙂