Hirnen

Ich kann es nicht anders nennen, als Kopffickerei-Phase. Es kopft und kopft und kopft. Es zerrt an der Stimmung, macht unentspannt, angespannt, unruhig, unzufrieden und eng. Es macht ewig lang schlafen, schwer wach werden, mürrisch in den startenden Tag schauen und das jeden Morgen aufs Neue. Freude ist nicht mehr zu finden. Es ist anstrengend. Es wollen sich abwertende Gedanken bilden. Es wollen sich hassende Gedanken bilden. Es wollen sich schwarzmalerische Gedanken bilden. Doch sie werden nicht konkret.

Ich glaube, ich habe mich und tue es immer noch, ganz wunderbar durch eine entstehende Krise manövriert, ohne das sie wirklich entstanden ist.

Mir ist aufgefallen, dass ich mich kaum noch mit den inhaltlichen oder äußeren Geschichten zu meinem argen Unwohlsein befasst habe, sondern den Fokus mehr auf die zugrunde liegende Energiestruktur in meinem Körper hatte. Das macht das mittlerweile jahrelange Üben der Körperwahrnehmung im praktizieren von Meditation und das immer wieder Suchen des Körperausdrucks, wenn Emotionen auftauchen.

Aktuell heißt das z.B., dass ich mich vor ein paar Tagen sehr leer, gefühlslos und gedrückt gefühlt habe. Ich hatte zwar eine Vermutung warum das so war, habe mich damit aber nicht beschäftigt, sondern blieb bei meiner Körperwahrnehmung. Dort fand ich heraus, dass ich mein Bewusstsein fast gar nicht mehr in meinen Körper kopfabwärts bringen konnte und es keine Herzempfindungen mehr gab (Mitgefühl, Selbstannahme, Liebe, Freude, Zuwendung, Verletzlichkeit), also mein Herzzentrum zu war. Zusätzlich fühlte sich meine Kopfenergie verdichtet, verklebt, schwarz und undurchdringlich an und mein Kopf wie zusammengedrückt. Alles sehr unangenehm. Aus Erfahrungswerten war mir dadurch klar, dass ich mich durch Ereignisse vollständig von meiner Energie abgeschnitten hatte, was dazu führte, nur noch im Kopf präsent zu sein, ohne Herz, was wiederum dazu führte, dass Selbsthass- und Abwertungsgedanken entstanden/entstehen wollten. Alles eine Auswirkung des blockierten Energieflusses. Ich nehme an, dass durch dieses Wissen, die Gedanken mich nicht vereinnahmt haben, immer wieder in sich selbst zusammensackten, weil es eigentlich inhaltlich nur Blasen waren, sie auf nichts Wirklichem basierten.

Auf diese Abbildung meines Energiesystems habe ich intuitiv mit sanften, unterstützenden Maßnahmen reagiert. Ich nahm mir mehrere Tage Zeit für mich, ohne äußere Ablenkungen, ohne Termine, ohne Verpflichtungen. Ich legte mir jeden Morgen gleich nach dem Wachwerden die Hände auf das Herz und ließ Reiki-Energie fließen. Ich suchte ganz vorsichtig nach Dingen, für die ich dankbar sein kann, um mein Herz zu öffnen. Ich ließ mir mit allem Zeit und versuchte meinen Fokus bei meinem Körper zu halten, um wieder zu ihm zurück zu kommen. Deshalb badete ich, machte leichte Gleichgewichtsübungen. Ständig fühlte ich in mich hinein und fragte mich, nach was mir wäre, worauf ich Lust hätte. Gab es da nichts, war das okay, dann saß ich einfach mit meinem Kaffee in der Hand (Fokus auf heiße Tasse) auf dem Balkon und ließ es zu wie es war. Oder es kam ein zaghafter Impuls malen zu wollen, dann malte ich für 10 Minuten Mandala aus, freute mich vielleicht schon mal ganz sanft und kurz darüber, bis doch die Schwere kam und das war okay. In der Meditationspraxis legte ich mir die Hände auf mein Herz und Basischakra und ließ Reiki fließen. Oder ich hob meine Schwingung an, indem ich meine aktuelle Schwingung auf einem Stab mit einer Skala festhielt und ich diese Markierung dann ganz langsam höher schob, um die Schwingung anzuheben (das funktioniert tatsächlich – bin ich selbst ganz erstaunt von). Als ich das das erste Mal tat, öffnete sich mein Herz und ich konnte weinen. Ich fühlte zwar nichts, aber ich konnte weinen. Das war sehr hilfreich, brachte etwas Weichheit zurück. Auch das „Om“ zu chanten, hilft mir gerade, da ich dabei beobachten kann, wie sich meine Energie im Körper etwas ausgleicht. Hab ich jetzt zweimal ausprobiert und finde es richtig gut. Und ich habe mir Hilfe von außen geholt, ließ mir zusätzlich Heilenergie schicken.

Während ich das alles so Tag für Tag tat, wurde es immer ein kleines Stück besser, kam ich mir nach und nach wieder näher. Und im langsamen Näherkommen, rollten sich dann auch ganz von alleine die äußeren Geschichte dazu auf, die Auslöser. Erkenntnisse kamen, Einsichten taten sich auf, Emotionen konnten gefühlt werden und fließen. Das passierte aus sich selbst heraus, ohne dass ich aktiv dort hin lenkte.

Ich bin sehr stolz auf mich und gebe mir eine 1+ in Selbstfürsorge. 😀

Eine schöne Geschichte über das Vertrauen

Oh, wie schön! Wo sich wochenlang im tiefsten Winterschlaf, nichts mehr in Richtung Außenwelt regte, wird es langsam wieder lebendig. Kleine Ideen sprießen wie bunte Blümchen auf der Wiese meiner Kreativität. Schneereste liegen noch herum. Dazwischen wird mildes, grünes Gras sichtbar, aus denen sich die Blütenköpfchen strecken. Der Frühling ist da! (Diese Metapher inspirierte mich hier) Vorfreude umspült diese Jahreszeit.

Prompt folgen Begrenzungen. Die finanziellen Mittel fehlen an einigen Stellen. Ich nehme es wahr, lasse es so sein und übe mich im Vertrauen, dass, wenn ich diese Dinge wirklich will, sie zu mir kommen werden, auf welchen Wegen auch immer. Vielleicht morgen. Vielleicht übermorgen. Vielleicht in einer Woche. Vielleicht in einem Jahr.
Die Ideen bleiben behütet und erhalten, rücken nur ein Stück zurück, bis sich zeigt, wann es an dieser Stelle weiter geht, wann ihre Zeit gekommen ist.

Und dann passieren plötzliche Dinge, dich mich in meinem Vertrauen bestärken und entlohnen.
Gestern zum Neumondtag überkam es mich meine Bücher durchzusehen und auszusortieren. Es waren nicht gerade wenige, von denen ich mich trennen wollte. Beim letzten Ausmisten vor zwei Jahren, habe ich die Bücher alle verschenkt. Diesmal hatte ich den Impuls, vorher im Internet zu prüfen, ob ich einige verkaufen könnte. Darunter war ein kleines, seeehr kleines Büchlein mit Gedichten. Das hatte ich mir von meiner Oma mitgenommen, als diese verstorben war. Ich konnte es gar nicht fassen, als ich dazu im Internet Verkaufspreise von 60,- – 140,- € fand. Soviel also zu fehlenden Geldmitteln. 🙂

Am gleichen Abend ziehe ich mal wieder eine Engelorakelkarte, mit der Frage welcher Engel mich die nächsten Tage begleitet. Und immer wieder bin ich völlig baff, wie gut diese Karten zu meinen aktuellen Lebenslagen passen. Ich zog „Serena“ mit folgender Botschaft: „Ich bin der Engel der Fülle. Du wirst das Geld bekommen, das du brauchst. Wie das geschehen wird, liegt in Gottes Hand. Hab Vertrauen.“

Heute Morgen bleibe ich bei einer Werbung für einen Monatskalender 2015 hängen, der voll schön ist und den ich total gerne hätte. Zuerst kamen die üblichen Gedanken. Denk nicht mal dran. Kannst du dir nicht leisten. Wirf den Prospekt einfach weg. Doch das Sehnen blieb stärker und ein Gefühl folgte ihm, dass ich nicht verzichten muss und vertrauen darf.
Als ich dann am Nachmittag nach Hause kam, hatte mein Opa auf den Anrufbeantworter gesprochen. Er wolle mir zu Weihnachten ein kleines Päckchen schicken (ja, etwas früh für solch einen Anruf, ich weiß 😉 ). Mein Opa hat mir noch nie zu Weihnachten etwas geschickt und auch sonst ist unser Kontakt selten! Ich freue mich über seinen Impuls und mir fällt der Kalender wieder ein. Also wenn mein Opa mir wirklich gerne etwas schenken will, dann wäre doch dieser Kalender ganz toll. Das kam mir tatsächlich alles ziemlich vom Universum eingefädelt vor. Musste ich nur noch diese ziemlich große Hürde nehmen, ihn anzurufen und mir zu erlauben, einen Wunsch zu haben und diesen auch noch mitzuteilen. Und dadaaaa! Ich bekomme meinen Kalender.

Herrlich! Gerne lehne ich mich zurück und genieße dieses Fließen auf der sanften Woge des Vertrauens.