Danke an diesen Tag

Danke für die vielen wunderschönen Blumen im Park, an denen ich ganz ungeplant vorbei gekommen bin und deren Anblick mich Lächeln ließen. Viele Schmetterlinge haben sich ebenso darüber gefreut.

Danke, dass ich die Wiese unter meinem Körper haltend fühlen konnte und das Gras so angenehm an meinen Füßen war.

Danke für die immer wiederkehrenden Sonnenstrahlen, die mir entspannte Wonnegefühle durch meinen Körper schickten.

Danke, dass ich heute so etwas wie Genuss fühlen konnte, in vielen kleinen Dingen, auch das mir das Essen heute schmeckte.

Danke an meine Freunde, die mich jeden Tag schriftlich anhören und liebe Worte schicken.

Danke an die kurze Lebendigkeit die mir die Möglichkeit verschaffte, meine Wohnung zu saugen und mich danach wohler zu fühlen.

Danke, dass mich Musik etwas gekitzelt hat und mir ein paar wohltuende Körperbewegungen verschaffte.

Danke, dass ich meinen Körper fühle.

Danke für die hilfreiche Begegnung heute und für all die professionellen Menschen die um Entlastung und Da-sein bemüht sind.

Danke für den kurzen Moment heute morgen, in dem es möglich war meine Haltlosigkeit zu halten.

Danke für jeden einzelnen kleinen Moment, in dem ich mich für etwas Größeres öffnen kann, dass mich hält.

Und danke für jede Berührung, die mir Menschen gegeben haben.

Gespräch mit Gott

Ich war heute bei der Körperarbeit…

So viel passiert…

Kopfschüttelnde, lächelnde Sprachlosigkeit. Ver-rückt, dachte ich danach.

Es ist zu frisch. Da fehlen viele Details, wegen Verarbeitungsstau.

Aber irgendwie lag ich dann da auf der linken Seite, mit einer Hand ein Taschentuch vorm Gesicht, die andere den Kopf haltend und klagte Gott an, wandte mich direkt laut sprechend an IHN/SIE/ES. Weinte sehr. War bitterlich enttäuscht. War wütend auf IHN/SIE/ES. Warum ER nicht da war. Warum ich so viel Angst fühlen musste und wo ER da gewesen war. Wie ich IHM so jemals wieder Vertrauen sollte. Wie das gehen sollte, mit so viel und so großer Angst, IHN trotzdem bei mir zu fühlen.

Es war so befreiend. Ich hatte gar keine Ahnung, dass das irgendwie Thema in mir war und ich wusste auch nicht, auf was sich das bezog, aber es wollte dringend raus und endlich war da etwas, wohin ich es richten konnte, was da blieb und sich all das anhörte. Am Ende blieb leichter Groll auf IHN und das war okay so, weil da plötzlich eine Beziehung war. Es gab ETWAS, wohin sich meine Wut, der Groll, all meine Gefühle richten konnten, ohne Gefahr.

U. hielt währenddessen meinen Rücken im Becken und auf Herz-Höhe und blieb sprachlich mit mir im Kontakt. Und da floss einiges an Energie durch ihre Hände.

Ver-rückt. Damit habe ich gar nicht gerechnet. Mein Verstand wollte sich immer einmischen und erklären, dass ich ja gar nicht an einen Gott glaubte, nicht im klassischen Sinne… blabla… 🙂

Ich fühle eine alles verbindende, übergeordnete, unpersönliche Kraft.

Aber wer weiß, auf welchen Ebenen ich da meine Beziehung zu etwas Höheren/Größerem/Leitenden geheilt habe, welche verschiedenen Leben dies betrifft.

Ich halte mich da mal mit meinem Kopf-blabla arg zurück. 😉 Weil eigentlich weiß ich gar nichts und fühle trotzdem ganz schön viel davon.

Ergibt das jetzt Sinn? Egal. 😀

Jedenfalls, als wir aufhörten, waren meine Beine immer noch weit weg, womit wir eigentlich angefangen hatten. Aber ich war so voller Energie im Becken und die wollte irgendwo hinfließen, (durch die Beine ging ja nicht) so dass ich einen Lach-/Freudeanfall bekam und schon Sorge hatte, mich nicht mehr ein zubekommen und blöd, irre grinsend und lachend in die Bahn steigen zu müssen. 😀 😀

Das hat sich GOTT 😉 sei Dank wieder gelegt.

Göttliche Berührungen

Ich lehnte mich mit dem Rücken an einen großen Baum, mit leicht schrägem Stamm und ließ mich halten. Ich war weit weg. Weg von der Welt.

Der Wind ließ die um mich herum herabhängenden Zweige, mit ihrem noch frischen, zarten Grün, in meine Richtung wiegen und plötzlich hatte ich das Gefühl, sie wollten mich trösten, mich liebkosen und beruhigen. Alles ist gut. Ich musste weinen. Es berührte mich zutiefst.  Ich war nicht mehr weit weg. Ich war in der Welt. Ich fühlte den Wald, wie er mich hielt und beschützte, meine Seele streichelte. Wäre da nicht ein Fußweg gewesen, hätte ich mich sanft in diese Zweige eingewickelt und mich dem Gefühl ganz hingegeben.  Beschützt sein. Gehalten sein. Und mir wurde bewusst, wie sehr es genau dieses Gefühl war, welches mir in der Kindheit gefehlt hatte.


Ein Online-Seminar, am Tag des Vollmondes, um den göttlichen Heilstrom zu empfangen. 30 Minuten sitzen, Stille lauschen, sich spüren, Worte hören. In friedlicher Ruhe sein. Ganz am Ende, zum Abschluss ein Musikvideo. Taizé – Behüte mich Gott. Eine Hitze durchläuft mich. Eine Gänsehaut ergreift mich. Mein ganzes Sein wird berührt und Tränen fließen. Überrascht.


Über den Glauben nachdenken, so nebenbei am Morgen im Bett, während ich mich mit meinem Körper verbinde. Ich sehe mich fallen, Rücklinks, jedoch nicht endlos, sondern landend auf einem weißlich, milchigem Grund. Ein Geistesblitz durchzuckt mich. Ja, genau!

Was ist, wenn ich glaube, so ganz und gar, mit Haut und Haaren, mich hingebe, loslasse, abgebe, führen lasse? Ja was ist, wenn ich dann erkenne, erfahre, dass der Glaube nicht wahr war, ein Irrweg, ein Trugschluss, eine Täuschung? Was passiert mit mir? Was ist, wenn ich dann zerspringe und stürze und falle und sterbe, weil es nicht mehr gibt, was vorher alles war? Bin ich bereit zu sterben, um glauben zu können?

Dieses Bild! Auch wenn ich sterbe, auch wenn ich falle, falle ich trotzdem auf einen Grund. Falle ich auf das, was übrig bleibt. Nach allem Glauben, allen Vorstellungen. Etwas bleibt, etwas ist da, auch wenn ich falle und sterbe.

Braucht es den Glauben, um ihn verlieren zu können, um daran zu sterben, um die Erfahrung des wirklich Göttlichen zu machen? Das Etwas was immer ist, was keinen Glauben braucht. Nur die Erfahrung.

So ist es geschehen.

Die spirituelle Krise aus dem letzten Jahr wird etwas klarer.

Blitzlichter aus der Tagesklinik

03.09.
Ich will keine Hoffnungen mehr gemacht bekommen!

05.09.
Ich realisiere gerade, nach 4 Jahren, dass ich eine Erkrankung habe, dass ich ein Ungleichgewicht in mir trage, welches ich durch eigene Bemühungen nicht ausgleichen kann. Das ist ein Schock!

09.09.
Ich hatte in der Verbindung zum Göttlichen und zur Erde etwas gefunden, was mir alles gegeben hat, was mir als Kind fehlte.
Und nun sagt mir jemand, das sei nicht echt, es sei sogar böse und würde mich nur täuschen und manipulieren.

11.09.
Ich schäme mich dafür, dass sich das hier so zeigt, dass ich so bin.

18.09.
Rückschläge waren nicht einkalkuliert.

20.09.
Es kommt wie es kommt, doch was ich erfahren habe, kann man mir nicht nehmen.

21.09.
Soviel Weinen und Unfassbarkeit darüber, wie es sein kann, dass ein Glaube trennt und eine Beziehung nichts zählt.

22.09.
Ihre andere Sichtweise bedroht mich.

23.09.
Erkennen von chronischer Erschöpfung/Müdigkeit/Kraftlosigkeit. Erkennen von dauerhafter Grundanspannung, Verunsicherung und Ängsten im zwischenmenschlichen Kontakt. Erstmaliges identifizieren mit der Borderline-Diagnose von vor Jahren.
Ich habe das Gefühl, ich stehe ganz am Anfang.

30.09.
Ich habe so eine Scheiß-Angst diese Bindung zu verlieren, wenn ich mich abgrenze.

02.10.
Mir fehlen Erfahrungen von Grenzen setzen/Position beziehen, ohne den Anderen zu verlieren.

03.10.
Mit mir leben – nicht gegen mich. Getarnte Selbstabwehr, versteckt hinter Fürsorge.

Es ist vorbei

Es ist vorbei.

Es ist vorbei!

Es ist vorbei?

es ist vorbei

ES IST VORBEI!!!

Es ist vorbei!

Macht das was?

Was macht das?

Kommt es in mir an?

Die Tür hat sich hinter mir geschlossen. Davor ein letzter Blick, ein letzter Händedruck (eine Millisekunde länger als sonst), ein Lächeln, ein sich alles Gute wünschen. Mein Versuch bewusst zu bleiben.

Die Tür ist zu. Die Tür ist jetzt zugegangen. Bleib hier. Nimm wahr. Die Tür ist zu und dieser Abschnitt beendet. Rein, raus. Da, weg. Mehr da, als weg. Das ist gut. Überall Fortschritte.

Wie ist das?

Was macht das?

Was passiert jetzt?

Ich bin voller Zuversicht alles tragen zu können. Mich tragen zu können.

Es ist gut.

Es ist GUT!

Wir können weiter gehen! Wir können das. Ein phantastischer, überdimensionaler Fortschritt. Wir können fliegen.

Es ist gut. Wir schaffen das – mit weinen, mit Verzweiflung, mit Wut, mit Freude, mit Erleichterung, mit Angst, mit Trauer, mit Wehmut, mit Vorfreude, mit Zuversicht, mit Lust und Kraft.

Mehr jetzt, als damals.

Überall Fortschritte.