Heilung kann nicht gewollt werden

Ich liege im Bett. Der Morgen ist schon Tag geworden. Ich fühle mich nebelig im Kopf. Und vermute, dass die Ereignisse von gestern noch wirken, sich mein System noch neu zurechtrücken möchte.

Und gleich will ich mehr.

Es war so erfolgreich! Fühlte sich so befreiend und befriedend an. Erlösung von Schuld. Einkehr in Gnade und Liebe.

Die Ahnengeschichte an dieser Stelle endlich geklärt, durch ein Telefon mit M., einer Heilerin.

Ich bin so dankbar! War ich doch zum Ende ratlos und sehr belastet davon. Fand keine Lösung und auch keinen Abstand mehr dazu. Es wollte Klärung.

M. hab ich seit einem Jahr nicht mehr gesprochen. Misstrauen meinerseits, dass Heilversprechen nicht gehalten werden.

Heute hier im Bett sehe ich, dass viele meiner Vorstellungen von Unwissenheit, von fehlenden Erfahrungen, von zu hohen Erwartungen an den Begriff Heilung geprägt waren.

Das Ergebnis – Enttäuschungen. Ziemlich viele. Meine Erwartungen waren groß.

Das rutschte auf die Beziehungsebene. Ich vertraute ihr nicht mehr. Ich mied den Kontakt, um mich vor weiteren Enttäuschungen zu schützen.

Ich liege im Bett und fühle wieder diese Anziehung. Heilung ist geschehen. M. hat Heilung herbeigeführt. Also brauche ich viel Kontakt zu M. und alles wird wieder gut, alles kann geklärt werden.

Gut das der große Knoten der Enttäuschung noch in mir sitzt und mich erinnert – so funktioniert Heilung nicht.

Ich lasse das Wollen los, verbinde mich mit dem viel größeren Leben und formuliere neue Gedanken. Ich vertraue mich dir an. Du wirst mir zeigen, wann eine Zeit ist, mir wieder von M. helfen zu lassen.

Und plötzlich fühle ich eine neue Haltung, um mit M. in Kontakt treten zu können. Anstatt über das Wollen und Erwarten von Heilung, mit der Folge des Enttäuschtseins, mich der Entwicklung zu überlassen, die möglich ist.

Was möchte hier und heute erlöst werden? Was kann gehen? Wofür ist die Zeit reif?

Akzeptanz des Nicht-Wissens. Das Heilung seiner eigenen Zeit und Logik folgt.

Letztendlich ist es ein Mysterium, wo ich nichts weiß über das Wann und Wo.

Und Vorstellungen mal so richtig daneben liegen können.

Ich fragte M., ob sie sich auch mal irrte, die Informationen die sie vermittelt bekäme, nicht immer stimmten, weil ich das vermutete.

Es kämen die Informationen, für die der Empfänger bereit wäre und das ist dann nicht immer gleich die ganze Wahrheit, wenn die noch nicht verkraftet werden kann.

Das trifft für mich zu. 2014 hätte ich es noch nicht verkraftet. Dieses Jahr war es auch nicht ohne, von der Familiengeschichte zu erfahren, doch es war die ‚richtige‘ Zeit.

Das heißt in diesem Fall, auch der Heiler selbst bekommt nicht immer die Wahrheit zu sehen, sondern sieht nur das, für das die Zeit reif ist.

Tiefer hinein

Seit Tagen purzeln mir sehr schwere Themen ins Bewusstsein und ich habe mir versucht zu erklären, dass das jetzt einfach das abgespaltene Zeugs aus der Funktionieren-Müssen-Phase der letzten Woche ist und damit irgendwann auch zum Ende kommt.

Hmmm… diese Erklärung passt gestern, heute nicht mehr. Und überhaupt, was bedeutet in der Seele, in der Psyche, im Sein schon ein Ende. Kommt mir nicht vor, als könne man das auseinander halten, wo was anfängt und was aufhört. Fängt was an, hat was anderes vielleicht noch gar nicht aufgehört und hört was auf, hat was anderes schon längst angefangen.

Trotzdem der Versuch die Kontrolle zu behalten, sich an der Horizontlinie mit den Augen festkrallen, weil Übersicht verlieren sich wirklich scheiße anfühlt. Weil starke körperliche, psychische Anspannung, Denk-Enge, körperliche Schmerzen, das Gefühl in sich eingesperrt, gefangen zu sein und der Verlust des Gefühl für die Zeit, die Veränderung ankündigt, sich in dem Raum der Ewigkeit einfach Gott verdammt unaushaltbar anfühlt (für mich).

Ich will ein Ende!

Aufgefordert werde ich zu der Einsicht von Machtlosigkeit und Hingabe an das (scheinbar) Unaushaltbare.

Heute dachte ich an Nachtmeerfahrt. So kam es mir vor.

Eine neue Dimension des Hasses und der Verachtung. Ist der tiefste Punkt erreicht?

Ich habe mich mit der Klopfakupressur darauf eingelassen. Ich habe mich sprechen hören, ich habe mich gefühlt, so dass ich danach tief erschrocken, regelrecht entsetzt und überfordert war. So kenne ich mich nicht.

Ich habe Gott sei Dank ein Telefonat führen können, in dem das alles sein konnte und in dem ich Halt fand.

So eiskalte, abgeschnittene, verhöhnende, gefühllose, verachtende, hassende Worte. So kalt, dass mir klar wurde, dass sind Worte die einen Menschen töten können. Jetzt wo ich das Schreibe, fällt mir die Doppeldeutigkeit auf. Töten im Inneren, ja. Das auch. Aber in diesem Moment fühlte ich die Kälte, die es möglich macht, auch im Außen Menschen zu töten.

Und dieses Gefühl ist in mir! Ein echter Schock!

Ich habe diese dunkle Gefühlsqualität in mir, die die Welt auch zu einem so schmerzhaften Ort macht, neben all dem Schönen, dass es auch gibt.

Mir kommt es vor, als würde ich die Polaritäten des Lebens in mir selbst erfahren, durchleben (vielleicht damit auch integrieren?).

Ich hoffe in brünstig, dass nie ein Mensch mit meiner dunklen Seite in Kontakt kommen muss. Sie ist grausam und tut sehr weh.

Ich weiß nicht. Vielleicht ist das eines meiner zentralen Lebensthemen, diese Gegensätze in mir zu vereinbaren.

Ich bin froh, dass ich vor ein paar Tagen wieder in dem Buch „Licht-Heilung“, von B. Ann Brennan gelesen habe. Sie schreibt dort über den Selbsthass und geht davon aus, dass er sehr verbreitet ist, jedoch nicht immer bewusst.

Das hat mich beruhigt und darin bestärkt, mich damit wieder als ’normal‘ einzustufen, nur mit der Heraushebung, dass mein Leben mir diese Dinge sehr, sehr stark ins Bewusstsein drückt. Ich kann es nicht verdrängen!

Sie erklärt kurz und verständlich die Entstehung von Selbsthass auf der psychologischen Ebene und der spirituellen Ebene und schildert ihre feinstofflichen Erfahrungen, wie die Auraschichten sich heilsam verändern, wenn man diese Gefühle zulässt. (Kapitel 11)

Das hat mir Mut gemacht, mich weiter darauf einzulassen.

Da standen für mich noch mehr sehr hilfreicher Erläuterungen drin, die ich super ins Klopfen mitnehmen konnte. Ein sehr heilsames Buch. Ich würde am liebsten noch mehr Infos daraus teilen, aber es sprengt den Rahmen.

 

Wortloses Teilen und die fünfte Stufe des Heilens: Annahme

Gar nicht so leicht, etwas was sich tagtäglich bewegt, gar stündlich verändert, in Worte zu bringen.

Manchmal fehlt mir das Teilen der Prozesse. Und manchmal oder öfter, fühlt sich dieses Fehlen wie etwas an, was nicht mehr passt, was gar nicht mehr gebraucht wird.

Manchmal und öfters ist es stimmig alles wortlos hindurch fließen zu lassen. Manchmal und öfters ist es viel leichter mit Worten nicht zu etwas zurückzukehren, was schon wieder vergangen ist. Und trotzdem. Die Sehnsucht, auch wenn es ein alter Schuh ist.

Wortloses Teilen wäre schön.

Und da komme ich doch tatsächlich assoziativ zur bisher vorenthaltenen fünften Stufe des Heilens, nach Barbara Ann Brennan (aus Licht-Heilung). Das hatte ich zwar nicht geplant, doch jetzt ist es da und ich hau‘s mal einfach in die Tasten. Wer weiß, wofür es gut ist.

Wenn Sie genügend Zeit und Energie hatten, die vorhergehenden vier Stufen mit Aufmerksamkeit zu durchleben, dann gelangen Sie auf eine Stufe, auf der Sie weder mit Wut noch mit Depression auf Ihren Zustand reagieren. Sie haben die dazugehörigen Gefühle zugelassen: Ihren Neid auf die Gesunden und Ihre Wut auf die, die nicht mit Krankheit geschlagen sind. Sie haben über den drohenden Verlust getrauert, den die Krankheit Ihnen abverlangt. Sie möchten vielleicht alleine gelassen werden oder auf einer nicht verbalen Ebene des Seins kommunizieren, weil Sie sich auf Veränderungen vorbereiten. Das ist die Zeit, in der Sie sich auf einer ganz anderen Ebene kennenlernen werden, wo Sie nach innen gehen und sich selbst neu begegnen. Sie stellen die Werte in Frage, an denen Sie sich orientiert haben und die Ihre Krankheit mit erzeugt haben. Sie beginnen, Ihre wahren Bedürfnisse zu fühlen und nach seelischer Nahrung zu suchen, wie Sie das vorher nie getan haben. Sie wenden sich neuen Freunden zu und trennen sich vielleicht von alten, die zu der neuen Lebensphase nicht mehr passen. Sie nehmen die Veränderungen in Ihrem Leben vor, die für Ihren Heilprozess notwendig sind. Der Prozess beschleunigt sich. Sie fühlen sich sehr erleichtert, obwohl vielleicht noch viel vor Ihnen liegt, um Heilung zu erlangen.

Ich wünsche Euch eine gute Woche! ❤

Nähe III

Ich weiß nicht, warum Bindung Angst auslöst und Schmerz. Vielleicht gab es Momente, wo ich eine Ahnung davon hatte oder dachte es zu verstehen. Jetzt habe ich keine Ahnung.

Es geht an der Stelle weiter, wo die Therapie nicht gegriffen hat. Und in was für einer Geschwindigkeit! Ich kann es selbst kaum glauben.

Schon als ich im Auto saß, neben ihnen. Wir waren auf dem Weg zu einem sozialen Träger, für eine Arbeitstherapie. Schon da scheinen kindliche Teile von mir viel mehr angedockt zu haben, als es mir selbst bewusst war. Ich bekam mitten im Auto, genau neben ihnen einen Angstanfall. Er begann mit einem Kribbeln im linken Handgelenk, welches sich in meinem Körper ausbreitete und am Ende zu einem inneren Wirbelsturm führte. Es wollte geweint werden. Ich konnte es nicht zulassen.

Die Angst (wenn ich zu unbekannten Orten und Menschen gehe), die ich selbst sonst so wenig oder erst spät irgendwo hinten mitbekomme, hat da entschieden sich ganz zu zeigen. Heute ist mir klar, dass das nur so ablief, weil da Vertrauen war, dass sie den Raum dafür halten können. In dem Moment selbst war ich schockiert über den Kontrollverlust, mitten vor einem anderen Menschen.

Wir hielten an. Ich war mit Stabilisierung und Aushalten beschäftigt. Sie schickten sich an, aus dem Auto zu steigen, mich alleine zu lassen, weil ich auch sonst immer das Weite suchte, wenn heftige Emotionen nach vorne drängten. Doch diesmal fragte ich, ob sie hier bleiben könnten. Ich fühlte Angst davor, damit alleine zu sein. Ich staunte selbst. Ein paar Minuten hielt ich es still neben ihnen aus, versuchte den Wirbelsturm zu meinen Füßen und in den Boden zu lenken.
Es war gut, dass sie da waren. Ich nahm wahr, dass das irgendwo in mir, für mich ganz wichtig war.

Das setzte einen Prozess in Gang. Die Angstattacke löste Erinnerungen aus. Neue Bilder, alte Gefühle drängten nach vorne und nahmen mich sehr stark ein. Viel Angst, mit der nicht umgegangen werden konnte, mit der ich alleine gelassen wurde. Situationen die völlig überforderten, mit denen ich alleine war. Überforderung, Hilflosigkeit, Einsamkeit. Tiefe Einsamkeit und das unermessliche Bedürfnis, damit heute nicht alleine zu sein.

Ich könne mich jederzeit in ihrer Arbeitszeit melden, ihr Angebot. Schon etwas, was ich kaum wage in Anspruch zu nehmen. Will keine Last sein. Will nicht nerven. Will nicht zu viel sein, zu viel Raum einnehmen. Sie wiederholen es, ihr Angebot, immer wieder. Wiederholung ist gut. Ein paar Mal habe ich es schon genutzt. Immer dieser Schmerz, wenn sie wirklich helfen. Dieses innere Zerreißen.

Ich liege weinend im Bett, weil ich wie gewohnt meine Vergangenheit alleine durchfühle. Jetzt brauche ich keine konkrete Hilfe. Jetzt brauche ich jemanden der zuhört. Jemanden, der der Vergangenheit zuhört. Der Überforderung, der Hilflosigkeit und Einsamkeit zuhört. Eine SMS an sie. Die Antwort: wir können gerne telefonieren.

Ich wende mich zu meinem weinenden Innen. Es sagte mir, es sei 6 Jahre alt. Gerade befindet es sich alleine in der erinnerten Nachbarwohnung. Sie war damit einverstanden, hier in diesem Raum bis zum Telefonat zu warten. Neben sich auf der Couch einen menschengroßen Teddybären, über dessen Beine sie sich legte. Brauchst du noch etwas, fragte ich sie. Einen Stoffwürfel, mit jeweils andersfarbigen Seiten. Ruhe kehrte ein. Fast friedlich wurde es. Es war gesorgt worden.

Das Telefonat. Erst die Sorge, ob das Erzählen der alten Erinnerungen, jetzt vor dem Wochenende zu destabilisierend ist. Ich habe keine Bedenken, ist doch schon alles gefühlt voll da in mir. Es geht nur noch um das Erzählen. Aber was ich selbst überhaupt nicht bedacht habe, dass das erzählen alleine, das zeigen von so schmerzhaften Gefühlen ein ebenso starker Auslöser für weitere Ängste ist.
Ein erzählen aus der Betroffenenperspektive war gar nicht möglich. Sofort war da unglaublich viel Widerstand (wie ich jetzt weiß – Angst) und ich berichtete stockend nur noch aus der Distanz, unbeteiligt. Mit ihren anteilnehmenden Worten konnte ich überhaupt nichts anfangen.

Später am Tag, ich ging in den Wald, weil ich mich so fern fühlte, nahm ich erst überhaupt war, wie weit weg ich war, wie ausgeprägt die Derealisation. Kein Ortsbezug, kein Zeitbezug, der Wald wie im Märchen und hätte unter einem Busch eine kleine Fee hervorgeschaut, mich hätte es nicht gewundert.

Die Folge waren sehr quälende, schwierige, weltferne, körperschmerzende, dunkle, in mir eingeklemmte Tage, bis sich endlich die zugrunde liegenden Gefühle entluden.

Krach… und die aufgebaute Mauer der Therapiezeit brach in sich zusammen. All die kindliche Sehnsucht nach Nähe, gesehen werden und Bindung schütteten sich in Fluten über mir aus. Was für ein Schmerz! Und wie viel Panik, wirkliche Nähe zuzulassen.

Da schrieb ich den letzten Artikel.

Ein Termin gab es noch, bevor sie für drei Wochen in den Urlaub fuhren. Und ich sitze nun da, mit all dem Sehnen. So vieles will sich ihnen zeigen. Genauso vieles hat unglaublich viel Angst davor. Bin ich zu schnell mit dem Zeigen, überfordert zu viel Angst. Halte ich zu viel vom sehnenden Innen zurück, führt das zu riesigem Schmerz. Ein Dilemma. Schmerz oder Angst.

Gestern schreibe ich doch tatsächlich eine SMS an sie, ohne etwas zu wollen. Einfach nur, um zu zeigen wie schwierig es mir gerade geht. Auch das empfangen sie annehmend und bestärkend.

Heute war unser Termin. Ich habe den letzten Artikel ausgedruckt.
Tatsächlich sitze ich um Worte ringend da und bekomme keinen Satz formuliert. Wo soll ich anfangen? Was kann gesagt werden? Was kann gezeigt werden? Was halte ich aus zu zeigen?
Wir sitzen. Ich ringe. Sie sind wie immer unglaublich präsent und aufmerksam. (Senken sie tatsächlich mal kurz ihren Blick, weil ich ihnen mal sagte, dass ich diese brutale Aufmerksamkeit manchmal kaum aushalte? Nehmen sie mich ein weiteres Mal ernst?)
In den Minuten des Ringens, spüre ich, dass ich keine Distanz mehr aufrecht erhalten kann. In mir ist es nah. Dadurch ist der Raum nah. Dadurch sind sie nah. So unglaublich nah. Das spreche ich aus. Da beginnt auch schon der Wirbelsturm in mir. Der Raum um mich herum wird immer tiefer, dichter, dreidimensionaler, berührt meine Haut. Ihre Präsenz berührt meine Haut, brennt auf meiner Haut. Zu der Angst gesellt sich der Schmerz. Das sie da sind tut weh. Vorne übergebeugt halte ich meinen Kopf in den Händen, versuche so gut ich kann da zu bleiben, atme heftig mit der Angst und dem Schmerz. Halte aus, das sie dabei sind. Halte aus, halte aus, halte aus… Nebenbei schaffe ich es sogar noch daran zu denken, dass ich vielleicht auch mal irgendetwas sagen sollte, damit sie wissen was bei mir gerade ab geht.

Ihre beruhigende, sanftmütige Stimme kommt bei mir an… „atmen ist gut, einfach immer weiter atmen.“ Ich habe das Gefühl, dass irgendetwas aus mir gleich in den Raum bricht, ich die Kontrolle verliere. Der Punkt, an dem ich abbreche, ins Bad flüchte, um mir kaltes Wasser über die Arme und Hände laufen zu lassen. Dort kommt das Weinen (das war wahrscheinlich das, was in den Raum brechen wollte).

Ich kehre zurück, mit Decke und Kühlakku, keine Gefühle mehr, aber innerlich sehr aufgelöst, wirbelnd, sprachstolpernd und durcheinander. Und sie sind immer noch da, immer noch nah. Es hört nicht auf Jetzt zu sein. Sie: „Sie sind immer noch da, ich bin immer noch da, wir sitzen zusammen in ihrer Küche.“ Ich: „Ohhh mein Gott.“ Sie helfen bei der Stabilisierung. In mir ein stetiges Ringen. Widerstand, zulassen, Nähe fühlen, aushalten, ausweichen.

Ich gebe ihnen tatsächlich den ausgedruckten Artikel. Und wieder: „Oh mein Gott.“ Hände vor das Gesicht. Es käme rüber, wie heftig das alles für mich ist. Wieder ein Zeigen ausgehalten, mit einer annehmenden Reaktion.

„Wie geht es ihnen mit meinem Urlaub?“ Immer noch sind die kindlichen Anteile vorne und können sprechen (ich bin baff). „Ich bin wütend.“ „Ich bin verzweifelt. Ich habe Angst, nicht halten zu können, dass sie trotzdem noch da sind.“ Sie: „Kann ich etwas für diese Empfindungen in ihnen tun?“ Wieder Schmerz. Sie reagieren tatsächlich darauf, nehmen es ernst. Ich kann es nur ganz schwer annehmen, das wert zu sein. „Hilft es vielleicht, wenn ich ihnen auf einen Zettel schreibe, wie lange ich weg bin, das ich trotzdem da bin und das ich dann auf jeden Fall wieder komme?“ „Ich glaube, ich kann es evtl. auch gar nicht aushalten, sie über den Zettel die ganze Zeit so nah zu spüren.“

Sie schlagen vor, mir vor ihrem Abflug einen Brief per Post zu schreiben. Den kann ich dann öffnen, wenn ich es brauche oder zu lassen, wenn nicht. Damit können alle Teile von mir leben. Ein Mittelweg zwischen nah und fern.

Puhhh… ich bin so dermaßen erschöpft. Das war krass.

Heilarbeit

Im Gespräch mit M. komme ich zur Wut der letzten Wochen. Ich ‚weiß‘ das sie da ist, in einer Ecke. Spüre es als Unruhe, aber fühlen kann ich sie nicht. M. motiviert mich wütend sein zu dürfen, es auszusprechen. Es wird deutlich wie ich immer in der dritten Person über die Sache spreche, aber nicht sagen (fühlen) kann „ich bin wütend“. Mein Geist wirft ständig Gründe ein, warum ich jetzt hier nicht wütend sein kann. Zu nah, zu ungeschützter Raum, zu irgendwas. M. weißt mich immer wieder darauf hin, dass das Unsinn ist. Ich brauche ‚nur‘ wütend sein. Die Wut sei ebenso wie ein inneres Kind, welches gesehen werden möchte.
Die Unruhe steigt. Ich muss aufstehen, hin und her laufen. Alle Vorschläge zur Unterstützung bringen nichts, setzen mich unter Druck. Wir kommen darauf, dass vor der Wut Schmerz liegt. Unfassbar viel Schmerz. Zuerst will dieser Schmerz gefühlt werden, damit die Wut ebenso da sein darf. Ich halte es nicht mehr aus. Gehe von ihr weg, hinter das Haus in den Garten. Rings herum ist nur Natur. Ich versuche den Kontakt zu meiner Unruhe, zu meinem Körper zu halten. Versuche mich einzuladen, dass jetzt zu fühlen. Spreche immer wieder, dass ich bereit bin das zu fühlen, dass ich ja sage zu dem Schmerz und der Wut. Ich will schreien, kann aber nicht. Ich falle auf die Knie, fange an zu weinen, fange an heftig und tief zu atmen. Dabei steigt eine große Energie aus meinem Bauch heraus, nach oben Richtung Hals. Und tatsächlich, ich bin nun wirklich wütend. So richtig deutlich spürbar wütend. Ich fühle mich stark. Ich schlage auf den Boden. Ich versuche das Gefühl zu halten, gehe zurück zu M., um die Worte auszusprechen „ich bin wütend“. Als ich vor ihr stehe, fällt alles wieder in sich zusammen.

Sie übernimmt die Rolle meiner Wut. Lagert sie aus. Stellt sich vor mich. Ich solle nun noch mal laut sprechen „ich sage ja, zu meiner Wut“. Ich versuche wieder Kontakt zu dem Gefühl von eben zu bekommen und die Worte zu sprechen. Sie bleiben mir im Halse stecken. Ich komme bis ‚ich sage‘. Ich kann sie nicht ansehen. Plötzlich steigt riesige Angst auf und ich bekomme einen Angstanfall. Fange an unkontrolliert zu zittern. Schwindel. Ich muss mich setzen. Wir brauchen einige Zeit, um mich wieder zu erden. Dies komme aus einer schlimmen Erfahrung, wahrscheinlich nicht aus diesem Leben, meinte sie. Ich kann hier auch keine Auslöser finden, für diese riesige Angst.

Mein Großhirn hat sich teilweise ausgeschaltet. Dass tut es bei Angstreaktionen. Ich kann nicht mehr klar denken, bin verwirrt, aber mir geht es nicht schlecht. Ich bekomme die Hausaufgabe diktiert, weil ich mir auch nichts mehr merken kann. Sollte folgende Sätze notieren, mit der Frage: Welche wichtigen Erkenntnisse ziehe ich aus diesen Emotionen?

Jaaa!

Nachdenken.
Erst dann bin ich vollständig. Erst dann bin ich wirklich HIER. Erst dann bin ich wirklich in meiner Verantwortung für mich. Erst dann bin ich wirklich in meiner Kraft.
Bisher hatte ‚nur‘ mein Geist laut JA gerufen. Mit meinem gesamten Sein zu diesen Emotionen JA zu sagen, stößt auf Widerstände. Also war mein bisheriges JA, noch kein Ganzheitliches.

Entwicklung des intuitiven Handauflegens

Es war wohl im Juni oder August 2013, als das intensive Strömen in meinen Händen begann, in einer Nacht in der ich wegen diesem starken Gefühl nicht richtig schlafen konnte. Meine Hände waren sehr heiß, kribbelten und fühlten sich aufgeladen an. Wenn sie während des Schlafens irgendwo an oder auf meinem Körper lagen, wurde ich wach, da diese Aufladung sich dorthin übertrug.

Seit dem hat sich einiges entwickelt. Ich will versuchen das hier chronologisch aufzuzeichnen.

Zum Ende meiner Meditation lege ich meine Hände auf mein Herzzentrum und erinnere mich an alles Mögliche wofür ich dankbar bin und was ich liebe. Ich erlebe eine mir bisher unbekannte mächtige Energiezunahme an dieser Stelle, die emotional, wie auch körperlich zu spüren ist.

Ich finde heraus, dass ich manchmal besser einschlafen kann, wenn meine Hände auf meinem Bauch liegen und dort so ein sanftes Gefühl entsteht.

Funktioniert das auch bei anderen? Ich suche mir ein paar Freiwillige zum Hände auflegen. Dabei finde ich heraus, dass sich meine Wahrnehmungen in der Herzgegend von Mensch zu Mensch unterscheiden. Verschlossen, stabil offen, Wellenbewegungen. Im unteren Bereich, wie der Lendenwirbelsäule oder den Füßen spüre ich meistens im eigenen Unterleib Reaktionen oder ein angeschlossen sein, wie an einem Stromkreislauf bis in meine Füße.

Der erste Versuch bei jemanden die Hände anstatt aufzulegen, darüber zu halten. Ich spüre insgesamt weniger Vielfalt, dafür ein Widerstand-, Magnetfeldgefühl. Mal mehr, mal weniger oder gar nicht.

Ich spüre einen Widerstand weiter bei anderen Menschen auszuprobieren. Vielleicht aus Unsicherheit, da ich keine Ahnung habe, was ich da eigentlich tue und wie es sich auswirkt. Ich fühle mich verantwortlich und will erst mehr verstehen, damit ich niemandem schade. Ich beschließe auf mein Gefühl zu hören und nur noch aktiv zu werden, wenn ich kein „Nein“ dazu spüre.

Ich halte meine Hände auch während meiner Meditation nur noch darüber, da die Intensität dann weniger stark ist. Dabei ergibt es sich, dass meine Hände sich von selbst, ohne meinen Willen ihre Position und Abstand zum Körper suchen. Ich stelle mir dazu vor, dass die Heilenergie viel besser weiß, wo und wie sie gebraucht wird und versuche diesem ungewohnten Ereignis zu vertrauen. Es fühlt sich an wie ein Zug oder Magnetismus der meine Hände bewegt. Haben sie dann eine Position gefunden, bleiben sie stehen. Dort steigt schnell der spürbare Energiefluss in meinen Händen und ich spüre eine Aufladung, Ausdehnung in meinem Körperfeld.

Ich informiere mich etwas über Reiki und Chakrenarbeit. Ich gebe mir selbst immer wieder Behandlungen, in denen ich mich hinlege und von oben nach unten oder von unten nach oben meine Hände nacheinander auf alle Chakren auflege. Das probiere ich konkret nach Anleitung die besagte, 5 Minuten auf jedes Chakra. Das fühlte sich nicht gut an. Irgendwie zu viel. Wenn ich die Länge intuitiv entschied, fühlte ich mich danach immer sehr wohl und geerdet.

In der sitzenden Energiearbeit, wo ich meine Hände sich führen lasse, fällt mir auf, dass ich die Erfahrungen mit meinem Verstand begrenze. Ich gehe davon aus, das meine Hände nur an den Chakren arbeiten. Ich lasse diesen Gedanken beim nächsten Mal los, was nicht so einfach ist und schaue was passiert. Meine Arme, meine Hände strecken sich seitlich ganz von meinem Körper weg und bleiben, mit einem starken Anstieg des Energieflusses in den Händen in dieser Position. Ich habe keine Ahnung was das bedeutet, was da passiert und wozu es gut ist. Fühle mich wie Jesus am Kreuz 🙂 und breche ab, weil meine Arme schwer werden.

Ich stoße in dem Buch „Anleitung zum geistigen Heilen“, von A. Wallace und B. Henkin auf Erläuterungen zum Thema intuitives Handauflegen. Dort wird es Heilen durch Geistführer genannt. Es wird davon ausgegangen, dass die Hände durch Seelen, die im astralen Zustand sind, geführt werden. Man könne diese einladen zu helfen und solle sie am Ende auch wieder darum bitten, den Körper zu verlassen. Diese Vorstellung finde ich etwas unheimlich, dass da eine konkrete Seelenenergie eingreifen soll. In dem Buch wird weiter verdeutlicht, dass trotzdem immer ich die Führung behalte und auch Grenzen aufzeigen muss, da körperlose Seelen nicht mehr in Körperbeschränkungen denken und fühlen, also auch keine Schmerzen empfinden. Ich gewöhne mich daran, diese Energie innerlich konkret anzusprechen, sie einzuladen, ihr aufzuzeigen, wenn Bewegungen nicht möglich sind, wie zum Beispiel hinter dem Körper, sie am Ende zu bitten meinen Körper zu verlassen und mich für ihre Hilfe zu bedanken.

Bisher formulierte ich meine Bitten um Heilung allgemein. Ich komme auf die Idee, eine konkrete Frage zu stellen. Ich frage, wo in meinem Körper die größten Energieblockaden, die größten Traumata stecken. Meine Hand wandert an die Stelle unterhalb des Halses und oberhalb des Herzens. Im Internet (www.chakren.net) finde ich dazu, das an dieser Stelle ein Nebenchakra, das Thymus-Chakra sitzt. Dessen Bedeutung umfasst die Themen Selbstschätzung, Selbstwert, innerer Frieden, Schätzung des Lebens. Und auch der „Seelensitz“, der Ort der spirituellen Sehnsucht, der uns durch das Leben führt, befindet sich dort, zu lesen in dem Buch „Licht-Heilung“, von Barbara Ann Brennan.

Während des Yogas entstehen starke Schmerzen im rechten Becken. In der abschließenden Meditation, bitte ich zum Ende um Hilfe bei der Heilung für den Bereich, der jetzt gerade am dringendsten ist. Ich habe meine Schmerzen selbst vergessen, da sie im stillen Sitzen nicht zu spüren sind. Meine rechte Hand bewegt sich seitlich über den Beckenbereich hin und her. Erst als ich aufstehe, fällt mir ein, dass das jetzt wohl wehtun wird, aber die Schmerzen sind verschwunden.

Ich bin unterwegs. Sitze in der Bahn und denke über diese Seele nach die mir da zu helfen scheint. Ob sie wohl einen Namen hat? Eher spielerisch, ohne Erwartungen frage ich innerlich danach. Vor meinem inneren Auge taucht das Wort „Aman“ auf. Dieses Wort kenne ich nicht, weder als Namen noch aus einem anderen Zusammenhang. Zu Hause befrage ich dazu das Internet. „Aman“ wird tatsächlich als Name benutzt. Das Wort ist im Sanskrit zu finden und bedeutet Frieden. Ich bin davon sehr berührt.

Das Arbeiten mit dem intuitiven Handauflegen ist zur Gewohnheit geworden. Ich formuliere häufig eine konkrete Absicht, ein Thema bei dem ich mir Unterstützung wünsche. Damit habe ich eine Erkältung behandelt. Die Hände wanderten beide rechts und links neben meinen Hals. Die Erkältung kam nicht zum Ausbruch und war nach vier Tagen erledigt. Ich bat um Hilfe bei starken Angstgefühlen. Ich bat um Hilfe, als ich wieder starke Hitze- und Energiewellen im ganzen Körper spürte und deswegen nicht schlafen konnte. In beiden Fällen kann ich nicht sagen, welche Wirkung die Behandlung hatte. Aber immer passieren Bewegungen und ich spüre auf energetischer Ebene das „Arbeiten“. Als ich um Hilfe bat, mich an das erste Angsterlebnis in meinem Leben zu erinnern, erhielt ich keine Reaktionen.

Die Handbewegungen mit der rechten Hand werden schneller und flüssiger. Anstatt an einer Position zu verharren, bauen sich häufiger Bewegungen ein. Ich kann manchmal erspüren, ob sich das Handgelenk drehen will. Bisher war es immer fest und nur der Arm bewegte die Hand. Der linke Arm, die linke Hand ist in seinen/ihren Bewegungen unsicherer und insgesamt körperlich schwächer.

Öffnung in alle Richtungen

Ich liege heute Morgen im Bett, resümiere den gestrigen Tag und bin schwer beeindruckt, was sich da alles in mir bewegt hat. Innere Arbeit kann so aufregend, spannend, vielfältig, bewegend, erweiternd, anstrengend und nährend sein (und bestimmt noch mehr). Würde mich jemand fragen was ich den gestern so gemacht habe, ist das völlig unspektakulär. Ich war bis zum späten Vormittag zu Hause und habe nichts getan außer kochen, essen, am PC sitzen, auf der Couch liegen, um dann abends zum Yoga zu gehen und danach zum Geburtstag meiner Oma.

Was sich in meinem Inneren am Vormittag bewegt hat steht schon hier.

Ich war zwei Wochen nicht beim Yoga. Diesmal war alles sehr ungewöhnlich, im Vergleich zum letzten Mal und überhaupt davor.

Mein Körper fühlte sich schwimmend an, nicht stabil, mir war die meiste Zeit übel und schwindelig. Daneben gab es eine neue Art der Ruhe, aus der heraus ich alles dies betrachtete. Ich machte mir keine Sorgen darüber wie es sich anfühlte und fühlte gleichzeitig sehr präsent.

Ich erkannte meistens sehr schnell, wenn ich etwas wollte, was aber im Moment nicht ging und begegnete mir dort mit einer ungewohnten Weichheit, was ein Loslassen möglich machte. Auch neu dabei war, dass dann kaum Angst entstand, dass der Lehrer eingreifen würde, wenn ich nicht tue was er sagt.

Die nächste Überraschung war dann, als meine Beine doch tatsächlich für kurze Zeit in der Übung des schlafenden Tigers alleine getragen wurden. Das erste Mal in einem Jahr und zehn Monaten. Ich habe mich völlig frei in diese Position begeben. Kein Wollen, kein Suchen, kein Ziel, keine Angst zu scheitern, es nicht zu schaffen. Und ich fühlte ein Vertrauen in meinem Bauch, welches vorher so noch nie da war. Der Moment war kurz, doch er war da und unglaublich schön. Das sind diese Momente immer, schön… wie eine Erleuchtung, wenn  man etwas findet (oder gefunden wird), wonach man aufgegeben hat zu suchen.

In der Abschlussmeditation fühlte ich mich mir selbst gegenüber ganz unbekannt. Ein sehr merkwürdiges Gefühl. Wer bin ich eigentlich? Wie als wenn ich aus dem was ich war herauswachse, die Fäden der Vergangenheit, die mich lenken, einen nach dem anderen kappe und sich damit auch mein Selbstgefühl verändert. Die Vergangenheit verliert ihren Einfluss, zieht sich langsam aus dem was man ist zurück, trennt sich von mir. Es bleibt ein Gefühl mir selber fremd zu sein oder besser, mir selber neu zu sein. Mich selbst noch nicht zu kennen. Sehr merkwürdig. Mit dem Öffnen der Augen hat sich das etwas gelegt.

So, und dann der Geburtstag. Wow, so hab ich mich noch nicht erlebt. Ich fühl mich den meisten Familienmitgliedern fremd und fern, auch meinen Großeltern. Mit meinem Opa habe ich noch nie ein offenes Gespräch auf Augenhöhe geführt. Wir steckten wohl beide immer in unseren Rollen fest. Diesmal war alles anders. Er bat mich, mich zu ihm zu setzen, neben ihn auf die Couch. Ich saß ganz nah. Wir berührten uns auf ganzer Linie. Er nahm meine Hand und hielt sie fest, auch mal mit beiden Händen. Oder er legte seinen Arm um meine Schultern und strich mir mit der Hand über meinen Hinterkopf. Sein Gesicht war so dicht an meinem, dass ich eigentlich immer nur in ein Auge sehen konnte. Sein Atem berührte mein Gesicht, schwer und süß vom Alkohol. Das ist etwas, was ich sonst nicht ertragen hätte und hart, verschlossen und zurückgezogen reagiert hätte, mit absolutem Fluchtimpuls. Doch diesmal tat sich alles in mir auf. Mein Herz war offen. Ich spürte Nähe, ehrlich Worte und konnte all das zulassen und zurückgeben. Ich konnte ohne Hemmungen in seine Augen schauen, ebenso seine Hände halten, meine Hände auf sein Bein legen. Es floss Zuneigung hin und her. Ich war so berührt. Alte Geschichten tauchten auf (ich war überrascht, was immer noch in seinem Kopf dazu geblieben ist). Das erkennen in uns, dass wir noch nie so gesprochen haben. Zuhören. Recht geben. Schuld nehmen. Ich fing vor Emotionalität an zu zittern.

Er bat mich Kontakt zu meiner Oma aufzunehmen. Sie mache sich Sorgen. Sie höre so wenig von mir und traue sich nicht mich anzurufen. Könne das aber selbst nicht zeigen. Sie würden vielleicht nicht mehr lange leben. Auch hier musste ich nicht in die Abwehr gehen. Ich konnte zulassen, dass andere sich um mich sorgte, ohne mich verantwortlich oder verpflichtet zu fühlen. Auch für meine Oma tat sich mein Herz auf.  Ich konnte sie wahrnehmen in ihrer Sorge und hatte das Bedürfnis sie in den Arm zu nehmen. Ich bat sie später zu mir, so dass uns niemand sah. Und da sie von dem Gespräch und meinen Empfindungen mit meinem Opa nichts mitbekommen hatte und mir so auch Worte fehlten, fragte ich sie einfach, ob ich sie mal in den Arm nehmen dürfe. Sie war völlig irritiert und konnte nicht auf mich zukommen, so neu war die Situation (auch für mich). Ich nahm sie trotzdem sanft in den Arm und sagte, dass ich gerade keine Worte hätte, aber Opa mit mir gesprochen hat und ich die nächste  Tage mal zum Kaffe vorbei kommen will, um mich in Ruhe ohne Familientrubel auszutauschen. Sie blieb sehr sachlich und gefasst.

Ich bin gespannt auf dieses Treffen und habe auch ein bisschen Angst, weil ich die Wahrheit sprechen will. Die Wahrheit ist, dass ich mich in der Vergangenheit dieser Familie nie nah gefühlt habe und aktuell sich darin etwas verändert. Die Wahrheit ist, dass es nicht meine Aufgabe ist, ihr ihre Sorgen zu nehmen. Und das sie jederzeit den Kontakt suchen kann, wenn sie wissen möchte, wie es mir geht (hat sie bisher nie getan). Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn meine Oma in der Lage wäre, auch über ihre Empfindungen unsere Beziehung betreffend sprechen könnte. Ich glaub nicht so richtig daran, aber mal sehen.

An dieser Stelle war ich doch schon mal ?!

Gestern öffnete sich während der Meditation plötzlich das Herzchakra und ein Schmerz wuchs daraus hervor. Nicht unbekannt, doch schon ein Weilchen her, dass ich ihn spürte. Ich bin sehr unsicher geworden. Ist das okay jetzt? Soll ich da rein gehen? Bin ich noch in meinem Körper? Bin ich noch in meinem Ich-Gefühl? Oh, bitte nicht schon wieder weinen.

Ich weiche aus, lass mich mehr nach unten sinken, weg vom Herzen. Weg vom Schmerz.

Heute stimmt hier irgendetwas nicht, ist komisch. Nichts fühlt sich passend an. Aufwachen, aber nicht wach sein. Widerstand aufzustehen, aber nicht mehr schlafen können. Innere Anspannung, Unruhe, Schwere.  Egal, was ich tue, es fühlt sich falsch an. Ich habe Hunger, aber essen fühlt sich falsch an. Ich kann mir vorstellen zu joggen, auch wegen der Unruhe, aber es fühlt sich falsch an. Ich bin heute verabredet und will auch los, aber es fühlt sich falsch an. Tue trotzdem das Notwendigste und setze mich dann an den Computer, um mich abzulenken und lese Blogeinträge anderen. Bin voller Unruhe dabei. Die Inhalte berühren mich viel tiefer als sonst, stoßen mich unklar schmerzhaft an. Ich fühle mich unendlich müde.

Und dann bricht der Schmerz von alleine wieder aus mir heraus. Gedanken tanzen darum herum und bringen mich immer wieder weg von dem Gefühl. Warum ist das heute so? Hat das mit der Meditation von gestern zu tun? Bin ich zu tief gegangen? Habe ich etwas aktiviert? Hat das auch mal ein Ende? Ist das gut für mich? Sollte ich damit aufhören? Kann ich in den Schmerz gehen?

Nein, kann ich nicht. Es ist wie in der Meditation. Die Gedanken ziehen mich immer wieder aus dem Fühlen. Gedanke, Gefühl, Gedanke, Gefühl usw.. Ich habe immer noch Angst vor der Größe, vor der Gewalt dieses Gefühls. Ich habe immer noch Angst gehört zu werden, versuche leise zu weinen. Und ich begegne dem immer noch mit dem Verstand, der wissen will, verstehen will. Was ist der Schmerz? Wie kommt er ins Herzzentrum? Wo kann ich dazu etwas lesen? Wer hat Erfahrungen damit? Wer kann mir erzählen, da durchgegangen zu sein? Wie hat derjenige das gemacht, was hat er dazu gebraucht?

Gegenüber dem suchenden Verstand finde ich innere Antworten.

Wenn du dich heilen willst, wirst du solange auf diese Schmerzen und Themen in dir stoßen, bis du bereit bist da durch zu gehen. Wenn du dich dagegen entscheidest, was du auch tun kannst, dann entscheidest du dich dafür mit dir und deinem Leben wie es ist, einverstanden zu sein, dich nicht mehr weiterentwickeln zu wollen. Dann bleibst du dort wo du bist.

Die Richtung ist okay. Das Tempo muss behutsam gewählt werden. Das äußere Leben muss unbedingt vorhanden sein. Wissen ist nicht so wichtig, nicht notwendig.

Matrixarbeit

Ich habe eben die Mail mit den zusammenfassenden Ergebnissen der Heilarbeit erhalten. Da sind mir gleich die Tränen geflossen, weil es sich so richtig anfühlt und ich mich so gesehen fühle. Dafür bin ich dankbar. Ich möchte das hier teilen.

Matrixarbeit     30.09.2013                  

Thema:   Gefühl der Trennung

Absicht:  Was ist für … jetzt, in ihrer Situation, an Informationen wichtig?

 

1.     Releasing

       Lass los den Wunsch nach Anerkennung und Liebe, Sicherheit, Veränderung, Kontrolle, Widerstand, Wichtigkeit

2.     Energetischer Hausputz

       Reinigung Ihres Körpers und energetischen Systems, danach harmonisiert

       Reinigung von Fremdenenergien

3.     Glaubenssätze

       55 nicht förderliche Glaubensätze gelöscht und 50 positive und förderliche Glaubenssätze integriert

 

Fragen  –  Antworten

Was ist das Beste, was zu diesem Thema passieren kann?          

– Akzeptanz der Situation 

                    

Was ist dazu hilfreich?                                                

Ins Vertrauen gehen, sich selbst lieben

– „ich bin ich“ – Übung (siehe unten)

 

Was kommt zu ihrem Thema?                                      

– bleibe bei Dir und gehe in Deine Mitte – „Ich bin im Hier und im Jetzt“           

– Lasse los, Du kannst es nicht verändern, habe Mut, alles ist in Ordnung

– viel trinken

 

Was wäre, wenn der Geist Gottes hier wirken würde?    

Er wirkt da!

 

 

Liebe …, bitte denke daran

·         den Smiley an deine Tür mit der Aufschrift:„Guten Morgen liebe … – lächeln“

·         ggf. brauchst Du mal ein Ätherisches Öl zur Erdung 

·         Meditation mit der Absicht, dass aus der Mitte Ihrer Füße Wurzeln in die Erde wachsen

Und bei Fragen einfach anrufen.

 

Ich bin Ich – Übung

Das „Ich bin“ ist die Seele.  Welchem Raum gibst Du  ihr? Lässt Du sie groß sein – dann bist Du präsent, dann stehst Du im Leben und bist bereit Deine Aufgabe zu bewältigen.

Wenn aber die Seele ein verschrecktes irrendes Wesen ist, klein und zurück gezogen, dann ist das „Ich bin“ genauso klein und von der negativen Seite angreifbar.

ICH BIN – ist eine Zusage zur eigenen Seele, ein JA zu sich selbst.

 

Übung:

·         stelle Dich vor den Spiegel gerade hin und sage „Ich bin Ich!

·         einfach im Spiegel ansehen und sagen:
„Ich bin Ich! Ich bin ein Teil des göttlichen Seins!“

·         wiederhole dies so lange, bis innerlich nichts mehr dagegen spricht

·         schließe Deine Chakren

Wenn Du das in Deinem Bewusstsein hast und verankern kannst, sich Geist und Seele miteinander verbinden können, dann wirst Du Dir selbst bewusster.

Das Ziel ist es, dass sich Deine Seele vom gesamten Volumen her in Deinem Körper und darüber hinaus ausbreiten kann, das die Aura strahlen kann.
„Ich bin Ich“ bedeutet eine Befreiung und Entfaltung Deiner Seele.

 

 

Rosaroter Schaum – Schütze Dich, wenn Du zu empfindsam bist

Diese Übung ist eine sehr schützende Variante, weil Du von der Umwelt abgeschottet wirst. Sie eignet sich nicht, wenn Du Kontakt nach außen haben willst.

Sie eignet sich aber, wenn Du Erledigungen machen musst, dabei vielen Menschen begegnest, Du im Auto sitzt und der Verkehr nervt, wenn Dir ein bisschen weinerlich zu Mute ist und Du Dich irgendwie schwach fühlst.

Dann kann sie Dir ein wohliges und geborgenes Gefühl vermitteln.

 

Übung:

·         stelle Dir vor,  dass ein wundervoll wärmender und schützender rosaroter Schaum Dich umgibt

·         er umhüllt Dich und Dein inneres Kind, gibt Dir Geborgenheit und verschafft Dir inneren Raum

·         Deine Nerven sind geschützt und genährt

·         Der Schaum schirmt Dich ab und lässt dennoch genug Freiraum um handlungsfähig zu bleiben

Kaminzimmergefühle

Nach dem ich in den letzten Wochen völlig verloren gegangen bin, ich nicht mehr wusste, was noch richtig und falsch ist, welches Verhalten, welche Dinge mir gut tun und welche nicht, wo ich in mir stehe, in mir bin, mich kaum noch fühlen konnte, meine Gedanken mich schwer kontrollierten, alles ernst, eng und zäh war und ich nicht mehr ins Vertrauen, ins Loslassen kommen konnte, hat mich das Leben gestern zu einer Heilpraktikerin geführt, mit Heilerfähigkeiten (http://www.gesundheitsmanagement-schmeling.de/). Ich wusste nichts davon. Hab mich von meiner Mutter vermitteln lassen, als wir telefonierten und ich ihr erzählte wie ich mich fühlte und mich so sehr nach Wellness, Entspannung und versorgt werden sehnte, nach berührt werden, nach mich spüren. Da fiel ihr ihre Heilpraktikerin ein, welche auch Massagen anbot, sie würde mir das bezahlen und ich stimmte sofort zu. Mir war egal wer und was, ich wollte einfach nur irgendwo liegen und berührt werden.

So bin ich da schwer, müde und niedergeschlagen aufgetaucht. Weit weg und auf Autopilot. Sie stellte Fragen. Ich bin ins Reden gekommen. Ihr waren Begriffe wie der Lichtkörperprozess, Energien oder Matrix bekannt, quasi ihr Arbeitsgebiet und so hatte ich schnell das Gefühl, dass da jemand versteht, was gerade bei mir abgeht und ganzheitlich helfen kann. Das alleine war schon super.

Ihre Einschätzung war, wie ich es auch schon fühlte, dass ich mit allem was nicht erdet unbedingt aufhören sollte. Mein Energiehaushalt ist völlig durcheinander, da kein Grundniveau gehalten werden kann. Keine neuen Informationen aufnehmen, keine Bücher dazu lesen, nicht den Kopf füttern, Empfindungen den Körper zu verlassen stoppen und stattdessen in die Füße fühlen, vor dem Spiegel „Ich bin Ich und ich liebe mich“ sprechen oder zwischen durch immer wieder „Ich bin im Hier und Jetzt und in meinem Körper“ sagen und fühlen. Ich konnte diese Empfindungen des Körperverlassens oder der Körpererweiterung bisher nicht einordnen. Es ist gut, das da jemand mit Ahnung drauf schaut und mir ein wenig Richtung vorgibt. Die Seele würde im Schlaf eh den Körper verlassen und das reicht für meine Situation erst mal völlig aus. Okay, das kann ich annehmen.

Erst dachte ich, oh je, noch jemand der mir sagt was ich tun soll, noch eine Übung mehr. Ich habe mittlerweile nämlich erkennen könne, das ich Informationen schwer sortieren kann. Also auswählen, welche ich nehme und welche nicht zu mir passen. Ich nehme weiterhin alle Informationen kaum gefiltert auf und will sie in Handlung umsetzen. Klar, dass das zu viel für mich ist und ich die Orientierung verliere. Diese Informationen von der Heilpraktikerin hatten aber ein größeres Gewicht. Sie waren auf mich gemünzt, nicht aus irgendeinem Buch. Sie bezogen meine aktuelle Situation mit ein und sie fühlten sich stimmig an.

Sie schlug mir dann eine Behandlung mit hochpotenten ätherischen Ölen, der Raindrop-Massage vor und eine Quantenheilung, während der sie sich in die Matrix begibt, in der alles mit allem verbunden ist und dort um Informationen für meine aktuelle Situation bittet. Das mit den Ölen hab ich unter Entspannung abgebucht, aber das Quantenheilungsangebot hat mich begeistert. Na klar sag ich da ja. Wie oft habe ich schon versucht Kontakt mit dieser Ebene aufzunehmen und Führung zu erhalten und nie war ich sicher, ob ich da was an Infos bekomme oder nicht, ob da nur mein Verstand spricht oder etwas Höheres.

Sie las mir die Wirkung der Öle vor, die sie verwenden wollte. Es ging fiel um Sicherheit, Loslassen, alte Traumata lösen, Vertrauen usw.. Ich versprach mir nicht fiel davon, konnte mir nicht vorstellen, dass Öle auf die Haut aufgetragen solche Wirkung erzielten. Umso erstaunlicher war dann was ich erlebte. Sie fing an den Fußinnenseiten an, da wo die Reflexzone der Wirbelsäule ist, ein Öl nach dem anderen auf dieser Linie aufzutragen und schon innerhalb von wenigen Minuten spürte ich eine starke Veränderung. Ich fragte verwirrt nach, ob das sein könne, dass man das sofort spürt. Sie bestätigte. Erstaunlich. Ich wechselte also von einer angespannten, nervösen Stimmung in ein Ankomm- und Loslassgefühl, einfach weil mir jemand Öl auf die Füße strich. Danach trug sie alle Öle nacheinander auch auf die Wirbelsäule auf und arbeitet sie dort kleinflächig ein. In mir veränderte sich ständig mein Grundgefühl. Leichte Wellen von ganz unterschiedlicher Qualität. Kopf loslassen, wohlfühlen, Vertrauen, ankommen, weit werden, Freude, Entspannung, Wärme und am Ende ein Gefühl von glücklich sein. Ich fing an zu lachen. Es war so schön! Während ich dann noch nachentspannte, befragte sie die Matrix. Dabei spürte ich auch viel Bewegung in den unteren Energiezentren und im Kopf.

Ich bekomme nicht mehr alles zusammen, was sie mir dann erzählte, da ich so entspannt war, dass mein Kopf und meine Merkfähigkeit Urlaub hatten :). Was da kam war für mich nichts Neues und doch hilfreich, da aus dieser sicheren Quelle. Ich solle ins Vertrauen kommen, Loslassen da alles seine Richtigkeit hat. Kontrolle loslassen. Wenn das mal so einfach wäre. Dann gab es Fremdenergien die sie gelöscht hat und mein ganzes System gereinigt und auf null gesetzt (was immer das heißt). Es kam wohl auch durch, dass 55 Glaubenssätze gelöscht wurden. Oh, vielen Dank :).

Und heute fühle ich mich ganz erstaunlich. Ich kann wahrnehmen, wie mein Verstand immer wieder ansetzt zu üblichen strengen Gedanken und Anweisungen und dann von selbst wieder loslässt. Ich muss nichts tun, wie toll! Und es gibt dieses Kaminzimmergefühl. Ich liege friedlich, eingekuschelt in weiche Decken, auf weichem Boden vor diesem warmen Kamin. Ich fühle mich so friedlich und sicher, dass ich immer wieder eindösen kann. Es gibt nichts zu tun. Es gibt nichts zu denken. Ein Lächeln liegt in meinem Gesicht. Alles ist sanft und ruhig und ich spüre meine Herzgefühle wieder.

Und das genieße ich jetzt mal ein Weilchen!