Ja-Atmung

Ich probiere seit ein paar Tagen mit einer neuen Atemübung herum.

Die kam zu mir über einen Beitrag eines Blogs zum Thema Hochsensibilität. Im Speziellen gings da um die Selbstannahme. Hier der Link zum Original-Text. Unter Schritt 1 findet man die Atemübung beschrieben.

Bei der Übung geht es darum, bei der Einatmung in den Nabel oder die Füße zu spüren  (ich nehm den Bauchnabel) und bei der Ausatmung ein JA in das gesamte Sein zu schicken.

Das ist gar nicht so einfach, aber ziemlich spannend was passiert.

Ich denke zusätzlich zum Hinspüren, auch das Wort Nabel beim einatmen. Also im Geiste im Wechsel, Nabel – Ja – Nabel – Ja… usw..

Ne ziemlich komplexe Sache, dann dazu auch noch die Körperempfindungen zu finden und zurückzukehren, wenn es wegzieht. Und es zieht ordentlich weg.

Wenn es sich annähert, kommen meist Tränen. Und wenn dann Nabel und JA und Körper sogar zu einem werden, gibts es auch sowas wie Ruhe, Stille und Frieden.

Bisher noch nicht so richtig für mich. 😉

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Projekt Windspiel

Ich bin so froh, dass ich diese kleine Ablenkung habe.

Zwischenzeitlich hing es, da keine Lösungen in Sicht.

Nun habe ich einen süßen, kleinen Handbohrer gefunden, womit man ganz kleine Löcher per Hand bohren kann (wie der Name schon sagt 😉 ), ganz ohne Strom.

Und das funktioniert tatsächlich. 🙂

Anstatt nun jeden Tag ein Stück Holz zu kleben, weil ich immer warten muss bis es getrocknet ist, hab ich einfach mal 23 oder so Löcher gebohrt, ne Schnur durchgezogen…

Das silberne Ding ist der Handbohrer.

… und mit der schon geklebten Seite verklebt.

Mal sehen, wie ich das noch in Form fixiere.

Das hat mir heute gut getan und auch der Besuch von Freunden.

Mir ging es vorher nicht so gut und auch ist mir komisch im Kopf und Gedanken, da ich vor zwei Tagen erneut das Antidepressivum um ein Milligramm angehoben habe. Und verdammtes Ding, es ist ja kaum zu fassen, aber ich merke das sowas von. Soviel zum Thema hochsensibel.

2. Klopf-Kongress

Habe ich per E-Mail von Monika Richrath bekommen und kann es empfehlen. Höre gerade den Beitrag zu ‚TTT – Trauma Tapping Technik‘

„Heute ist der 2. Klopfkongress online gegangen, das ist für Sie eine Supergelegenheit, die EFT-Klopftechnik unter fachkundiger Anleitung zu verschiedenen Themen  auszuprobieren und die Wirkung selbst zu erleben. Ich bin selbst als Referentin zum Thema Hochsensibilität dabei.

Nachdem ich nun heute den ersten Beitrag von Sonja Sannert zum Thema Stress gehört habe und restlos begeistert bin, möchte ich Ihnen den Klopfkongress als ganzes gerne ans Herz legen.

Vom 23. bis 31. Juli gehen jeden Tag zwei neue Interviews online, die Sie jeweils für 48 Stunden kostenfrei anhören können. Alles, was Sie tun müssen: sich anmelden.“

http://www.klopf-kongress.de/

beeindruckend

Irgendwie ist alles gerade so richtig gut. Ich habe viele Tage hintereinander meine Freudespeicher aufgefüllt und tu das noch immer.

Es ist toll! Ich weiß auch nicht. So viel ist passiert die letzten Wochen. So viele Erkenntnisse und Prozesse die weiter fortgeschritten sind. Und ich schau einfach nur zu und komme immer wieder ins Staunen.

Ahhhh, so fühlt sich das also an! So fühlt es sich an, wenn man sich frei fühlt. So fühlt es sich an, wenn man Wert fühlt. So fühlt es sich an, wenn man sich verbunden fühlt. So fühlt es sich an, wenn Verbindungen einen ’satt‘ machen. So ‚wenig‘ braucht es also, um glücklich zu sein – die Verbindung zu mir und zu anderen.

Und das passiert alles so, findet seinen Weg zu mir. Erstaunlich!

Wertigkeiten haben sich verschoben. Arbeit steht plötzlich ganz am Ende der Liste. Wer hätte das gedacht!

Die Rauhnächte haben mir die Klarheit beschert, dass ich mich 2015 mächtig abgerackert habe (was nicht falsch war, ebenso war wie es war), wie erschöpfend das war und das in mir ein sehr, sehr starker Wunsch nach Ruhe und Stressfreiheit sitzt.

Und zu Recht! Ist mir doch noch mal deutlicher geworden, auf welche Art und Weise ich in der Welt bin. Mit einer fast dauerhaften Grundanspannung und einem ultrasensiblem Nervengerüst. Sogar während der Rauhnächte, wo nicht allzu viel los war, hatte ich meine Totalausfallzeiten – stundenweise, halbtags und auch ein ganzer Tag. Das hat mir verdeutlicht, wie viel schon simpler Alltag, ohne zusätzliche Stressoren, wie Arbeit oder neue zwischenmenschliche Situationen mit mir machen.

Da war es plötzlich ganz logisch, wenn ich grundsätzlich mehr angespannt bin, dann darf ich auch grundsätzlich mehr Entspannung in meinen Alltag einbauen. Sogar zwangsweise, um wieder in ein Gleichgewicht zu finden. Die Anspannung macht sich auch in chronischen Körperleiden bemerkbar. Und auch hier – klar, wenn mein Körper stärker belastet ist, dann darf ich mich um so mehr um ihn kümmern, um die Belastung abzufangen. Ich brauche also grundsätzlich in meinem Leben mehr Ruhe, mehr Pausen, mehr alleine-sein, mehr Körperarbeit, mehr Entspannung. Und noch mal logisch, dass das alles vor der Arbeit kommt, weil ich ja sonst nur auf halbe Kraft bin. Das spannende daran ist, dass ich dafür in mir ein okay finde, weg von Schuldgefühlen. Es darf mir gut gehen. Ich kann mir mit allem Zeit lassen, weil mir das einfach gut tut und Lebensqualität erhöht.

Und so hat sich ganz stimmig daraus meine Haltung für das Jahr 2016 entwickelt – den Ball flach halten, es darf einfacher werden, es darf entspannt sein, nein sagen zu neuen zusätzlichen Herausforderungen (die kommen schon von ganz alleine) – ich muss mich nicht in jede sich aufzeigende Lernaufgabe stürzen, die Weiterentwicklung des Themas Arbeit ist erst einmal unwichtig, Stabilität halten und zurückfinden.

Das Ganze fühlt sich wichtig an, bis zur stationären Aufnahme. Bis dahin darf es so ruhig wie möglich bleiben. Was danach kommt, steht in den Sternen. Da sind die Würfel bestimmt noch mal neu zu würfeln.

Eine ganz neue Haltung für mich. Es fühlt sich gut an. Mal schauen, ob mir das gelingt. Ich weiß auch, dass ich einen sehr getriebenen, vorwärtsdrängenden Teil in mir habe. Der hat sich sicherlich nicht in Luft aufgelöst. 😉

Am 18.01. habe ich ein Vorgespräch in der Klinik. Zuerst war mir gar nicht klar, wie ich das bewältigen soll. An einem Tag da hin fahren, dann dieses Gespräch und wieder nach Hause fahren. Nach einigen Überlegungen und Berechnungen und Angstmanagement hat sich alles gefunden. Eine Freundin fährt mich mit einem gemieteten Auto dort hin und zurück.

Trotzdem ist es noch eine große Sache und wird auch sehr stressig. Ich war seit vielen Jahren nicht mehr so lange mit jemandem im Kontakt. Es wird mich erschöpfen und ich weiß nicht, ob ich gut bei mir sein kann, wenn jemand neben mir ist, auch wenn derjenige mit Autofahren beschäftigt ist. Sind immerhin jeweils um die 4 h für jede Strecke hin und zurück.

Das Gespräch vor Ort wird mich auch in eine bestimmte Gefühlslage bringen. Ein Machtgefälle. Autoritäten.

Ich kann mich trotzdem gerade immer wieder gut beruhigen und für diese Erfahrungen offen sein und auch die Möglichkeit fühlen, dass alles schon irgendwie gut werden wird. Anstrengend, aber gut.