Hallo Welt! Du darfst entdeckt werden.

Das Leben. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2013 und erreichen neue, unbekannte Welten. Logbucheintrag vom 31.07.2013:

Oh mein Gott, was passiert hier? Wo führt das alles hin? Diese Woche scheint im Stern der Hyperaktivität zu stehen. Teile erwachen in mir zum Leben, die nichts anderes wollen als entdecken und bewegen. Am liebsten die ganze Zeit lang. Immer wieder, immer wieder werde ich angetrieben. Raus, raus, ich will was entdecken, ich will was tun, was sehen. Oh, okay. Wie macht man das noch mal, dass Entdecken? Einfach los? So ohne Ziel? Puh, das geht doch nicht. Wohin denn? Gebe mir Mühe, meinem dynamischen kleinen Ich gerecht zu werden. Komme dabei auch an meine Grenzen. Erschöpfungsgrenzen. Verstandesgrenzen. Bemühe mich, als der Erwachsene die Mitte zu finden, zwischen Aktion und Pausen. Zwischen Expansion und Kontraktion. Nicht leicht. Gehe auch oft drüber, weil ich dieses Rennen so schwer stoppen kann. Fühlt sich ja auch verdammt gut an. So neu, so intensiv, so nach Leben. Dazu kommen intensive Gefühle von Freude und Liebe. Manchmal auch davon zu viel, dass es anstrengend wird, mein Herz überläuft. Ich musikhörend, malend weinen muss, weil alles so unglaublich schön ist, dass ich es kaum aushalte. Ich lächele ständig, auch ohne Grund. Laber Freunden ein Ohr ab, wie toll doch alles ist. Bin voll von weisen Sätzen über das Leben. Dann wieder die totalen Leere-, Erschöpfungsmomente. Macht auch Sinn. Wo soll die Energie für all das Fühlen und Bewegen her kommen. Diese Wechsel passieren mehrmals am Tag. Leben ist die Bewegung zwischen Expansion und Stille. Der Stille bedarf es, um die Erfahrungen der Expansion nach innen zu bringen, damit dann der Kreislauf wieder von vorne beginnen kann. Habe ich neulich erst gelesen und spiegelt sich gerade in meinen Erfahrungen wieder. Scheint also alles ganz normal zu sein.

Es kommt mir so vor, als würde ich an der Stelle wieder anfangen, wo ich als Kind aufgehört habe Kind zu sein. Mit einer Wucht holt mich alles ein, was so lange weggeschlossen war.

P1020724Heute Morgen wache ich schon mit einem Lächeln auf. Meine Träume verändern sich, werden lebendiger. Ich habe mich durch die Luft schleudern lassen, im Kreis herum und dann mich selbst ganz schnell gedreht, mit ausgestreckten Armen, wie eine Eisläuferin. Mit dieser Dynamik in mir erwache ich. Jemand will sofort los auf eine Wiese, um Rad schlag zu machen, Purzelbäume und Kopfstand. Darüber kann man doch nur lächeln, so früh am Morgen. Ich will diese Impulse ernst nehmen. Also aufgestanden. Platz freigeräumt. Isomatte ausgerollt und Purzelbaum gemacht. Rummms! Autsch! Okay… irgendwie passt jetzt mein Erlebnis nicht mit meiner Vorstellung zusammen. Das sah wahrscheinlich sehr ungeschmeidig aus und fühlte sich auch so an. 🙂

Kennt ihr das, dass in der Phantasie manche Dinge federleicht beherrscht werden und sich toll anfühlen und man real davon eigentlich nichts beherrscht? So geht es mir mit Inlinern, Schlittschuhlaufen, Motorradfahren und anscheinend auch mit Purzelbäumen.

Dann versuche ich noch einen Kopfstand, was mir nur angstnasse Hände einbringt. Doch es ist witzig sich so mit sich selbst treiben zu lassen. Hat mich sehr befriedigt und kann ich nur weiterempfehlen.