Natur macht gute Gefühle und neue Kunst

Die Mauersegler segeln direkt vor meinem Balkon entlang, so dass ich das Zischen des Windes in ihrem Flügelschlag hören kann. ❤ Nur leider zu schnell für die Kamera.

Knallige Farben lassen mich staunen. 😍

Die Wucherblume wuchert.

Die Zucchinipflanze hat mir unter widrigen Balkonbedingungen zumindest bisher diese eine Frucht geschenkt. 😍

Ja… sie ist klein. Ich konnte nicht länger warten. 😁

Gebt mir leere Klopapierrollen…

…und ich mache euch Kunst. 😃

Ganz oben und ganz unten

Was für eine Zeit. Es geht tief hinab. Und daneben helfen mir so viele Dinge, zeigen ihre Wirkung über die Zeit. Ich bin dankbar! Trotz alle dem.

Ich klatsch den Text von gestern hier einfach hin. Er ist nicht schön. Gar nicht schön. Und ich mag ihn selbst auch nicht noch mal lesen. Und vielleicht überlegt ihr es euch auch, ob ihr das überhaupt lest. Schwer ist es sowieso genug.

Und trotzdem… an demselben Tag. Ich dachte, ich muss hier unbedingt raus. Innerlich raus aus der Thematik. Etwas auf die andere Waageschale packen, damit der Tag zu überstehen ist. Und echt ja, alle kleinen Hilfen, Reize (Öle, Gerüche bliblablup) sind ein Scheiß gegen die Wirkung, wenn ich im Wald bin und mich dem kreativ-sein hingeben kann. Ich war völlig dabei. Alles andere vergessen. Wirklich. Komplett aus dem Fokus. Natürlich wieder da, als ich nach Hause zurück kam. Aber egal. Das ist ein so großartiges Geschenk. Das ist mir mit nichts anderem bisher so gut gelungen.

Mein bisher größtes Projekt. 😀 Und das an einem so beschissenen Tag. Kann ich selbst kaum glauben, wie zwei so entgegengesetzte Pole in einen Tag passen.

Danach der Text.

Der Prozess


Beim Klopfen (EFT). Ich fühle keine Person, ich sehe keinen Menschen, aber ich fühle die lebensnotwendige Verbindung und das sie mir entzogen wird. (Ich weiß, hier geht es um meine Mutter)

Ich bin voll eingetaucht, mit meinem ganzen Körper, mit meinem ganzen Sein erlebe ich diese Erfahrung. Diese ganze Erfahrung besteht aus dem Gefühl von Raum, wo niemand mehr ist, aber jemand sein sollte.

Ich bestehe nur aus diesem Gefühl des Raumes, in dem ich alleine zurückbleibe und einem Schmerz, dass etwas fehlt. Es gibt auch ein ‚Du‘, an das ich mich richten kann.

Zu Beginn die globale, verzweifelte Erfahrung des Nicht-Verstehens.

Ich verstehe nicht, warum du das tust? Ich verstehe das nicht, warum du mich alleine lässt? Ich verstehe das nicht, warum du weg gehst? Ich verstehe dass alles einfach nicht?

Darauf folgt die Erfahrung von Hass und ein kreuz und quer Fluten von Angst, Brauchen, Enttäuschung, Leere, Traurigkeit.

Ich hasse dich, ich hasse dich! Geh weg, auch wenn es weh tut. Nein! Bleib hier. Ich liebe dich, ich brauche dich.

 

Die Wut, um den Schmerz und die Ohnmacht zu verdecken.

Die Angst, dann ebenso zu verlieren.

Eine unlösbare, widersprüchliche, absolut schreckliche Situation für ein Kind. Die Mutter kann nicht gehasst werden, weil sie gebraucht wird.

Als Folge und Rettungsversuch der kleinen Seele, wird die Wut unterdrückt (wenn ich lieb bin, wird sie bleiben), wird die Schuld auf sich genommen (ich bin schlecht, deshalb geht sie; wenn ich richtig bin, wird sie bleiben) und die Selbstaufgabe der Bedürfnisse (ich darf nichts wollen/brauchen/fordern, dann fehlt mir auch nichts mehr).

So ein hoher Preis, der das ganze folgende Leben und die Möglichkeit Bindungen einzugehen bestimmt!

Die tiefe, schmerzhafte Erkenntnis, das trotz alle dem, die Bindung ab diesem Moment verloren war. Endgültig. Unwiderruflich. Nicht wieder gut zu machen.

 

Die Bedürfnisse waren nie weg. Die Wut war nie weg. Mein Selbst war nie weg.

Alles noch da! (und nun???)

Doch in den Raum wird niemand mehr treten.

 

Ich kann mich gerade ein bisschen besser verstehen, mit meinen Beziehungsschwierigkeiten. Ein bisschen. Ich wollte gerade etwas über Bindungstrauma lesen (habe ich bisher von mir aus nicht recherchiert), habe aber wieder abgebrochen, weil es zu sehr weh tut. Da gibt es noch einiges anzunehmen. Schritt für Schritt. Irgendwie habe ich das wieder ausgeblendet und es als betrifft_mich_nicht oder nur am Rande einsortiert.

Unterwegs

Es gäbe so viel zu erzählen. Es passiert so viel, greift ineinander, baut auf sich auf. Ich spüre, dass ich eine Ebene tiefer in Richtung Wahrhaftigkeit gestiegen bin. Mir kommt es vor, als habe das letzte Wochenende, in dem ich mich so ausgeklickt habe, etwas möglich gemacht, worauf  das aktuelle aufbaut.

Hach, wie soll ich das nur alles ausdrücken. Vielleicht einfach gar nicht. 🙂

Dafür ein paar Handyfotos. 🙂

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War nix mit den Bucheckern-Nuss-Riegeln. Die Bucheckern halten für Kunst her. 🙂

 

Meine Beschäftigung während ich frühstücke.

Meine Beschäftigung während ich frühstücke.

 

Sonst hatte ich immer etwas gelesen. Jetzt macht es viel mehr Freude.

Sonst hatte ich immer etwas gelesen. Jetzt macht es viel mehr Freude.

 

Da vergesse ich schon mal das Frühstücken.

Da vergesse ich schon mal das Frühstücken.

 

Das könnte ich ewig anschauen. Da sind Präzision und Schönheit zusammen gekommen.

Das könnte ich ewig anschauen. Da sind Präzision und Schönheit zusammen gekommen.

 

Material sammeln.

Material sammeln.

 

Ein Engelstor.

Ein Engelstor.

 

So schöne bunte Federn, auch wenn dafür ein Leben gelassen wurde. Hab ich auch eingepackt.

So schöne bunte Federn, auch wenn dafür ein Leben gelassen wurde. Hab ich auch eingepackt.

 

Nur noch die Hülle. Das Leben ist fort.

Nur noch die Hülle. Das Leben ist fort.

 

Ich hab so Ideen, zu einer Zeit wo kaum Menschen unterwegs sind, solche Muster an öffentliche Orten zu legen. S-Bahnhöfe zum Beispiel. Ich trau mich nur (noch?) nicht.

Hab jetzt ne Tüte Eicheln zu Hause, weil ich mir im Wald zu beobachtet vor kam.

Ach ja, über das folgende Präsent habe ich mich sehr gefreut. Das erste Mal Pflanzen bei einer Nachbarin gegossen und mich getraut, (nachdem sie sich getraut hat mich zu fragen) sie auf einen Tee einzuladen. Ich glaube, wir haben etwas gemeinsam. Sie ist schon älter. In ihrer Wohnung hing ein Kreuz an der Wand und ich spürte Spiritualität. Da zieht sich irgendetwas an. Das ist seit 2009, dass erste Mal, dass ich mir traue mit einem Nachbarn persönlicher zu werden. Fand ich ganz schön mutig von mir.

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Fast ein Jahr…

… ist es her, dass ich das letzte Mal gemalt habe.

Malen ist Therapie.

Zur Grundhaltung: Ich bin überzeugt davon es nicht zu können. Ich habe keine Ahnung wie ich etwas ansprechendes aufs Papier bekommen soll. Vorstellungen lassen sich nicht umsetzen. Schon der erste Strich wird alles kaputt machen. Ich werde Papier und Farbe vergeuden. Es soll gut werden. Was will ich überhaupt malen. Keine Bilder im Kopf. Der Anfang versetzt mich in Angst. Stress auf 60 Punkte. Gedanken erkennen. Hindernisse erkennen. Was wäre, wenn es falsch werden dürfte? Was wäre, wenn ich Krikelkrakel machen darf? Was wäre, wenn ich die Leinwand danach einfach abspüle und so oft KrikelKrakle machen darf wie ich will.

Okay… KrikelKrakel passend zur Aggression in mir. Nebenprogramm – sieht das alles scheiße aus-Gedanken, du hast es nicht drauf-Gedanken, du versaust es-Gedanken laufen mit.

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Leinwand abgespült und Ideen im Kopf. Nichts Großes. Nur die Hintergrundfarbe anders. Und plötzlich entwickelt sich etwas. Ich schwitze wieder, bin aufgeregt, unruhig, diesmal weil mich etwas gepackt hat. Und Rührungstränen steigen auf. Was erschafft sich da? Wie wunderschön!

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Ich würd meine Hand ins Feuer legen, dass ich in einem vergangenen Leben mal etwas mit Malerei zu tun gehabt habe. Die übergroße Angst zu starten und die riesige Aufregung die dabei entsteht. Sehr starke Gefühle für etwas was ich so gut wie nie mache und deshalb auch nicht so richtig als ein Hobby betrachte.