Klinik II

Letzter Tag für einen Ausflug genutzt, mal in anderer Gegend.

Erkenntnis:

Viel rumlaufen und anschauen geht nicht mehr.

Sitzen, verweilen, Umgebung wirken lassen, geht.

Die Erfüllung fand ich dann doch im Park nebenan.

Morgen wieder nach Hause, mit neuen Erfahrungen zum Haltlosigkeitsgefühl.

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In Bildern

Oh mein Gott, ich hab doch tatsächlich Lust Fotos meiner Balkonbepflanzung zu machen, um sie mit euch zu teilen (falls es jemanden interessiert). Ein Wunder, ich bin geheilt! 😀

Spaß beiseite. 🙂 Erst mal sehen, ob die Konzentration ausreicht, Fotos vom Handy auf PC zu ziehen usw. und bis zum Ende durchzuhalten.

Ich hatte echt übel wieder mit Selbstabwertung zu kämpfen und viel, viel Angst und unglaublich viel Wutkraft. Diffuse Angst vor Menschen, vor Unterstützer die gefährlich sein könnten und Wut aus sie und irgendetwas.

Voll den Film zu laufen. Logisch kaum Kraft durch Daueranspannung, Lähmung durch Angst, Abwehr von Selbstfürsorge durch Selbsthass, Zugang zu Bedürfnissen und Helfer versperrt, um zu schützen. Bäh, war/ist das anstrengend so da zu sein. Dazwischen viele kleine helle und lindernde Momente… nicht vergessen!

Wie eben, Kraft für Balkonpflanzen, die durch den vielen Regen etwas zu tun haben.

Die Paprikapflanzen kommen dieses Jahr schön kräftig und groß.

Das ist das zweite Jahr, wo ich aus gekaufter Bio-Paprika Pflanzen gezogen habe. Dieses Jahr sind die größer als letztes Jahr. Haben fette Blüten bekommen. Ich hab aber auch zum ersten Mal die erste angesetzte Blüte abgeschnitten, die sogenannte Königsblüte. Las ich im Internet, dass sie dann mehr Früchte ansetzen. Kann ich bestätigen. Letztes Jahr waren glaube pro Pflanze zwei Früchte und die relativ klein. Bin gespannt, wie groß die Früchte dieses Mal werden.

Die Erdbeerpflanze hat den Winter überstanden und auch zum ersten Mal neu getrieben. Blüht ganzjährig, so dass ich mich immer wieder über einzelne kleine, leckerer Früchte freue. 🙂

 

Lauter kleine Paprika. 🙂

Das sind zwei Pflanzen in einem Topf und die eine ist siamesisch getrieben, also eigentlich 3 Pflanzen.

Die Blumenwiesenstreuung links ist dieses Jahr spärlich. Hab zu wenige Samen gestreut und das Wetter war lange kalt und nun nass. Aber spannend ist sie trotzdem. Es kommen wieder so kleine Möhrchen, jetzt erst und wenn ich mich nicht irre, ist da ganz rechts im linken Kasten irgendein Kohl. Der wird wohl nichts werden, unter den Bedingungen. Aber witzig, was die alles unter Wildblumenwiese verstehen.

Sonne

Naja, mein einziges Wald-Kunstwerk in diesem Jahr bis jetzt. Mir ist nicht so nach. Zu angespannt draußen und zu wenig Kraft in abgelegenere Gegenden zu fahren.

Das ist das letzte Stück, was ich bisher hergestellt habe. Ich liebe es in seiner Form und Zerbrechlichkeit. Dass sind nur ganz dünne Ästchen. Kommt nicht so rüber. Hat auch schon seine Besitzerin gefunden. 🙂

Zwei weitere Stücke sind in Arbeit. Das eine ist echt langwierig für mich. Eine Durchhalteübung , trotz Aufwand, Anstrengung und auch Langeweile, bei monotonen Arbeiten (wie bei über 20 kleinen Holzstückchen immer eine kleine Ecke abzuschleifen… gääähn… öööödeee… 😉 ).

So. Beitrag fertig. Geschafft. Hurra! 😀

Nun essen.

Ganz oben und ganz unten

Was für eine Zeit. Es geht tief hinab. Und daneben helfen mir so viele Dinge, zeigen ihre Wirkung über die Zeit. Ich bin dankbar! Trotz alle dem.

Ich klatsch den Text von gestern hier einfach hin. Er ist nicht schön. Gar nicht schön. Und ich mag ihn selbst auch nicht noch mal lesen. Und vielleicht überlegt ihr es euch auch, ob ihr das überhaupt lest. Schwer ist es sowieso genug.

Und trotzdem… an demselben Tag. Ich dachte, ich muss hier unbedingt raus. Innerlich raus aus der Thematik. Etwas auf die andere Waageschale packen, damit der Tag zu überstehen ist. Und echt ja, alle kleinen Hilfen, Reize (Öle, Gerüche bliblablup) sind ein Scheiß gegen die Wirkung, wenn ich im Wald bin und mich dem kreativ-sein hingeben kann. Ich war völlig dabei. Alles andere vergessen. Wirklich. Komplett aus dem Fokus. Natürlich wieder da, als ich nach Hause zurück kam. Aber egal. Das ist ein so großartiges Geschenk. Das ist mir mit nichts anderem bisher so gut gelungen.

Mein bisher größtes Projekt. 😀 Und das an einem so beschissenen Tag. Kann ich selbst kaum glauben, wie zwei so entgegengesetzte Pole in einen Tag passen.

Danach der Text.

Der Prozess


Beim Klopfen (EFT). Ich fühle keine Person, ich sehe keinen Menschen, aber ich fühle die lebensnotwendige Verbindung und das sie mir entzogen wird. (Ich weiß, hier geht es um meine Mutter)

Ich bin voll eingetaucht, mit meinem ganzen Körper, mit meinem ganzen Sein erlebe ich diese Erfahrung. Diese ganze Erfahrung besteht aus dem Gefühl von Raum, wo niemand mehr ist, aber jemand sein sollte.

Ich bestehe nur aus diesem Gefühl des Raumes, in dem ich alleine zurückbleibe und einem Schmerz, dass etwas fehlt. Es gibt auch ein ‚Du‘, an das ich mich richten kann.

Zu Beginn die globale, verzweifelte Erfahrung des Nicht-Verstehens.

Ich verstehe nicht, warum du das tust? Ich verstehe das nicht, warum du mich alleine lässt? Ich verstehe das nicht, warum du weg gehst? Ich verstehe dass alles einfach nicht?

Darauf folgt die Erfahrung von Hass und ein kreuz und quer Fluten von Angst, Brauchen, Enttäuschung, Leere, Traurigkeit.

Ich hasse dich, ich hasse dich! Geh weg, auch wenn es weh tut. Nein! Bleib hier. Ich liebe dich, ich brauche dich.

 

Die Wut, um den Schmerz und die Ohnmacht zu verdecken.

Die Angst, dann ebenso zu verlieren.

Eine unlösbare, widersprüchliche, absolut schreckliche Situation für ein Kind. Die Mutter kann nicht gehasst werden, weil sie gebraucht wird.

Als Folge und Rettungsversuch der kleinen Seele, wird die Wut unterdrückt (wenn ich lieb bin, wird sie bleiben), wird die Schuld auf sich genommen (ich bin schlecht, deshalb geht sie; wenn ich richtig bin, wird sie bleiben) und die Selbstaufgabe der Bedürfnisse (ich darf nichts wollen/brauchen/fordern, dann fehlt mir auch nichts mehr).

So ein hoher Preis, der das ganze folgende Leben und die Möglichkeit Bindungen einzugehen bestimmt!

Die tiefe, schmerzhafte Erkenntnis, das trotz alle dem, die Bindung ab diesem Moment verloren war. Endgültig. Unwiderruflich. Nicht wieder gut zu machen.

 

Die Bedürfnisse waren nie weg. Die Wut war nie weg. Mein Selbst war nie weg.

Alles noch da! (und nun???)

Doch in den Raum wird niemand mehr treten.

 

Ich kann mich gerade ein bisschen besser verstehen, mit meinen Beziehungsschwierigkeiten. Ein bisschen. Ich wollte gerade etwas über Bindungstrauma lesen (habe ich bisher von mir aus nicht recherchiert), habe aber wieder abgebrochen, weil es zu sehr weh tut. Da gibt es noch einiges anzunehmen. Schritt für Schritt. Irgendwie habe ich das wieder ausgeblendet und es als betrifft_mich_nicht oder nur am Rande einsortiert.

Mein Tag

Ich fühle mich seit heute morgen so dermaßen traurig und müde, dass mir die Worte fehlen. Meine  Gedanken sind zu mühsam, meine Zunge ist zu schwer und meine Augen sind zu müde.

Stattdessen Fotos von anderen Tagen und von heute.

Andere Tage: Puschelgras vom Balkon.

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Fotos vom letzten Wochenende.

 

Fotos von heute.

Dies und Das

Alles bewegt sich… immer weiter.

Kleiner Freudemoment, die glänzenden Eicheln anzusehen und ihnen eine Sprache zu geben. Leider nur auf dem Küchenboden. Sie hätten besseres verdient. Ich bin einfach zu gehemmt. Das Sammeln hat mir schon allen Mut und viel Beruhigung gekostet, immer wenn jemand an mir vorbei lief, während ich auf dem Boden hockte. Dabei hätte ich mich so gerne in die Sache vertieft.

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Ich fühle deutlich, dass ein Umzug zur Gewissheit wird. Ohne wann und wohin. Spontane Vorfreude, immer wenn ich daran denke. Das Ausmisten der Wohnung bekommt einen weiteren Sinn, ein Ziel. Ein Ziel, ohne mir ein Ziel zu stecken. Meine Bedürfnisse nach mehr Natur und ruhigerer Umgebung werden einfach immer deutlicher.

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Fotos von der Straße (fand ich lustig) und aus einem Wartezimmer, beim Arzt (fand ich putzig).

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Ich weiß nicht, was aus meinen Freundschaften wird. Es verändert sich etwas (alles). Ich möchte ihnen anders begegnen, ich möchte eine andere Ebene des Kontaktes. Mehr gemeinsames Sein, weniger im Kopf und im Weg-Reden. Ich kann es nur selbst noch nicht leben. Länger schon keinen Kontakt mehr gehabt und auch kaum das Bedürfnis. Ambivalenzen. Wechsel zwischen Verlustangst und schon nicht mehr verbunden sein. Angst, dass sie die Veränderung nicht mitmachen. Froh sein, dass sie trotzdem da sind, auch ohne Treffen.

Kommt mir so vor, als würden die Denk-Grenzen immer enger werden, die Erschöpfung immer schneller eintreten, wenn der Ausgleich zum Kopf fehlt. Die Kopfschmerzen nehmen derweil immer neue Formen an. Unheimlich, dass es nicht aufhört. Habe einen früheren Termin bei der Osteopatin bekommen. Mittwoch. Noch ne Ewigkeit. Sorgen, ob ich vielleicht doch was Ärgeres habe als blockierende Muster in den Energiebahnen. Auf Nachfrage nach ‚oben‘, ob ich zum Arzt sollte: wenn es dich beruhigt. Klang nicht sehr dringend, fast gelangweilt. Die sonstige Physiotherapie traue ich mir gerade nicht. Bin so sensibel geworden, was den Körper betrifft.

Heute Termin bei der Psychiaterin gehabt. Versuch, im Erwachsenen-Ich zu bleiben hat halb-halb funktioniert. Eindeutig Ablösephase. Zuerst viel Angst. Musste im Zimmer stehen bleiben. Hinsetzen ging nicht. Zuviel Angst. Schwitzen. Atmen. Aushalten, gesehen zu werden. Dann Wut und Trotz. Dann doch wieder freudiges Erzählen, was so war, sitzend.

Und noch viel mehr, mehr, mehr…