Selbstablehnung 

Das ist der Minotaurus in mir, die große Aufgabe, der entscheidende ‚Kampf‘.

In der Mitte des Labyrinths steht meine Selbstablehnung.

In der Mitte des Labyrinths steht all das, was mich vom Leben abhält, mich davon trennt. Mich meiner Energie und Lebenskraft beraubt. Mich klein hält, grau, taub und müde macht.

Das Schwert kann nur die Liebe sein.

Auch wenn ich noch nicht weiß wie es gehen soll, weiß ich doch, dass es schon geschieht.

Vertiefung

Seit der letzten Heilarbeit sind in mir tiefgreifende Veränderungen zu spüren.

Anhaftungen, wie mein Leben zu sein hat und damit auch Verleugnungen, was sich in meinem Leben präsentiert, sind losgelassen (das war seeehr schmerzhaft).

Fast zu jeder Minute spüre ich, in welche Richtung ich zu blicken habe. Ich anerkenne meine Fähigkeiten und Gaben und spüre Bereitschaft mich darauf einzulassen, auszurichten und zu lernen, in sie hineinzuwachsen.

Angst ist mit dabei und nicht gerade wenig. Sie gehört dazu, ist nachvollziehbar.

Ich spüre die Ränder und Füllung meines Egos und damit die Abgrenzung zum Herzen, zur Liebe. Hier liegt Los-lass-Arbeit vor mir. Ich habe sehr viel gelernt zu nehmen, einzufordern, ICH zu fühlen und zu zeigen.

Eine Weiterentwicklung drängt sich auf. ICH zurückstellen. Eigenes wieder loslassen, auf Räume begrenzen. Anderes zulassen, geben von dem so viel in mir vorhandenem – Liebe, Aufmerksamkeit, Wertschätzung. Für andere Raum sein.

In den Alltagsdingen breitet sich immer wieder tiefer Frieden und Vertrauen aus. Plötzlich ist es so einfach, einfach da zu sein. Alles liegt klar zu meinen Füßen, ohne dass ich etwas sehen könnte. Der Weg. Ich brauche ihn nur zu gehen, ganz gemächlich. Ein Schritt nach dem anderem. Erfahren. Fühlen. Lernen. Erkennen.

Sinneswahrnehmungen haben sich enorm vertieft. Vielleicht waren sie schon immer so, nur für mein Bewusstsein vernebelt, weil so viel Denken davor stand.

Das Leben hat etwas für mich vorgesehen. Ich fühle mich mit diesem Plan verbunden. Ich bin genau da wo ich sein soll.

Polaritäten von Energie  ("Der Weg zum wahren Reiki-Meistern" - Andreas Dalberg)

Polaritäten von Energie
(aus „Der Weg zum wahren Reiki-Meister“ – Andreas Dalberg)

Bewegung von Energie ("Der Weg zum wahren Reiki-Meister" - Andreas Dalberg)

Bewegung von Energie
(aus „Der Weg zum wahren Reiki-Meister“ – Andreas Dalberg)

Ich brenne!

Wenn der Verstand sich mit dem Herzen verbindet und gemeinsam eine Vision entsteht, dann ist das etwas sehr machtvolles.

Ich habe noch nie in meinem Leben etwas so machtvolles gespürt. Heute fühle ich es! Es ist so stark, dass es keinen Zweifel gibt, dass es geschehen wird. Ich fühle es mit einer Klarheit und Gewissheit. Es hat eine unglaubliche zentrierende Kraft.

Genau das will ich tun! Es beinhaltet alles wonach ich mich schon länger gesehnt habe. Verbindung zu mir und zu anderen. Verbindung zu meinem Herzen. Verbindung zum Universum. Verbindung zum Hier und Jetzt. Mit den Händen, mit den Sinnen. Ganzheitlich Wirken und Sein. Genau das habe ich gesucht und es anscheinend mit Reiki gefunden.

Ich gehe ins Bett und denke an Reiki. Ich wache auf und denke an Reiki. Ich male mir eine berufliche Zukunft aus. Ich plane, was ich dafür schon tun kann. Wo ich Informationen her bekomme.

Wenn das jetzt nur ein kurzes Brennen ist, wie ich es von mir kenne, und doch kein Dauerfeuer, dann weiß ich auch nicht mehr. Aber ich will jetzt nicht zweifeln. Nicht anzweifeln, was ich fühle. Ich fühle es in der Mitte meiner Brust, wo sonst so oft die schmerzhafte Sehnsucht saß, dass es genau das ist was ich tun will!

Befreiung

Es treibt mich wieder so stark um, diese Unruhe in mir, dieser unspezifische Drang alle Hindernisse, alle Beschränkungen zu durchbrechen und frei zu sein. Ich kann nicht genau benennen, was damit gemeint ist. Es ist ein tiefes Verlangen, körperlich spürbar. Es ist etwas was mich enorm antreibt, mir immer wieder neue Selbsterforschungsmöglichkeiten und Erfahrungen zu suchen.

Ich lese, sehe, höre etwas und es zieht mich an. Ich fühle, `das will ich machen!‘, `dem will ich mich stellen!‘. Am besten schon gestern und alles auf einmal.

Ich sah mir gestern die Dokumentation „Buddha’s Lost Children“ an und blieb weinend zurück. Ich hatte das intensive Gefühl von tiefer Dankbarkeit und Demut, ja das Bedürfnis mit gesenktem Haupt und aneinander gelegten Händen vor meinem Gesicht darin zu verweilen. Ich spürte so viel Sehnsucht in meinem Herz. Ich habe keine Ahnung was da ausgelöst wurde. Es blieb das Bedürfnis mich irgendetwas voll hinzugeben.

In Wellen überkommt mich das Verlangen mir meine Haare abzurasieren. Nach dieser Doku musste ich wieder daran denken. Es hat auch etwas mit Befreiung zu tun.

Regelmäßig sehne ich mich in eine einfache, spirituelle Gemeinschaft, inmitten von Natur. Immer spüre ich dabei auch die Flucht vor den Auseinandersetzungen, Konflikten und Herausforderungen meines Lebens.

Doch ich kann mir meinetwegen ein ruhiges, ländliches Leben in Gemeinschaft, in dem die spirituelle Arbeit das ist, was ich „arbeite“, wirklich gut vorstellen.

Bevor ich mir die Doku gestern ansah, lag ich im Nebel, handlungs- und bewegungsunfähig. Am Rande meines Wachbewusstseins bekam ich ärgerliche Gedanken mit. Ich wollte sie mir unbedingt merken, weil ich es interessant fand. Mal schauen, was ich noch zusammen bekomme.

Wie subtil es sich einschleicht, nur schwer zu identifizieren. Wie oft ich aus der Vergangenheit handle, anstatt aus dem Jetzt, aus der Vergangenheit fühle, anstatt aus dem Jetzt, aus der Vergangenheit denke, anstatt aus dem Jetzt. Wer bitte hat sich diesen Scheiß ausgedacht, dass ich ein Produkt meiner Vergangenheit bin? Wer bitte ist auf die Idee gekommen, den Menschen so zu konstruieren, dass er aus seinen vergangenen Erfahrungen heraus lebt, anstatt ihn von Hause aus mit dieser großartigen Möglichkeit der Jetzt-Präsenz zu versehen? Und wer hat diese Idee umgesetzt, den Prozess des Erwachens, des Loslösens aus der Vergangenheit mit so viel Schmerz, Leid, Irrwegen und Umwegen zu versehen? Das ist doch alles total kompliziert und umständlich. Ich finde das unfair. Wenn ich wüsste bei wem, würde ich eine Beschwerde einreichen.

Meine Gedanken belustigen mich 🙂 . Wieder geht es um das Thema Befreiung.

Jeden Tag ein Schlückchen aus diesem Glas, mit der Hoffnung das es wirkt :)

Jeden Tag ein Schlückchen aus diesem Glas, mit der Hoffnung das es wirkt 🙂

Ich bin einfach verdammt ungeduldig. Ich erinnere mich daran, wie ich nach einem ¾ Jahr Analyse ein „ernstes Wörtchen“ mit meiner Therapeutin sprach, weil sie sich meines Erachtens zu sehr zurückhielt, zu wenig rein gab. Ich bedrängte sie, dass wir jetzt wirklich anfangen könnten, sie keine Rücksicht nehmen bräuchte. Ich wäre soweit. Ich könne die nackte, brutale Wahrheit verkraften. Ich will sie sogar unbedingt um die Ohren gehauen bekommen. Nach 1 ¾ Jahr kam es dann dazu, im Dezember 2013 und ich frage mich immer noch, worauf sie so lange gewartet hat. 🙂

Ich nehme meine Ungeduld gerade nicht so ernst. Da will etwas die harte, schnelle Methode, obwohl ich auch schon schmerzhaft gelernt habe, dass ich nicht alles verkrafte und der langsame Weg oftmals der gesündere ist.

Was ist meine Lebensaufgabe?

Dieses Thema landet gerade wieder auf ganz unterschiedlichen Wegen auf meinem Tisch und veranlasst mich zum tieferen Ergründen. Meine Lebensaufgabe steht für mich in enger Verbindung mit der Findung meines beruflichen Weges.

Erst tauchte das Thema in meinen Gefühlen auf. Etwas will sich weiter bewegen, den aktuellen Zustand wieder verändern (Friedhofsgärtnerei), weitergehen, sich neuen Herausforderungen stellen.

Dann wurde es in der letzten Therapiestunde angesprochen – mein Suchen.

Gestern sah ich mir das Engelorakel für diese Woche an (http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ylFYcdczCT4) und stolperte auch dort über das Thema der beruflichen Veränderung.

Heute griff ich mir spontan ein schon gelesenes Buch aus meinem Regal und sah auch hier die Frage nach der Lebensaufgabe.

„Was ist meine Lebensaufgabe?

Zu leben.

„Das ist alles?“

Das ist alles.

… Ich habe die Frage nach dem Sinn meines Lebens selbst hundertmal gestellt: an Channels, an Astrologen, an Schamanen, an Hellsichtige, an Freundinnen und Freunde. Ich habe in meinen Gebeten und Meditationen Gott gefragt und jeden Engel, der in meine Nähe kam. Ich weinte diesen Satz in den Sternenhimmel und ließ ihn tränenreich auf die heilige Erde sinken. Ich hoffte auf eine Richtung, eine Weisung, die sich einfach in einem Satz zusammenfügen lässt:

          „Deine Aufgabe ist es, mit Tieren zu kommunizieren.“

          „Deine Aufgabe ist es, kranken Kindern zu helfen.“

         

Doch es kam und kam einfach keine Antwort.“

(Erleuchtung, Sex und Coca-Cola; S. 223-225; Sabrina Fox)

Ja, genau so ist es. Lustig. Genau so fühlt es sich. Warum bekomme ich verdammt noch mal keine Antwort? Bevor ich dieses Buch in den Händen hatte, lauschte ich selbst mit dieser Frage nach meiner Lebensaufgabe in mein Innerstes. Als Antwort kam: mich Verbinden, mit allem in mir und allem was mich umgibt. Mir fiel eine Notiz ein, die ich 2011 während meines stationären Klinikaufenthaltes machte. Auch dort quälte mich schon die Frage nach dem Wohin, nach meiner Aufgabe. Auf dem Zettel steht: „Lebensaufgabe – Selbstverwirklichung, ohne mich in anderen zu verlieren und ohne andere zu verlieren.“ Ähnliches Thema, nur weiterhin unklar, wo mich das beruflich hinführt.

So viele Impulse gab es bisher.

* Einigen bin ich gefolgt und sie endeten im Nichts oder im Unmöglichen.

Dabei wollte ich an vergangenen positiven Gefühlen und Erfahrungen anknüpfen, die ich in der Erlebnispädagogik und in Outdoorurlauben hatte. Ich informierte mich zu Umschulungsmöglichkeiten und Ausbildungen als Wildnisführer oder Natur- und Umweltpädagogen. Kurz tauchte auch die Idee des Suchttherapeuten auf, da ich selbst betroffen bin und viele Erfahrungen mitbringe.

* Einigen bin ich gefolgt und sie zeigten mir, was es nicht ist.

Ich schnupperte kurz ehrenamtlich beim Naturschutzbund hinein.

* Einige entpuppten sich bei genauerer Betrachtung als etwas anderes, als ich dachte.

Z.B. meine Vision von einem eigenen Garten und dem Arbeiten im ökologischen Anbau. Ich stellte mir einfach vor, wie es wäre, wenn ich jetzt in diesem Moment einen Garten hätte. Was ich fühlte war maßlose Überforderung. Ich habe einen Balkon und beschloss, mich erst mal dort auszuprobieren. Später erkannte ich diese Vision als Metapher dafür, dass ich mich in meinem Inneren nach Freiheit und Selbstbestimmung sehne.

* Einigen Impulsen bin ich gefolgt und sie passten für eine gewisse Zeit und irgendwann dann nicht mehr.

So geht es mir gerade mit der ehrenamtlichen Arbeit in einer Friedhofsgärtnerei.

* Einige sind so unkonkret, dass ich ihnen nicht folgen kann.

Da fühlte ich erst: nicht mehr in der Sozialen Arbeit. Ich habe keine Lust mehr mich um andere zu kümmern, für andere die Verantwortung zu übernehmen. Überhaupt am liebsten kein Menschenkontakt. Seit einer Woche dreht es sich und ich spüre einen Zug zurück zum Zwischenmenschlichen und das Gefühl, etwas arbeiten zu wollen, wo ich mich mit meinem Herzen verbinden kann, mit meinen Sinnen und mit meinem Körper.

Reaktion auf meine letzte große Entscheidung: „Wenn sie jetzt kündigen und nach Werkstattmöglichkeiten schauen, mache ich mir Sorgen, wie das in ihrem Lebenslauf aussieht und ob es nicht ihren späteren Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt erschweren wird.“ Ja, möglich. Doch wo führen mich solche Gedanken, Ängste, Befürchtungen hin? Führen sie nicht weg vom aktuellen Moment und der Frage, was jetzt am dringendsten, am passendsten ist? Halten sie mich nicht in einer Angst gefangen, eine Angst die die Zukunft betrifft und die niemand vorhersehen kann? Ich habe die Stelle trotz dieses Einwands aufgegeben und sehr deutlich in den folgenden Wochen und Monaten gefühlt, dass das die richtige Entscheidung war. Auch wenn ich nicht leistungseingeschränkt gewesen wäre, war ich grundsätzlich im Herzen dort unglücklich. Es war nicht meins. Es hat nicht gepasst. Und nichts ist schlimmer als unglücklich zu sein. In dieser Situation waren mir alle kommenden längerfristigen Konsequenzen egal. Und im Herzen habe ich nicht an negative Konsequenzen geglaubt und fühle auch heute noch so etwas wie: Es wird schon alles gut gehen.

Es bleibt also unkonkret und das will ich mir erlauben. Ich will mir erlauben Erfahrungen zu sammeln, mich nicht festlegen zu müssen, auszuprobieren. Wie sonst soll es auch gehen? Ich will dem Fluss des Lebens vertrauen. Er wird mich schon führen. Tief eintrainiert ist eine andere Stimme. Eine Stimme die fordert sich mal langsam zu entscheiden, anzufangen wieder einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, Geld zu verdienen, nicht faul auf der Haut herum zu liegen und wünsch-dir-was zu praktizieren. Das sind die Stimmen in mir, das sind die Stimmen der Gesellschaft, das ist die Stimme des Systems. Und doch umgeben mich verschiedene Informationen und Rückmeldungen von außen und auch von innen, die mich in dem was ich tue bestätigen.

 „Die Krankheit ist ein Ausdruck Ihrer unerfüllten Sehnsucht. Benutzen Sie deswegen Ihre Krankheit zuallererst, um sich die Freiheit zu geben, das zu tun, was Sie schon immer tun wollten, derjenige zu sein, der Sie immer sein wollten, und sich in Ihrer tiefsten, weitesten und höchsten Wirklichkeit zum Ausdruck zu bringen.“ (Licht-Heilung; S. 40; Barbara Ann Brennan)

„Ich finde, du hast dir nun eine wunderbare Oase der Freiheit und Entwicklung geschaffen, in der Zeit für die ganzen Erfahrungen ist, die du jetzt machst.“ (E-Mail einer Freundin)

„Wer nicht in diese Welt zu passen scheint, ist nahe daran, sich selbst zu finden.“ Hermann Hesse

Puh, das war jetzt anstrengend und ich kann überhaupt nicht mehr erfassen, was ich hier gerade alles zusammengefügt habe. Nich schlümm… wird schon Sinn machen… 🙂