Erkältungsmeditation

Nachts 1 Uhr. Wach liegen. Schmerzen.

Geschwollene, schmerzhafte Lymphknoten an beiden Seiten des Halses. Üben Druck aus auf den Unterkiefer, engen den Hals ein. Muskelschmerzen in den Kiefergelenken. Ziehen in den Kiefer oben und unten. Ziehen zu den Ohren. Rascheln im rechten Ohr. Schmerzhafte Muskelstränge an den Schläfen, zwischen den Augen. Zusammengezogene harte, schmerzhafte Muskeln am Nacken. Lassen nicht zu, dass der Kopf sich entspannen kann. Mein Kopf wie in einer Schraubzwinge. Leichtes Zittern im Kopf und im Körper. Geschwollene, brennende, lichtempfindliche Augen. Stetig kitzelnde, halb verschlossene Nase, mit regelmäßigem Niesreiz und Ausfluss. Schweres Atmen. Angestrengter Herzschlag. Muskelschmerzen in den Beckengelenken und inneren Oberschenkel. Heiße Füße und Hände. Schwitzen.

Widerwillige Gedanken. Schlechte-Laune-Gedanken, weil erwünschter Schlaf nicht erreicht werden kann. Weil alles so unangenehm ist. Den Ort der Gedanken ertasten. Wo ist die körperlich spürbare Energie dieses Zusammenziehens, dieser Abwehr? Auch um den Kopf herum. Löst sich beim Betasten auf.

Lächeln probieren. In die Situation lächeln. In die Symptome lächeln. In das Herz lächeln. Die Bettunterlage fühlen. Wo liegt mein Körper auf? Hinein fühlen. Hinein atmen. Hinein lächeln. Meinen Körper loben, wie toll er das alles hinbekommt. Zufrieden mit allem sein.

Ruhe, Wohlfühlen, Gelassenheit breiten sich aus und ich schlafe ein.

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