Es tut sich was

Die letzten Wochen ist ganz schön Bewegung in mein Leben gekommen. Und das zwei Tage nach dem ich auf Empfehlung meiner Ärztin mit der Einnahme von Vitamin D begonnen habe. Es könnte aber auch die Wirkung der Anhebung des Antidepressivums von vor 6 Wochen gewesen sein oder es war einfach grundsätzlich an der Zeit, dass die Energien sich wieder insgesamt in eine andere Richtung bewegten. Wer weiß.

Ich fühle mich jedenfalls so, als wäre ich wieder im Strom des Lebens angekommen, würde an ihm teilnehmen. Das ist etwas sehr befriedigendes.

Ich war teilweise täglich im Kontakt mit Menschen, persönlich oder telefonisch. Ich war 2-3-mal die Woche in der Kontakt- und Beratungsstelle, habe an Kursen teilgenommen, an denen ich noch nie vorher teilgenommen hatte. Besuche seit drei Wochen dort regelmäßig die angeleitete Gruppe, das auch erstmalig.

Ich bin brav weiter zur Ergo-Therapie gegangen, trotz dieser elenden Anspannungs-/Druck-/Angstgefühle und langsam verbessert sich das.

Ich war ein zweites Mal bei der Qi Gong-Gruppe vom Träger, aber stelle das nun zurück, weil es insgesamt zu viel wird.

Ich hatte ein weiteres Vorgespräch, mal testweise bei einem Mann. Dort hat sich gezeigt, dass ich tatsächlich besser eine weibliche Therapeutin suchen sollte. Er war mir sehr sympathisch, aber mein Unterbewusstsein hat ständig etwas ganz anderes gefeuert.

Heute habe ich mir eine Holzwerkstatt eines Zuverdienst-Projektes angeschaut und was soll ich sagen – ich bin begeistert!!! *freudig im Kreis herum hüpf*

Sehr große Räume, viel Platz, viele Möglichkeiten etwas nach Vorgabe zu machen, aber auch Möglichkeiten seine eigenen Sachen zu machen, Raum zum Experimentieren, kein Druck, keine Erwartungen, Menschen mit ähnlichen Einschränkungen, ein saunetter Anleiter (ich glaube, weil er kleiner war als ich, hat mein Unterbewusstsein ihn nicht als Gefahr erkannt 😉 ).

Ich habe ihm gleich gesagt, dass ich das Ganze nicht unter der Überschrift Arbeit oder Erhöhung der Leistungsfähigkeit mache, sondern unter der Überschrift Hobbysuche. Das entspannte mich selbst sehr und das hat er offen aufgenommen.

Ich muss ihm aber noch mal erklären, warum ich lieber ab 12 Uhr anfangen möchte, dass das nichts damit zu tun hat, dass ich nicht aus dem Bett komme, sondern dass das ab 7 Uhr morgens meine Stabilisierungszeit ist, die mir sehr gut tut und die ich ungern kürzen möchte, solange ich sie brauche. Er hat meinen Vorschlag nämlich auf 11 Uhr heruntergedrückt und ich konnte da im Moment nichts zu erwidern.

Ich bekomme ab Freitag noch B12-Spritzen. Mal sehen, ob ich davon etwas merke.

Die Begutachtung des Medizinischen Dienstes des Jobcenters habe ich mit einer fast erwarteten Panikreaktion, beim Abtasten des Bauches trotzdem gut überstanden. Ich musste noch Urin und Blut für ein Drogenscreening abgeben. Heute kam die Post. Arbeitsunfähigkeit für die nächsten 6 Monate. Dann erneute Prüfung.

Ich stelle fest, dass ich weniger nachdenke und mehr einfach tu und das viel angenehmer ist.

Ich komme überwiegend gut zurecht, emotionale Erschütterungen fangen sich schnell, ich bin öfters zufrieden und entspannt.

Und noch etwas am Rande. Ich habe mir eine erdende Räuchermischung geleistet. Meine erste. „Dark Wood“. Ich liebe sie. Es riecht nach Lagerfeuer und Wald und ich fühle mich zu Hause. ❤

Mal wieder Licht und Schatten

Ich mühe mich ganz schön ab, für die Licht-Momente. Ergibt sich nicht mehr so selbstverständlich im Tagesverlauf, wie im Oktober noch beschrieben. Braucht täglich mehrmals meine bewusste Entscheidung, mit entsprechendem Handeln oder Nicht-Handeln.

Mir ist so, als würde es trotzdem von Tag zu Tag einen Müh leichter gehen.

Heute laut mit Affirmationen meditiert – „ich nehme meinen Platz ein auf dieser Erde“, „ich bin verbunden mit dem Universum und Mutter-Erde“.

Meinen Wohnraum geräuchert.

Und versucht, das Hilfreiche in Bildern festzuhalten.

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Und dann ist noch das hier entstanden, als Versuch auszudrücken, wie Licht und Schatten in mir wirken. Es ist noch nicht fertig. Die Licht-Seite braucht noch einiges und natürlich ist es mir viel leichter gefallen, die Schattenseite zu füllen.

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Schatten = Depression = schwarzer Hund.

Ich glaube, ich habe ihn ganz gut an der Leine. Ich habe hier keinen einzigen Satz aus seinem Munde niedergeschrieben, obwohl er die ganze Zeit seinen Senf dazu gibt (siehe Bild).