Arbeitstherapie

Halleluja!!!

Gefühlt bin ich heute dreimal vor einem Tiger weggerannt.

Mein Nervensystem, mein Gehirn hat wieder ordentlich Ausnahmemodus erprobt und mich mit allerlei kämpf-um-dein-Überleben-Hormonen überschüttet.

Man, bin ich durch.

Heute war der zweite Arbeitstag in der Gärtnerei.

Heute Nacht habe ich mich ewig hin und her gewälzt, endlose Traumszenarien von Beete gießen und Schwächeanfälle haben.

Dazwischen Halbwachzustände mit Panik und Verzweiflung. Gutes mir zu reden und beruhigen. Erkennen, dass schon nur die Absprache, ich käme zur Pause, wo sich wahrscheinlich dann 8 Personen in einem Raum befinden, zu viel ist. Dann das innere Gerangel, dass Absprachen vor Vorgesetzten eingehalten werden müssen. Dann erkennen, dass ich auf mich hören darf und mir erlauben, die Absprache zu verändern, wie ich sie brauche. Dass ich das auch nicht extra neu absprechen muss.

Ich bin da neu. Ich darf alles ausprobieren. Ich darf auch feststellen, dass etwas nicht funktioniert. Es ist eine Arbeitstherapie einer Klinik. Die kennen sich aus, haben viel Erfahrung mit Menschen die Schwierigkeiten haben. Niemand wird böse sein, es mir vorwerfen, etwas erwarten.

Als nächstes brachte mir das nächtliche Verzweifelt sein die Erkenntnis, dass auch der Arbeitsort schwierig werden wird. Ein kleines Rasenstück von drei Seiten eines Hauses umgeben, welche zwei psychiatrische Stationen beherbergt und vollverglast ist. Die vierte Seite wird von einem hohen Holzzaun begrenzt. Es ist wie ein Innenhof.

Das Rasenstück soll bepflanzt werden. Es ist gerade mal geschätzte 10 m x 7 m groß. Ich bin da also wie auf dem Präsentierteller, auch, weil die untere Etage links und rechts keine Räume hat, sondern ihre Flure, nur mit Glas vom Außenbereich getrennt.

Im Dunkel der Nacht kam ich zu dem abschließenden Gefühl, alles was ich morgen tun kann, ist, alle Absprachen und Vorstellungen über Bord zu werfen und einfach nur da zu sein. Und aus diesem Dasein heraus, von Moment zu Moment zu schauen was geht.

Dann kam auch der Schlaf, mit dem kleinen Eisbären auf der Brust. 4:45 Uhr. 6:15 Uhr war ich wieder wach.

Dann heute auf dem letzten Stück Weg zur Baracke, wo der Pausenraum ist, fing ich ordentlich an zu pumpen. Hallo Panikattacke. Okay, wo ist noch mal mein Körper, wo sind meine Füße, wo ist meine Atmung. 1. Einatmen. 1. Ausatmen. 2. Einatmen. 2. Ausatmen. Usw.. Mit vielem Verzählen, weil das Gehirn schon vorm Tiger wegrennt.

Aber es hilft echt und schwächt die Panikkurve immer wieder ab. Noch Rescuetropfen vor der Tür nehmen. Dann rein.

Lächeln. Hallo sagen. Platz fixieren. Hinsetzen. Beschäftigt sein. Wasserflasche auspacken. Kienapfel zum festhalten und immer wieder Atem suchen. 1. Einatmen. 1. Ausatmen. Hochanspannung. Keinen Anschauen. Schön weiter atmen. Die ersten gehen wieder und mein Stress nimmt etwas ab.

Die Anleiterin widmet sich mir. Wir suchen Gartengeräte zusammen. Meine Stresskurve steigt wieder und ich kann ihr erzählen, was ich erlebt habe und dass ich nicht weiß, was ich aushalte.

Und ja, wie toll, da sagt sie doch einfach – und wenn wir uns da nur erst einmal hinsetzen, dann ist das auch okay. Und ich muss echt nochmal nachfragen – wirklich??? Ja, wirklich. Es gibt keine Erwartungen.

Ich bin da sowas von richtig! Ein Rahmen wo ich auf mich hören darf.

Wir betreten den Hof durch eine verschließbare Tür im Zaun, nachdem ich mich versichert habe, dass die Tür immer auf ist, wenn ich da bin und ich nicht plötzlich eingesperrt bin. Ich werde gefragt wie es sich anfühlt. Wie toll!

Ich kann erst mal gar nichts. Fühle mich erstarrt, will mich erst einmal hinsetzen und könnte sofort losheulen. Mein Gehirn wringt noch die letzten möglichen Stress-Tiger-weglauf-Hormone aus.

Fieser Weise habe ich wirklich auch Lust auf Gartenarbeit. Die Lust sitzt in meinem Kopf, umgeben von einem erstarrten, bewegungsunfähigen Körper. Und es tut gut, dass mal mit jemandem so unmittelbar besprechen zu können. Wahrnehmungen aussprechen, Ängste, Abwägungen. Zwei Patienten stehen prompt in unmittelbarer Nähe hinter der Glaswand und schauen uns ungeniert an. Es fühlt sich bedrohlich an und dann wieder nicht. Kann ich so arbeiten? Passieren kann nichts.

Nach 10 Minuten entscheiden wir, dass mehr heute nicht sein muss und machen uns wieder los, ohne einen Finger gekrümmt zu haben.

Ich bin auch enttäuscht. Klar. Aber ich erkenne auch, dass sich hier zum ersten Mal alles so authentisch zeigen kann, wie es eben in mir erlebt wird. Und das ist super! Ich kann erfahren, dass es auch okay ist, so kleine Schritte zu machen, eben genau die Schritte die im Einklang mit meinem Erleben sind.

Wenn ich an meinen ersten Tag im Zuverdienst im Laden denke, wo niemand mit mir etwas besprochen hat, ich für mich auch nicht so sensibel war und es noch auf die alte Weise tat. Was heißt, ein Vorgespräch und dann eben gleich loslegen.

So krasse Anspannung wie an diesem ersten Tag hatte ich noch nie erlebt. Das war sowas wie Todesangst. Ich war klatschnass geschwitzt, alle Sinne bis aufs äußerste gespannt und trotzdem habe ich es durchgezogen. Als ich versuchte der damaligen ambulanten Betreuung davon zu erzählen, kam die relativierende Antwort, dass jeder Mensch in einer neuen Situation aufgeregt wäre, das ganz normal sei.

Von wegen ganz normal! Das erlebt definitiv nicht jeder Mensch so.

So bin ich auch heute wieder nach ca. 45 Minuten gegangen, weil es einfach reichte, was ich erlebt hatte und ich darf stolz darauf sein!

Fühlt sich teilweise noch paradox an, weil ich nicht wirklich etwas getan habe. Die Muster der Leistungsgesellschaft sitzen tief.

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Zwischenmenschliches

Meine Güte, was war das denn heute Nacht. Unruhig wälze ich mich von einer Seite auf die andere. Meine Gedanken kreisen. Dahinter finde ich Angst. Einfach ganz allgemeine unspezifische Angst. Und Misstrauen. Und Anspannung. Und Schuld. Und wieder Angst. Mein Körper zittert, im Nackenbereich Schmerzen wegen der Anspannung. Meine Haut juckt. Die Schlafsachen engen mich ein. Ich schwitze. Am liebsten will ich raus aus mir. So lieg ich mit diesen niederen Schwingungen bis 4:30 Uhr wach. Versuche sie wegzubekommen. Versuche sie durch Annahme, durch Fühlen wegzubekommen. Versuche sie durch Liebe wegzubekommen. Versuche sie durch ‚nichts damit machen‘ wegzubekommen. Das blöde an der ganzen Sache ist, das ich sie wegbekommen will, diese Gefühle. Und ich kann es nicht lassen. Ich kann es nicht lassen, mich gegen mich selbst zu wehren. Ich will sowas einfach nicht haben. Ich will keine Schuld. Sie ist unlogisch. Ich will keine Angst. Sie macht keinen Sinn. Und dann hab ich doch was gefunden, was es weggemacht hat. Eine Hand auf mein Herz und eine Hand auf meinen Bauch, dann Reiki fließen lassen und die Anspannung, die Angstgefühle wichen nach und nach. 4 Stunden später war ich nach unruhigem, heißem, schwitzigem Schlaf wieder wach. Ich fühle mich immer noch in schwerer, niedriger Energie gefangen. Kurz laufen die Tränen, keine Ahnung warum. Ich habe das dringend Bedürfnis mich zu reinigen, meinen Körper zu entgiften.

Also raffe ich mich trotz Körperschmerzen und Kraftlosigkeit auf und jogge einmal um den Block. Alles Schwere ausschwitzen. Kleine Gymnastikübungen für das Gleichgewicht und Erdung. Heilerde gegen das Sodbrennen. Viel Trinken. Beim Duschen nehme ich bewusst Kontakt mit meinem Körper auf und sage ihm, dass ich ihn liebe. Ich lasse das Wasser nach dem Einseifen, in meiner Vorstellung als helles Licht an meinem Körper herabfließen und alles Schwere wegspülen. Abtrocknen tue ich mich mit der Vorstellung, meine Haut sei aus Gold. So ein Duschprogramm tut wirklich gut. Fühle mich damit schon etwas besser.

Nebenher, schon seit gestern Abend läuft Ursachenanalyse. Ich hab so Ideen. Drei Tage hintereinander habe ich mich in herausfordernde Beziehungen begeben. Einen Tag war ich unterwegs mit Mister X. Am nächsten Tag war ich mit meiner Mutter shoppen und einkaufen. Und gestern fand in meiner Wohnung eine Treffen mit Leuten aus meiner Selbsthilfegruppe statt, in kleiner Runde plaudern und spielen. Und überall laufen Automatismen ab, die ich nicht mitbekomme und vor allem nicht fühle und nicht verstehe. Sie machen, dass es mir schlecht geht, ich sehr müde werde, weinen muss, ohne zu wissen warum und meine Aufnahmefähigkeit auf null fährt. Nur der Gruppenabend war nicht so heftig. Der war eher anstrengend, wegen der vielen Informationen und Reize die geflossen sind.

Während eines Gespräches mit Mister X gab es kurz ein Missverständnis, wodurch er sich verletzt fühlte. Später habe ich verstanden, dass ich mich sofort zu gemacht habe. Ich wollte seine Verletzung nicht annehmen, weil ich mich nicht schuldig fühlen wollte. Deshalb habe ich herum diskutiert, dass er mich falsch verstanden hat und es keinen Grund für Verletzung gibt. Dahinter habe ich mich natürlich trotzdem schuldig gefühlt und es ist auch das Gefühl, was ich mit nach Hause genommen habe und nicht klären konnte.

Mit meiner Mutter ist es komplizierter. Das sehe ich mich nicht in der Lage das aufzudröseln. Ich weiß nur, ich habe mich nicht abgrenzen können. Der Automatismus der da wohl einsetzt, ist, dass ich keine Wut oder keinen Ärger fühle, sondern sofort zu gehe, angespannt werde, innerlich gefühlsleer, nach außen konsequent freundlich im Kontakt bleibe, innerlich völlig erschöpft bin, nicht mehr kann, alles zu viel ist, hören, sehen, denken, reagieren, sprechen. Meine Mutter denkt, es sind die depressiven Symptome die da wirken und ich erkenne zum ersten Mal, es ist unsere Beziehung die da wirkt.

Eine Seite will sich am liebsten diesem Beziehungs-, Bindungskram wieder entziehen – alleine ist es einfacher – und eine andere Seite fühlt sehr stark, dass nur in diesem Miteinander wirkliches Reifungspotenzial steckt und ich es auch brauche. Alleine kann ich meine Schwingung gut hoch halten, mich offen halten und fühle mich meistens wohl. Im Kontakt, kommt es fast immer zu einem Verschluss und damit zu einer Senkung meiner Schwingung, was mir wiederum Energie raubt. Und schon sind wir in der depressiven Symptomatik. Interessant.

Ich bin da gerade aktiver, weil ich mir in den letzten Tagenvorgestellt habe, wie es wäre, wenn ich wüsste, das ich demnächst sterbe und dann kam immer der Impuls, mehr das Miteinander zu suchen. Dort mehr zu wagen, mich dem mehr zu stellen.

Heute brauche ich aber definitiv für mich alleine. Meine Mitte wiederfinden.

Das Leben ist ein Gefühl

Meine Güte, ich bin die letzte Woche energetisch ganz schön gebeutelt. Das zieht sich durch alle Ebenen von Körper, Gefühl und Verstand.

Gefühl

Es kam mir innerhalb weniger Tage so vor, als ob ich ständig zwischen verschiedenen Altersstufen hin und her gesprungen bin. Von ganz klein sein, zu schwach zum Laufen. Liegen wollen. Warm und geschützt sein wollen. Bedürfnisse nach gefüttert werden. Grießbrei essen. Märchenfilm schauen wollen. Große Nähe- und Berührungssehnsüchte. Gehalten werden wollen.

Dann voller Entdeckerdrang und unglaublicher Bewegungslust. Verspieltheit. In Momenten ganz eintauchen, darin treiben.

Dann war ich unheimlich cool und lässig, mit einer ordentlichen Portion Rebellion und Wut im Bauch.

Insgesamt eine sehr schwierige Phase, da ich immer wieder neu schauen musste, was jetzt ansteht, wie ich damit umzugehen habe. Anstrengend und Herausfordernd.

Nach dieser Phase kam dann eine energetische Öffnung.

SonnenaufgangNach nur 4 Stunden Schlaf bin ich wach, stehe in eine Decke gehüllt auf meinem Balkon und bin überwältigt von tiefen Lebensgefühlen. Alles fühlt sich weit und offen an. Ich, die Welt. Der Morgen dämmert. Das schwache Licht fängt an die Sterne zu erobern. Und ich will raus. Raus in diese Fülle. Will alles aufsaugen. Will den Sonnenaufgang sehen. Will die kühle Morgenluft tief in mich einatmen. Will in den Wald. Will ans Wasser. Ich schnappe mir meine Kamera und verlasse glückselig das Haus. Alles hat Bedeutung. Sogar der Zigarettengeruch im Hausflur fühlt sich tief an.

Ich denke darüber nach wie anders doch alles sein kann, obwohl eigentlich nichts anders ist. Der gleiche Moment, der gleiche Ort, die gleiche Zeit kann gar nichts bedeuten oder alles bedeuten. Anders wird es durch das Gefühl dazu. Das Leben ist ein Gefühl. Ich bin das Instrument, das das Leben zum Klingen bringen kann. Manchmal passiert es einfach wie jetzt. Manchmal kommen Mißtöne heraus und manchmal bleibt es stumm.

SonnenaufgangIm Wald prasseln unzählige Gerüche auf mich ein, die hunderte von Erinnerungen aus der Vergangenheit, in Verbindung mit der Natur heraufbeschwören. Keine Erinnerung wird konkret. Alle fügen sich zusammen zu einem Gefühl und gleichzeitig zu so vielen Gefühlen. Ich fühle Heimat in mir, um mich herum. Ich bin zu Hause. Tiefe Verbundenheit. Eins-sein mit dem Jetzt. Erfüllt sein von allem. Unglaublich. So habe ich noch nie gefühlt. Voller Vorfreude auf den Sonnenaufgang, renne ich fast los und kann es kaum erwarten. Am Wasser empfängt mich Stille und Nebel. Es ist so verdammt lange her, das ich bei solchen Naturschauspielen dabei war. Das wird mir schmerzlich bewusst und wie sehr ich mich nach so etwas sehne.

Vögel sitzen ungewöhnlich nah bei mir, fliegen nicht weg. Mir kommen Walt Disney-Phantasien. Vögel die sich vertrauensselig auf meinen Schultern niederlassen. Rehe die ihre Köpfe in meine Hände schmiegen. 🙂

Ich komme mir auch ein wenig irre und durchgedreht vor. Wenn ich mir jetzt selbst begegnen würde, würde ich sagen: „Ey Alter, gib mir auch was von dem Zeug, das du genommen hast.“

Und ich erwische mich auch dabei, wie ich diese Glückseligkeit festhalten will. Es soll nicht aufhören. Es soll nie wieder aufhören. Darüber muss ich lächeln – ich alter Gefühlsjunkie.

Sonnenaufgang

Körper

Darauf folgte eine Phase (die immer noch anhält) in der ich auch in meinem Körper unglaublich viel strömen spürte.

Meine Hände sind oft heiß und fühlen sich aufgeladen an. In einer Nacht kann ich kaum einschlafen, weil ich diese starke Schwingung im Körper habe, besonders im Becken. Als wäre ich an eine Stromquelle angeschlossen. Und wenn meine Hände irgendwo aufliegen, dann wird es noch stärker. Sehr unangenehm, schwer auszuhalten. Ich stehe auf und suche die Unterlagen zum Lichtkörper-Prozess heraus. Als Erklärung für diese Empfindungen steht dort, dass die Energiefelder schneller schwingen, als der physische Körper. Man könne die Schwingung verlangsamen in dem man sie schwer macht. Also lege ich mich wieder hin und versuche irgendwie in meiner Vorstellung dieses Gefühl schwer zu machen. Dann schicke ich noch eine Bitte an die Geistige Welt es erträglich zu machen, damit ich schlafen kann und voila, die restliche Nacht war kein Problem.

Auch in der Meditation kommt es zu starken Empfindungen, wenn ich meine Hände auf Energiezentren auflege.

Ich bin gespannt wie es weiter geht…

Nachtgedanken

Was macht man Nachts um zwei, wenn man seit 4 Stunden versucht zu schlafen, die Augen nicht mehr aufhalten kann, aber der Rest des Körpers wohl keinen Schlaf benötigt?

Man schreibt hier ein bisschen herum und isst ein Marmeladenbrot mit Käse.

Es denkt sich merkwürdige Dinge in meinem Kopf. Ob ich nicht die nächsten Tage noch mal zu dem Bahnhof fahren sollte, an dem mich kurz hintereinander eine junge Frau angebettelt hat (vielleicht gerade mal 20 Jahre alt),  um ihr anzubieten bei mir zu duschen oder ihre Kleidung zu waschen und sie als Gegenleistung mir ihre Geschichte erzählt. Mein Herz tut sich da voll auf. Ich seh mich ihr Kleidung schenken und Lebensmittel usw.. Dann kommt es entrüstet aus einer anderen Ecke: Bist du naiv? Damit hilfts du ihr nicht. Sie wird dich beklauen, damit sie Kohle für Drogen hat. Und das ist nicht mal unwahrscheinlich.

Naja… solche Ideen kommen immer mal wieder. Armen Menschen helfen wollen. Ihnen Würde und Achtung zurückgeben, in dem man ihnen etwas anbietet, damit sie nicht darum betteln müssen. Ach… keine Ahnung.

Da fällt mit die Mücke von gestern Nacht ein. Kaum ist das Licht aus und ich höre dieses unangenehme Summen. Licht wieder an. Keine Mücke da. Licht wieder aus und das Summen beginnt wieder. Licht wieder an. Längeres Suchen, Ausharren und Lauschen. Nichts. Okay, ich füge mich, bin zu müde. Eine Mücke sticht ungefähr 2, 3 Mal bis sie satt ist und dann erst nach einem Tag wieder. Hab ich mal gelesen. Das nehm ich in kauf. Also Licht wieder aus, lege ich mich in Opferbringposition. Sofort fängt es wieder an zu Summen und ich warte auf die Attacke. Aber nichts passiert. Das Summen bleibt konstant in der gleichen Entfernung. Kommt nicht näher und entfent sich auch nicht. Das lies nur einen Schluss zu. Sie war irgendwo gefangen. Vielleicht unterm Bett oder im Schrank oder hinter den Gardinen. Das tat mir dann irgendwie ein bisschen leid um die Mücke, aber ich war zu müde, um eine Befreiungsaktion zu starten. Am Morgen hab ich wenigstens aus Anstand noch mal die Matratze angehoben.