Zu-fall und ein Bild

Gegen Ende, mit herausgeschobener Zunge, voller Hingabe dabei und stolz wie Bolle als das Bild fertig ist.

Vor ein paar Jahren Öl-Pastell-Kreide gekauft. Etwas herum probiert. Kein Gefallen gefunden. Für nen paar Euro in der Nachbarschaft verkauft.

Vor ein paar Wochen in einem Hausflur drei große Kreideschachteln, verschiedener Sorte zu verschenken gefunden. Nicht widerstehen können und eingepackt.

Seit Jahren nicht mehr gemalt.

Heute ‚Kinder‘-Tag, nach viel Schmerz, Tränen, zuviel und Schrei nach Halt. Kleiner Eisbär vor die Brust geklemmt. Gegen 13 Uhr vorsichtig aus dem Bett bewegt. Entlang gehangelt an der Grenze ‚geht‘ – ‚geht-nicht‘.  Aufstehen geht. Umziehen geht nicht. Im Kontakt bleiben. Ordnung schaffen geht nicht. Kartoffeln kochen und Gurke schneiden geht. Versorgung. Essen. Lesen geht nicht. Musik hören geht nicht. Usw..

„Was möchtest du machen?“ „Ich bin so froh, dass du bei mir bist!“ Diese ‚Antwort‘ berührt mich im Herzen. ❤

Blick auf die Kreiden. Malen? Angst, Druck, Erwartungen tauchen auf. Abgeben. „Was willst du malen?“ Sehe rosa und ein Teil Seifenblase. Ok. Ein Anfang.

Bereite alles vor. Dann ein Prozess. Wechsel zwischen Anspruch an Vorstellung und Perfektion. Ich muss jetzt eine Seifenblase malen, die auch wirklich aussieht wie eine Seifenblase. Feststellen – das kann ich nicht. Vorstellung loslassen. Was fühle ich? Welche Farben ziehen mich an? Welche Bewegungen über das Papier gefallen mir? Welche Formen gefallen mir.

Nach und nach fällt Kontrolle ab und es kommt ein Bild dabei raus. Das hat zum Schluß wirklich Spaß gemacht. 🙂

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