Einblicke in die letzten Tage

Ich habe es gespürt. Laut Mond-App kein guter Tag zum Abwaschen. :)

Ich habe es gespürt. Laut Mond-App kein guter Tag zum Abwaschen. 🙂

Guten-morgen-Staunen. Sie wächst und blüht und wächst und blüht.

Guten-morgen-Staunen. Sie wächst und blüht und wächst und blüht.

Befreien!

Befreien!

Tagtägliches erforschen, beobachten, erkennen.

Tagtägliches erforschen, beobachten, erkennen.

Balkonkartoffelernte. :D

Balkonkartoffelernte. 😀

Werbeanzeigen

Energie und Lehrer und Glaube und so

Das wollte ich schon immer mal zusammenfassen, mit welchen energetischen Dingen und welcher Art von Bewusstseinsarbeit ich so am Tag und in meinem aktuellen Leben beschäftigt bin. Ab und an taucht die Frage auf, ob es zu viel ist, ob sich Energien auch gegenseitig stören können, nicht miteinander harmonisieren. Manchmal spüre ich ganz deutlich, wenn ich etwas weglassen muss, damit sich etwas anderes in Ruhe integrieren kann. Bei den feineren Schwingungen weiß ich nicht so genau, ob ich störende Einflüsse mitbekommen würde.
Ich habe auf der Messe für „Spiritualität und Heilen“ einen Heiler danach gefragt. Er sagte, dass sich definitiv Energien auch gegenseitig stören können.

Beinahe täglich bin ich mit folgenden Sachen beschäftigt:
• Meditation (vipassana)
• Morgens im Bett ein Lächeln ins Gesicht und ins Herz bringen und Dinge aufzählen für die ich dankbar bin
• AuraSoma
• energetisiertes Wasser
• Beten (Bitten und Danken/ Verbindung mit oben und unten/Affirmationen)
• Körper beim Duschen achtsam wahrnehmen, mit der Vorstellung weißes Licht fließt an mir herab und spült alles ‚Dunkle‘ fort
• Reiki Selbstbehandlung
• Achtsamkeit im Alltag – Hier und Jetzt-Übungen – Lächeln – Dankbarkeit
• Segnung der Mahlzeiten

Unregelmäßig unterstütze ich mich mit:
• Ätherischen Ölen
• Yoga
• Gesegneter Runenstein
• Erzengel Michael-Energie unterwegs zum Schutz
• Reiki Fernbehandlung
• Engelgebete unterwegs für Unterstützung in konkreten Situationen
• Verbindung mit den Elementen – Bäumen – Sonne – Wind – Natur – Erde
• Glasdiamant mit EE Michael-Energie
• Energetische Massage
• Energieübertragungen durch andere
• Engeltarotkarten

Und auf der Messe bin ich nun noch in Kontakt mit Mantras gekommen und einen Edelsteinanhänger und hab gerade definitiv das Gefühl, das ist zu viel.

Dann ist mir auch aufgefallen, dass ich momentan drei sehr unterschiedliche ‚Lehrer‘ an meiner Seite habe. Erst mal ist das total schön, dass es Menschen gibt, die ich in dieser Position annehmen kann, also auch aufsuchen würde, mich anvertrauen kann und ihrer Lebenserfahrung und Meinung vertraue (wenn ich auch lernen musste, dass ich auch hier immer prüfen muss, ob die Aussagen auch für mich und mein Leben zutreffen – was nicht immer der Fall ist).

Alle drei kommen aus verschiedenen Richtungen, decken ganz unterschiedliche Themen mit ihrer Lebenserfahrung ab und vermitteln dadurch auch sehr unterschiedliche Weltbilder. Ich springe da hin und her. Zum Thema Meditation frage ich einen ‚Lehrer‘, zum Thema Reiki + daraus entstehende spirituelle Entwicklung einen anderen ‚Lehrer‘ (noch neu) und zum Thema Umgang mit Emotionen + Energien wieder eine andere ‚Lehrerin‘.

Einerseits finde ich das sehr stimmig, weil Situationen eben sehr unterschiedlich sind, andererseits prallen die dahinter liegenden Glaubenssysteme in mir aufeinander und ich habe wiederholt gesagt bekommen, dass es sinnvoll ist, sich irgendwann für eines zu entscheiden, einen Weg zu gehen. Klingt wirklich sinnvoll. Finde ich aber extrem schwierig – mich festlegen. Am meisten zieht mich der klare, neutrale Weg des Buddhas an. Aber mich darauf festzulegen, da bekomme ich Widerstände. Passen Energiearbeit und Buddha zusammen? Passen Naturwesen und Buddha zusammen? Passen Vorstellungen und Leerheit zusammen? Eigentlich nicht und doch wiederum schon.

Das ist für mich eine riesige Herausforderung der Leerheit hinter allem zu begegnen. Zum Beispiel zu erkennen, dass jeder religiöse/spirituelle Glaube an ‚Etwas‘ ein Konstrukt des Verstandes ist. Dahinter geschaut, weiß ich gar nichts. Ich kann entscheiden woran ich glaube. Glaube ist austauschbar. Das zu erfahren, nimmt mir den Halt, nimmt mir die Orientierung die er mir gab/gibt. Wenn ich an das Eine glauben kann, wie an das Andere, wenn das Eine dann ebenso wahr ist, wie das Anderen und beides trotzdem gleichzeitig eine Illusion, jaaa… da verliere ich doch glatt die Lust – alles wird beliebig und befremdend.

Ich fühle mich etwas zwischen den Dingen verloren – treibend. Ich hoffe, dass meine Gefühle und Empfindungen als Richtschnur ausreichen.

Meine Seele

14ter Tag der Reha.

Mich zieht es in der freien Zeit wieder in die Kreativwerkstatt. Lesen möchte ich. Ein Buch weiterlesen, über die nummerologische Bedeutung des Geburtsdatums und die spirituellen Gesetze. Dieser Ort lädt so herrlich zum Verweilen ein. Zwei kleine Räume, der eine ein Wintergarten mit Sitzbänken in den Fenstern. Vor der Tür eine kleine Terrasse, an zwei Seiten von alten Mauern umrahmt und einer kleinen Torbogenöffnung. Große alte Bäume, eine kleine Wiese, ein locker großbepflasterter Pfad der durch Büsche zur Terasse führt. Alles hat ein verwunschenes Flair. Märchenhaft.

Ich bin seit 2-3 Tagen drüber. Oft unter Strom, unruhig, Antrieb ohne Ende, der nicht weiß wohin. Ich fühl mich im Außen unterfordert und überfordert mit mir selbst. Ich fühle mich gelangweilt, will etwas erschaffen, in die Welt bringen, Pyramiden bauen. Ich laufe und laufe und laufe, durch die Gegend. Mein Körper beschwert sich, ob der ungewohnten Anstrengung. Doch etwas anderes fällt mir nicht ein. Ich bin zappelig, aggressiv, überdreht, bekomme Lachanfälle und fühle extrem viel Liebe und Freude und das alles abwechselnd oder aufeinmal.

So setze ich mich in die Kreativwerkstatt und erzähle von meinem Drüber-Zustand. Die Therapeutin bietet mir an mich erst mal zu erden. Sie stellt sich hinter mich und legt ihre Hand auf meinem Rücken. Dabei erzählt sie, welche Informationen sie zu mir empfängt.

Sie sieht eine Seele, die nicht gerne hier auf Erden ist. Die Nachts weit weg reist und nur ungerne, mit dem Erwachen zurück kommt. Eine Seele, die lieber außerhalb des Körpers und weltlichen Lebens ist. Sie bräuchte eine Einladung, dass es wirklich wichtig ist und auch ihre Aufgabe hier in der Welt zu sein und Erfahrungen zu sammeln. Deshalb ist sie ja ursprünglich gekommen.

Ich widerspreche erst einmal. Stimmt das denn? Ich fühle doch auch immer wieder soviel Liebe und Freude zum Leben. Wie passt das zusammen?

Ihr Handauflegen beruhigt mich tatsächlich ungemein und lässt mich ankommen, zur Ruhe kommen. Ich denke über ihre Sätze nach.

Will ich tatsächlich gar nicht hier sein? Ganz tief in mir drinne, auf dem Grund meines Seins kann ich das Gesagte nur bestätigen. Ich will es am liebsten nicht wahr haben. Doch spüre ich das tatsächlich. Ich will nicht hier sein, mit Haut und Haaren, ganz und gar hier sein.

Während das in mir nachklingt, finde ich immer mehr Indizien, die das bestätigen.

Zum Beispiel, dass der Wald mich so magisch anzieht, als wolle er mir das Hiersein beibringen. Bin ich in ihm, kommt das Gefühl für immer bleiben zu wollen, mich voll hinzugeben. Und dagegen eine Unruhe, die ein längeres Verweilen verhindert. Eine Angst wirklich loszulassen und mich in Sicherheit zu wiegen. In eine Imaginationsübung hier vor Ort, versuchte ich mich in die Sicherheit des Waldes zu träumen. Ich wurde immer wieder aus den Bildern herausgerissen und im entscheidenden Moment des wirklichen Hingebens an den Boden, stiegen Tränen und Schmerz in mir auf und die Vorstellung war verschwunden.

Weiter fällt mir meine früheste Gefühlserinnerung ein. Ein Gefühl in dieser Welt nicht willkommen zu sein und zurück zu wollen, dahin wo alles noch in Ordnung war.

Dann mein fehlender Ich-Bezug zu meinem Körper. Ich kann ihn fühlen, doch als etwas was nicht ich bin, wie einen Gegenstand den ich betrachte.

Dann die verschiedenen Zustände von Tagträumen, Derealisation, bodenlos fühlen. Alles körperlose Momente.

Befreiung

Es treibt mich wieder so stark um, diese Unruhe in mir, dieser unspezifische Drang alle Hindernisse, alle Beschränkungen zu durchbrechen und frei zu sein. Ich kann nicht genau benennen, was damit gemeint ist. Es ist ein tiefes Verlangen, körperlich spürbar. Es ist etwas was mich enorm antreibt, mir immer wieder neue Selbsterforschungsmöglichkeiten und Erfahrungen zu suchen.

Ich lese, sehe, höre etwas und es zieht mich an. Ich fühle, `das will ich machen!‘, `dem will ich mich stellen!‘. Am besten schon gestern und alles auf einmal.

Ich sah mir gestern die Dokumentation „Buddha’s Lost Children“ an und blieb weinend zurück. Ich hatte das intensive Gefühl von tiefer Dankbarkeit und Demut, ja das Bedürfnis mit gesenktem Haupt und aneinander gelegten Händen vor meinem Gesicht darin zu verweilen. Ich spürte so viel Sehnsucht in meinem Herz. Ich habe keine Ahnung was da ausgelöst wurde. Es blieb das Bedürfnis mich irgendetwas voll hinzugeben.

In Wellen überkommt mich das Verlangen mir meine Haare abzurasieren. Nach dieser Doku musste ich wieder daran denken. Es hat auch etwas mit Befreiung zu tun.

Regelmäßig sehne ich mich in eine einfache, spirituelle Gemeinschaft, inmitten von Natur. Immer spüre ich dabei auch die Flucht vor den Auseinandersetzungen, Konflikten und Herausforderungen meines Lebens.

Doch ich kann mir meinetwegen ein ruhiges, ländliches Leben in Gemeinschaft, in dem die spirituelle Arbeit das ist, was ich „arbeite“, wirklich gut vorstellen.

Bevor ich mir die Doku gestern ansah, lag ich im Nebel, handlungs- und bewegungsunfähig. Am Rande meines Wachbewusstseins bekam ich ärgerliche Gedanken mit. Ich wollte sie mir unbedingt merken, weil ich es interessant fand. Mal schauen, was ich noch zusammen bekomme.

Wie subtil es sich einschleicht, nur schwer zu identifizieren. Wie oft ich aus der Vergangenheit handle, anstatt aus dem Jetzt, aus der Vergangenheit fühle, anstatt aus dem Jetzt, aus der Vergangenheit denke, anstatt aus dem Jetzt. Wer bitte hat sich diesen Scheiß ausgedacht, dass ich ein Produkt meiner Vergangenheit bin? Wer bitte ist auf die Idee gekommen, den Menschen so zu konstruieren, dass er aus seinen vergangenen Erfahrungen heraus lebt, anstatt ihn von Hause aus mit dieser großartigen Möglichkeit der Jetzt-Präsenz zu versehen? Und wer hat diese Idee umgesetzt, den Prozess des Erwachens, des Loslösens aus der Vergangenheit mit so viel Schmerz, Leid, Irrwegen und Umwegen zu versehen? Das ist doch alles total kompliziert und umständlich. Ich finde das unfair. Wenn ich wüsste bei wem, würde ich eine Beschwerde einreichen.

Meine Gedanken belustigen mich 🙂 . Wieder geht es um das Thema Befreiung.

Jeden Tag ein Schlückchen aus diesem Glas, mit der Hoffnung das es wirkt :)

Jeden Tag ein Schlückchen aus diesem Glas, mit der Hoffnung das es wirkt 🙂

Ich bin einfach verdammt ungeduldig. Ich erinnere mich daran, wie ich nach einem ¾ Jahr Analyse ein „ernstes Wörtchen“ mit meiner Therapeutin sprach, weil sie sich meines Erachtens zu sehr zurückhielt, zu wenig rein gab. Ich bedrängte sie, dass wir jetzt wirklich anfangen könnten, sie keine Rücksicht nehmen bräuchte. Ich wäre soweit. Ich könne die nackte, brutale Wahrheit verkraften. Ich will sie sogar unbedingt um die Ohren gehauen bekommen. Nach 1 ¾ Jahr kam es dann dazu, im Dezember 2013 und ich frage mich immer noch, worauf sie so lange gewartet hat. 🙂

Ich nehme meine Ungeduld gerade nicht so ernst. Da will etwas die harte, schnelle Methode, obwohl ich auch schon schmerzhaft gelernt habe, dass ich nicht alles verkrafte und der langsame Weg oftmals der gesündere ist.