Liebes Unfähigkeitsgefühl…

… heute hast du wieder mal Hallo gesagt, hast dich ganz klein gefühlt und Tränen vergossen. Hast dich im Bett zusammengerollt und geglaubt, all das da draußen nicht zu schaffen. Hast geglaubt, deine Wünsche nie und nimmer Wirklichkeit werden lassen zu können, weil du unfähig bist, weil du es nicht kannst. Hast so viel Angst vor der Zukunft gehabt. Alles war dir zu viel. Du fühltest dich überfordert von der Welt.
Ich bat dich liebevoll, dich umzuschauen, dir die zurückliegenden Tage anzuschauen und den heutigen Tag. Ich fragte dich, ob du da irgendetwas sähest, was du nicht geschafft hattest, was dich überfordert hatte. Du schütteltest zaghaft den Kopf. Da war nichts zu sehen. Da war alles gut gegangen.
Ich sagte dir, dass ich an dich glaubte, an deine Fähigkeiten, an deine Kraft. Du konntest meinen Glauben spüren, auch wenn es dir lieber gewesen wäre, es gäbe da draußen einen Menschen, der dir das in diesem Moment sagen würde und dem du glauben könntest. Jemand da draußen, der deine Schritte begleitet, der deinen Weg sieht, der dich motiviert und stärkt. Seufz… ich konnte dich so gut verstehen.

Ich möchte dir Mut machen und dir zeigen, dass es auch ohne geht. Ich möchte dir zeigen, es für dich erfahrbar machen, dass wir das alles in uns tragen – den Glauben, die Kraft, den Mut, das Vertrauen.

Lass uns Schritt für Schritt gehen. Immer nur einen nach den anderen. Nicht so weit in die Zukunft blicken, dort lauern nur Vorstellungen die uns Angst machen. Das hilft uns nicht weiter. Unser Herz weißt uns gerade einen Weg, lass ihn uns gehen, auch wenn wir nicht wissen wohin er führt. Dieser Weg ist ein Geschenk. Lass uns froh und dankbar sein, dass es ihn gibt.
Und komme ruhig immer mal wieder vorbei. Du bist willkommen. Ich empfange dich mit offenen Armen und helfe dir, wieder Mut zu finden.