Persönliches…

… aus meinem Tagebuch. Notizen im Laufe des Morgens.

Ich fühle mich in meinem eigenen Körper nicht in Sicherheit. Unter Menschen oder in dieser Welt.

Ich hatte schon von Anfang an Angst vor ihrer direktiven Art.

Ich fühle mich von vielen Sachen, Erlebnissen, Erinnerungen, Gefühlen abgeschnitten, wenn da diese Angst ist (Schutz).

Ich lerne, Angst im Körper zu halten, dafür da zu sein. Den Körper zu behalten.

Etwas Zugang zu meinen Ressourcen, zu meiner Wirksamkeit gefunden. Ich kann mir helfen. Hatte vorher das Vertrauen verloren. 

In Sicherheit gebracht. Bild. Wiese. Bach. Blauer Himmel. Alles glasklar, hell und licht durchflutet. Glasklares Wasser. Glasklare Luft. Rein. Weite. Nichts anderes. Farbe Rosa.

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Es wird ruhig

Scheinbar gibt es eine Blog-Pause.

Ich fühle mich mit einigen hier und so einer Art WordPress-Präsenz verbunden. Interessant, dass das auch so ist, ohne dass ich lese und online bin.

Schön!

Es geht also nichts verloren, auch wenn meine physische/geistige Anwesenheit nicht da ist.

Etwas, was ich zurzeit an unterschiedlichen Stellen geschenkt bekomme. Verbundenheit, ohne realen Kontakt. Verbundenheitsgefühle, auch wenn niemand physisch da ist, auch wenn man sich nicht liest oder schreibt oder hört.

Schön! ❤

Ganz nah daneben spürte ich die Einsamkeit, dass Gefühl getrennt zu sein. Ich hatte ein Bedürfnis nach Nähe und niemand war da. Doch dann kam der Gedanken, dass das doch nicht stimmt, mit der Einsamkeit und Getrenntheit und ich verband mich auf der Empfindungsebene mit Menschen die mir sonst nah sind. Es funktionierte. Ich wurde sehr zufrieden und entspannt und konnte gut alleine zu Hause sein. Ich fühlte mich getragen durch das Netz von Verbindungen.

Ein wirklich besonderer Moment!

Danke! ❤

Überhaupt kam mir heute in den Sinn, dass ich wirklich viel erreicht habe. All meine Bedürfnisebenen, die ich in den letzten Jahren gefunden habe, sind mittlerweile gut versorgt.

Und das ist mein Verdienst! Das fühlt sich toll!

Ich erinnere mich noch an den langen, mühsamen Weg um Haushaltshilfe zu bekommen und die Stimmen, die dagegen sprachen. Ich habe auf mein Gefühl gehört, dass das hilfreich ist und hab mich drum gekümmert. Mit dem Ergebnis, dass sie mich 3 Monate unterstützt hat, wofür ich krass dankbar war und ich sie seit Januar nicht mehr brauche und das Jobcenter die Kosten als unabweisbarer, besonderer laufender Bedarf übernommen hat.

Auch die Entscheidung mir einen Träger zu suchen für das Betreute Wohnen, war kein leichter Weg und hatte ebenso Gegenstimmen. Ich bin heute noch sowas von dermaßen froh diese Art der Unterstützung gewählt zu haben, auch wenn ich dafür eine Altersrücklage auflösen musste und die Hilfeleistung zu Beginn aus eigener Tasche zahlen musste. Ich würde es jederzeit wieder so machen.Und auch hier ist es so, wie bei der Haushaltshilfe, ich nutze es, wenn ich es brauche und kann es ebenso auch mal sein lassen, wenn kein Bedarf ist (das kommt tatsächlich auch mal vor ;), aber eher weniger)

Die letzte Bedürfnislücke war für mich die kreative Beschäftigung und die Suche nach einem Ort dafür. Und auch da hat sich seit Anfang des Jahres etwas entwickelt, was es vorher nicht gab. Ich arbeite mittlerweile doch recht regelmäßig zu Hause an diesen Windspielen und bin immer noch zuversichtlich, dass ich in dieser Holzwerkstatt ankomme. Die Beschäftigung zu Hause entlastet mich enorm. Da gab es lange viel Leidensdruck in den Phasen, wo ich viel zu Hause bin, auf mich selbst zurückgeworfen und kaum (sinnvolle) Ablenkungsmöglichkeiten plus Selbstausdruck.

Durch die Anhebung der Medikation von vor 6 Wochen habe ich mehr an Bewegungsspielraum gewonnen, auch wenn es mir psychisch nicht gut geht. Das war vorher weniger möglich. In den letzten Wochen konnte ich trotzdem aus dem Haus und mal wo hin fahren, der Ausflug ans Wasser, das Konzert, in die Kontakt- und Beratungsstelle. Sowas war in Akut-Phasen nicht drin.

Was bin ich dankbar!!!

Das nimmt Leidensdruck auf den Ebenen der Isolation und auch meinem Erlebnishunger, an der Welt teilzunehmen. Das war auch ein Aspekt unter dem ich echt richtig doll gelitten habe, all die Jahre.

Klar, es gibt immer noch Rückzugsphasen, die ihren Sinn haben und gebraucht werden.

Zum Thema Medikamente gibt es auch ein Trauern und vorerst Abschied nehmen von gewissen Gefühlstiefen. Das Konzert konnte ich zum Beispiel nicht ganz so genießen, weil alles ein wenig distanziert zu mir war und auch den Wald fühl ich nicht mehr bis tief in mir. Doch es ist nicht alles weg. Ich kann mich erst einmal damit anfreunden und den Gewinn erkennen. (das hat jetzt 4 Jahre Erfahrungen gebraucht)

Eine Therapie ist nun auch da, auch wenn mir noch nicht ganz klar ist, wie sie funktioniert diese Trauma-Arbeit und ich mich viel mit Kämpfen auf der Beziehungsebene beschäftige 😉 .

Ein neuer Zugang zur Arbeit mit Reiki ist entstanden, neben dem täglichen Händeauflegen. Ich sammle alle für mich wichtigen Themen auf Zetteln in einer Box und schicke mir regelmäßig Fern-Reiki in diese Box, zu diesen Themen. Das sind anstehende Termin, das sind Erlebnisse der Vergangenheit, dass sind innere Themen wie z.B. Ängste, Erdung, Rückgrat, in denen ich mir Stärkung wünsche. Das tut mir richtig, richtig gut. ❤

Ich kann mich mittlerweile auf meine sportliche Aktivierung verlassen, auch in schlechten Phasen habe ich es geschafft dran zu bleiben. Dann angepasst an das was geht und auch liebevoll vergebend, wenns nicht viel ist oder ein Tag gar nicht geht. Aber immer wieder den Faden aufgenommen. Ich will es nicht mehr missen. Das steht für mich mit dem Akupressurklopfen und der Medikation mit an vorderster Stelle zur Stabilisierung. Es schafft mir immer wieder Inseln der Orientierung, Beruhigung, Klärung.

Ja das ist doch ne ganze Menge. Und da sind bestimmt noch ein paar Aspekte nicht erwähnt.

Ich glaube, dass ich so erst mal ein Weilchen vor mich hinpuddeln werde, vielleicht mit nicht allzu vielen Blogbeiträgen.

Praxis ist angesagt. 🙂

Leben lernen

Leben lernen, ist wie Fahrradfahren lernen.

Man kann es alleine üben. Es ist schwer. Man fällt wahrscheinlich oft auf die Schnauze und tut sich immer wieder ordentlich weh. Man wird öfter Pausen einlegen müssen, um die Wunden heilen zu lassen. Und man wird wahrscheinlich, je nach Charakter mal mehr, mal weniger mit seiner Motivation zu kämpfen haben, das trotz Plessuren weiter durchzuziehen. Am Ende wird man es gelernt haben, das Fahrradfahren.

Man kann sich auch Unterstützung holen. Jemanden, der zu Beginn das Rad hält, damit man aufsteigen kann. Jemand, der es dann immer mal wieder vom Kippen abhält, wenn man fährt, bis man raus hat, wie man selbst das Gleichgewicht hält. Man wird vielleicht auch mal stürzen und sich weh tun. Dann ist dort jemand, der hilft die Motivation nicht zu verlieren. So wird man leicht ans Ziel kommen.

Das Ergebnis ist das Gleiche. Lernen. Wachsen.

Ich befinde mich in der obigen Variante und war (bin) damit beschäftigt, daran zu leiden.

Ich befinde mich momentan auf dem schweren Weg des Lernens und dazu kann ich nur ‚ja‘ sagen, so lange es so ist und akzeptieren, dass ich alles getan habe, was ich tun kann, damit es leichter wird.
Den Rest regelt das Leben.

(Mein Vertrauen ist brüchig.)

Es ist vorbei

Es ist vorbei.

Es ist vorbei!

Es ist vorbei?

es ist vorbei

ES IST VORBEI!!!

Es ist vorbei!

Macht das was?

Was macht das?

Kommt es in mir an?

Die Tür hat sich hinter mir geschlossen. Davor ein letzter Blick, ein letzter Händedruck (eine Millisekunde länger als sonst), ein Lächeln, ein sich alles Gute wünschen. Mein Versuch bewusst zu bleiben.

Die Tür ist zu. Die Tür ist jetzt zugegangen. Bleib hier. Nimm wahr. Die Tür ist zu und dieser Abschnitt beendet. Rein, raus. Da, weg. Mehr da, als weg. Das ist gut. Überall Fortschritte.

Wie ist das?

Was macht das?

Was passiert jetzt?

Ich bin voller Zuversicht alles tragen zu können. Mich tragen zu können.

Es ist gut.

Es ist GUT!

Wir können weiter gehen! Wir können das. Ein phantastischer, überdimensionaler Fortschritt. Wir können fliegen.

Es ist gut. Wir schaffen das – mit weinen, mit Verzweiflung, mit Wut, mit Freude, mit Erleichterung, mit Angst, mit Trauer, mit Wehmut, mit Vorfreude, mit Zuversicht, mit Lust und Kraft.

Mehr jetzt, als damals.

Überall Fortschritte.

Kein/Ein schönes Gefühl

(Drittletzte Therapiestunde)

Kein schönes Gefühl, aus dem Nest geschupst zu werden, wenn man es sich so gerne gemütlich gemacht hätte.

Kein schönes Gefühl aus dem Nest geschupst zu werden, mit der Aufforderung zu fliegen, wenn man selbst keine Vorstellung davon hat, fliegen zu können.

Mir blieb keine andere Wahl. Ich musste es probieren. Zwangsläufig. Ich war nicht in der Lage mir ein anderes Nest zu suchen, eines wo man nicht schupst oder weniger schupst.

Es half kein Herumgehüpfe am Rand, kein Versuch wieder in die Mitte zu kommen und sich zu setzen, kein Meckern und Zetern, kein Aufplustern oder klein machen. Die Aufforderung blieb. Flieg!

Und wie scheiße ich das Schupsen auch empfunden habe, wie sehr ich das Gefühl hatte, man will mich hier nicht. Wie sehr ich geglaubt habe, gar nicht fliegen zu können. Ich musste es probieren. Immer und immer wieder.

Ich war so sehr mit der Ungerechtigkeit des Schupsens beschäftigt, mit der Kränkung, das man mich vertreiben wollte, mit dem Schmerz, nicht gewollt zu sein, dass ich gar nicht bemerkte, das ich gerade fliegen lernte.

Ich lernte fliegen.

Ich bin zwar immer noch eingeschnappt, weil man mich nicht im Nest bleiben ließ, aber ich habe fliegen gelernt.

Anstatt aus dem Nest zu fallen, fliege ich davon.

(So ist der Plan.)

Ich war nie auf dem falschen Weg

Wahnsinn wie viele Energien ich gerade frei setze, von denen ich nicht ahnte, dass sie in mir schlummerten. Maßgeblich war wohl das Finden der grundlegenden, ausbremsenden Glaubenssätze und die ursächlichen Erlebnisse dazu, das Finden und Fühlen von neuen Glaubenssätzen und das Gefunden werden von einer Sache, die ich wirklich von ganzem Herzen tun will. Diese Kombination ist mächtig. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus.

Immer wenn mir ein zurückziehen auffällt, gegründet auf dem Gefühl von „ich schaffe das nicht“, „ich kann mich nicht schützen“, „ich bin nicht sicher“, sage ich mir innerlich mehrmals „ich bin zu jeder Zeit in Sicherheit“, „ich kann mich schützen“, „ich bin im Frieden mit dem Leben“. Das Gefühl von Sicherheit, habe ich zusätzlich über die Energiearbeit in meinem Körpergefühl vertieft und gefestigt. Ich bin selbst erstaunt, wie deutlich ich diese neue Ausrichtung fühlen kann, einfach nur weil ich sie sage und dann auch glaube.

Die Kräfte bündeln sich weiter. Eine Ausrichtung mit meinem ganzen Wesen findet statt. Alle Nebenschauplätze weichen, werden unwichtig. Das Tanzen auf tausend Hochzeiten, die Suche an immer wieder neuen Orten schiebt sich in den Hintergrund. Hier was machen, dort was machen, das will ich nicht mehr. Nicht mehr von Blüte zu Blüte fliegen. Dafür will ich verzichten, um das EINE wachsen zu lassen. Der Verzicht fühlt sich nicht wie einer an. Eher wie ein Gewinn, weil ich weiß was am Ende herauskommt. Es ist so leicht, wenn man weiß wofür man etwas tut. Und es macht unglaublich viel Freude.

Ich bin so unglaublich dankbar und könnte gleichzeitig weinen und lachen vor Glück. Zu vertrauen, dass die Dinge zu einem kommen werden, für die man bereit ist/war, ist der richtige Weg.

Okay, das erste was ich brauchen werde ist Geld. Dazu sieht mein Plan folgendermaßen aus. Ich gebe unnötigerweise häufig Kohle für Kaffee unterwegs aus und auch das Rauchen zwackt einiges ab. Dieses Geld will ich anstatt auszugeben, nun in mein Visionssparschwein werfen. Auch wenn es mich überkommt, mal wieder irgendeinen Kurs belegen zu wollen oder einen Kurzurlaub zu machen, dieses Geld will ich dann beiseite legen. Mal schauen, ob ich das hinbekomme. Im Idealfall kommt da auch das Geld für diese Energiedrinks rein, die ich viel zu oft konsumiere. Ich will die Hürde aber auch nicht zu hoch setzen. Zur Erinnerung stecke ich einen kleinen Zettel in meine Geldbörse und das Sparschwein stelle ich gut sichtbar. SCHAKA… auf gehts 🙂

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Hinsehen

Therapieverlängerung? Ich stehe an einer Stelle, wo jeder weitere Schritt ins Ungewisse führt. Ich will nicht weitergehen. Was ich mir nicht vorstellen kann, macht mir Angst. „Wenn sie nicht die Fäden in der Hand haben.“ Genau. Schwer auszuhalten. Sich in den Sitzungen mit dem „Jetzt“ zu beschäftigen rückt bedrohlich nahe. Mich anschauen. Hinsehen. Mich aushalten. Den Raum aushalten. Aushalten was in ihm passiert.

Bin mit der Frage der Therapieverlängerung in den Wald gegangen:

„Soll ich verlängern?“

                „Ja.“ Ein klares, deutliches JA. Ein JA, das sicher, endgültig, nicht anzuzweifeln klingt.

Ich, völlig überrascht über diese Sicherheit, weil voller Zweifel: „Aber warum?“

„Weil du Angst davor hast.“

Damit schien das Zwiegespräch beendet. Ja, es stimmt. Ich habe Angst davor. Also werde ich meiner inneren Führung vertrauen und verlängern.

Einen Tag nach der Therapiestunde, in der wir all dies besprachen und auch schon vermehrt meine Jetzt-Gefühle einflossen, landete ich in einem ordentlichen Gefühls- und Stimmungschaos. Ich bin mir sicher, dass das eine Reaktion auf Nähe und damit Angst ist.

Der Morgen begann mit tiefer Verzweiflung und heftigem Weinen.

                Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Was ich noch darf und was nicht mehr. Jeder Schritt ist falsch. Es wird ganz eng. Vorgaben und Richtlinien, an die ich mich nicht schaffen werde zu halten. Wenn ich mich immer wieder gleich verhalte, fehlerhaft verhalte, halten sie das aus? Wollen sie mich dann noch? Und wenn ich wieder und wieder vor dem Jetzt flüchte, zwanghaft ausweiche, obwohl wir darüber gesprochen haben, halten sie das aus? Ertragen sie das? Ertragen sie mich? Bin ich dann nicht ein hoffnungsloser Fall, keine Mühe wert? Lasen sie mich dann fallen und gehen?

Diese Stimmung ging über in starke Unruhe, Anspannung, Aggression. Danach landete ich in Leere, Antriebsarmut und Erschöpfung. Der Tag endete mit stundenlanger hoher Aktivität, rasenden Gedanken und Ideen, Euphorie und Freude, positiver Getriebenheit und einem unglaublichen Freiheitsgefühl.

Einiges im zwischenmenschlichen Bereich kann ich mehr fühlen. Ich stolpere über so unbekannte Gefühle, dass es mich erstaunt, erschrickt, erfreut, fassungslos macht und befreit.

Das ich zum Beispiel dauerhaft in der Angst lebe abgewertet, abgelehnt zu werden, egal von wem. Sei es ein Fremder, ein Bekannter, ein Freund, Familie. Ich fühle diese Angst viel öfter im Alltag. Als Gegenpol dazu, fühle ich viel stärker, wenn Menschen mich durch Worte annehmen, sich mir zuwenden, mich dazu einladen ich selbst zu sein, meine Empfindungen akzeptieren, sich nicht abwenden. Das erschüttert mich regelmäßig. Lässt mich berührt, weinend, ungläubig, erlöst zurück. Wie kann das sein? Es passt nicht zusammen mit dem was ich erwarte, befürchte. Damit rechne ich nicht. Ich werde gesehen! Unglaublich das zu fühlen. Ich wurde bestimmt auch schon vorher gesehen. Anscheinend hab ich es gefühlsmäßig nicht zulassen können, um den Schmerz zu vermeiden.

Ich fühle, was hinter meinem Verlangen steckt, so unbedingt den Therapiebericht lesen zu wollen. Bisher begründete ich dieses Bedürfnis, mit dem Erlangen wollen von weiteren Erkenntnissen. Wissen wollen, was ein Außenstehender sieht und wahrnimmt, um meine blinden Flecken zu finden. Doch fühlen tue ich eine Sehnsucht, fast eine Gier mich zu versichern, den Beweis in den Händen zu halten, dass jemand sich doch tatsächlich ausgiebig mit mir beschäftigt, sich die Mühe macht und so viele Gedanken, die alle mich betreffen.

Dabei hebe ich mich selbst in eine wertvolle Position. Phantasiere, dass die Therapeutin mich für meine erstaunlichen Erkenntnisprozesse bewundert. Dass sie in mir etwas Besonderes sieht, etwas Einzigartiges. Etwas, dem sie folgen will.

Dann fühle ich, dass mir all meine tollen Erkenntnisse überhaupt nichts bringen. Weil ich trotzdem immer noch der gleiche Mensch bin, der ich bin. Und das sich das nicht durch ein Erkennen einfach verändert. Mein Größenwahn, das mit dem Erkennen alles anders wäre, weil ich doch nun wüsste wie es läuft.

Ich erkenne auch deutlicher, dass ich mir anscheinend Lernprozesse nur schwer zugestehen kann. Das man natürlicherweise über Versuch und Irrtum lernt, ist bei mir nicht als etwas Normales, Erlaubtes, Gewolltes abgespeichert. Fehlversuche lösen heftige Frustrationsgefühle aus und eine große Hürde weiter zu machen. Viele Dinge sind erschwert überhaupt begonnen zu werden, da die Angst zu scheitern so enorm ist.