Brief an Dich

Liebe …,

nun ist etwas Zeit vergangen und es war hilfreich für mich.

Was so an mir gerüttelt hat, waren die Erfahrungen aus der Zeit meines Klinikaufenthaltes.

In dieser Zeit, beginnend mit dem Wunsch, dass du mit mir in die Notaufnahme fährst, habe ich gefühlt dich zu brauchen, anwesend zu brauchen.

Du sagtest am Telefon, du seist in …. Du hast nichts weiter erklärt.

Du sagtest auch, dass du mich dort erst mal auf Station ankommen lassen wolltest, dass das gut wäre. Ich habe mir das nicht gewünscht. Ich hätte es anders gewollt.

Du hast dich die folgenden zwei Tage, für andere Dinge entschieden, als vorbei zu kommen.

Ich respektiere deine Entscheidungen. Du hast dich so verhalten, wie es sich für dich richtig angefühlt hat.

Ich hatte das Gefühl, du hältst meine Not und damit auch mich auf Abstand.

Für mich waren deine Entscheidungen ein riesen Schmerz.

Mein Gefühl dich zu brauchen, bauten auf die wiederholten Aussagen von „ich bin immer für dich da“ auf. In mir wuchs dadurch eine Vorstellung, dass du alles stehen und liegen lässt, wenn es hart auf hart kommt und versuchst da zu sein.

Das ist nicht geschehen und ließ mich im Ungewissen darüber, wie schlimm es sein muss, damit deine Worte wahr werden.

Zum Schluss bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass deine Worte nicht das waren, was ich dachte, dass sie sind, sondern etwas anderes meinten. Wir sprachen kurz darüber.

Liebe …, was bleibt, ist, dass ich dich liebe, auch wenn mir deine Entscheidungen weh taten und mich auch heute noch traurig machen.

Ich möchte Wahrheit zwischen uns.

Was ich mir von dir wünsche, ist dein Eingeständnis oder dein Bewusstsein darüber, dass du zukünftig nicht immer für mich da sein wirst, wie ich es vielleicht fühle zu brauchen.

Das ist auch mein Eingeständnis an mich.

Wahrheit bedeutet auch, dass ich mir die Grundlage meiner Beziehung zu dir anschaue und da Bedürftigkeit finde.

Ich will lernen diese Bedürftigkeit zu mir zurück zu nehmen.

Ich weiß nicht, wie sich das auf meine Beziehung zu dir auswirken wird, was noch bleibt, was sich anderes entwickeln kann.

Da bleiben erst einmal ein großes Fragezeichen und eine große Beziehungsunsicherheit, die dir wahrscheinlich auffallen wird.

Ich wünsche mir, dass du weißt, egal wie ich mich dir gegenüber verhalte, vielleicht zurückhaltend oder abweisend, vielleicht angespannt oder gereizt, im Kern liebe ich dich und kann es nur gerade nicht anders.

Ich übe.

Ich umarme deine Seele und dein Sein.

Gute Gruppenerfahrung

Es hat gut getan, sich in den Worten manch Anderer wiederzufinden. Da war heute viel dabei.

Ein Thema war die Stigmatisierung ‚psychisch krank‘. Und jemand warf zum Ende ein „wir sind menschlicher geworden“.

Wie wahr!!!

Jeder in dieser Runde ist aus der Leistungsgesellschaft gebrochen und hat oder tut es noch, sehr darunter gelitten. Doch am Ende ist im Ergebnis jeder in dieser Runde menschlicher geworden. Mehr Gefühle, reicher an Erfahrungen, näher am Leben, authentischer im Sein.

Jemand sagte, er hätte vorher gar nicht gelebt, obwohl er alles hatte, Job, Geld, Haus.

Die Herausforderung ist, genau so wieder seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, aber eben nicht mehr in dem vorgeprägten, engen Kästchen der Leistungsgesellschaft.

Leisten tut jeder von Tag zu Tag trotzdem. Nur dass das nicht mehr in Arbeit definiert ist. Ich habe es heute geleistet, mitten im Abwasch alles liegen zu lassen und eine Pause einzulegen. Das ist ne ziemliche Leistung für mich und ein erkenntlicher Fortschritt. 🙂

Ein Bild von einem Schmetterling wurde in die Runde gegeben. Jeder ist ein Schmetterling und will sich von Natur aus auf die frische Blüte setzen und nicht auf die vertrocknete Blüte (symbolisch für am Negativen, am Leiden festhalten). Das hat sich so gut angefühlt, mich in die Vorstellung zu begeben, ich sei ein Schmetterling und jeder ist das, ob Teil der Leistungsgesellschaft oder nicht.

Die Gruppe war Balsam für meine Seele. ❤

„Gib deine Mitmenschen frei“

Gibt deine Mitmenschen frei“

Und da möchte ich am liebsten noch drei Ausrufezeichen hinter setzen. Dieser Beitrag von Susanne erinnert mich wieder einmal an etwas für mich sehr Wichtiges.

 

„Zerbrichst du dir manchmal den Kopf deiner Mitmenschen? Du denkst: „Er sollte es jetzt so machen“ oder, „nein, jetzt macht der schon wieder den gleichen Fehler“ oder „ich muss ihm schnellsten erklären, wie er alles viel besser machen kann“ oder „ich an seiner Stelle, ich würde…..“.

Damit verlierst du deine Energie, du lenkst ab, von deinem Leben und deinen Aufgaben, du übertrittst die Grenze deines Mitmenschen und du bist ein bisschen arrogant,(…)“

Reiki und Wohlstand

Nur noch sehr, sehr selten kommt mir der Impuls, anderen das Handauflegen anzubieten, wenn sie körperliche Schmerzen erwähnen. In der Zeit nach den Einweihungen verfolgte mich das zu jedem Moment, in jeder solcher Gelegenheiten.

Reiki-Behandlungen zu geben, da verspüre ich überhaupt keine Intention mehr zu. Weder im Bekanntenkreis, wie es einige Zeit war, noch darüber hinaus. Wenn ich mir das mit Unbekannten vorstelle, spüre ich sogar eine richtige Ablehnung vor dieser Nähe.

Ich spekuliere und es fühlt sich auch sehr stimmig an, dass ich mit dem weiteren mir Näherkommen, auch zu der Empfindung gekommen bin, dass ich diese Art der Nähe gar nicht möchte.
Immer wieder erstaunlich wie weit Kopf und Herz in ihrem Wollen auseinander klaffen. War ich doch so heiß darauf Reiki zu geben, am besten jedem und der ganzen Welt. Hatte Ideen von Selbstständigkeit, Visitenkarten usw.. Ich wartete auf den Bedarf. Mein Umfeld blieb zurückhaltend bis ablehnend und ich habe von Anfang an vermutet, dass das irgendetwas mit mir zu tun hat. Das ich irgendetwas entgegengesetztes sende.

Lag ich gut mit meinem Gespür. Ich will es gar nicht. Es ist mir zu nah.

Also habe ich es losgelassen. Ich gebe nur noch mir selbst täglich Reiki. Alles andere verschwand in den letzten Monaten aus meinem Bewusstsein.

Umso überraschter war ich, als ich heute das Verlangen verspürte, mir auf meine finanzielle Situation Fernreiki zu schicken.

Meine Reserven sind knapp vor Ende und ich habe mir gerade noch zwei große Sachen gegönnt.

Ich möchte nicht zulassen, dass sich in meinem Kopf Mangelgedanken, Angstgedanken breit machen. Sowas wie, ‚oh, jetzt muss ich auf vieles wieder verzichten und werde nicht mehr versorgt sein, mit den Dingen die ich brauche‘. Solche Gedanken erzeugen Anspannung und Verengung in meinem Körper. Ich bekomme Angst. Und Angst erzeugt, wie weitläufig bekannt, Einengung von Möglichkeiten und Tunnelblick. Das will ich nicht!

Ich versuche mich öfters mit dem Gefühl zu verbinden, dass ich immer versorgt sein werde, egal wie viel Geld ich habe. Ich glaube, das nennt man Vertrauen. 😉

Und wenn ich wüsste, wie und wo ich meine Arbeitskraft, mit den Bedingungen die ich brauche, einbringen könnte, würde ich es sofort und gerne tun, um etwas zuzuverdienen. Ich pralle nur immer auf die Barriere, dass ich keine Verbindlichkeit anbieten kann.

Jedenfalls habe ich nun auf das Thema – finanzielles Versorgt sein und Erhalt/Verbesserung meines Lebensstandards – Reiki geschickt.

Dabei kam mir schon mal die Idee, dass ich im Zuverdienst meine Unterstützung in der Nähwerkstatt anbieten könnte, weil wir in zwei Wochen einen Weihnachtsmarktstand haben und schon alle am rödeln sind, noch genügend Ware herzustellen. Ich kann zwar nicht an einer Nähmaschine nähen, aber vielleicht gibt es Zuarbeiten. Bei 1,- Euro die Stunde, wird das jetzt nicht DAS Ding sein, aber haben ist haben. 🙂

Als zweite Eingebung kam das Gefühl von Wert. Es mir wert sein. So in der Art, meine Arbeitskraft nicht zu verschenken, sondern einen Preis zu fordern. Da ist was dran. So allgemein.
So geht mir das tatsächlich auch mit dem Fernreiki für Andere. Ich will es nicht mehr verschenken.

Es kommt das Gefühl, mit dieser Haltung falsch zu sein. Diese blöden, unsinnigen mentalen Programme. Ich will nicht so fühlen! Ich will mich nicht klein machen, klein halten!

Naja… zurück zum Thema. Die Idee ist, da die nächsten Tage wiederholt Reiki raufzuschicken. Mal schauen, was sich so entwickelt.

Handeln aus Liebe oder im Erziehungscamp

Ich bin vom Konstrukt des Inneren Kindes, zum Konstrukt des Egos gewechselt (überwiegend, nicht ausschließlich). Da lässt sich aktuell mehr mit fassen, was ich in mir erlebe. Kindliches Fühlen und Denken ist ein Teil des Egos.

Jedes Fühlen, Denken und Handeln, welches sich aus inneren Vorstellungen und gemachten Erfahrungen gründet, ist für mich das Ego. Es ist meine gewachsene Persönlichkeit. Es sind meine Glaubenssätze. Es sind meine Ängste. Es sind meine Freuden. Es sind alle Bewertungen. Usw.. Es ist alles, was als Reaktion auf äußere und innere Reize geschieht.

Der Buddhismus würde das wohl mit dem ‚Bedingten Entstehen‘ erklären.

In meinem Verständnis hat jeder dieses Ego und braucht es auch, um agieren zu können, um Erfahrungen sammeln zu können, um sich in der materiellen Welt bewegen zu können.

Ein Ego verschwindet nicht, aber es kann sich weiter entwickeln. (Vielleicht verschwindet es dann auch für ganz Ausgewählte.)

Ich bin seit dieser Woche mehr im Kontakt damit, in jedem Moment zu erkennen, wo reagiere, denke, fühle ich aus dem Ego und zu sortieren, an welchen Stellen die ich dort erkenne, ist es Zeit sich weiterzuentwickeln, loszulassen, neues zu lernen.

Das ist ganz schön umfassend, eine Tagesbeschäftigung, besonders im zwischenmenschlichen Miteinander. Es erfordert echt viel Aufmerksamkeit und Achtsamkeit und ist nicht leicht, wenn Trubel um einen herum ist.

In der Übersetzung der inneren Elternschaft, komme ich mir vor, als wäre ich als Eltern in einem Trainingsprogramm (Dauer unbestimmt), wo sich alles konsequenter, zielgerichteter, aufmerksamer, um die Begleitung des Kindes dreht.

Heute auf Arbeit hatte ich eine herausstechende Situation.

Ich saß vor dem Laden, machte eine Pause und genoss die Sonne. Ich war ganz bei mir und entspannt. Ein Kollege setzte sich neben mich. Die innere Reaktion war ein zusammenziehen und –krampfen. Ich fühlte Unruhe und Unsicherheit und den Wunsch weg zu gehen. Mein Ego meldete ‚Bedrohung‘.

Es ist für mich nichts Neues, das in mir etwas so reagiert. Hier habe ich den Wunsch mich weiterzuentwickeln, vor allem, weil ich das Thema hinreichend durchforscht, durchfühlt und erkannt habe. Es sind leere Muster geworden.

Mir kam das Bild von lauter kleinen, jungen Hunden, die in mir sitzen und bei entsprechenden Auslösern nach außen springen, sich vor mich stellen, knurren, bellen, Schwanz einziehen, Distanz oder Barrieren zu mir schaffen, um mich zu beschützen. Ich ziehe sie ganz behutsam, vorsichtig, aber konsequent an ihrer Leine wieder zu mir zurück und setze sie auf meinen Schoß. Ich vermittle ihnen damit: „So nicht!“, „Hier spielt die Musik“, „Bei mir bleiben“ und „Alles ist gut.“ Manche benötigen nur ein zurückziehen, manche brauchen noch das liebevolle Streicheln auf meinem Schoß, manche müssen erst noch in ihrer Reaktion verstanden werden, um sich zu beruhigen.

Da sind wirklich viele Hunde! Man, hab ich mir ja was vorgenommen. 🙂

Ich denke an Umerziehung, obwohl ich das Wort nicht mag. In der Heilsitzung wurde mir gesagt, ich solle mehr mein Ego kontrollieren. An dem Wort habe ich noch mehr herum gewürgt. Ich wählte dann ‚korrigieren‘. Diese Worte sind alle negativ besetzt, doch im Endeffekt ist es das.

Ich kontrolliere mit dem Hintergrund von Erfahrungen, Wissen und Erkenntnissen, was für meine Entwicklung förderlich und was hinderlich ist. Ich begleite mich und gebe immer wieder kleine Impulse für die Richtung, wo es hingehen soll. Das wichtigste dabei scheint mir die Verbindung zum Herzen. Ohne die intuitive Weisheit/Wahrheit des Herzens, werden die Worte ‚Erziehung‘, ‚Kontrolle‘, ‚Korrektur‘ zu machtausübenden Egoanwandlungen, gegen mich selbst gerichtet.

Ja, das ist das Zentrum des Handelns. Handeln aus Liebe.

 

Nachtrag:

Komme gerade vom Yoga. Es wird so super bewusst, auch dort. Meine Nachbarin macht während der Übungen geräuschvolle Gefühlsbekundungen. Ich (mein Ego) reagiere innerlich genervt und denke: „die will doch nur Aufmerksamkeit“ und fühle eine Bedrohung, dann selbst nicht genügend zu bekommen. Zurück gezogen auf meinen Schoß, weg von der Nachbarin, umarme ich dieses Denken/Fühlen in mir, erkenne alten Mangel und fühle im Herzen, das dieser heute nicht mehr nötig ist.

Stimmungsaufheller

Jeden Tag erfreue ich mich an meiner Balkonblumenwiese. Bestaune sie. Entdecke wieder eine neue Blumenart. Beobachte wie die Blüten wachsen, sich öffnen, schließen, sterben und Samen ausbilden.

Es gibt dieses Jahr nur sehr wenige Insekten. Kaum Hummeln und Bienen. Hoffen wir mal, dass es am langem, kaltem Frühling liegt und nicht am weltweitem Bienensterben.

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Geschenke

Mir geht es momentan so unglaublich gut!

Ich kann mich nicht erinnern, wann das das letzte Mal so war oder ob es überhaupt schon mal so war, wie es jetzt ist.

Ich fühle mich weit. Ich fühle mich voller Liebe, Hingabe, Fürsorge und Kraft. Ich habe viel zu geben.

Ich fühle mich verbunden mit mir und dem Leben. Ich fühle mich mir nah. Emotionale Schwankungen erfasse ich schnell und durchlebe sie innerhalb kürzester Zeit. Ich gebe mir die Zeit dafür. Ich schenke mir Aufmerksamkeit, wenn ich merke irgendetwas stimmt nicht.

Mich hat das Leben unerwarteter Weise mit einem Geldsegen beschenkt. Dadurch kann ich meinen Impulsen besser folgen.

Ich habe auf meinen Körper gehört und mir eine energetische Massage gegönnt. Die letzte war ca. ein dreiviertel Jahr her. Ich war so beeindruckt über den Unterschied. Wie nah ich mir teilweise sein konnte. Wie liebevoll zugewandt meinem Körper gegenüber. Das rückte die Sehnsucht ins Bewusstsein. Ich spürte dadurch, wie sich mein Körper nach mir sehnte und wie sehr ich mich nach ihm sehnte.

Beim Yoga habe ich mich auch wieder angemeldet. Das letzte Mal ist ebenso lange her. Gestern war ich das erste Mal wieder dort und ich war genauso berührt. Glasklar konnte ich meine fortgeschrittene Entwicklung wahrnehmen. Viel mehr Achtsamkeit und bei mir sein. Viel mehr liebevolle Gedanken und Selbstfürsorge.

Mein Antrieb ist super, seit dem das Lyrica-Experiment beendet ist. Das hat mich meiner Sucht noch mal sehr nah gebracht, so nah wie seit 2011 nicht mehr. Ich missbrauchte Medikamente, schaltete mich für zwei Tage völlig aus. Eine lehrreiche Erfahrung, besonders die, dass ich es schaffen kann unvorstellbar großes Verlangen auszuhalten und mir wieder ins Bewusstsein zu rücken – ich bin süchtig, auch wenn ich es nicht immer merke.
Jeden Tag habe ich Lust das Haus zu verlassen und kann mehrere Dinge tun. Mein Körper lechzt nach Bewegung. Ich fühle viel Freude.

Am Arbeitsplatz läuft es gut. Es ist herausfordernd, ich spüre sehr deutlich die Bereiche, an denen ich dran bleiben muss und jedes Mal läuft etwas gut.

Die Abschiedsthematik in der Therapie treibt Früchte. Ich konnte das frühkindliche Verlassen-werden-Ereignis neu durchleben und integrieren. Was für eine Befreiung! Am Ende habe ich gelacht und geweint und gewütet gleichzeitig. Ich bin immer noch kein ‚Herz und eine Seele‘ mit meiner Therapeutin und spüre weiterhin sehr deutlich, dass es gut ist, dass sich unsere Wege trennen. Noch 10 Termine.

Die Unterstützung hier zu Hause brauche ich gerade gar nicht.

Nächstes Wochenende bekomme ich die Einweihung zum 2. Reiki-Grad, worauf ich mich schon wahnsinnig freue. Die Woche drauf habe ich einen Handlese-Termin, der mich auch ganz neugierig macht.

Die DBT-Gruppe ist insoweit ein Geschenk, dass ich spüre, was ich alles in den letzten Jahren erreicht habe. Ich lerne dort nicht mehr so viel Neues, aber kann mich jedes Mal gut verorten, in dem wie ich es schon mache und das stärkt mich ungemein. Ich bekomme auch das Gefühl endlich damit gesehen zu werden.

Ich fühle mich von allen Seiten getragen und unterstützt. Ich fühle mich vom Leben getragen und unterstützt. Ich vertraue dem Leben und dem Wandel.

In tiefer Dankbarkeit für diese Phase, verneige ich mich.

Meine Seele und ich

Alles was ich bisher von Sabrina Fox gelesen habe und gesehen, spricht mich sehr an. Ich erkenne vieles wieder, von dem was sie zur Unterstützung des Wachstumsprozesses anregt und wer sie selbst als Person ist. Ich finde diese Frau einfach wunderbar.

Bin gerade auf ein Video von ihr gestossen: „Die Kunst des Loslassens

Diese Aussage von ihr bewegt mich sehr, berührt etwas in mir und wird als wahr erkannt: „Ich gehe davon aus, dass ich eine unendliche Seele bin, die hier eine menschliche Erfahrung macht. Das heißt, ich habe keine Seele, sondern meine Seele hat mich.“

Das passt genau zu dem Gefühl, welches ich momentan immer öfter habe. Dass ich Situationen aus zwei unterschiedlichen Seinsbereichen erlebe. Einmal aus meiner Vergangenheit, aus meiner Konditionierung, meiner Ich-Identität heraus und daneben führt mich ein Gefühl, dass sich aus einer übergeordneten Ebene speist. Es ist erstaunlich! Ich spüre alte vertraute Gefühle von Unsicherheit und Angst und dann entsteht aber gleichzeitig ein Verhalten, welches mir völlig neu ist, und sich aus Vertrauen und Sicherheit speist. Ich schaue mir dann sehr erstaunt zu, weil ich mich so noch gar nicht kenne und spüre sehr deutlich, dass da etwas viel größeres wirkt, als ich bin. Das ich mehr bin, als ICH und das mein ICH geführt wird.

Genau so kommt es mir vor. Ich werde geführt. Ich entscheide weniger selbst. Ich denke weniger nach. Ich will weniger verstehen. Ich vertraue mehr diesem Gefühl in mir und das die Richtung in die es mich leitend, zu einem erfülltem Leben führt, zu einem Leben das mich selbst in meiner Ganzheit – also mich + Seele – ausdrückt.

In die eigene Kraft kommen!

Verdammte scheiße, was schwirrt mir der Kopf. 🙂

Ein Impuls folgt dem nächsten. Und ich folge einem Impuls nach dem anderen. Nicht lange nachdenken, einfach machen. Und so läuft es und läuft es. Dinge ergeben sich, tauchen völlig unerwartet auf. Dinge entwickeln sich.

Ich habe Ängste. Ich traue es mir zu. Ich fühle viel, viel mehr Vertrauen, was es leichter macht, einfach zu tun. Keine Ahnung was dabei herauskommt. Aber es folgt fast immer ein Lachen aus meinem Herzen, wenn ich einem Impuls gefolgt bin. Es fühlt sich fantastisch an! Meine Seele singt. Endlich wird ihr mal zugehört und sie darf sich entfalten. Und ich staune und staune und staune! Mensch Sophie!? Was machst du für Sachen? Warum traust du dich plötzlich so viel? Dein Herz scheint sich auf der Waageschale, über den Verstand erhoben zu haben. Es wiegt schwerer. Es teilt sich laut und deutlich mit. Es schreit regelrecht. Die Impulse sind keine kleinen Regungen mehr am Rande. Sie sind laut und deutlich. Sie sind ICH. Das bin ICH! Mein Verstand ist in die zweite Reihe gerückt und scheint akzeptiert zu haben, dass er in meinem ICH nur eine Nebenrolle spielt, nur die Zuarbeit macht. Und die Aufgabe nimmt er sehr ernst. Schwer für mich die Mitte zu finden. Pausen zu finden. Kopfentspannung herzustellen. Unruhige Nächte. Nicht einschlafen können. Pläne schmieden. Unentwegt. Gedankenideen können nicht warten, müssen sofort zu Papier gebracht werden. Drehen schleifen.

Ich bleibe trotzdem im Vertrauen. Ich bekomme das hin. Dabei hilft mir meine Bewusstheit. Ich bekomme sehr viel von mir mit und will gut mit mir umgehen.

Die ersten Urlaubswochen der Therapie warnen ja eher dramatisch. Ohne Struktur ist für mich schlecht. Ich verliere den Halt. Das hat mich in eine Bewegung gebracht, mich zu kümmern, mir zu helfen. Ein sehr hilfreiches Muster. Um so schlechter es mir geht, was heißt, um so weniger ich mich aushalten kann, um so mehr gehe ich in Aktion, um dagegen irgendetwas zu unternehmen, was mich wiederum von mir ablenkt.

Daraus ergab sich. Kontaktaufnahme zu einer Tagesstätte, um übergangsweise dort einmal die Woche zu sein. Kontaktaufnahme beim Sozialpsychiatrischen Dienst, mit der Frage nach kurzfristiger Beschäftigungsmöglichkeit. Das hatte ein Beratungsgespräch zur Folge, zu meiner Insgesamtsituation, woraus der Antrag auf Einzelfallhilfe entstand (erste Mal Herzlachen). Dann war ich mit Antragstellen, Abgeben und Begutachten lassen terminlich beschäftigt.

Ich reduzierte die Medikamente. Das veränderte meine Stimmung grundsätzlich und dann ging es erst richtig los.

Spontane Kontaktaufnahme zur Reha-Ergotherapeutin, weil ich eine heftige Meditationserfahrung hatte. Sie begleitete mich telefonisch durch einen Reinkarnationsprozess. Tage später träumte ich extrem intensiv von ihr und mir und einer Energiearbeit, von der ich aufwachte. Wieder Impuls gefolgt, sie anzurufen und es zu erzählen. Mein Verstand tippte sich derweil an die Stirn, dass ich doch verrückt sei. Wir folgten meinem Traum, von ihr etwas lernen zu wollen (sie ist Lehrerin für Metaphysik) und sind für nächste Woche persönlich verabredet (mein Herz lachte sehr, sehr doll).

Ich schaute meine selbstgemalten Bilder an und war begeistert. Der Impuls sie ausstellen zu wollen. Mich zu zeigen. Kontaktaufnahme zu der Einrichtung, in der ich meine ambulante Suchttherapie 2010 gemacht hatte. Man ist begeistert von der Idee, muss nächste Woche noch die Chefin fragen (mein Herz lacht und lacht und lacht).

Seit über einer Woche Sehnsucht nach Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft die von ihrer Schöpferkraft und der Kraft des Herzen weiß, sich gegenseitig trägt und unterstützt. Personen tauchen dazu auf. Ich folge dem Impuls, ohne zu wissen was dabei heraus kommen soll und lade diese Menschen ein zusammen zu kommen (wieder viel Freude in mir).

Ich melde mich bei zwei Kursen in der Volkshochschule zum Singen an. Wenn ich schon nicht schreien kann, dann singe ich eben. Ich freue mich wahnsinnig drauf.

Ich lese ein Buch von Sabrina Fox. Bin so begeistert davon und folge dem Impuls, ihr das einfach zu schreiben. Sie hat mir sogar geantwortet. Noch mehr Freude.

Ich habe mich in die Gärtnerei bewegt und bin dort wieder angebunden.

Ich war in der Lage nach neuen Therapeuten im Internet zu suchen.

Diese Malaysia-Reise zieht mich magisch an. Da weiß ich noch nicht, ob sie nicht zu groß für mich ist, für meine aktuelle Situation.

Und dann stehe ich heute im Bioladen und schaue mir die Aushänge von Kunden an. Mein Blick bleibt hängen bei „Elternassistenz“. Eine Mutter sucht für ihr 10-monate altes Baby und sich eine Assistenz. Reiße die Nummer ab, fahre nach Hause und rufe sie an. Ohne lange zu überlegen. Es scheint eigentlich nicht zu passen, da sie 6 h pro Tag beim Sozialamt beantragt hat. Also eine richtige Anstellung. Aber mein Herz freut sich wieder einmal und ich staune und staune, dass ich mir das zutraue. Ich habe gar keine Erfahrungen mit Säuglingen und Kleinkindern. Aber ich habe furchtbar Lust sie zu sammeln. Die Mutter ist Rollstuhlfahrerin und wir waren uns gleich sympathisch. Na das werde ich mit meiner Ärztin besprechen. 6 Stunden sind zu Beginn sicher zu viel, aber vielleicht lässt sich eine Zwischenlösung finden. Egal. Kopf abstellen und einfach schauen, was sich machen lässt.

WOW! Schaut euch das an! Üblicherweise denke ich lange über Dinge nach, bin zögerlich, unsicher, traue es mir nicht zu. Mache einen Schritt vor und dann wieder zurück. Und nun!

Das liegt auch an der Erdverbindung die ich täglich morgens in der Meditation herstelle. Das klappt so super. Ich fühle mich im Vertrauen mit dem Leben. Ich fühle die Sicherheit, dass es mich trägt, versorgt und liebt. Das Üben trägt Früchte.

DANKE!