„Bist du bereit?“ rebloggt von Ke’ita

Hier springt mir wieder mal die Wahrheit ins Gesicht, so dass ein Auflachen der Erkenntnis vom Herzen in den Kopf rollt. 😀 Hat was Erfrischendes!

Willst du erfolgreich werden? Deine Berufung leben? Den Mann deiner Träume? Eine eigene Familie? Ein Haus am Strand? Finanziellen Überfluss oder zumindest genug Geld? Diese oder jene Ausbildung? Erleuchtung erlangen? Oder einfach nur MEHR vom Leben? Willst du wissen wie du all das erreichen kannst? Vergiss es einfach. Sei stattdessen zu 100% […]

über Bist du bereit? — Ke’ita

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Verantwortung oder der heiße Stein

Ganz im Sinne der einleitenden Worte von Sólveigs Beitrag, fühle auch ich mich heute voll von Gedanken, die es alle wert wären festgehalten zu werden. Gedankendurchfall. 😉 Mit dem Schreibdurchfall halte ich mich zurück.

Ich habe mich die Woche viel im Außen bewegt. Viiiel mehr als sonst. Zu viel, was zur Folge hatte, dass ich gestern und heute unglaublich viel geschlafen und gedöst habe (ca. 14 – 16 h) und gestern erst ab ca. 16 Uhr mit meinem Erleben etwas in die Welt kam. Heute ging das schon ab ca. 14 Uhr und Gedanke um Gedanke kommt seit dem zu mir, als müsste die Woche nachgeholt werden.

Mein Alltag, meine Suche nach Struktur, nach Gleichgewicht, ist in einer Versuch-Irrtum-Phase. Manche Irrtümer sind in Wiederholungsschleife. Bei Wiederholungsfehlern muss ich immer an diese Szene, aus der Simpsons-Serie denken. 😀

Jaaa, manche Sachen dauern.

  • ich folge immer wieder den unnatürlichen Rhythmen der äußeren Welt, anstatt meinen eigenen natürlichen Rhythmen
  • ich halte an Zusagen oder Absprachen gegenüber Menschen fest, auch wenn sie gegen mein Gefühl gehen
  • ich verplane mich immer wieder jeden Tag die Woche, obwohl ich schon oft erkannt habe, dass das zu viel für mich ist

Im Kern hat es immer damit zu tun, dass ich nicht bereit bin die Verantwortung für mich zu übernehmen, meist unbewusst.


Seit dem Abschied von Fr. S. und der Veränderung innerhalb einer Freundschaft, rührt das Thema Bedürftigkeit in mir herum. Was ist Bedürftigkeit? Was gehört dazu? Aus welchen Anteilen kommt sie? Wo ist die Abgrenzung zu menschlichen Grundbedürfnissen nach Nähe und Berührung? Was kann ich zu mir nehmen, mich selbst darum kümmern und wie überhaupt? Wofür brauche ich andere Menschen?

Teilantworten wabern im Raum und gerade finde ich da das letztens erwähnte Buch, „Süsse Medizin – Die Lehren der Twisted Hairs Band 1“, sehr bereichernd. Die Darstellungen und Erläuterungen zu den 5 Schilden (Erwachsenen-/Kinder-Substanz-Schild, Erwachsenen-/Kinder-Geist-Schild, Ältesten-Schild), die das 3. Chakra umkreisen (dem Feuerelement zugeordnet), wie die Planeten die Sonne und je nach Situation vor uns treten und beeinflussen, wie wir die Welt wahrnehmen. (vgl. S. 194-196)

Eine ziemlich komplexe Geschichte, das mit den Schilden. Überhaupt das ganze Buch. Das geht sehr tief und verknüpft unglaublich viele Konzepte miteinander. Ich bin kurz davor so richtig begeistert zu sein, weil es beim querlesen scheinbar genau das ist was ich suche, wenn da nicht auch die große Leuchttafel mit der Aufschrift Verantwortung drüber blinken würde. Dieses Buch schreit danach, dass ich die Verantwortung und zwar die gesamte, für mein Leben übernehme.

Meine Reaktion ist vergleichbar mit der Vorstellung von einem heißen Stein in meiner Hand. Ich würde ihn gerne halten, aber werfe ihn immer hin und her, von einer Hand in die andere und bestimmt auch einfach mal zu irgendjemandem der gerade neben mir steht. Nur das gebe ich natürlich nicht so gerne zu. 😉

Zum Thema Verantwortung hatte ich einen schlauen Gedanken. Wenn ich mich für mein so-Sein schuldig fühle, kann ich dafür keine Verantwortung übernehmen.

Mir ging das beim Lesen des Buches so, dass ich erkannte, wie viel Reife mir noch fehlt und mich sofort wieder schlecht dafür fühlte. Erfreulich das es mir aufgefallen ist und ich es korrigieren konnte. Das Leben ist ein Prozess, eine Heldenreise. Alle fangen an einer Stelle an, wo noch etwas fehlt, damit sie es in Erfahrung bringen können. Das steht außerhalb von Wertung. Es IST einfach.


Immer wenn mir Wahrheit über mich begegnet, die ich annehmen kann, fange ich erst an zu lachen und dann zu weinen (wenn ich alleine bin).

Brief an Dich

Liebe …,

nun ist etwas Zeit vergangen und es war hilfreich für mich.

Was so an mir gerüttelt hat, waren die Erfahrungen aus der Zeit meines Klinikaufenthaltes.

In dieser Zeit, beginnend mit dem Wunsch, dass du mit mir in die Notaufnahme fährst, habe ich gefühlt dich zu brauchen, anwesend zu brauchen.

Du sagtest am Telefon, du seist in …. Du hast nichts weiter erklärt.

Du sagtest auch, dass du mich dort erst mal auf Station ankommen lassen wolltest, dass das gut wäre. Ich habe mir das nicht gewünscht. Ich hätte es anders gewollt.

Du hast dich die folgenden zwei Tage, für andere Dinge entschieden, als vorbei zu kommen.

Ich respektiere deine Entscheidungen. Du hast dich so verhalten, wie es sich für dich richtig angefühlt hat.

Ich hatte das Gefühl, du hältst meine Not und damit auch mich auf Abstand.

Für mich waren deine Entscheidungen ein riesen Schmerz.

Mein Gefühl dich zu brauchen, bauten auf die wiederholten Aussagen von „ich bin immer für dich da“ auf. In mir wuchs dadurch eine Vorstellung, dass du alles stehen und liegen lässt, wenn es hart auf hart kommt und versuchst da zu sein.

Das ist nicht geschehen und ließ mich im Ungewissen darüber, wie schlimm es sein muss, damit deine Worte wahr werden.

Zum Schluss bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass deine Worte nicht das waren, was ich dachte, dass sie sind, sondern etwas anderes meinten. Wir sprachen kurz darüber.

Liebe …, was bleibt, ist, dass ich dich liebe, auch wenn mir deine Entscheidungen weh taten und mich auch heute noch traurig machen.

Ich möchte Wahrheit zwischen uns.

Was ich mir von dir wünsche, ist dein Eingeständnis oder dein Bewusstsein darüber, dass du zukünftig nicht immer für mich da sein wirst, wie ich es vielleicht fühle zu brauchen.

Das ist auch mein Eingeständnis an mich.

Wahrheit bedeutet auch, dass ich mir die Grundlage meiner Beziehung zu dir anschaue und da Bedürftigkeit finde.

Ich will lernen diese Bedürftigkeit zu mir zurück zu nehmen.

Ich weiß nicht, wie sich das auf meine Beziehung zu dir auswirken wird, was noch bleibt, was sich anderes entwickeln kann.

Da bleiben erst einmal ein großes Fragezeichen und eine große Beziehungsunsicherheit, die dir wahrscheinlich auffallen wird.

Ich wünsche mir, dass du weißt, egal wie ich mich dir gegenüber verhalte, vielleicht zurückhaltend oder abweisend, vielleicht angespannt oder gereizt, im Kern liebe ich dich und kann es nur gerade nicht anders.

Ich übe.

Ich umarme deine Seele und dein Sein.

Göttliche Berührungen

Ich lehnte mich mit dem Rücken an einen großen Baum, mit leicht schrägem Stamm und ließ mich halten. Ich war weit weg. Weg von der Welt.

Der Wind ließ die um mich herum herabhängenden Zweige, mit ihrem noch frischen, zarten Grün, in meine Richtung wiegen und plötzlich hatte ich das Gefühl, sie wollten mich trösten, mich liebkosen und beruhigen. Alles ist gut. Ich musste weinen. Es berührte mich zutiefst.  Ich war nicht mehr weit weg. Ich war in der Welt. Ich fühlte den Wald, wie er mich hielt und beschützte, meine Seele streichelte. Wäre da nicht ein Fußweg gewesen, hätte ich mich sanft in diese Zweige eingewickelt und mich dem Gefühl ganz hingegeben.  Beschützt sein. Gehalten sein. Und mir wurde bewusst, wie sehr es genau dieses Gefühl war, welches mir in der Kindheit gefehlt hatte.


Ein Online-Seminar, am Tag des Vollmondes, um den göttlichen Heilstrom zu empfangen. 30 Minuten sitzen, Stille lauschen, sich spüren, Worte hören. In friedlicher Ruhe sein. Ganz am Ende, zum Abschluss ein Musikvideo. Taizé – Behüte mich Gott. Eine Hitze durchläuft mich. Eine Gänsehaut ergreift mich. Mein ganzes Sein wird berührt und Tränen fließen. Überrascht.


Über den Glauben nachdenken, so nebenbei am Morgen im Bett, während ich mich mit meinem Körper verbinde. Ich sehe mich fallen, Rücklinks, jedoch nicht endlos, sondern landend auf einem weißlich, milchigem Grund. Ein Geistesblitz durchzuckt mich. Ja, genau!

Was ist, wenn ich glaube, so ganz und gar, mit Haut und Haaren, mich hingebe, loslasse, abgebe, führen lasse? Ja was ist, wenn ich dann erkenne, erfahre, dass der Glaube nicht wahr war, ein Irrweg, ein Trugschluss, eine Täuschung? Was passiert mit mir? Was ist, wenn ich dann zerspringe und stürze und falle und sterbe, weil es nicht mehr gibt, was vorher alles war? Bin ich bereit zu sterben, um glauben zu können?

Dieses Bild! Auch wenn ich sterbe, auch wenn ich falle, falle ich trotzdem auf einen Grund. Falle ich auf das, was übrig bleibt. Nach allem Glauben, allen Vorstellungen. Etwas bleibt, etwas ist da, auch wenn ich falle und sterbe.

Braucht es den Glauben, um ihn verlieren zu können, um daran zu sterben, um die Erfahrung des wirklich Göttlichen zu machen? Das Etwas was immer ist, was keinen Glauben braucht. Nur die Erfahrung.

So ist es geschehen.

Die spirituelle Krise aus dem letzten Jahr wird etwas klarer.

Wie die Blumen auf einer Wiese

Mir ist mal wieder etwas aufgefallen, bewusst geworden, als ich gestern einen Text von jemandem las.

Das ist eine ältere Thematik, dass mir vor längerer Zeit bewusst geworden ist, dass ich Texte, die mit der Intention der Wissensverbreitung, Hilfestellung, Unterstützung oder zur Orientierung für andere geschrieben sind, grundsätzlich als allgemeingültig glaubte.

Das ist natürlich fatal, wenn man Informationen nicht auf ihren Wahrheitsgehalt für einen selbst überprüft (und gleichzeitig völlig normal, wenn man gar nicht weiß, wer man selbst ist) und hat die entsprechende Verwirrung, Überforderung, Frustration, Verzweiflung und Selbstabwertung, weil man es wohl nicht richtig macht, wenn es bei einem nicht funktioniert, mitgebracht.

Es hat wirklich eine ganze Weile gedauert, bis ich so nach und nach, durch meine anstrengenden Erfahrungen realisiert habe – Ach, wir sammeln nicht alle die gleichen Erfahrungen und wir gehen tatsächlich gar nicht alle den gleichen Entwicklungsweg? Ist ja nen Ding! o.O Ich habe das echt geglaubt und bin da bis heute auch noch immer nicht ganz frei von.

Naja und gestern jedenfalls, lese ich wieder so einen Text und reagiere spontan mit – Aber das stimmt doch gar nicht! Schon mal eine andere Reaktion, als früher. Juchuuu, ich habe mich weiterentwickelt! 🙂 😉

Darauf folgte dann ein Herumgetänzel im Außen. Das muss man doch anders schreiben. Da muss man doch noch dieses oder jenes berücksichtigen und benennen, sonst wird das doch nicht allen Leuten gerecht. Und so weiter.

Abends im Bett kam das dann nochmal in meinen Kopf, während ich mir die Hände auflegte und einmal erkannte ich zusätzlich, dass ich beim Lesen dieses Textes das Gefühl hatte, unmittelbar angesprochen zu sein, als wäre der direkt an mich gerichtet und ich bekam noch ein schönes Bild dazu, was mir sehr gefallen hat.

Zu glauben oder eher zu fühlen, dass dieser Text direkt an mich gerichtet ist, ist natürlich ein Trugschluss. Es erklärt aber wiederum meine Anfangsreaktion ganz gut, das als falsch zurückzuweisen.

Und dann half mir das Bild, es besser zu verstehen, wie das so ist, mit den Informationen von anderen. Keine neue Erkenntnis, aber fühlbarer.

Dieser Text ist wie eine Blume unter unzähligen Blumen auf einer Wiese. Die Blume hat keine Absicht. Die wächst da einfach in ihrer Art, Farbe und Form, aus ihrem Samen heraus und steht öffentlich herum. (Ich lache gerade über meine eigene Formulierung 😀 – herrlich!)

Ja, also. Und dann gibt es die Bienen. Viele finden diese Blumen erst gar nicht, weil sie ganz woanders fliegen. Dann fliegen bestimmt an die hunderte verschiedene Bienen vorbei. Einige fliegen einfach weiter. Einige setzen sich mal drauf und schauen. Und davon bleiben vielleicht einige, weil es genau der Nektar ist, den sie suchen und die anderen fliegen wieder weg, weil heute Rosen auf dem Plan stehen und nicht Gänseblümchen.

Da ist keiner sauer, beschwert sich über die scheiß Gänseblümchen die hier überall herumstehen.

Das heißt für mich, jeder Mensch ist wie ein Samen und er trägt die Informationen in die Welt, die im gegeben worden sind oder die er erfahren hat. Daran ist nichts richtig oder falsch. Und auch sind alle Menschen wie Bienen, sie suchen sich die Informationen aus, die sie gerade gebrauchen können.

Dann tönte der Zweifel – aber es gibt doch wirklich Menschen die nicht wie Blumen sind, also neutral, sondern fest davon überzeugt, dass ihre Information die allgemein Gültigste ist und damit wirklich jeden direkt ansprechen.

Das stimmt und die Antwort passte wieder gut ins Bild.

Da stehen also ganz viele Blumen mit Identitäten und glauben sie wären die, mit dem coolsten Nektar. Was ist der Unterschied? Es fliegen trotzdem genau so und so viele Bienen da lang. Es setzen sich trotzdem nicht alle oder einige fliegen eben wieder weg. Es ändert sich gar nichts.

Ein schööönes Bild! Ich möchte mich üben, wertfrei Samen und Biene zu sein. ❤

 

Ich bin nicht immer für dich da

Das ist der Teil, den ich dir mitgeben möchte. Meinen eigenen Anteil an dem Schmerz zwischen uns, habe ich zu mir genommen. Es ist jedoch nicht alles meines. Etwas gehört auch zu dir.

Damit deine Worte, deine Taten und deine Gefühle übereinstimmen, müsste es heißen: „Ich wäre gerne immer für dich da, aber ich kann es nicht immer sein.“

Dann ist es für mich stimmig. So nehme ich dich wahr, unser Miteinander in meiner Krisenzeit. So entsteht für mich kein Widerspruch mehr, zwischen deinen Worten und deinen Taten.

Mit dieser Wahrheit, die ich sehr realistisch finde, kann ich besser leben, als mit einem stetig gefühltem Widerspruch, einem Versprechen, welches nicht gehalten wird.

Weil, so ist es nun mal. Es ist unmöglich für dich, für alle deine Freunde immer da zu sein, physisch da, auch wenn es das ist, was du fühlst und gerne geben möchtest. Es wird immer vorkommen, dass du abwägen musst, zwischen dem Einen und dem Anderen oder auch zwischen dir und dem Anderen. Es gibt deine Belastungsgrenzen, es gibt Dinge die dir in deinem Leben wichtiger sind, es gibt Prioritäten zu setzen. So wie du dich für den Menschen entschieden hast, bei dem du gerade warst, als ich dich nach Begleitung in die Notaufnahme fragte.

So ist das nun mal.

Es ist vielleicht nicht leicht sich das einzugestehen, weil man es so gerne anders hätte. Das kenne ich aus eigener Erfahrung und an dieser Stelle lerne ich ebenso von dir.

Es ist jedoch viel ehrlicher, dir selbst gegenüber und deinen Freunden gegenüber.

Für mich ist damit mein Herz bereinigt und die Sache überstanden.

Dein Aufstieg

Ich muss mich um zwei kümmern. Um Dich und um mich.

Lege mir eine Decke um die Schultern, damit ich gehalten bin, wenn ich dir begegne.

Ich muss aufpassen, dass ich nicht mit dir verloren gehe.

Mit der Decke, Schreibzeug neben mir, Öl und dem Wissen/Bewusstsein, dass dies ein geplanter-ungeplanter Moment ist, wo ich mich entscheide dich anzuschauen, weil du eben schon da warst (und letzte Woche schon), zünde ich dir eine Kerze an.


 

Ich zünde Dir eine Kerze an, meine Liebe, die deinen Weg nach oben beleuchten soll.
Weil es das ist, was du mir gezeigt hast.

Du bist gestorben und in den Himmel aufgestiegen. 😥 😥 😥

Ich gehe nun mit dir dieses Stück Richtung Himmel. Begleite deinen Aufstieg.

Du bist jetzt bei den Engeln. Sie passen auf Dich auf. Bei ihnen geht es Dir gut.

Dort bist Du in Sicherheit.

Du bist jetzt im Himmel. Dort geht es Dir besser.

Für Dich <3

Für Dich ❤

Deine Erlösung.

Du bist dort damals gestorben.


 

Du bist deinen Weg schon längst gegangen. Das Leid hast du zurück gelassen.
Soll sich wer anderes drum kümmern. Ich zum Beispiel.

Wohin damit?
Kann ich es ebenso zurücklassen?

Du bist weg, aber ich bin noch da!


 

Ein bedürfnisloser Zustand.

weich
weit weg
wie auf Wolken

Wie passend. Ist es so wenn man tot ist, wenn die Seele gestorben ist?

da
nicht da

hier und
fort

verschwunden

Gar nicht so unangenehm.

still
friedlich
aufgehoben

Das bist Du.
Es ist gut, Dich in Sicherheit zu wissen!

Kann es hier dann weitergehen?
Wirst Du fehlen?
Brauche ich Dich?

Wie wird es ohne Dich sein?
Jetzt wo ich es weiß.

Du fehlst mir. 😦

Werd ich ohne Dich leben müssen?


 

Ich habe überlebt!

Jetzt kann ich damit etwas anfangen, mit dieser Aussage.


 

Am vorletzten Morgen im Krankenhausbett.

Dieser dunkle Zustand taucht wieder auf. Ein Gefühl tot zu sein.

Wie besprochen, lasse ich ihn diesmal zu, in der Vermutung, dass dies ein Wiedererleben ist von damals und mich nicht fürchten brauch.

In Bruchteilen von Sekunden verwandelt er sich und ich spüre wie ich ins Licht aufsteige. Plötzlich ist alles klar und die Wahrheit durchflutet mich, dass es mir den Atem raubt und ich sofort von dieser Empfindung zurückspringe und meine Tränen unter der Decke verstecke.

Ich bin gestorben – damals.

Meine Bettnachbarin reagiert auf mein Weinen, streckt ihre Hand in meine Richtung, ich ergreife sie und halte mich daran fest, während ich ihr weinend erzähle, was ich eben gefühlt habe.

Dann stehe ich auf, versuche Abstand zu finden.

Bis heute…

Ich denke, es ist alles gut, auch wenn es mir das Herz bricht.