Verletzlichkeit und Weiblichkeit

Das Leben verlangt mir zurzeit viel ab. Leicht ist es nicht, aber auch nicht mehr sooo schwer. Anders schwer, sagte ich neulich zu jemandem.

Oft ist keine Kapazität mehr, um noch Überblick zu finden. Das erzeugt hier Wortlosigkeit. Die Energie geht in die Erlebnisse des Tages und die Verarbeitung.

Eben blitzte ein roter Faden auf.

Ich hörte Musik. Sie berührte mich. Mir liefen Tränen. Ich spürte Weichheit und Verletzlichkeit. Das ist der rote Faden.

Erinnerte mich an den Text vom 8. April – Verletzlichkeit und Selbstannahme. Arbeitete danach wirklich mit dem Thema weiter und dann arbeitete das Thema, glaube ich mit mir weiter.

Ich habe das nur einmal ganz bewusst mit dem Akupressurklopfen angegangen. Ich erinnere mich noch, dass diese Verletzlichkeit so unglaublich groß war, ein Schmerz so riesig, dass ich das Gefühl hatte, daran zugrunde zu gehen. Deshalb schaute ich nicht mehr bewusst hin.

Mir scheint so, als habe das gereicht, um es mehr ins Bewusstsein zu rücken.

Ich merke gerade, dass ich es noch gar nicht in Worte fassen kann und die einzelnen Erlebnisse auch nicht greifen kann.

Nur taucht für mich auf, dass diese Verletzlichkeit noch viel mehr ist und ein überwiegend ungelebter Teil meiner Persönlichkeit und dass das im Alltag wirklich viele Schwierigkeiten erzeugt, weil sie oft herausbricht und ich dann überfordert bin.

Ich spüre in und hinter dieser Verletzlichkeit Sanftmut, Weichheit, Weiblichkeit, Sinnlichkeit, mein Frau-sein und lauter noch unergründete, leise Dinge. Da kommen mir gleich wieder die Tränen. Das ist was ganz Neues. So habe ich mich noch nie gefühlt und es ist schwer, mich dafür offen zu halten. Es macht mir Angst. Es fühlt sich so unbekannt an und bedrohlich. Bedrohlich, weil dort der ganze Schmerz der Vergangenheit liegt. Bedrohlich, weil ich mich dann ganz offen und ungeschützt fühle. Ich weiß noch gar nicht, wie ich mich mit meiner weiblichen Seite in der Welt schützen kann.

Ich föhnte neulich meine Haare so hin und her. Dadurch blieben sie auf der anderen Kopfhälfte liegen als sonst. Ganz überrascht schaute ich mich an, weil mir arg gefiel was ich da sah. Meine linke Gesichtshälfte war frei. Ich sah plötzlich die Frau in mir. Meine linke Gesichtshälfte scheint meine Weiblichkeit auszudrücken. Die Veränderung war so stark. Total faszinierend. Und ich konnte es aushalten und bin sogar so aus dem Haus gegangen. Eine Freundin konnte es auch gar nicht glauben, wie da etwas zum Vorschein kam, was mit den Haaren in die andere Richtung vorher nicht zu sehen war.

Also es nähern sich da weiter meine unterschiedlichen inneren Aspekte an. Auf der Spirale ein schon bekanntes Thema auf einer neuen Stufe.

Es zeigt sich die Wichtigkeit der Verbindung zwischen männlicher und weiblicher Seite ganz konkret bei den nächsten Schritten die anstehen. Vor ein paar Tagen ein (für mich) kleine Missachtung eines Gefühls, mit ungeahnten riesigen Konsequenzen am nächsten Tag. Kaum Spielraum mehr. Ich sag ja, ich habs mir ins Feld gezogen, nun will es auch gesehen werden. 😉

Es überlagern sich verschiedene Modelle, fällt mir auf. Die weibliche Seite könnte auch das innere Kind sein. Die Gefühle sortiere ich dort hinein. Auch die Intuition und Kreativität siedele ich dort an. Es ist so vielfältig. Eine umfang-/ facettenreiche Kraft.

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Hirnen

Ich kann es nicht anders nennen, als Kopffickerei-Phase. Es kopft und kopft und kopft. Es zerrt an der Stimmung, macht unentspannt, angespannt, unruhig, unzufrieden und eng. Es macht ewig lang schlafen, schwer wach werden, mürrisch in den startenden Tag schauen und das jeden Morgen aufs Neue. Freude ist nicht mehr zu finden. Es ist anstrengend. Es wollen sich abwertende Gedanken bilden. Es wollen sich hassende Gedanken bilden. Es wollen sich schwarzmalerische Gedanken bilden. Doch sie werden nicht konkret.

Ich glaube, ich habe mich und tue es immer noch, ganz wunderbar durch eine entstehende Krise manövriert, ohne das sie wirklich entstanden ist.

Mir ist aufgefallen, dass ich mich kaum noch mit den inhaltlichen oder äußeren Geschichten zu meinem argen Unwohlsein befasst habe, sondern den Fokus mehr auf die zugrunde liegende Energiestruktur in meinem Körper hatte. Das macht das mittlerweile jahrelange Üben der Körperwahrnehmung im praktizieren von Meditation und das immer wieder Suchen des Körperausdrucks, wenn Emotionen auftauchen.

Aktuell heißt das z.B., dass ich mich vor ein paar Tagen sehr leer, gefühlslos und gedrückt gefühlt habe. Ich hatte zwar eine Vermutung warum das so war, habe mich damit aber nicht beschäftigt, sondern blieb bei meiner Körperwahrnehmung. Dort fand ich heraus, dass ich mein Bewusstsein fast gar nicht mehr in meinen Körper kopfabwärts bringen konnte und es keine Herzempfindungen mehr gab (Mitgefühl, Selbstannahme, Liebe, Freude, Zuwendung, Verletzlichkeit), also mein Herzzentrum zu war. Zusätzlich fühlte sich meine Kopfenergie verdichtet, verklebt, schwarz und undurchdringlich an und mein Kopf wie zusammengedrückt. Alles sehr unangenehm. Aus Erfahrungswerten war mir dadurch klar, dass ich mich durch Ereignisse vollständig von meiner Energie abgeschnitten hatte, was dazu führte, nur noch im Kopf präsent zu sein, ohne Herz, was wiederum dazu führte, dass Selbsthass- und Abwertungsgedanken entstanden/entstehen wollten. Alles eine Auswirkung des blockierten Energieflusses. Ich nehme an, dass durch dieses Wissen, die Gedanken mich nicht vereinnahmt haben, immer wieder in sich selbst zusammensackten, weil es eigentlich inhaltlich nur Blasen waren, sie auf nichts Wirklichem basierten.

Auf diese Abbildung meines Energiesystems habe ich intuitiv mit sanften, unterstützenden Maßnahmen reagiert. Ich nahm mir mehrere Tage Zeit für mich, ohne äußere Ablenkungen, ohne Termine, ohne Verpflichtungen. Ich legte mir jeden Morgen gleich nach dem Wachwerden die Hände auf das Herz und ließ Reiki-Energie fließen. Ich suchte ganz vorsichtig nach Dingen, für die ich dankbar sein kann, um mein Herz zu öffnen. Ich ließ mir mit allem Zeit und versuchte meinen Fokus bei meinem Körper zu halten, um wieder zu ihm zurück zu kommen. Deshalb badete ich, machte leichte Gleichgewichtsübungen. Ständig fühlte ich in mich hinein und fragte mich, nach was mir wäre, worauf ich Lust hätte. Gab es da nichts, war das okay, dann saß ich einfach mit meinem Kaffee in der Hand (Fokus auf heiße Tasse) auf dem Balkon und ließ es zu wie es war. Oder es kam ein zaghafter Impuls malen zu wollen, dann malte ich für 10 Minuten Mandala aus, freute mich vielleicht schon mal ganz sanft und kurz darüber, bis doch die Schwere kam und das war okay. In der Meditationspraxis legte ich mir die Hände auf mein Herz und Basischakra und ließ Reiki fließen. Oder ich hob meine Schwingung an, indem ich meine aktuelle Schwingung auf einem Stab mit einer Skala festhielt und ich diese Markierung dann ganz langsam höher schob, um die Schwingung anzuheben (das funktioniert tatsächlich – bin ich selbst ganz erstaunt von). Als ich das das erste Mal tat, öffnete sich mein Herz und ich konnte weinen. Ich fühlte zwar nichts, aber ich konnte weinen. Das war sehr hilfreich, brachte etwas Weichheit zurück. Auch das „Om“ zu chanten, hilft mir gerade, da ich dabei beobachten kann, wie sich meine Energie im Körper etwas ausgleicht. Hab ich jetzt zweimal ausprobiert und finde es richtig gut. Und ich habe mir Hilfe von außen geholt, ließ mir zusätzlich Heilenergie schicken.

Während ich das alles so Tag für Tag tat, wurde es immer ein kleines Stück besser, kam ich mir nach und nach wieder näher. Und im langsamen Näherkommen, rollten sich dann auch ganz von alleine die äußeren Geschichte dazu auf, die Auslöser. Erkenntnisse kamen, Einsichten taten sich auf, Emotionen konnten gefühlt werden und fließen. Das passierte aus sich selbst heraus, ohne dass ich aktiv dort hin lenkte.

Ich bin sehr stolz auf mich und gebe mir eine 1+ in Selbstfürsorge. 😀