Bewusstsein

Es ist schwierig, sich hauptsächlich in einem Umfeld zu bewegen, das sich aus alten Mustern speist.
Es zieht mich immer wieder in diese Muster hinein.
Es wäre hilfreich, mehr im Kontakt mit Menschen zu sein, die ein tieferes Verständnis für diese unterschiedlichen Ebenen des Seins haben und deren Ziel es ebenso ist, sich aus dem Alten herauszubewegen.

Ich öffne mich ab heute für diese Art der Hilfe. Ich bin bereit neue Lehrer zu empfangen.

Ein  Termin und ein Gespräch gestern haben mich dermaßen aus der Fassung gebracht. Mir ging es richtig, richtig schlecht. Ich war hochgradig angespannt und konnte das nicht verändern. Meine Gedanken rasten immer wieder um die gleichen Dinge. Ich hatte so richtig, richtig Lust irgendwas zu nehmen, damit das aufhört.

Das eine war für mich eine Machtdemonstration, die ich auch noch ansprechen werde.

Das andere war ein Zweifeln an meinem Vorgehen und die fehlende Möglichkeit, das für denjenigen nachvollziehbar zu machen.

Beides war ein fehlendes Vertrauen in meine Gefühle, meine Gedanken, meine Erkenntnisse, meine Vorhaben.

Hinter beidem steckte die Absicht, mich unterstützen zu wollen. Gut gemeint, aber nicht hilfreich. Nicht unterstützend!

„Sehr geehrte Frau …,eine Situation aus unserem Termin gestern hat mich sehr aufgewühlt.

Es geht um den Moment, wo wir einen Nachbesprechungstermin suchten und sie den 21.06. nannten.
Mein Gefühl sagte mir, dass es zu früh sei, um etwas über das Ankommen und Fühlen in der Arbeitstherapie sagen zu können. Sie bestanden trotzdem auf diesen Termin, mit dem Satz – das sei ihnen egal –. Für mich fühlt sich das nach einer Machtdemonstration an, der ich mich unterzuordnen habe, gegen mein Gefühl. Und ich habe ihre Beweggründe dafür nicht verstanden, falls es welche über den Ansatz hinaus – wir mache das jetzt einfach so – gibt.
Das macht es für mich sehr schwer, eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit weiter aufrecht zu halten, wenn ihr Verhalten für mich nicht nachvollziehbar ist und damit willkürlich wird. Ich bin nicht bereit mich willkürlichem Verhalten auszusetzen.
Mit freundlichen Grüßen
…“
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Mutter-Natur

Ich hab gute Laune heute. So langsam wird’s wieder mit der Freude. 🙂

Klappe die zweite bei Manuela, wegen meiner Pollenallergien. Beschwerden haben sich so ungefähr um die Hälfte gemildert. Das Ceterezin habe ich wieder angefangen zu nehmen und damit war dann auch der Ganzkörperjuckreiz verschwunden. Bis gestern dachte ich noch, mehr wird es nicht und ich kann auf die Knallermedikamente verzichten, bis ich dann bei Manuela war, die ländlicher wohnt. So what, find ich gar nicht so schlimm. Dann nehme ich halt diese Medikamente. Habe mich mit der Affirmation: „Ich nehme das irdische Leben so an wie es ist“ in eine gelassenere Haltung gebracht.

Es war wirklich spannend bei Manuela. Hier beim Schreiben freue ich mich immer noch wie ein kleines Kind, über einige Erfahrungen. 😀

Ich hab ihr so die Symptome aufgezählt und mich währenddessen unbewusst geräuspert. Sie machte mich darauf aufmerksam. „Hast du das mitbekomme? Hör mal hin, da will dir was gesagt werden.“ Vorher hatte sie mir erklärt, das, wenn bei ihr stärkeres Räuspern auftritt, zusätzliche Informationen von außen kommen. Ich bin aufgeregt und wie so oft, halb davon überzeugt, dass das bei mir nicht klappt und ich nichts ‚empfange‘. Ich sehe eine Blume vor meinem inneren Auge. Tu das schon ab als Zufallsbild, irgendeine Assoziation halt. Was soll mir das auch sagen. Vor mir steht ein kleiner wilder Blumenstrauß auf dem Tisch. M. weist mich darauf hin. Und tatsächlich befindet sich auch diese Art von Blume in diesem Strauß. Auch das zweifle ich in meinem stillen Kämmerlein naaatürlich an. Zufall. Hab ich halt den Strauß unbewusst wahrgenommen und nun mit eingebaut. „Sag mal zu dem Blumenstrauß: Ich umarme dich und beobachte was du dabei fühlst.“ Ich bin gehemmt. Öffentliches Fühlen ist und bleibt schwierig für mich. Also gehe ich mit den Blumen ins Nachbarzimmer, schaue sie an und umarme sie innerlich. Ich fühle Trauer und Verlust. Oh, das ist ja spannend. „Du hast eine starke Verbindung zur Mutter-Erde und fühlst was ihr passiert.“ Na klar, wieder Skepsis und Zweifel in mir. „Du selbst hast dich mal von deiner Trauer in dir abgewandt.“ Das stimmt, an die Phase kann ich mich erinnern. Ich fand es einfach auch mal genug getrauert. Dann folgten einige Erklärungen wie die Erde, die Natur, der Mensch in Verbindung zueinander stehen. Der Mensch sei ein Seelenanteil von Mutter-Natur. Solche Informationen kann man nicht mit dem Verstand verstehen. Ob sie für einen selbst passen, lässt sich nur erfahren und fühlen.

Ich: „Woher weiß ich denn, dass die Trauer die ich gerade fühlte nicht daher kommt, weil der Strauß einfach von der Wiese abgeschnitten wurde?“ „Na fühl mal noch mal hin, schau ihn an. Ich fühle da Freude.“ Ich schaue mir den Strauß erneut an und tatsächlich strahlt er mich freudig an, so dass mein Herz richtig ins hüpfen kommt. (Das kann ich jetzt noch spüren. 🙂 ) „Und da ist noch etwas, fällt mir auch jetzt erst auf. Nimmst du noch etwas wahr?“, fragt sie mich. Ja, zu dem Freudegefühl, ist ein Sprühen um den Strauß herum zu sehen, wie bei Wunderkerzen. „Ja, genau.“ Boahhh, ich freu mich voll, weil hier mal die Möglichkeit besteht, meine Wahrnehmungen von jemandem bestätigt zu bekommen. Das tut ja mal so richtig gut und der Zweifler macht einen Schritt zurück. Das was ich wahrnehme ist wirklich da! Toll!

Heute Morgen habe ich für mich erneut in diese Verbindung zwischen mir und Mutter Natur gespürt. Ich konnte fühlen, dass ich ein Teil von ihr bin und dadurch auch betroffen von dem was mit ihr geschieht. Vor diesem Betroffenheitsgefühl wollte ich wohl weglaufen. Ich spürte wieder Trauer, versperrte mich nicht davor und realisierte, dass ich auch eine Verantwortung für sie und damit auch für mich trage. Und das die Allergiesymptome ein Hinweis darauf waren, das ich mich dem nicht entziehen kann.

Ich habe die Zerstörung der Natur als letztes für mich sehr rationalisiert. Da gibt es eben die Welt mit ihren Polaritäten, das Gute und das Böse. Beides muss es geben, sonst gibt es die Welt nicht. Dagegen kann ich nichts tun, also geht es mich nichts an. Obwohl der erste Teil auch meiner Wahrheit entspricht. Das Böse, Schlechte gibt es, ist ebenso ein Teil dieser Welt, wie alles andere und ich muss kein persönliches Drama daraus machen. Doch es geht mich trotz alledem etwas an, weil ich ein Teil davon bin.

Ganz praktisch heißt das für mich, dass ich das Fühlen zulassen üben will, welches sich in dieser Verbindung auftut, so dass ich nichts mehr abwehre, mich nicht mehr abtrenne.

Geübt habe ich das gleich mal an zwei meiner Zimmerpflanzen, denen ich die Hände auflegte. Es war ganz anders als sonst, seeehr intensiv. Ich war ihnen näher. Durch mein Herzzentrum wollte enorm viel Energie zu ihnen fließen, dass es eine Herausforderung war, mich darauf einzulassen. Es hat fast körperlich gebrannt. Ich hab mich danach unglaublich gut gefühlt, verbundener mit der Erde und mir.

Grüner Daumen II

Kurzer Zwischenstand darüber, was mir seit der Behandlung auffällt.

Ich habe neben dem Glauben, auch Zweifel. Gestern verließ ich das Haus und meine Nase fing an zu laufen. Jaja… von wegen Heilung… ist doch alles spiritueller Kram – dachte es in mir. Trotzdem glaube ich meinen Erfahrungen, dem was ich dort gefühlt habe.

Heute wache ich auf und mache zum zweiten Mal die Übung – Mutter Natur umarmen. Gar nicht so leicht. Wie auch schon gestern, bekomme ich kein stabiles Bild zustande. Ich versuche mir eine große Kugel vorzustellen, auf der die ganze irdische Natur wächst, die ich dann umarme. Es geht nicht. Mir fällt auf, dass mir das Gefühl dazu fehlt. Es ist nur ein Bild, ohne Gefühl. Also gehe ich zuerst in mein Herz und suche die Liebe zur Natur, stelle mir also vor, die Natur wäre in meinem Herzen. Oh ja, da passiert etwas. Widerstand. Schmerz. Auch Liebe. Und dann sehe ich, wie große Efeublätter aus meinem Herzen meinen Brustkorb entlang wachsen. Ich versuche dafür offen zu bleiben, diese Vorstellung mit einem Gefühl von Liebe zu empfangen. Das ist doch schon mal ein guter Anfang. 🙂

Als ich aufstehe, fällt mir ein, dass ich gestern vergessen habe mein Antiallergikum zu nehmen. Ein Zeichen? Überlege, ob ich es morgens nachträglich nehme, wie ich es sonst immer tat, aber irgendwie ist mir nicht danach. Über den Tag verteilt denke ich immer mal wieder daran. Es sind keine Symptome da, aber ich bin ja auch in der Wohnung, denke ich mir.

Jetzt zum Abend verlasse ich die Wohnung. Will noch mal kurz in den Wald, mich an einem Baum entspannen. Ich bin gespannt. Neugierig. Und was soll ich sagen – keine Symptome! Kein Naselaufen, Nasekitzeln, Niesen. Ich bin noch skeptisch. Bleibt abzuwarten, ob das mit dem Wetter oder sonst irgendetwas zusammenhängt.

Aber… Aber, wenn es echt so bleibt… Das wäre einfach unglaublich! Unfassbar! Aber… erst einmal abwarten.